Aufhebungsvertrag - danach Krankmeldung

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von honey18, 04.11.2012.

  1. honey18

    honey18 Junior-Mitglied

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    Hallo,

    mir wurde angeboten entweder ob ich mich fristlos Kündigen lasse oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibe, habe davor nie eine Abmahnung erhalten da ich mich aber im Team nicht wohl gefühlt habe und dies zu spüren bekommen habe wurde ich vor ungefähr einem Monat dann vor die Wahl gestellt.
    Ich habe mich für den Aufhebungsvertrag entschieden habe mich dann jedoch da ich es psychisch und körperlich nicht mehr gepackt habe vom Psychologen krankmelden lassen. Am 15 Oktober für die Zeit von 2 und halb Wochen. Ich habe meine Krankmeldung rechtzeitig abgeben jedoch wurden mir insgesamt 500 Euro von meinem Lohn gestrichen und jetzt meine Frage ob dies rechtens ist.

    Danke im Voraus
     
  2. flexi

    flexi Administrator
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    Auf welches Datum ist der Aufhebungsvertrag datiert?
     
  3. honey18

    honey18 Junior-Mitglied

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    Auf den 31.10.12
     
  4. flexi

    flexi Administrator
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    Dann müsstest du Anspruch bis dahin haben, nimm doch mal einfach Rücksprache mit deiner Gehaltsabteilung und frag dort nach.
    Oder hattest du schon annähernd 6 Wochen Krank-Zeiten, dass du deswegen aus der Entgeltfortzahlung (6 Wochen) rausfällst?

    Nebenbei: Hast du dich mit der Krankenkasse wg. Krankenversicherung und dem Arbeitsamt wg ALG/ Arbeitsvermittlung in Verbindung gesetzt? Auch da laufen Fristen.
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Ähm, seit wann kann ein Psychologe eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erstellen? Wenn er dich nur krank gemeldet hat, dann bist ab dem 3. Tag ja unentschuldigt fern geblieben, verstehe ich da was falsch?

    Ansonsten schließe ich mich Flexi an, du bekommst zwar schon eine Sperre weil ein Aufhebungsvertrag besteht, ausser du hast schon einen neuen Arbeitgeber.

    Ich persönlich hätte es allerdings auf die fristlose Kündigung angelegt und wäre damit zum Arbeitsgericht gegangen.
    Weil eine solche kann man nicht grundlos aussprechen.

    Warst/Bist du noch in der Probezeit? Was sagt der Betriebsrat dazu?
     
  6. matras

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    Jede Geschichte hat einen Kontext: wo ist dieser hier??? Wurde Dir ohne Grund, die Wahl zwischen Pest oder Cholera gelassen? Es gibt dafür doch bestimmt einen Anlass? Wenn nicht, sieht doch die Auswahl vor die Du gestellt wurdest so aus als würde man Dich zu etwas nötigen was in jedem Fall für Dich Nachteilig ist und der rechtlichen Prüfung (so beweisbar) kaum standhält....???
    Betriebsrat?
    Rechtsanwalt?
    Gibt es schriftliches?
     
  7. honey18

    honey18 Junior-Mitglied

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    Es geht mir eigentlich nur darum, ob es rechtens ist das mir alle Zuschläge abezogen worden sind und zudem ein Grundbezug von 500 euro abgezogen worden sind. Der Psychologe/Psychiater hat mich krank gemeldet und Krankmeldung ging pünktlich ein.

    De Grund wieso ich gehen musste ist, dass ich mich nicht ins Team intergriert habe und mir kleine Flüchtigkeitsfehler passiert sind und aus diesem Grund habe ich einer Pat. eine zu niedrige Dosierung eines Medikaments gegeben.

    Habe das Glück, dass ich in dem Monat den ich noch Zeit hatte einen neuen Job gefunden habe.
     
  8. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Die genaue Berechnung und die Antwort kann dir nur die Personalabteilung geben, denn die kennen die vertraglichen Umstände.
     
