Arbeitszeitmodelle für Teilzeitkräfte

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von narde2003, 29.06.2006.

  1. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    da bei uns die Personaldecke nicht zu dicht gesäht ist, sollen wir unsere Teilzeitkräfte vermehrt einsetzen.
    Dies bedeutet, dass die Pflegekräfte häufiger anwesend sind, dafür aber nicht die komplette Schicht.
    Schwester X ist zum Beispiel eine Halbtagskraft, also arbeitet sie täglich 50% der Arbeitszeit.

    Setzt jemand von euch dieses Modell schon um?
    Wenn ja, mit welchen Erfahrungen?

    Bei unseren Teilzeitkräften in der Klinik schlagen momentan die Wogen hoch.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  2. wundtussi

    wundtussi Senior-Mitglied

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    Das wird bei uns im Bereich der Anästhesieabteilung umgesetzt. War zuerst ein Versuch, da aufgrund der Arbeitsabläufe im OP am Morgen mehr Personal benötigt wird als am Nachmittag.
    Nachdem das Personal damit besser planen konnte und auch die Arbeitsabläufe etwas verbessert werden konnte, wurde dieses Arbeitszeitmodell nur in dieser Abteilung umgesetzt.

    Liebe Grüße

    Astrid
     
  3. annawelle

    annawelle Junior-Mitglied

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    Hallo!
    in unserem KH werden auf allen Stationen 50/25%-Kräfte teilweise für 4 h im Frühdienst eingeteilt, das klappt gut und beschwert hat sich auch noch niemand.
    Lg Anna
     
  4. Hülsi

    Hülsi Gast

    Hallo Narde,
    Ich habe schon in den unterschiedlichsten Modellen gearbeitet und kann dir einige nennen:

    Im Op haben wir meisst ganze Schichten also weniger Tage gearbeitet, z.B. eine Woche arbeiten eine Woche frei oder nur MoMiFr wir hatten mal eine Kollegin welche mit verkürzten Schichten und dafür jeden Tag arbeitete (war damals von 8 bis 12) das war aber bei den manchmal länger dauernden OPs nicht so praktikabel.

    Im Pflegeheim haben wir jetzt alles Mögliche:
    Eine Kollegin arbeitet nur MoDI und jedes zweite Wochenende, eine nur Spätdienste, 75 % meisst von 6:30 bis 12 bzw 14:30 bis 20 Uhr, zwei 50% Kräfte teilen sich eine Schicht (6:30 bis 10:15 und 10:00 bis 13:45)entsprechend nachmittags.
    wieder andere arbeiten nur 25% (nur Wochenenden oder Feiertage)und andere nur eine bestimmte anzahl Nächte im Monat.
    Eswird bei so vielen unterschiedlichen Schichten und Zeiten natürlich nicht einfach einen Dienstplan zu schreiben....es gibt bei uns ca 25 verschiedene Früh, Spät,Zwischen und Nachtdienstzeiten...und ab und zu Aufregung ...

    Hülsi
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Hülsi,

    danke für deine Antwort, wie sind eure Teilzeitkräfte damit zufrieden?

    Ich möchte es meinen Kolleginnen nämlich gerne Schmackhaft machen.
    Bis jetzt herrscht nämlich viel Unmut über diese "Schikane".

    Die Bedenken der Kollegen sind, dass es sehr viele Übergaben geben muss, oder sie zur "Waschschwester" degradiert werden.

    Sonnige Grüsse
    Narde
     
  6. Lambdanaht

    Lambdanaht Junior-Mitglied

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    Hallo zusammen,

    bei uns in der Klinik wird dieses Modell auch teilweise umgesetzt. Überwiegend im OP und in der Anästhesie, sowie auf den Tagesstationen. Auf den Intensivstationen ist das kaum möglich, da die Übergabezeiten zu lange dauern würden. Manchmal haben wir auf Intensiv noch einen Zwischendienst, den wir variabel einsetzen können. Aber auch dieser ist für 7,7h geplant, kann aber wieder nach Hause gehen, wenn es ruhig ist (der Dienst wird fast immer mit Teilzeitkräften besetzt).

