Arbeitszeugnis Note 4?

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Neveragain, 10.02.2016.

  1. Neveragain

    Neveragain Newbie

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    Hallo zusammen.
    Hab ein altes Zeugnis gefunden.
    Gute 8 Jahre alt jetzt.
    Wollte auch nie Alt werden da und geplant war auch nur ein Jahr.
    Leider das Zwischenzeugnis nicht beantragt nicht daran gedacht da war noch alles sehr gut mit der Stelle und keine Probleme gab.
    Prob. zb. 2 Monate kein Lohn am Ende. Oder wie ich ohne Betriebsrat und Naiv nicht wissend fix fix was Unterschrieb blutiger Berufsanfänger halt das so ok sei.... Gesagt wurde mir das dann aber alles in Richtige weg läuft. Und alles Richtig bis zum Ende des Jahr abl. soll.
    Dreist war aber auch das Email Acc Arbeit geschlossen wurde vorzeitig da Sie wussten das halt bezeugt das so geschrieben wurde und mir weitergeholfen hätte.
    Neues Jahr eine neue Stelle gesucht die auch wieder Grenzwertig war auf ne andern Art. Ich aber danach in die Verdi. zack zack Arbeitsrecht Anwalt falls ich noch mal so kommen sollte.

    Heute hab gute Stelle wo der Arbeitgeber fair mitspielt und Human seinen Angestellten ist.
    Bin zufrieden. Fehler passieren nur nicht zweimal ^^

    Arbeitszeugnis was gut schnell bekam...

    Herr.. geb. Ort.. war von 2.01-31.12 als.GuK.in.. beschäftigt.

    In dieser Zeit war Herr ..für ..auf..Bereich..umfassend.30..Betten.. Name.. Fachrichtung.. eingeätzt.

    Zu den Aufgaben von Herrn ... gehörten sämtliche Tätigkeiten im Rahmen der allgemein und speziellen Pflege die prä- und postoperative Betreung der Pat..., die Durchführung der administrativen Aufgaben sowie die Assistenz bei ärztlichen Untersuchungen.

    Der Einsatz von Herrn ... erfolgte in allen Schichtarten, d.h. Im Früh-, Spät-, Nacht....

    Herr ... hatte ein angemessenes dynamisches und patientenorientiertes Pf. Verständnis und setzte sich mit der allgemeinen Entwicklung in der Pflege auseinander. Er war stets pünktlich und er bewältigte überwiegend die anfallende Arbeitsmenge. Die ihm übertragenen Aufgaben erfüllte er weitgehend gewissenhaft und zuverlässig. Herr... führte seine Tätigkeiten eigenständig aus, er war relativ flexibel, behielt weitgehend den Überblick und setzte Prioritäten, welche in der Regel situationsgerecht waren.

    Herr ... nutzte seine kreativen Möglichkeiten. Darüber hinaus besaß Herr.. Organisationsfähigkeiten und arbeitet im Allgemeinen systematisch. Er setzte Arbeitsmittel wirtschaftlich ein.

    Herr...erfasste Informationen, war fähig diese zu bewerten und nach ihrer Relevanz zeit- und adressatengerecht weiterzuleiten. Die Dok. führte er gewöhnlich fach- und sachgerecht durch.

    Er besaß ein umfassendes Fachwissen und verfügte außerdem über praktische Fähigkeiten, wobei er bei der Ausführung die aktuelle Pat. und Pflegesituation. berücksichtigte. Er orientierte sich bei der Pf.Planung an der aktuellen Situation des Pat. Und bezog ihn und seine Angehörigen. Bei der Zielsetzung mit ein. Anleitung, Beratung und Hilfestellung stimmte Herr... auf die Ressourcen der Pat. ab.

    Von der Pf. Standards hatte er umfassende Kenntnisse und realisierte sie in der Praxis

    Zeites Blatt.
    Im Umgang mit Pat. und Angehörigen. Zeigte Herr Wertschätzung sowie Einfühlungsvermögen. Er verfügte über ein der Situation angemessenes Kommunikationsverhalten und erlangte dadurch Akzeptanz und Verständnis.

    In seinen Verhalten gegenüber Kollegen sowie Mitarbeitern anderer Berufsgruppen versuchte er eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen in der er Möglichkeiten zur Zusammenarbeit nutzte. Vorgesetzten gegenüber verhielt er sich überwiegend korrekt und sachlich.

    Das Arbeitsverhältnis endet am ... Wir wünschen Herr.. für seine weiteren Lebensweg alles Gute.

    Und meint Ihr dazu?
    Pünktlichkeit steht drin und gehört nicht rein soweit aber das weiter Note vier oder schlechter?

