Arbeitgeber wechseln bereits nach 1-2 Monaten? Dringend Hilfe!

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Sunny12, 01.11.2012.

  1. Sunny12

    Sunny12 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    13.10.2012
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheist- und Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Unfallchirurgie & Orthopädie
    Funktion:
    exam GuK
    Hallo liebes Forum,
    hatte vor kurzem mal einen anderen Beitrag zu einem anderen Thema verfasst, nun aber etwas zeitnahes und für mich sehr wichtiges!

    Ich arbeite nach meiner Ausbildung im OP in einer Fachklinik, soweit so gut...

    Die Arbeit, das Umfeld, Die Bedingungen, Das Team Die Anforderungen das alles passt dort einfach nicht.

    Dienstzeiten tgl von fast 10-12 Std sind normal - Keine Überstd ausbezahlung!
    Das Team ist arrogant gegenüber neuen, hochnäsig herablassend
    Keine Einarbeitungszeit, die Schwester die dies übernehmen sollte ist dauerkrank und hat nur eine 3/4 Stelle ( 2 mal in 3 Monaten mit ihr gearbeitet )

    "Instrumentenkunde hattet ihr nicht in der Ausbuldung??! Sowas das kanns ja nicht sein..." Na dann solltest du sie schnell lernen, es wird erwartet Siebkörbe nach 1 Woche perfekt packen zu können und anschließend auch zu verwenden...

    Die Ärzte Brülle, Schreien, machen Ihren unmut besonders im OP zum ausdruck.

    In den Umkleidekabinen wird geklaut, man hat keine Pausen, kann kaum etwas Essen oder Trinken...

    Gespräche mit der STationsleitung führen zu nichts, danach wird mit einem geredet als wäre man ein Baby... Nur weil man frisch examiniert und keine OP Weiterbildung hat... * zum ****en *

    All das sind Gründe wieso ich da SOFORT weg will... Ich habe 6 Monate Probezeit und kann daher sofort kündigen... ( schön wärs )

    Was schreibe ich in eine Bewerbung warum ich so früh weg will? In Einem Gespräch kann man sowas gut erklären, aber nach einem Monat wieder weg ist eben sehr kurz, nur ich fühle mich dort null wohl ich gehe tgl mit einem super schlechten gefühl an die Arbeit, dabei bin ich Pfleger durch und durch...
    Ich würde gerne zurück in mein Lehrkrankenhaus gehen...

    Ich bitte um Hilfe wie ich das am besten in einer Bewerbung schreibe, was ich alles beachten muss , wie ich das allgemein am besten durchziehe..


    Ich bitte um eure Hilfe!!
     
  2. Marty

    Marty Poweruser

    Registriert seit:
    10.01.2010
    Beiträge:
    1.009
    Zustimmungen:
    12
    Beruf:
    krankenschwester und diplompsychologin
    Akt. Einsatzbereich:
    unavailable...
    Hallo, sunny,

    die Probezeit ist für beide Seiten dazu gedacht, eine Nichtpassung festzustellen. Es ist dein gutes Recht herauszufinden, das du so nicht arbeiten willst. Der alten Stelle gegenüber brauchst du das nicht groß begründen.
    In die Bewerbung würde ich schon schreiben, das du schnell festgestellt hast, das diese Arbeitsweise nicht deine ist, ich würde mich aber mit Einzelheiten zurückhalten. Also Kritik über die alte Stelle gehört fein dosiert und sehr positiv formuliert, damit man nicht von dir denkt, das du nachtrittst. Das würde deinem neuen Arbeitgeber nicht gefallen.
    Das du einmal so schnell wechselst, ist nicht so schlimm, das ist in meinem beruflichen Werdegang auch dabei. Manchmal merkt man es vorher halt nicht. Kritisch wird es erst, wenn du es nirgendwo länger aushältst.

