Aufgaben für Pflegepersonen in der Reha?

flexi

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Hallo zusammen!
Wir haben hier mal die Anregung aufgegriffen, einen Bereich Rehabilitation einzurichten.
Damit möchte ich gleich eine Frage verbinden:

Welche Aufgabenbereiche und Tätigkeiten haben eigentlich die Pflegekräfte, die in einer Rehabilitationsabteilung tätig sind?

Wie muss man sich den Tagesablauf dort vorstellen?

Wir freuen uns auf viele Berichte und natürlich auch auf weitere Fragen!
 

Montana

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Hallo,
ich arbeite in einer onkologischen Rehabilitationsklinik. Bei uns sind größtenteils HNO-, Urologie- und Nephrologiepatienten. Zu meinen Tätigkeiten gehören :
Anleitung der Pat. zum selbständigen Umgang mit Tracheostoma, Urostoma, Anus praeter, PEG etc, Verbände wechseln, Infusionen geben u.v.m., was aus pflegerischen standards besteht. Viel Grundpflege müssen wir nicht durchführen, da die meisten Pat. selbst dazu imstande sind. Der Rest besteht aus bürokratischen Tätigkeiten wie Termine für Untersuchungen vergeben....
 

Steffi1984

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HI,

erstmal vielen Dank, das dieses Thema aufgenommen wurde!

Ich arbeite in einer orthopädischen Rehabilitationsklinik. Bei uns sind AHB (Anschlussheilbehandlungen, also Patienten die direkt vom Krankenhaus kommen) und Reha-Patienten, also die "so" auf Kur sind!
Bei uns kann man sich den Tagesablauf so vorstellen.
Man ist immer alleine im Dienst. Um 7 Uhr beginnt der Dienst mit Übergabe.
Dann werden Medis ausgeteilt, ATS an-/ausgezogen, Hilfestellung bei der GP (sind aber meistens, wenn überhaupt, nur Kleinigkeiten) und was die Patienten halt so noch brauchen.
Dann sind um 8 öfter Blutabnahmen, die man halt vorbereitet und den Patienten Bescheid gibt und evtl. a scho das Glück versucht, es selber abzunehmen :-).
Wenn Aufnahmen sind, dann bringt man vormittags die Anreisen aufs Zimmer erklärt ihnen alles, macht mit dem Doc einen Aufnahmetermin aus etc.
Meistens werden nachmittags die Aufnahmen gemacht (muss aber dazu sagen, das wir jetzt 12 Std. Schichten von 7-19 Uhr haben). Den Rest des Vormittags verbringt man mit Vorbereiten der Unterlagen vom Zugang, dann für evtl. Hol- und Bringedienst, Büroarbeiten (Arztbriefe wegschicken), Rezepte ausstellen, Labor- oder andere Bestellungen (z.B. Sanitätshaus), Notrufe und was sonst noch so anfällt. RR-Kontrollen, BZ-Kontrollen etc., selten mal a EKG. Oft is a Ultraschall und Akupunktur oder Infiltrationen, selten a Punktionen...
Nachmittags sind dann meistens die Aufnahmen mit Vitalwerte messen, Medis aufschreiben, viele viele Aufklärungszettel unterschreiben lassen usw.
Anschließend dann die Aufnahme ausarbeiten, Patienten alles erklären, ihm Medis mitgeben etc.
Dann entweder wieder für Zugänge vorschreiben oder sonstige Sachen erledigen. Abends werden dann noch Fraxi (im Stationszimmer) gespritzt.
Wir haben auch oft i.m. Injektionen, sowas lernt man z.B. im Krankenhaus ned so gut!
Dann schreib ich zum Beispiel seit kurzem Arztbriefe (was mir übrigens echt Spass macht, weil wo lernt man das sonst?!).
Und 19 Uhr ist dann wieder Übergabe an die Nachtdienste.
Was sonst noch dazukommt is das 2x pro Woche das Sanitätshaus vorbeikommt und Sachen vorbeibringt.
1x die Woche ist dann Chefarztvisite. Dann halt Visite ausarbeiten, Konsiltermine ausmachen etc.
Dazwischen sind a immer wieder Abschlussuntersuchungen (RR, Gewicht,...)!

