Arbeitszeiten am OP-Tisch?

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von Ute, 23.07.2002.

  1. Ute

    Ute Poweruser

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    Hallo,


    ich frage mich, wie lange eine Pflegekraft im Op am Tisch steht ? Gibt es dort Vorschriften ?

    Wie lange steht Ihr am Op-Tisch ??
     
  2. Karina

    Karina Junior-Mitglied

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    Bei uns gab es immer eine bestimmte Zeitvorgabe. Es durfte niemand länger als 5 Stunden am Tisch stehen, wenn es doch mal nötig wurde, dann wurde die OP - Schwester durch eine andere ausgetauscht, das galt aber nur für die sterilen Schwestern, die unsterilen, die die ganze Zeit im Zimmer herumlaufen und alles herzubringen, die mußten die ganze Zeit anwesend sein.
     
  3. thomas

    thomas Newbie

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    Gute Frage? Bei mir im Haus kann es schon mal vorkommen, daß man den ganzen Tag (8 Stunden) am Tisch steht. Aber wenn es Spaß macht, macht es mir nichts aus. Gruß Thomas
     
  4. kurve

    kurve Newbie

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    Die gesetzliche Vorgabe sagt, dass wir nach 6 Stunden eine Pause haben muessen. Arbeitszeitschutzgesetz. Aber wen interessiert das im Bereitschaftsdienst schon :-)
     
  5. Shina

    Shina Newbie

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    Also bei uns gibt es keine "Vorschriften" im Op, wie lange wir am Tisch stehen !!! ( müssen, dürfen, können :!: ) Wir sind so wenig Leute manchmal, da kann es schon vorkommen 8 Std. ohne Pause !!! Kommt auch drauf an ob man mit einem Schüler, Anfänger oder Fachkraft im saal ist ! Liebe Grüßchen :flowerpower:
     
    #5 Shina, 20.02.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20.02.2005
  6. Schnappi

    Schnappi Newbie

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    Arbeitszeit am OP-Tisch

    Kurve hat recht. Man sollte nicht länger als 6 Std. am Tischstehen.
    Aber wie schon oft geschrieben...wem schehrt es denn.
    Im Dienst kann es auch mal sein das Du locker 10-12 Std. am Tisch stehs oder sitzt. Bei Finger oder Handamputationen kann das schon mal vorkommen.
    Sicher hat man dann mal eine halbe Std. Pause zwischendurch aber nur, damit sich das Amputat erholen kann und die eingesetzten Medikamente wirken können.
     
  7. Angel78

    Angel78 Junior-Mitglied

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    Hallo Ute,


    Also ich habe auch in einem super kleinen Haus gearbeitet und da kahms halt auch öfter Mal vor das man den ganzen Tag am Tisch stand, wenn genügend Personal da war wurde man aber so zur Mittagzeit gegen 13 Uhr abgelößt. Außerdem es wird ja nicht kontrolliert, von daher.

    Ciao Vera
     
  8. sr.winzly

    sr.winzly Newbie

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    hallo ute !!

    ich kann mich da nur den anderen anschliessen, was der gesetzgeber sagt und was realität ist-können durchaus sehr unterschiedliche dinge sein.
    bei uns das hängt ja im wesentlichem vom programm und der anzahl der leute ab. wir versuchen da untereinander fair zu sein und lösen uns dann gegenseitig ab-wenns halt geht.
    also 10-12 std.steht bei uns keiner durchgehend am tisch. bei dem zeitrahmen wirds aber auch kriminell, denn "nach müde kommt doof".:-)

    gruss sr.winzly
     
  9. Thommes

    Thommes Senior-Mitglied

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    moinsen,

    bei uns lösen sich die kollegen so oft es geht mit instrumentier- und springertätigkeiten ab, bzw. sprechen sich innerhalb ihres saales ab.
    beim diensthabenden wird darauf geachtet das er nicht schon unbedingt den ganzen vormittag/mittag am tisch steht. soweit das immer zu realisieren ist.

