Assessmentinstrumente?

Dieses Thema im Forum "Qualitätsmanagement in der Altenpflege" wurde erstellt von jungeoma, 05.05.2010.

  1. jungeoma

    jungeoma Newbie

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    Hallo Leute:wink1:

    was genau sind:


    Assessmentinstrumente?
    Die Aufgaben, Nutzen, Alternativen?
    Grenzen und Gefahren?


    Mein Mann schreibt grad an einer Arbeit für " Gerontopsychiatrie"
    Er hat sich dieses Thema selber ausgesucht, wußte aber glaub ich, nicht so recht, worauf er sich da einläßt!

    Bitte um ein paar Tips!:gruebel:

    Dankeschön und Liebe Grüße


    Hannelore:nurse:
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Es gibt ne Menge Studien zur Validität von Dekubitus"Skalen". Ergebnis ist stets: nicht allgemein anwendbar. Selbst Braden sagt über ihre eigene Skala, dass man damit keinen Dekubitus verhindern kann.

    Die Skala soll lediglich das Interesse auf einige Probleme lenken. Diese müssen nach den Ursachen abgeklopft werden und erst dann kommen die auf Ursachen abgestimmten Maßnahmen zur Anwendung.

    Man bemerkt ganz eindeutig die Grenzen von Skalen. Sie sind eben nicht als Zutatensammlung für ein Rezept zu sehen.

    Ergo: Ohne Fachwissen keine sinnvolle Anwendung welcher Skala auch immer möglich.

    Elisabeth

    PS Das lustigste Erlebnis aus den Seminarjahren- die etwas amüsante Sturzrisikoskala nach Huhn... ich hätte als KS auf Station nicht mal allein zum Klo gehen dürfen, wie übrigens 50% der anwesenden SeminarTN auch. Der Rest hätte nur seine Umgebung umgestalten müssen. *fg*
    Huhn hat übrigens seine Skala mittlerweile selbst zurück gezogen.
     
  3. ycassyy

    ycassyy Poweruser

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    Assesment könnte man wohl am besten hier mit Erhebung übersetzen (sinngemäß). Somit ist ein Assesmentinstrument ein Mittel um etwas zu erheben. So wie ED schon schrieb, Bradenscala oder Sturzrisikoerhebung nach Huhn.

    Meiner Meinung nach nicht ganz verkehrt, aber halt nicht immer auf jeden Patienten anwendbar und teilweise auch extrem überzogen.

    Wenn ihr (dein Mann) auf eurer Station die Expertenstandards umgesetzt habt, dann habt ihr doch jede Menge Assesmentinstrumente, so die Nummerische Rangscala zur Schmerzeinschätzung (völlig daneben, weil der Patient sich selber einschätzen muss, haben viele unter akutschmerzen keine große Lust zu, andere Hypochonder geben die Höchstpunktzahl für ein wenig Luft im Darm) sonst noch Braden, Sturz, Harninkontinenzerhebung usw.

    Und diese brauch dein Mann dann nur noch analysieren und seine Meinung dazu schreiben.

    Viel Erfolg:hicks:

    Übrigens, kleine assesmentinstrumente wie die Mustscala werden auch screening genannt.
     
  4. sigjun

    sigjun Gast

    Mag ja sein, dass ich das falsch sehe, aber wer sonst sollte denn die Schmerzen von jemand anderem einschätzen?
    Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Schmerzeinschätzung des jeweiligen Patienten das Maß der Dinge ist, insbesondere wenn es um onkologische Patienten geht.
    Vielleicht habe ich ja eine völlig falsche Sicht der Dinge, da ich bisher davon ausging, dass die Angaben des Patienten das Maß für die Schmerzmittelgabe sind, da Schmerzen ganz individuell sind.
    Ist zwar etwas offtopic, vielleicht mag dennoch jemand etwas dazu schreiben.
     
  5. angemarga

    angemarga Newbie

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    Hallo!
    Wir haben so einige Assessment in unserem PC- Programm -> Sturz, Dekubitus, Inkontinenz, Exsikkose, Schmerzen, Ernährung, Demenz, PEA- Assessment stationär uns zu guter letzt noch Kontraktur. Und das muß spätestens alle 8 Wochen neu eingeschätzt werden.:kloppen:
     
  6. DerStudent

    DerStudent Stammgast

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    Hallo.

    Stichworte zu Assessment wären auch noch "Validität", "Reliabilität" und "Objektivität". Einfach Wiki oder Google, findet sich sicher was. Es gibt dazu auch Bücher speziell für den Pflegebereich...
    Iss aber alles recht unlustig zu lesen :(

    Gruß,

    DS
     
  7. ExxonValdez

    ExxonValdez Junior-Mitglied

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    KinderOP/ZOP/Kinderchirurgische Unfallambulanz
    Hallo,
    vielleicht kann dein Mann hiermit auch noch was anfangen:

    http://www.dgkpm.de/Dateien/PDF Vortraege/IFII_Godesberg_Tuschy.pdf

    Viel Erfolg!
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Konsequent bleiben beide Autoren dann doch lieber nicht und stellen sicherheitshalber fest:
    Aber in D lebt nun mal die Tradition und das offensichtlich net nur an der Basis. Auch in den anderen Bereichen ist der Satz: "Es war so, es ist so, es wird immer so sein"- offensichtlich immer noch eine Maxime.
    Pflegekräfte leiden unter Zeitnot infolge der Arbeitsverdichtung- aber zum Ausfüllen unnötiger Skalen muss noch Zeit abgezwackt werden. *grmpf* Gelesen, angekreuzt, gelocht und weggeheftet.

    Elisabeth

    Alle Zitate aus Vorhersage von Sturzereignissen – Instrument oder Einschätzung?
     
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