    Danke
     
  2. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wenn Du vollständige Sätze schreiben könntest, wäre mir vielleicht deutlich, was genau Du möchtest. So muss ich nachfragen:

    Das ist ein Zeugnis von vor acht Jahren?

    Ja, da klingt es mir an einigen Stellen nach einem schlechten Zeugnis, aber: Was willst Du acht Jahre nach Ausstellung dagegen unternehmen?
     
    #2 -Claudia-, 10.02.2016
    Zuletzt bearbeitet: 10.02.2016
  3. Fortistroll

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    Ich verstehe auch nicht um was es geht... Ist doch ein super Arbeitszeugnis? Passt auf fast jeden Beruf und feinsäuberlich copy&paste...
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Das Zeugnis ist nicht super, sondern miserabel. Vier oder schlechter, schätze ich. Aber wenn die Ausstellung acht Jahre zurückliegen sollte, ist der Käs' gegessen. Der Anspruch auf Berichtigung besteht nach so langer Zeit nicht mehr, selbst wenn sich noch ein Vorgesetzter an ihn erinnern sollte.
    Arbeitszeugnis: Gesetze und Rechtsprechung im Arbeitszeugnis
     
    getlucky gefällt das.
  5. Fortistroll

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    Ja aber interessiert das jemanden? Ich habe mein Lebtag noch niemals ein Arbeitszeugnis hergezeigt... Kenne auch sonst niemanden wo das notwendig ist in irgendeiner Form...

    Weiterbildungen, Seminare und Sonderausbildungen ist das einzige was ein zukünftiger Arbeitgeber von mir bekommt... Wem soll der zukünftige Arbeitgeber anrufen um sich zu erkundigen, die würden sich ausserdem strafbar machen...

    Kann natürlich auch sein das dies wiedermal so ein deutsches Ding ist... wo auf Arbeitszeugnisse rumgeritten wird...

    Edit: Ok musste mal wieder googlen =) Ihr bekommt ernsthaft Noten auf euer Arbeitszeugnis? Wie relevant ist dies? Lt. google bekommt man mit Note 4 gar keinen Job mehr?
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Die Vorlage der Arbeitzeugnisse werden in den Regel von den AG eingefordert, ja. Schon als Beleg dafür, dass der Lebenslauf nicht erfunden ist. Im Gegensatz zur (verbotenen) Kontaktaufnahme ist dies rechtlich gestattet.

    Du hast als Arbeitnehmer nicht nur das Recht auf ein Zeugnis, sondern kannst auch Widerspruch gegen bestimmte Formulierungen einlegen, wenn die Bewertung unter Durchschnitt ist (was hier der Fall wäre). Aber dafür existieren Fristen.
     
  7. Fortistroll

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    Um den Lebenslauf zu untermauern kann ich mir vom Finanzamt ein Zettel ausdrucken, quasi wie ein leumundszeugnis... dies ist aber ebenfalls optional und wird nicht gefordert... In Österreich wird sogar empfohlen den Lebenslauf zu strecken damit dieser Lückenlos ist... dies ist sogar eine Empfehlung des Arbeitsmarktservice in Österreich, nehme an du meinst mit AG die Arbeitsagentur also quasi das AMS...

    Zusatz: Irgendwie kann man mal ne Grundsatzdiskussion starten bzgl. EU... Es gibt so extrem viel Unterschiede... Ich bin langsam froh in Österreich zu arbeiten, ich weiß euch geht es genau andersrum...

    In dem Fall tut mir der Threadersteller schon Leid... wenn dies so ein Papierkrieg ist bei euch...
     
  8. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    AG = ArbeitGeber

    ARGE = ARbeitsAGEntur
     
  9. Fortistroll

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    Ah ok, konnte nur Aktiengesellschaft ausschließen^^
     
  10. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Jein. Die direkte Leitung beurteilt in verschiedenen Aspekten (Fachwissen, Arbeitsorganisation, Verhalten im Team usw. usf) und vergibt da praktisch Noten. In der Pflegedienstleitung sitzt dann jemand, der aus diesen Noten ein Zeugnis wie oben formuliert. Bestimmte Ausdrucksweisen sind dann eben Codewörter für die Noten, und der neue Arbeitgeber kann diesen Code lesen. Eine Beurteilung durch die Blume.