    lg thommes
     
  10. Chaggi64

    Chaggi64 Newbie

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    Neid

    Hallo,
    also als wir noch Bereitschaftsdienste hatten und noch nicht in Schichtarbeit gearbeitet haben, gab es Tage und Nächte die gingen bis 18 Stunden am Tisch. Im Anschluss Aufräumen und Wischen.
    Wir haben eine riesige Personalfluktuation, so das wir oft mit neuen Kollegen arbeiten müssen, die kaum das Springen berherschen also schon mal nicht am Tisch stehen können. Im Regeldienst ist es genau so und Pausen sind wie ein 6er im Lotto.

    Arbeitsschutz gibt es nicht und wer sich wehrt, fliegt. Alles nur Zeitverträge und wenige mit Festvertrag. Ich würde das mal normale Sklaventreiberei nennen. Der Betriebsrat kann da auch nicht viel machen oder will es nicht. Gespräche mit Vorgesetzten brachten keine Abhilfe.
    Also denkt immer dran, es geht auch noch schlimmer.
    Gruß Chaggi
     
  11. Thommes

    Thommes Senior-Mitglied

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    aloha,

    die pausen stehen dir gesetzlich zu, und arbeitsschutz kann/wird durch die gewerbeaufsicht bzw. gesundheitsamt kontrolliert.
    da steht der arbeitgeber in der pflicht.
    habt ihr keine mav oder betriebsrat an den ihr euch wenden könnt?

    lg
    thommes
     
  12. Chaggi64

    Chaggi64 Newbie

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    Der Versuch ist schon gescheitert

    Wir hatten vor einger Zeit noch einen Kollegen der auch im Betriebsrat war. Der hat mit der Leitung und der Stellvertretung ein Schreiben an die Geschäftsführung aufgesetzt und darauf hingewiesen. Ende vom Lied war, er ist nach sehr viel Stress gegangen, die Leitung und die Stellvertretung haben je eine Abmahnung erhalten, da sie sich dem Hause gegenüber nicht loyal verhalten haben. Ein Rechtsanwalt konnte wenigstens die Abmahnung bei der Stellvertetung rückgängig machen.
    Zur Zeit setzen wir ja auch das EU-Urteil um und arbeiten im Schichtdienst, aber auch da sind Pausen teilweise Mangelware. Von der Leitung können wir da auch wenig Rückhalt erwarten, Angst vor weiteren Abmahnungen.

    Gruß Chaggi
     
  13. Thommes

    Thommes Senior-Mitglied

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    aloha,

    :angry:
    furchtbar, tolle geschäftsleitung, kein wunder, dass es dann solch einen fluktuation gibt.
    ist es ein privates haus?

    lg
    thommes
     
  14. Chaggi64

    Chaggi64 Newbie

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    Nein

    Wir sind eigentlich öffentlich aber wurden zur Kostenreduzierung mit drei weiteren staatlichen Häusern zu einer Holding des privaten Rechtes zusammengefasst. Also eine Geschäftsführung aber jedes Haus ist weiterhin autonom.
    Lediglich Bestellwesen, Logistik und Verwaltung wurden zentral geschaltet.

    Zur Zeit läuft hier auch der Versuch, dass eine Pflegedienstleitung für zwei Häuser zuständig ist. Chaos pur.
     
  15. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Bei uns gab es eigentlich keine festen Zeiten. Wenn jemand aber nicht mehr konnte, war es in der Regel aber kein Problem die betreffende Person auszutauschen. Bei meiner jetzigen Tätigkeit (Sanitätsfeldwebel Krankenpfleger OP-Dienst in einem Luftlanderettungszentrum) könnte es aber schon passieren, daß man im Einsatzfall seine 24 Stunden in charge ist (plus "Anreise", Aufbau, Abbau, "Abreise").
     