So, das wars jetzt mal so kurz von mir!
 

heike29

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Hallo,
Ich arbeite seit über 1 Jahr auf einer neurolog. Wachstation mit Pat. nach Apoplex, SHT, Andere Hirnblutungen . Die Pat. sind oft im Wachkoma, und beatmet. Bei uns liegt die hauptsächliche Arbeit in der Pflege : ab 6.30 Grundpflege - Waschtraining, Duschen-, Tracheostomas versorgen etc.
Pat.werden sehr oft gelagert nach therapeutischen Konzepten, In Rollis transferiert. Zudem müßen wir viel Papierkrieg erledigen. Die weniger erfreulichen Aufgaben sind Notfälle mit Notverlegung oder Reanmation.
Wir arbeiten sehr gut mit unseren Therapeuten zusammen. Das ganze Aufgabenfeld kurz zu beschreiben ist schwer,aber sehr vielfälltig.
Davor habe ich 7 Jahre auf einer Frühreha gearbeitet- Körperlich sehr schwer.
 

nurse27

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Hallo,

ich arbeite in einer orthopädischen und internistischen Reha (mit zur Zeit 68 Betten, wobei der internistische Anteil ca. bei 10-15 Betten liegt). Der Stationsalltag beginnt wie so ziemlich überall mit Grundpflege (mal mehr, mal weniger...wobei das Patientengut immer mehr Hilfe dabei benötigt... kürzere Verweildauer im Krankenhaus, multimorbide etc), dazu kommen die VZ-Konrollen (RR, BZ etc.), täglich ist bei uns Visite, also Visite ausarbeiten, Patienten zu Therapien begleiten, im Vordergrund steht viel Anleitung für Patienten (Stoma, BZ, Umgang MIT Hilfsmitteln etc.), weiterhin Infusionen, Patienten zu Untersuchungen bringen (hauptsächlich internistisch... Bel.EKG etc.), Injektionen verabreichen und ein großer Teil iegt in der Wundversorgung. Durch kürzere Verweildauer im Krankenhaus kommen die Patienten i.d.R. mit noch nicht abgeschlossener Wundversorgung an, v.a. internistisch (hierunter zählen Kardiochirurgie, Kardiologie, Patienten nach Darm/Magen-Eingriffen..)

Auch die Entlassung (ins Altenheim o.ä.) wird zusammen mit unserem Sozialdienst geplant.
Das war ein kurzer Einblick in meinen Reha-Alltag,
lg nurse27
 

schwesterS

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hallo!
Ich arbeite seit 2002 auf einer neurologischen Frühreha. Unsere Arbeit ist körperlich und psychisch teilweise sehr anstrengend. Zu unseren Aufgaben gehören u.a. Grundpflege, Wund- und Stomaversorgung, Tracheostomaversorgung, Notfallversorgung (und Reanimation) von Patienten aus dem gesamten Haus, jegliche therapeutische Transfers und Lagerungstechniken, Waschtraining, Esstraining,...

Wir haben auch einen Intensivüberwachungsbereich mit 5 Betten, allerdings keine Beatmungsbetten. Dazu kommen natürlich auch Visiten, Perspektivgespräche, Angehörigengespräche und natürlich der unbeliebte Papierkrieg.

Inzwischen werden bei uns auch Krankenpflegeschüler eingesetzt, die ich mit zwei Kolleginnen als Praxisanleiterinnen betreue.

Füge mal einen Link hinzu:
www.fachklinik-bad-liebenstein.de

Liebe Grüße :daumen:
 

motogisi

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hallo
ich arbeite als leitender krankenpfleger in einer ambulanten rehabilitationseinrichtung .

aufgabengebiete:
  • patientenaufnahme
  • blutabnahmen
  • verbände
  • vorträge
  • rr+frq messung
  • ekg
  • notfallversorgung
  • bel-ekg
  • patientenbegleitung
alles super cool keine betten mehr machen keine patienten waschen
halt ambulant.
patienten sind mo-fr da von 8.30-16.30. :king:
 

Ute

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Waschtraining?

Hallo,

ich habe da mal eine Frage.

Was wird unter Waschtraining verstanden?
 

motogisi

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hallo ute,

waschtraining: meinst du in der pflege oder ergotherapie, waschen und anziehtraining?
 

Steffi1984

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Würde mich freuen, wenn noch mehr Leute ihren Arbeitsbereich hier beschreiben würden!

LG
und Frohe Ostern
 

Steffi1984

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Hi,

arbeitet hier noch jemand in einer orthopädischen Rehaklinik? Wäre über Informationsaustausch sehr dankbar!

Vielen Dank!
 

micky82

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hallo steffi....
leider im fachgebiet neurologie... phase b und c.... kann man dich dafür auch begeistern? dann werde ich meinen tagesablauf in kürze auch mal aufschreiben.
 

Steffi1984

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Hi @Micky82,

natürlich kannst Du mich auch dafür begeistern.

Hab mich jetzt auch auf Neurologie beworben.

Freu mich über deinen Tagesablauf!
 

micky82

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hi steffi
neurologie ist immer mit viel arbeit verbunden... gibt irgendwie sehr viele schwestern, die dem aus dem weg gehen.
wir haben morgens nachmittags und nachts immer power programm...
wir richten uns immer nach den therapien der patienten und wenn wir morgens unsere ca 6 patienten zugeteilt bekommen haben schauen wir erst mal wann welche therapien beginnen um dann die patienten vor der therapie versorgt zu haben.
alle patienten werden bei uns mobilisiert. das macht auch schon einen großen erfolg bei uns aus.
die grundpflege übernimmt durch das anziehtraining und waschtraining auch schon mal die ergotherapie... das ist auch eine schöne arbeitserleichterung. schüler und praktikanten haben wir selten auf station.
es gibt auch ruhigere stationen aber da wir eine intensiv care bzw. früh-reha-station sind, sind unsere patienten meist noch nicht so fit.
welche art von reha-station strebst du denn in der neurologie an?
hast du schon in der neurologie gearbeitet?
 