    Gruß, Marty
     
  3. Sunny12

    Sunny12 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    13.10.2012
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheist- und Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Unfallchirurgie & Orthopädie
    Funktion:
    exam GuK
    Wie Formuliere ich das am besten in der Schriftlichen Bewerbung? Im Gespräch kann ich das bestimmt erklären
     
  4. Marty

    Marty Poweruser

    Registriert seit:
    10.01.2010
    Beiträge:
    1.009
    Zustimmungen:
    12
    Beruf:
    krankenschwester und diplompsychologin
    Akt. Einsatzbereich:
    unavailable...
    Ich habe schnell gemerkt, das die Arbeitsbedingungen nicht meiner Vorstellung entsprechen und ich mich nicht wohlfühle. Einzelheiten erkläre ich Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch.
    Das wäre meine Variante. Aber warte nur ein bißchen, hier gibts bestimmt noch viel mehr und sicher auch bessere Vorschläge.
     
  5. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

    Registriert seit:
    11.03.2009
    Beiträge:
    1.121
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    PDL, GuK, Palliative Care
    Funktion:
    PDL
    Seit dem xx xx xx arbeite ich im OP Bereich der Fachklinik x x x . Da die Arbeitsbedingungen dort nicht meinen Vorstellungen entsprechend, möchte ich mich beruflich nun gerne zeitnah verändern.

    Ich würde dabei nicht ins Detail gehen und auch nichts andeuten. Wenn die Zustände, die Du dort schilderst, wirklich so drastisch sind, dann werden sie sich auch ohne, dass Du dazu beiträgst, in anderen Kliniken bereits herum gesprochen haben. Und dass jemand - aus welchen Gründen auch immer- im Rahmen der Probezeit den AG wechselt, ist sooo ungewöhnlich nun auch nicht...Nur Mut ! :-) Und es macht definitiv einen sehr vielen besseren Eindruck, wenn Du initiativ wirst, weil DU DICH verändern willst, und nicht weil Du es aufgrund einer vom AG ausgegangenen Kündigung musst.
     
  6. hypurg

    hypurg Poweruser

    Registriert seit:
    21.07.2009
    Beiträge:
    688
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Funktion:
    PDL
    Hallo,

    ich würde es ganz dringend vermeiden, mich in irgendeiner Form negativ über den jetzigen Arbeitgeber im Anschreiben zu äußern, sondern schreiben, warum Du dort arbeiten möchtest, wo Du dich neu bewirbst...
    Als Arbeitgeber erwartet man Loyalität von seinen Beschäftigten... und wer gegenüber dem jetzigen Arbeitgeber nicht loyal ist, ist ja potenziell gegenüber mir als neuem Arbeitgeber später auch nicht loyal.
     
  7. lusche

    lusche Poweruser

    Registriert seit:
    13.06.2011
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    59
    Hallo Sunny12,
    ich würde gar nichts in der Bewerbung über die Wechselgründe schreiben.
    Im Vorstellungsgespräch kannst Du ja so was wie, „ich identifiziere mich mit dem Leitbild ihres Hauses besser“, oder „ich habe in der Nähe private Verbindungen“...“möchte in die Nähe ihres Hauses ziehen“ und so weiter, erzählen.

    Über den alten AG würde ich nichts Negatives äussern...das will dort niemand hören und wenn es noch so richtig ist. Leider sind Arbeitnehmer (mit negativen Erfahrungen) im VG, selbst bei internen Wechseln, gezwungen zu lügen, bzw die grausame Wahrheit zu schönen, denn viele AG haben ungern potentiell kritikfreudige Mitarbeiter im Haus.

    Übrigens habe ich wohl scheinbar im gleichen OP gearbeitet...kommt mir sehr bekannt vor...ich blieb 6 Wochen.

    Leider gibt es zu viele OPs´mit überheblichen KollegInnen, Leitungen, die meinen alles läuft toll, dabei hat nur niemand den Mumm sich aufzulehnen..... Ärzte, die sich als Herrscher über das niedere Volk der „Helferlein“ sehen, Pausen- und Arbeitszeitregelungen.. die zum Himmel schreien.
    Teilweise wird sich nicht mal an gesetzliche Ruhezeiten gehalten.....

    Als damals meine Entscheidung zur Flucht getroffen war ( leider vom Regen in die Traufe), hab ich mir was anderes gesucht..gefunden und dann gekündigt.
    Praktischerweise geht dies ja in der Probezeit schnell und unproblematisch. Wenigstens brauchst Du nicht um einen Auflösungsvertrag zu betteln.