  16. Chaggi64

    Chaggi64 Newbie

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    Hallo Bruce

    War ja früher auch mal beim Bund und kan mich erinnern, dass es dort aber immer noch besser abgeht. Hatten im San Zentrum zwar auch diese Dienste aber es war alles geregelt und eines kann ich auch heute noch sagen. So wirklich platt gemacht hat man sich da nicht.

    gruß Chaggi
     
  17. kkdpfleger

    kkdpfleger Junior-Mitglied

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    Hallo erstmal,

    also, ich will mir ja keine Feinde schaffen, aber könnt ich der ganzen Sache mit dem "lange am Tisch stehen" nicht auch etwas positives abgewinnen ???

    (Nicht das ich jetzt sofort zerfetzt werde, ich bin auch gegen Sklavenhaltung!!!)

    Ich kann mich an viele Operationen entsinnen, die 5,6,7,8 Stunden und länger gedauert, aber da hatte keine eine Chance mich abzulösen. Das war "meine" Operationen, ich fand sie interessant und gut und ich habe sie bis zu ende geführt, und war (und bin) stolz darauf.

    Natürlich gibt es auch langweilige OPs bei denen einem nach 5 Stunden das Wasser "Oberkante Unterlippe" steht und bei der es auch nicht weiter auffällt, dass die Instrumentation von einer anderen Kraft fortgesetzt wird. Das sind Wechsel oder Pausenablösung sicherlich keit Thema.

    Und wenn man mit einem "Neuen" im Saal ist und gezwungenermaßen alle Eingriffe instrumentieren muß, dann sollte man bei den Wechseln etwas Zeit für eine Pause einfordern und erhalten.


    Glück Aufff

    Klaus
     
  18. Kelle

    Kelle Junior-Mitglied

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    @kkdpfleger

    absolutes agree......
    gibt es was schöneres als 7oder8 std eine interessante op durchzuziehen und im anschluss fast feierabend zu haben??
    ich kann mir nichts besseres vorstellen.
    übel dran ist der, der eine solche zeit mit einer langweiligen übrstehen muss..

    hallo leuts,

    was die pausen betrifft, lebe ich ja im schlaraffenland....
    der springer wird zw. 9 und 10 uhr abgelöst zum frühstück(znüüni= 15min)
    der instrumentierende dann auch, wenn die op zu ende ist.
    sollte die op länger gehen und der instrumentierende nicht zum znüüni fertig sein, kann er sich ablösen lassen( aber mal ehrlich gesagt: wer macht das schon???)
    wird auch fast nie eingefordert.
    die mittagspause ist auch gesichert und springer und instrumentierender werden im wechsel, bzw,wenn op- wechsel, für 1/2 std abgelöst.
    das gleiche am nachmittag, so gegen 14:30-15uhr, das nennt man dann "zwieri=15min"
    man hat kaum zeit, sich einer op zu widmen....:mrgreen:
    ja, sind schon paradiesische zustände bei uns

    gruss kelle
     
  19. OPschwesterlein

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    In dem Zentral-OP wo ich arbeite, wird der Frühdienst (ca. 22-25 Kollegen) ab 10.30 Uhr vom sog. Zwischendienst (3-5 Kollegen) zur Pause abgelöst. Natürlich mit Absprache, ob das da gerade Sinn macht oder nicht. Aber sonst wird seitens der Leitung schon darauf geachtet, das alle ihre Pause kriegen. Die Ablöserei am Tisch funktioniert auch meist recht reibungslos & unauffällig.
    Wir haben 10 verschiedene Dienste (inkl. den klassischen Spät- und Nachtdienst), die zu unterschiedlichen Zeiten anfangen und teilweise mit Bereitschaftsdienst abgedeckt werden. Da ist zum Glück die Pausenablösung bei uns selten ein Problem. :up:
     
  20. dieEv

    dieEv Poweruser

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    Krankenschwester
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    Wie lange man am Tisch steht, ist auch eine Frage der Kollegialität! In einem guten Team kann man sich vernünftig ablösen.
    Aber manchmal ist ja auch der Springerjob stressiger, kommt drauf an...
     
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