    Ein mangelhaftes Zeugnis kann natürlich zu Schwierigkeiten bei der Stellensuche führen, egal ob Examens- oder Arbeitszeugnis. Das ist ja wohl logisch. Je nach Region herrscht zurzeit allerdings so großer Pflegenotstand, dass auch die mit den schlechten Zeugnissen eine Chance erhalten. Gibt ja immer noch die Probezeit, in der Du den Mitarbeiter, sollte er sich wirklich als so katastrophal erweisen, wieder loswerden kannst.
     
  11. Tante Doll

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    ja, man sollte wirklich die landesspezifischen normen regeln und gewohnheiten berücksichtigen. bei uns in norwegen wiederum gibt es ganz selten arbeitszeugnisse - dortwird beim alten arbeitgeber angerufen und konkret nachgefragt; ganz legal und normal !

    by the way: verstehe ehrlich gesagt auch nicht ganz, was der TE will.... wenn es nur um eine bewertung des vermeintlich sehr alten arbeitszeugnis geht, würde auch ich dieses zeugnis als schlecht in der bewertung einstufen. die oft benutzten bezeichnungen " weitgehend" und " überwiegend " deuten darauf hin, dass arbeitsleistungen nicht in zufriedenstellender art und weise erbracht wurden !
     
  12. Fortistroll

    Fortistroll Junior-Mitglied

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    Ok ist klar, aber wenn man irgendwas neues starten will(anderer Bereich) oder eine bestimmte Stelle sucht, die sowieso heiß umkämpft ist, ist man dann chancenlos... Finde ich nicht ganz fair, wozu gibt es die Probezeit, Bewerbungsgespräch und allg. ein Assessment Center... Wenns dann auf sowas ankommt und der Bewerber schon vorab unten durch ist...

    Tante Doll: Das darf aber niemand erfahren das erkundigungen eingeholt wurden... Dagegen würde ich rechtlich Vorgehen... Dies stellt ebenfalls eine Benachteiligung da und in einer Großstadt wie Wien verbrennt sich da sowieso niemand die Finger... eher am Land vorstellbar...

    Habe aber 0 Bezug zu Norwegen, also weiß nicht wie legitim das dort wirklich ist...
     
  13. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Andere Länder, andere Sitten. Da wir Deine Aussagen zum Arbeitsrecht in Österreich nicht in Frage gestellt haben, erschließt sich mir nicht, inwiefern Du Tante Doll aus Norwegen nicht das gleiche Vertrauen entgegen bringst?

    Nun ja, je nach Anzahl der Bewerber muss ein AG eine Vorauswahl treffen, und da werden natürlich die Zeugnisse mit einfließen. Ein erst kürzlich ausgestelltes Arbeitszeugnis finde ich da gerechter als z.B. ein schlechtes Examenszeugnis: Die Noten schleppst Du jahrezehntelang mit Dir herum, auch wenn sich Deine Leistungen im Anschluss verbessert haben können.

    Abgesehen davon bin in an meinen Zeugnisnoten ja nicht ganz unschuldig.
     
  14. Tante Doll

    Tante Doll Stammgast

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    darum geht es: in norwegen ist das nicht nur legitim, sondern normal ! da kannst du rechtlich dagegen vorgehen so viel du willst - wird nix bringen ! ich finde das persönlich vollkommen in ordnung: praktisch, transparent und lösungsorientiert!
    aber wie gesagt: das nur am rande. ich prsönlich finde die deutsche variante extrem lächerlich, wenn nicht gar absurd:

    es darf keine negative bewertung im zeugnis erscheinen. da es aber trotzem bei der einen oder dem anderen etwas negativs anzumerken gilt, hat man sich auf " codes " geeinigt, die zwar oberflächlich betrachtet nicht negativ klingen, aber jedem, der sich auch nur minimal mit der materie auseinander gesetzt, ganz klar zu verstehen geben, dass hier eine negative äusserung gemeint ist. ergebniss: alles wird positiv umschrieben, aber jeder weiss, was ursprünglich gemeint ist: der adressat, der absender und im normalfall auch der betroffene !
     
  15. Fortistroll

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    Ja eigentlich praktisch unmöglich... würden sowieso alle abstreiten... ist aber humaner als ein schriftliches Zeugnis... Beispiel: Jemand entscheidet sich für einen falschen Bereich, erhält ein codiert schlechtes Zeugnis 4... findet dann ein optimalen Bereich mit einem 1er Zeugnis, hängt dem jenigen das immer nach...

    Also absurd trifft es genau...
     
