Aufklärung Medikamente im Strassenverkehr

B

Brady

Gast
Hallo zusammen,

bei uns in der Psychiatrie bekommt jeder Patient vom Arzt eine Aufklärung über Wirkung und Nebenwirkung seiner Medikamente. Es wird dann auch von beiden unterschrieben, dass eine Aufklärung stattgefunden hat.

Zudem wird er auch aufgeklärt über die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit und dies wird auch schriftlich dokumentiert, bzw. vom Patienten unterschrieben....

Wir empfehlen auch manchen Patienten bei längerer Einnahme von Antidepressiva einige Fahrstunden bei einer Fahrschule zu absolvieren und sich bescheinigen zu lassen, dass keine Beeinträchtigung vorliegt. Habe auch schon gehört, dass man einen Reaktionstest bei der Verkehrswacht machen lassen kann...

Nun ist es aber so, dass ja nicht nur Psychopharmaka eine Beeinträchtigung im Strassenverkehr auslösen können, sondern auch Analgetika, Antidiabetika, Blutdrucksenkende Medikamente, usw....


Wird der Patient in der Somatik auch auf diese Beeinträchtigungen hingewiesen? Oder wie weit wird er auch aufgeklärt?

Habe dazu eine interessante Seite über Drogen und Medikamente im Strassenverkehr gefunden.

Denn die strafrechtliche Seite wäre dann auch interessant in dem Zusammenhang. Ist immer von einer Mitschuld auszugehen?

http://www.dvr.de/download/e0da88b8-88d8-401f-a28b-62df98b7b1d9.pdf#search="bast und medikament "

Liebe Grüße Brady
 

nightshade

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Hallo Brady.

Ich arbeite ja auch in der Psychiatrie und bei uns werden die Pat. auch über Risiken aufgeklährt. Sie müssen dann auch eine Unterschrift leisten.

Als ich selber mal Schmerzmedik. einnehmen musste, wurde ich nicht aufgeklährt. Weiss allerdings nicht, ob es daran gelegen hat, das der Arzt wusste, das ich KS bin.
 
P

Piratte

Gast
Ich habe auch nie erlebt, dass somatische Ärzte was zu der
Fahrtüchtigkeit gesagt haben, jedenfalls nicht im Krankenhaus.
 

Leonessa

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Hallo Brady!

Ich habe vor meiner Ausbildung mal im Krankenhaus Ibuprofen verschrieben bekommen ohne Hinweise. Als ich dann wieder entlassen war und ein paar Tage später mit der 3. Tablette intus hinterm Steuer saß merkte ich ziemlich schnell, dass diese meine Fahrtauglichkeit, vor allem was Reaktion anbelangt, beeinträchtigen. Zum Glück hatte ich einen Beifahrer, mit dem ich den Platz tauschen konnte.

Liebe Grüße Julia
 

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