    Alles Gute für Dich.
    VG lusche
     
  8. Sunny12

    Sunny12 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    13.10.2012
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheist- und Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Unfallchirurgie & Orthopädie
    Funktion:
    exam GuK
    Danke ersteinmal für die vielen Antworten,
    habe jetzt zum glück ersteinmal urlaub * puh*
    allein der rufdienst war ja wiedermal ein vergnügen, 11 std dauer op bis morgens um 5, einmal duschen, was essen ( was ich zuvor das letzte mal um 12 uhr mittags hatte ) und dann begann ja schon wieder der ganz normale frühdienst...

    Lusche aus welcher region kommst du denn?^^ ;)
    Du hast 2 mal in kurzer Zeit den AG gewechselt? wie kam das immer bei den neuen arbeitgeber an? Probleme gehabt?

    Mache mir halt etwas gedanken das mein ausbuldungsbetrieb bei dem ich mich bewerben will das anders sieht das ich nach so einer kurzen zeit weg will, damals hat man echt über alles gemeckert in der ausbildung, aber jetzt... ich wäre froh da zu arbeiten... :-(

    bin dankbar für jeden weiteren Tipp
    -send by Samsung mobile -
     
  9. lusche

    lusche Poweruser

    Registriert seit:
    13.06.2011
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    59
    Hallo Sunny12,
    habe ich das richtig verstanden?
    Du hattest am Donnerstag einen normalen Arbeitstag bis 17:00/18:00 Uhr, direkt im Anschluss RD bis zum nächsten Morgen?
    In diesem RD habt ihr operiert 11 Std lang bis 05:00 Uhr?
    Wenn die Zeiten so waren, hättest Du nach Hause gemusst, denn Du hattest nicht die vorgeschreibenen 5,5 Std am Stück Ruhezeit, um weiterarbeiten zu dürfen.
    So langsam glaube ich wirklich, dass wir vom gleichen OP sprechen......halte mich bzgl meiner Person aber lieber bedeckt sorry.

    Meinen neuen Ag war es eigentlich egal, dass und warum ich nach so kurzer Zeit wechselte, die brauchten wohl dringend „Kanonenfutter“ und waren froh ihre Stellen besetzen zu können.
    Rückblickend betrachtet hätte mich die kurzfristige Vakanz zumindest beim ersten Wechsel von OP zu OP misstrauisch machen müssen. War nicht meine beste Entscheidung....nach ca einem Jahr war ich so fertig, dass ich monatelang gar nicht arbeiten konnte..erst ewig krank geschrieben und danach lieber arbeitslos, als dort noch weiter zu bleiben.
    Nach etlicher Zeit habe ich dann einen neuen Anlauf (allerdings nie mehr OP) gewagt.

    Vermutlich werden Deinem Ausbildungsbetrieb die Gründe auch egal sein, wenn sie denn Leute brauchen.
    Generell würde ich Dir raten auf jeden Fall zu hospitieren, den DP anzuschauen (Stichwort Wochenendverteilung/Dienstverteilung ausgeglichen) und mit den KollegInnen zu sprechen und auf Untertöne zu achten. Sind die Leute fröhlich, oder wirken sie eher verschreckt, abgenervt oder frustriert....

    Jetzt geniesse aber erstmal Deinen Urlaub und ich würde mich freuen, wenn Du uns auf dem Laufenden hältst.

    VG lusche
     
  10. Sunny12

    Sunny12 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    13.10.2012
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheist- und Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Unfallchirurgie & Orthopädie
    Funktion:
    exam GuK
    Hallo Lusche,
    5,5 std ruhezeit? pff auf so etwas nimmt bei uns niemand rücksicht, der CA musste wohl in der Vergangenheit auch schon strafe zahlen wegen der Arbeitszeiteneinhalutng etc, aber geändert hat sich nichts, es wird immer schlimmer und mehr arbeit.

    In meinem alten Krankenhaus kenne ich so gut wie jede Station mit Ablauf in und auswendig, ich kenne die Probleme des Hauses und der Stationen, aber ganz ehrlich?
    Das ist im Vergleich zu den Zuständen hier minimal!! Ich arbeite lieber 3 von 4 WOchenenden im Monat als mich länger in diesem Op zu Quälen, man kommt gereizt und frustriert nach Hause, hat nicht mehr dieses Gefüühl etwas gutes getan zu haben, was ist meine arbeit da schon wert? ich bin ein lakei der operateure.... -.-
     
  11. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.443
    Zustimmungen:
    212
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    "Das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben" ist aber ein hoher Anspruch. Dieses Gefühl wirst Du in den wenigsten Häusern täglich empfinden können.