  16. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Praktisch und lösungsorientiert ja, aber transparent? Bist Du als Arbeitnehmer bei dem Gespräch zwischen den beiden Chefs anwesend, oder wie? Bei einem schriftlichen Zeugnis weiß ich doch wenigstens, was mein bisheriger Arbeitgeber behauptet, und kann Einspruch erheben, wenn mir bestimmte Sätze nicht behagen. Bei der norwegischen Variante muss ich darauf hoffen, dass mein bisheriger Chef fair beurteilt und nichts über mich behauptet, was mich auf dem Arbeitsmarkt chancenlos macht.

    (Ich stimme Dir darin zu, dass die Zeugnissprache unnötig gestelzt ist. Manchmal wären mir die normalen Schulnoten lieber als diese Rätselraten. Problematisch wird es nämlich, wenn jemand ein solches Zeugnis formulieren soll, ohne die Codes wirklich gelernt zu haben.)
     
  17. Fortistroll

    Fortistroll Junior-Mitglied

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    Ja ist auch ein gutes Argument... also ich bevorzuge unsere Variante... "nehmas bittschön ned so genau mit de zeignisse" =)
     
  18. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Wo ist das Problem mit dem Zeugnis, das wie Claudia schon schrieb, grottenschlecht ist.
    Willst du dich jetzt mit dem Zeugnis neu bewerben, weil dein derzeitiger AG mit der Lohnzahlung im Rückstand ist?
    Dann würde ich mich auch in den Hintern beissen.
    Ein Zeugnis vom nicht zahlungsfähigen AG hast du nicht, orakle ich jetzt aus deinem "Wörterrätsel" (Sorry, du schreibst etwas verwirrend für mich - Buchstaben kosten bei uns nix extra ;) ).

    Als dein zukünftiger AG in einer Region in der es ausreichend Personal gibt, würdest es nicht ins Vorstellungsgespräch bei mir schaffen, anders in einer Region in der Pflegekräfte gesucht werden, da hättest eine Chance. Im Vorstellungsgespräch müsstest aber viel erklären und ohne Schnuppertage gäbe es keine Zusage (die werden bei uns übrigens bei Einstellung vergütet).

    lg
    Narde
     
  19. DirkK

    DirkK Junior-Mitglied

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    Sind wir ehrlich : Die Vorgaben in den einzelnen Ländern, so verschieden diese auch sein mögen, sind nur vorgeschriebene Normen.
    Genauso, wie es den Kontakt unter Pflegenden gibt, kennen sich die Entscheidungsträger der verschiedenen Häuser untereinander auch, und es wird auch dort, vereinzelt, zu einem inoffiziellen Austausch kommen (...der Paul Müller arbeitete doch bei Dir .. was ist das für einer ?)
    In einer Ablehnung auf eine Bewerbung wird nie stehen : Wie ich von Ihrem ehemaligen Arbeitgeber erfahren habe .... sondern : Haben wir uns für einen anderen Bewerber entschieden....

    Das funktioniert auch in Österreich so ....
     
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  20. Tante Doll

    Tante Doll Stammgast

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    @ Claudia: verstehe deine einwände gut !
    mit " transparenz " meinte ich eher de transparenz zwischen den beiden sich über den bewerber unterhaltenden - man kann sich ein einem persönlichen gespräch duraus differenzierter über einen bewerber austauschen als über ein codiertes zeugnis.

    zum besseren verständnis: der bewerber gibt in norwegen in der regel mindestens zwei der sogeannten " referanser " ( personen, die auf anfrage des neuen arbeitgebers auskunft über den bewerber geben sollen ) an.
    Diese Personen kann sich der bewerber weitesgehend selbst wählen - in der regel eine ( von meistens mehreren ) vorgesetzten auf leitungsebene ( klinikleitung, abteilungsleitung, teamleitung, etc ) und eine(n) kolleg(in)en mit dem/der man lange und eng zu sammen gearbeitet hat - natürlich wirkt es etwas " verdächtig " wenn man bewusst alle personen auf leitungsebene auslässt...

    ich selbst war schon sehr oft " referanse " für den einen oder die andere bewewerber(in) für eine neue stelle und ich habe diese gespräche stets als konstruktiv und zielführend betrachtet !

    abschliessend ist noch zu sagen, dass die arbeitswelt in norwegen ( ich kann allerdings nicht für alle branchen sprechen ) generell darauf getrimmt wurde, möglichst nett und höflich gegenüber allem und allen zu sein und der bedarf an fachkräften im gesundheitswesen sehr hoch ist. ich habe auch noch nie von einem fall gehört, wo die karriere einer person, aufgrund eines vernichtenden telefongesprächs zwischen altem und neuen arbeitgeber völlig begraben wurde....

    so, ich klinke mich hier aber mit diesem thema aus, da die thraderstellerin sich ja nicht in norwegen bewerben will !!!!
     
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