Arzneiformen zur parenteralen Anwendung

Dieses Thema im Forum "Pharmakologie" wurde erstellt von Rabenzahn, 19.10.2002.

  1. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    C. Arzneiformen zur parenteralen Anwendung


    Die parenterale Anwendung von Arzneiformen kann direkt in die Blutbahn ( intravenös ) , in den Muskel
    ( intramuskulär ) oder unter die Haut ( subcutan ) erfolgen. Da bei der parenteralen Applikation das Arzneimittel direk in die Blutbahn gelangen kann, gelten für diese Arzneimittel besonders strenge Anforderungen. So müssen diese Arzneimittel steril, pyrogenfrei sowie bei intravenöser Anwendung frei von Schwebstoffen sein. Die intravenöse Applikation ermöglicht einen schnellen Wirkungseintritt unter Umgehung des Magen – Darm – Traktes. Durch die intramuskuläre Applikation können Wirkstoffdepots gesetzt werden, durch die eine lang anhaltende Wirkung des Arzneimittels erzielt wird.


    · Bei parenteralen Arzneimitteln, die aus Trockensubstanz durch Zuspritzen eines Lösungsmittels hergestellt werden müssen, sind die Art der Zubereitung, die besonderen Lagerhinweise ( z.B. kühl lagern ) sowie die begrenzte Haltbarkeit nach Herstellung der fertigen Lösung zu berücksichtigen.
    · Injektionslösungen, die nicht konserviert sind, müssen unmittelbar nach Anbruch appliziert werden. Restmengen sind zu verwerfen !
    · Parenterale Arzneimittel in Mehrfachdosisbehältnissen müssen nach erstmaliger Entnahme oft kühl gelagert werden und besitzen nur eine beschränkte Haltbarkeit ( Anbruchdatum anbringen ) .
    · Impfstoffe sind vor Wärme und Frost zu schützen. Dies gilt insbesondere für kühlkettenpflichtige Impfstoffe, die ununterbrochen vor Wärme und Frost geschützt sein müssen.
    · Insuline für Pens enthalten 100 Insulineinheiten pro ml ( U 100 ) , während die Insuline zum Aufziehen in Spritzen 40 Einheiten pro ml ( U 40 ) enthalten. Die Pen – Insuline dürfen daher nicht mit den üblichen U 40- Spritzen, sondern nur mit U 100 – Spritzen aufgezogen werden.
    · In Benutzung befindliche Insulin- Pens ziehen Luft, wenn sie kalten Temperaturen ausgesetzt werden. Angebrochene Pens sollten daher nicht in den Kühlschrank aufbewahrt werden. Falls ein Pen dennoch im Kühlschrank gelagert wurde, muss vor der erneuten Anwendung entlüftet werden. Dazu hält man den Pen mit der Spitze senkrecht nach oben und betätigt den Injektionsmechanismus.
     
  2. david

    david Senior-Mitglied

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    Hi Rabenzahn!

    Hab eine Frage zu den Insulinen:
    Bei uns wurden Anfang dieses Jahres ALLE Insuline auf 100IE/ml umgestellt. Wir hatten zuvor auch die Trennung, dass aufziehbare Insuline mit 40IE/ml dosiert waren.

    Die Umstellung erfolgte damals mit der Begründung, dass das EU-Norm sei. Ist Deutschland nimma dabei oder hat man uns beschwindelt? :-)

    +lg, david
     
  3. Rabenzahn

    Rabenzahn Poweruser

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    Hallo David,

    also ich habe keine Informationen darüber das es eine neue EU Norm gibt. Wir haben nach wie vor 40 IE / ml Abpackungen.
    Zumindestens hätte uns unsere Apotheke sofort darüber informiert.

    Vielleicht wollte da bei euch jemand den Absatz steigern.
     
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