    Dieses Schichtmodell hat mit Sicherheit auch Vorteile. Es kommt aber immer auf die Einstellung der Mitarbeiter an.
    Man muss auch bedenken dass es finanzielle Einbußen für die Mitarbeiter hat. (höhere Fahrtkosten, evtl. Wegfall der Schichtzulagen...)
    Wenn ich Teilzeit arbeiten würde wäre für mich ein solches Modell eine völlige Einschränkung und ein Grund über eine evtl. Kündigung nachzudenken.
     
  7. sigjun

    sigjun Gast

    Hallo narde,
    prinzipiell gibt es in unserem Krankenhaus die Schichten F,S und N
    F von 5:45 bis 13:57, S von 12:03 bis 20:15 und N von 19:45 bis 6:15. So arbeiten alle Vollzeitkräfte. Was Teilzeitkräfte anbelangt so sind das in der Mehrheit die mit Kindern und diese fangen später an, die Anfangszeiten variieren von 7:00 bis 9:00h und arbeiten tgl dann die Stunden, die sie erbringen müssen. Es ist in der Tat schwierig diese Pflegekräfte auf dem Laufenden zu halten, da für eine komplette Übergabe selten Zeit ist und sie dann die Arbeiten erledigen, wofür es keine größere Übergabe braucht. Alternativ haben sie jedoch die Möglichkeit zumindest an der großen Übergabe von F auf S mitzumachen. Diese Pflegepersonen haben ihre Dienste auch im Arbeitsvertrag festgeschrieben und würden freiwillig diese Dienstzeiten niemals aufgeben, wegen der kinderfreundlichen Zeit.
    In meinem alten Haus arbeiteten die Teilzeitkräfte volle Dienste in Blöcken, so dass sie auch mehrere Tage frei hatten. Diese hätten freiwillig ihre Dienstzeiten auch nicht aufgegeben, wegen der längeren Freirhythmen und weil sie weniger informiert wären, weil sie an den Übergaben nicht beteiligt gewesen wären.
    Das heißt für mich einfach nur, dass, egal, welche Dienste Du ändern möchtest, die Leute immer Probleme machen/hätten. Denn wir alle im Schichtdienst haben uns glaube ich irgendwo so eingerichtet, dass wir das Privatleben regeln.
    Leider fehlt auch mir ein Argument, was positiv daran sein soll, wenn eine TZ-kraft nun plötzlich öfters kommen soll, wo dann längeres Frei entfällt und sie auch noch jeden Tag kommen muss, je nach Fahrtweg auch eine finanzielle Einbuße. Der Nachteil, dass tatsächlich Infos verloren gehen durch fehlende Übergaben, oder sie nur noch zu bestimmten Arbeiten eingesetzt werden ist berechtigt und kann nicht ganz aufgefangen werden. Und seien wir doch mal ehrlich, der Grund warum so etwas geändert wird ist meist der, dass Spitzen abgedeckt werden und der MA öfters anwesend ist.
    Wo ist dabei der Vorteil für den MA. Das einzige Argument ist vielleicht, dass jemand die Tagesmutter einspart und zu Hause ist wenn die Kiddies aus der Schule, oder dem KIGa kommen.
     
  8. Hülsi

    Hülsi Gast

    Hallo narde,

    Am besten geklappt hat es bei uns als ich mit einer Kollegin mir die Schicht geteilt hatte, wir hatten 15 min Überschneidung, das langte für eine Kurzübergabe für unsere Pflegegruppe (9 Bewohner) und konnten jeweils an einer grossen Übergabe teilnehmen.
    Das zweitbeste sind für mich die ganzen Schichten, besonders wenn sie an festgelegten Tagen sind und nicht wie bei mir im Augenblick bunt im Monat verteilt...
    die schlechteste Lösung finde ich einfach nur verkürzte Schichten, weil meist keine korekte Übergabe erfolgt, wenn der Mitarbeiter geht und die Infos oft nicht in der "grossen" Übergabe weitergegeben werden...kann natürlich auch mit unzureichenden Dokumentation zusammenhängen ...
    Bei uns gibt es im Augenblick etwas Zoff weil es soviele unterschiedliche Modelle gibt und es nicht klar geregelt ist warum der eine Mitarbeiter so und nicht anders arbeiten kann und der andere nicht...
    Hülsi
     
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