Steffi1984

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Hi,

nein hab noch nicht in der Neurologie gearbeitet, aber war 1 Jahr lang beim FSJ auf einer Internen und da gabs auch viele Schlaganfälle etc. Zur Zeit bin ich auf einer orthopädischen Reha, finds aber irgendwie nicht besonders interessant, schon alleine die Krankheitsbilder!

Wie läuft denn so ein Tag bei euch genau ab? Habt ihr auch Vitalzeichenkontrolle etc? Und Visite?

LG
Steffi
 

Steffi1984

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Hi,

ich arbeite auch auf Reha und darf in der Nacht schlafen, aber bin ned glücklich drüber. Fühl ma da irgendwie total komisch, normal geht man in die Arbeit zum arbeiten und ned zum schlafen. FInd des total komisch, aber wenn man daheim ist ist ma trotzdem ziemlich müde und hängt den ganzen Tag bloss so rum, obwohl ma in der Nacht eigentlich kaum was gearbeitet hat. Bei euch wirds doch auch ganz ruhig sein in der Nacht,oder?
 

micky82

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also es kommt drauf an wie oft vitalzeichen verordnet sind... morgens sind rr,p,t standardmäßig bei allen patienten....einige haben auch einen monitor... visite führt bei uns der arzt alleine durch... wenn wir was einzubringen haben oder fragen haben, ist der arzt immer ganz ohr aber zu den patienten geht er immer alleine..
nachts... da sind wir zu zweit und das ist auch notwendig.. bei uns ist es nachts nämlich alles andere als ruhig... meistens haben wir ganz gut zu tun
alleine das lagern ist eine ungemeine arbeit...
es wird viel gemacht in der nacht... tropfen stellen clexane aufziehen infusionen (22/24 h antibiosen - 6 h antibiosen/infusionen/sondenkosten)
und bei uns wird gegen morgen angefangen zu waschen (mind 2 pat)
liebe grüße
micky
 

chriscros

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tach zame.
ich arbeite jetzt seit über einem jahr im schweizer paraplegiker zentrum in notwill.
wir haben 1. zur erstreha frischverletzte para- und tetraplegiker
2. zur rereha ebenfalls para- und tetraplegiker
3. schmerzpatienten, ms-patienten....
4. decubituspat.

zu 1. is klar halt das einführen der frischverletzten in ihre neue situation. erlernen des neuen lebens wie zb.: transfer bett-rollstuhl, katheterisieren, abführen, hautkontrolle und viele andere kleine sachen.
zu 2. patienten die schon länger im rolli sind und mit lunge, darm, blase, spastik etc. probleme haben wieder neu "einzustellen"
zu 3. medikamentöse einstellung bei schmerzpat. mit tbl., pumpe ext. oder int., oä. bei ms je nach grad der krankheit. rolli anpasseen, atemgerät etc.
zu 4. is denk ich klar. menschen die ihre haut nicht spüren bekommen halt schnell mal n decu.

sorry für die vielen etc. aber is halt n sehr grosses thema. aber dafür verdammt interessant.

gruss. chris
 

stefan1981

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Hi,

Ich hoffe ich wiederhole nicht zuviele Sachen.

Ich arbeite momentan auf einer geriatrischen Akutgeriarie und kann daher ne Menge zum Thema erzählen.

Bei uns gibt es den normalen und 4 Intensivbetten.

Im Intensivbereich kümmert man sich bei akuten Krankheitsbildern (frischer Apoplex,...). Da hat man von Perfusern, bis hin zum ZVk legen....alles.
Im Grunde alles ausser beatmete Patienten.

Wenn es ihnen dann nen bissl besser geht´(oder man das Bett braucht*g*) dann werden sie in den normalen Stationsbereich verlegt.

Dort geht es im Groben nur noch um die Verbesserung der Ausübung der ATL´s. Das heisst sehr viel Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Sozialdienst,Psychologe....( Waschtraining, Bewegung,..)
Dann kommt es noch zu Op´s und diversen Diagnostiken.

Ist schon erstaunlich wenn die Physiotherapie eine A3/ S2 Patient in den Stuhl setzt. Übung macht den Meister.....

Von uns gehen sie dann direkt in die REA ....

Mfg Stefan
 

flexi

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Hallo Stefan,

Von uns gehen sie dann direkt in die REA ....
und genau da (du meinst sicher die REHA) fängt dieser Thread eigentlich an, siehe Überschrift: Aufgaben für Pflegepersonen in der Reha?
 

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