Aufwertung der Pflege?

Dieses Thema im Forum "Diskussionen zur Berufspolitik" wurde erstellt von Susi_Sonnenschein, 27.09.2007.

  1. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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  2. Michl

    Michl Gast

    Ist eine fleißige Person. Nur schade, dass vor lauter Sonografien und Drainagen "lupfen" keine Zeit für die Aufnahmegespräche bleibt und trotzdem Überstunden gemacht werden müssen.

    Das Argument: selbst machen, weil´s schneller geht ... heikel. Das kann man auf so viel anwenden.

    Grüße
    Michl
     
  3. ASF

    ASF Senior-Mitglied

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    Hallo!

    Ich finde die Idee leichte ärztliche Aufgaben zu Gunsten des Ablaufes zu übernehmen eigentlich eine gute Idee. Das nützt dem Patienten und erleichtert Abläufe, die sich sonst durch unnötige Wartezeiten auf die Ärzte verzögern. Mit einer guten Aus- und Weiterbildung ist das für die Pflege gut möglich. Allerdings sollten dann hierfür auch die personellen Ressourcen der Station aufgestockt werden. Es kann nicht sein, dass die zusätzlichen Aufgaben einfach dazukommen, ohne dass das Personal an anderer Stelle entlastet wird.
    Die Kollegen in vielen Bereichen sind ja jetzt schon an ihrem Leistungslimit, da kann man keine weiteren Tätigkeitsfelder hinzufügen.

    Aber wie gesagt, vom theoretischen Ansatz her finde ich die Idee gut, solange genügend Personal zur Verfügung steht.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es ist doch immer wieder schön zu lesen, wie eine Berufsgruppe die Organisationsschwächen einer anderen gerne ausgleicht, selbst zum Preis der Aufgabe der eigentlichen Berufsinhalte.

    Elisabeth
     
  5. Wow, ist die Frau fleissig!!! Wie lange? Bis zum Bourn-out-Syndrom?????? !
     
  6. ASF

    ASF Senior-Mitglied

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    @ Elisabeth: Du bringst es auf den Punkt. Die Tatsache, dass wir die Organisationsschwächen der Mediziner ausgleichen finde ich (wie bereits gesagt) nicht schlimm. Kann unsere Arbeit eigentlich nur vielseitiger machen. Das Problem sehe ich darin, dass wir unsere Berufsinhalte zurückstellen!

    Wir sollten sagen, dass wir ärztliche Aufgaben übernehmen können, aber erst dann wenn wir unsere pflegerischen Tätigkeiten erledigt haben und dann noch Zeit ist!
     
  7. pffanja

    pffanja Poweruser

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    hay ihr, also ich muss auch dcen restharn bestimmen.
    hm geht recht schnell. und ich glaube nihct das es ein urologieassistent jemals gemacht hat.

    wir haben einen kleinen ultraschall.
    das ganze dauert mit holen, patienten erläutern, durchführen und verräumen ca 10 minuten.

    aber hier ist es auch so, dass es zu meinen aufgaben gehört.
    schweiz eben...
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Zum Restharn- Ultraschall: ich hab schon von Kollegen gehört, dass in zeitlichen Engpässen nach kurzer Anlernzeit dem Zivi die RestharnSono übertragen wurde. Die Technik ist da sicher nicht das Problem.

    Wer aber steht haftungsrechtlich dafür ein, wenn Pflegefachkraft diese Tätigkeit übernimmt- ist schließlich ein Teil der Diagnostik? Derzeit sieht das Gesetz in Deutschland dies so nicht vor. Die Kollegin bewegt sich also in einer Grauzone.

    Elisabeth
     
  9. sunair76

    sunair76 Gast

    Hallo ihr Lieben!

    Da sieht man mal wieder wie lieb wir sind ....oder wie ich immer so schön sage 100% Schurwolle!!

    Ich frage mich was dann die Ärzte noch machen?Also mir reicht meine Arbeit vollkommen,vor allem weil wir ,wie ich finde,sowieso schon wahre Organisationstalente sein müssen.Und dann noch ärztliche Tätigkeiten auch noch machen? Nö.Die sehen die Patienten sowieso nur selten.
    Wir machen schon soviel....was wollen die uns noch alles aufdrücken?
    :wut:


    Liebe Grüße
    :nurse:
     
  10. intensivotter

    intensivotter Senior-Mitglied

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    Hallo, allle mit einander!

    Also die Aussage die Pflege wird anspruchsvoller, wenn wir noch mehr ärztliche Tätigkeiten ( Restharnbestimmung) übernehmen, stößt mir persönlich sauer auf!:dudu:
    Meine Arbeit ist anspruchsvoll!Sie ist umfangreicher als die meisten Menschen denken und vielleicht sollte dieses mal öffentlich präsent gemacht werden!

    Die Übernahme noch mehr ärztlicher Tätigkeiten wird kommen-da wir immer noch billiger sind als die Ärzte.Aber, dann sollte auch der Personalschlüssel im Pflegebereich angepasst werden und v.a unser Gehalt!
    Und vielleicht sollten wir mal auf hören alles zu kompensieren?!
     
  11. Michl

    Michl Gast

    Wir sind auch zu teuer.
    Warum nicht die günstigeren Arzthelfer(innen)?
    Deren Job ist es ja auch, dem Arzt zu helfen.

    Grüße
    Michl
     
  12. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    mir ging es beim Einstellen des Artikels darum, ob es wirklich notwendig ist, trotz Zeitmangel (die besagte Kollegin in dem Artikel schafft ja ihre eigentliche Arbeit schon nicht in der normalen Arbeitszeit) auch noch "höherwertige" Aufgaben des Arztes zu übernehmen.

    Ich denke, wenn die Besetzung passen würde, ist es kein Problem, solche Dinge zu übernehmen, dass die Patienten eher entlassen werden könnnen. Aber unsere eigentliche Aufgabe sollte dabei nicht vergessen oder vernachlässigt werden. Schließlich sind wir Pflegekräfte und keine Arzthelferinnen!!
     
  13. ASF

    ASF Senior-Mitglied

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    @ Intensivotter: Ich kann nirgendwo finden, dass jemand sagte die Arbeit der Pflegenden würde anspruchsvoll, durch die Übernahme ärztlicher Tätigkeiten. Ich habe geschrieben, dass die Arbeit abwechslungsreicher würde. Und das ohne zu sagen, dass sie es jetzt nicht ist!
    Ich persönlich wäre durchaus bereit ärztliche Tätigkeiten zu übernehmen, solange einige Bedingungen erfüllt sind:

    1)Umfassende und verbindliche Aus- und Weiterbildung der Pflegefachkraft für diese neuen Aufgaben!
    2)Rechtliche Absicherung für die durchführende Pflegefachkraft hinsichtlich der Übernahme z.B. ärztlicher diagnostischer Maßnahmen!
    3)Einbezug dieser neuen Aufgaben inklusive des anfallenden Zeitaufwands in den Stellenschlüssen, und damit verbunden Aufstockung des Stationspersonals!
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Der gesamte Artikel ist bei Norkurier leider nicht mehr zu finden... deshalb: Universitätsklinikum Greifswald: Singleview[tt_news]=267&tx_ttnews[backPid]=14&cHash=b1f6c12244 ... solange er noch da ist.

    Elisabeth
     
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