...auch das muß man tolerieren

Dieses Thema im Forum "Pflege bei onkologischen und hämatologischen Erkrankungen" wurde erstellt von carmen, 04.09.2003.

  1. carmen

    carmen Poweruser

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    Hallo @all,

    vor 4 Wochen bekamen wir einen Patienten zur stat. Aufnahme, wo ein kleinzelliges BC diagnostiziert wurde.
    Als der Pat. die Diagnose noch nicht wußte, war er der Annahme, dass er eine Bronchitis habe und stellte sich dem Pflegepersonal über als mitteilsamer und sehr humvorvoller Pat. dar. Er trank sehr gut und die Nahrungsaufnahme war ohne Probleme.
    Vor 3 Wochen wurde er von seinem behandelnden Stationsarzt über seine Erkrankung aufgeklärt. Seither verweigert der Pat. die Nahrung, trinkt kaum etwas (ca 150-200ml pro 24 h), verweigert Infusionen und kontinuierliche Schmerzmittelgabe.
    Es ist für das Pflegepersonal nicht einfach zuzusehen, wie sich dieser Pat. in den Tod quält, doch müssen wir es tolerieren und akzeptieren, dass er es so will.
    Hat jemand von Euch auch schon derartige Erfahrungen gemacht?

    Viele Grüße

    Carmen
     
  2. sepsi-hexi

    sepsi-hexi Newbie

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    hallo carmen, im sommer hatten wir einen pat. mit pankreas ca, der als er es erfahren hatte so ähnlich reagierte wie dein patient. hat alles verweigert, aber er ist dann noch nach hause und ca. 3 wochen später war er dann verstorben.
    gruß sepsi-hexi
     
  3. onkomen

    onkomen Junior-Mitglied

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    Interssant wäre es zu wissen wie der Patient aufgeklärt wurde..... und wie Seitens der Ärzte und der Pflegenden ( Psychologen?), nachdem der Patient aufgeklärt wurde, weiter vorgegangen wurde?

    Gruss aus Berlin Pankow
     
  4. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi Pflegefisch,

    wie meinst Du das "interessant wäre es zu wissen, wie der Pat. aufgeklärt wurde"?
    Durch den Arzt.

    Seither ließ er weder seinen behandelnden Arzt, noch einen Psychologen oder gar das Pflegepersonal an sich ran.
    Der Pat. hatte völlig abgeschalten.
    Sowie wir ihm Hilfe in Form von Gesprächen oder Hilfestellungen bei den ATL's anboten, warf er uns aus dem Zimmer.
    An unversuchten Hilfsangeboten mangelte es nicht, doch der Pat. sperrte sich gegen Jeden und Alles.
    Diese Situation war damals nicht gut für uns zu ertragen, doch wir mußten es akzeptieren.

    Carmen
     
  5. onkomen

    onkomen Junior-Mitglied

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    Hallo Carmen,

    wie ich es geschrieben habe ;) WIE hat der Arzt den Patienten aufgeklärt?

    Meist hängt es damit zusammen wie es der Arzt seinem Patienten gesagt hat. Was sagen die Angehörigen?

    Gruss aus Berlin- Pankow
     
  6. carmen

    carmen Poweruser

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    Hallo Pflgefisch,

    der Pat. hatte keinerlei Angehörige.
    Der Arzt war bei dem Aufklärungsgespräch genauso einfühlsam, wie bei jedem Aufklärungsgespräch. Er informierte den Pat. auch, welche Hilfen er bekommen und was man zu seiner psychischen und physischen Entlastung machen könne.

    Doch der Pat. wollte gar nichts mehr von Irgendwas wissen, warf Alle aus dem Zimmer, wollte nur noch allein sein, ließ Nimanden an sich ran.

    Carmen
     
  7. onkomen

    onkomen Junior-Mitglied

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    Hallo Carmen,

    was ist aus dem Patienten geworden?
     
  8. carmen

    carmen Poweruser

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    Hi Pflegefisch,

    der Pat. ist nach 12 Tagen verstorben.
    Bis zum Schluß blieb er bei all seinen Verweigerungen.

    Carmen
     
  9. onkomen

    onkomen Junior-Mitglied

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    Auch das muß man akzeptieren.

    Gruss

    Frohes neues Jahr an alle
     
  10. Manderly1

    Manderly1 Junior-Mitglied

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    versteh dich was du meinst pflegefisch . Wir hatten auch eine Patientin die darüber aufgeklärt wurde das sie Krebs hätte . Als die Frau weinte sagte er noch : nehmen sie es nicht tragisch andere sterben an einem herzinfarkt sie eben an Krebs . ich war echt geschockt
    Gruß Manderly
     
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