Arzneiformen zur Anwendung am Auge

Rabenzahn

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G. Arzneiformen zur Anwendung am Auge

Arzneiformen zur Anwendung am Auge, die sogenannten Ophthalmika, werden in den Bindehautsack des Auges eingebracht und entfalten eine lokale Wirksamkeit. Da die Augen besonders empfindliche Organe sind, gelten für Ophthalmika hohe qualitative Anforderungen. So müssen Ophthalmika steril, gut lokal verträglich, sowie frei von Schwebstoffen sein. Typische Arzneiformen sind Augentropfen und Augensalben, Augencremes oder – gele. Durch die Anwendung von Salben, Cremes oder Gelen wird in der Regel eine längere Wirkung erzielt als mit Augentropfen.

· Augenarzneimittel müssen streng hygienisch gehandhabt werden.
· Pro Anwendung ist nur ein Tropfen oder ein 5 – 10 mm langer, dünner Gel – bzw. Salbenstrang in den Bindehautsack einzubringen.
· Die Verweildauer von Augenarzneimittel im Auge kann durch ein Unterdrücken des Lidschlages oder ein Abdrücken des Tränenröhrchens deutlich verlängert werden.
· Die Aufbewahrungshinweise und Aufbrauchfristen müssen bei Augenarzneimitteln streng eingehalten werden.
· Verschiedene Augenarzneimittel sollten am selben Augen nur mit einem zeitlichen Abstand von mindestens 10 Minuten angewendet werden.
· Vorsicht bei Kontaktlinsen. Dies gilt insbesondere für weiche Kontaktlinsen, in die sich Wirkstoffe einlagern können. Aber auch harte Kontaktlinsen müssen vor der Anwendung vieler Augenarzneimittel herausgenommen werden.
 

Gaby

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Hallo,

.... und besondere Vorsicht bei den Atropintropfen am Auge, besonders bei Kindern - es besteht die Gefahr einer Überdosierung!

Liebe Grüße

Gaby
 

Rabenzahn

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Stimmt Gaby,

und im schlimmsten Fall ein Verdacht auf Hirnblutung. Wegen der meistens einseitig weiten Pupille.

Aber die Resorption über das Auge ist nicht zu unterschätzen.

Gruss aus Kassel, wo deswegen schon manches CT gemacht wurde.
 

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