  9. honey18

    honey18 Junior-Mitglied

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    Wir habe leider keinen Betriebsrat ist eine kleine Privatklinik gewesen
     
  10. honey18

    honey18 Junior-Mitglied

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    was wären vetragliche Umstände die dies rechtfertigen würden alle Zuschläge anzuziehen obwohl diese in den Vormonaten gearbeitet worden sind.
     
  11. narde2003

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    Hast du deinen Aufhebungsvertrag genau gelesen, was hast du da unterschrieben?
     
  12. honey18

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    das der Vertrag am 31.10 beendet wird, gegenseitige Rechten und Pflichen weitergeführt wird. Resturlaubansprüche und Überstunden werden verrechnet, alle Asnrüche aus dem Arbeitsverhältnis erledigt sind
     
  13. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Dann sind auch die vertraglich vereinbarten Gehaltsanteile bis zum 31.10. fällig. Lass das mal von einen RA für Arbeitsrecht prüfen. Wenn Du keine Berufsrechtsschuitzversicherung hast: Verdi oder DBfK sollten das auch rückwirkend hinbekommen und es ist nie ein Fehler einen starken Partner zu haben....!
     
  14. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Zuschläge werden zeitversetzt gezahlt, auch nach einem Arbeitgeberwechsel. Wenn du dieses Geld vermisst - das müsste von allein kommen.

    Wenn Du von "Vormonaten" sprichst, warst Du schon also schon länger als vier Wochen dort, nicht wahr? Denn in den ersten vier Wochen des Arbeitsverhältnis gibt es noch keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, es sei denn, der Tarifvertrag sagt etwas anderes.
     
  15. honey18

    honey18 Junior-Mitglied

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    ja war gut ein jahr dort
     
  16. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich muss nochmal nachfragen- wer hat den Krankenschein wohin getragen? Der Arzt wird ja wohl net nur eine Meldung abgegeben haben.
    Auf eine telefonische Ansage hin gibt es kein Krankengeld.

    Ansonsten hört sich das alles für mich sehr nach Nötigung an. Sollte da net ein Anwalt eingeschaltet werden?

    Elisabeth
     
  17. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Hattest Du noch Urlaub übrig und hattest Du Überstunden zu Austritt?

    Insgesamt liest es sich so für mich, daß das Arbeitsverhältnis zum Austritt ordnungsgemäß abgerechnet werden sollte. Krank zählt wie gearbeitet, auch nach Unterschrift der Aufhebung. Und so wie ich das lese, war dies Deine erste Krankmeldung aus psychischen Gründen in dem Betrieb. Deswegen dürftest du hier nicht aus der Lohnfortzahlung herausgefallen sein.

    Am einfachsten wäre es, in der Personalabteilung mal anzurufen (oder eine E-Mail zu schreiben - schriftlich ist immer gut) und nachzufragen, warum es zu dem Lohnabzug kam. Dann läßt es sich gezielter diskutieren.
     
  18. honey18

    honey18 Junior-Mitglied

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    ich habe mich in der Personalabteilung erkundigt und da wurde mir mitgeteilt, die 500 Euro wurden abgezogen wegen den Minusstunden die ich gemacht habe und es so üblich ist das diese bei Vertragsende abgerechnet werden. Im Vertrag ist dazu nichts geschrieben. Soll ich einen RA für Arbeitsrecht hinzuziehen?
     
  19. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Auf jeden Fall würde ich einen RA einschalten. Du kannst doch sicher nichts für die vielen Minusstunden, also kann der AG Dir das nicht anlasten. Das war quasi sein eigenes Verschulden. Den Dienstplan macht der AG, nicht Du.
     
  20. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Wie von Jörg geschrieben: Du hast Deinen Teil der Vertragsbestandteile erfüllt. Du hast Deine Arbeitskraft angeboten, wenn der AG diese nicht abruft und Du zum Ende des Arbeitsverhältnisses Minus hast, ist das ein Problem des AG! Dir steht das volle Gehalt zu....also geh zum Anwalt!
     
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