    Guck, dass Du von dieser Stelle weg kommst, wenn die Zustände so schlimm sind, aber verlang nicht zu viel von Deiner Arbeitsstelle. In der Hauptsache soll die Dir Deinen Lebensunterhalt sichern.

    Wenn Dein Ausbildungsbetrieb Dich nicht nimmt - ist durchaus möglich! - dann such woanders. Gerade im OP werden doch zurzeit überall Leute gesucht.
     
  12. opjutti

    opjutti Poweruser

    Registriert seit:
    24.04.2011
    Beiträge:
    1.337
    Zustimmungen:
    30
    Beruf:
    Fachkrankenschwester OP, PA, OP-Managerin (IHK)
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    OP-Management im Orthopädischen OP
    Funktion:
    OP-Managerin + -Leitung
    Hallo sunny,

    es tut mir echt leid, dass du in solch einen miesen OP-Betrieb gekommen bist. Du hast deine Probleme ja schon mal in einem anderen Thread beschrieben, aber inzwischen ist dein Fass wohl übergelaufen.

    Gesetzliche Ruhezeit nach einem Bereitsschafts-oder Rufdiensteinsatz sind 11 Stunden. Nur bei dringenden betrieblichen Belangen kann die Zeit auf 9 Stunden redziert werden. Darunter geht gar nicht und ist grober Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz.

    Wenn es selbst die GF nicht interessiert, wie die AN dort ausgebeutet werden, und lieber Strafe zahlen, als für ordentliche Bedingungen zu sorgen, dann sieh zu, dass du dort weg kommst.

    Nicht in jedem OP geht es so zu, wie von dir beschrieben. Allerdings ist der OP schon ein Bereich, der sehr hohe Ansprüche an die Belastbarkeit der Mitarbeiter stellt. Trotzdem liegt es auch an der OP-Leitung, die Mitarbeiter zu schützen und dafür zu sorgen, dass die Arbeitszeitgesetze eingehalten werden.

    Alles Gute für deine Bewerbungsgespräche. Schau genau hin, wo immer du auch zukünftig arbeiten möchtest.

    LG opjutti
     
  13. lusche

    lusche Poweruser

    Registriert seit:
    13.06.2011
    Beiträge:
    406
    Zustimmungen:
    59
    Hallo Sunny12,
    ich habe auch gerne das Gefühl etwas Gutes getan zu haben.
    Da steckt mE auch nicht immer gleich ein zu hoher Anspruch an einen selbst dahinter. Dieses positive Gefühl habe ich auch schon, wenn man mich einfach meine Arbeit in Frieden und fachlich kompetent machen lässt, ohne, dass ich ständig drangsaliert, unnütz kontrolliert und angemacht werde.

    Hallo opjutti,
    nur eine kurze Frage zum Verständnis.
    Du sprichst von der Ruhezeit nach dem BD bzw. RD?

    Also nach jedem Dienst, egal wieviel Arbeitzeit anfällt, gibt es eine gesetzliche Ruhezeit vom mindestens 9 Std?

    Ich kannte es so, dass direkt im Anschluss an den jeweiligen Dienst weitergarbeitet werden darf, wenn innerhalb der Bereitschaftszeit mindestens 5,5 Stunden am Stück Ruhepause war. Ansonsten musste morgens nach Hause gegangen werden und am nächsten Tag ging es normal weiter.

    Hatten wir die 5,5 Std von 16:00 bis 21:30 und danach wurde munter bis zum nächsten Morgen um 07:00 operiert, „durften“ wir also bleiben. Für viele war das ok wegen der Minusstunden....Meins war es nicht.


    VG lusche
     
  14. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

    Registriert seit:
    11.03.2009
    Beiträge:
    1.121
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    PDL, GuK, Palliative Care
    Funktion:
    PDL
    Oh ha- ich habe keinerlei OP-Erfahrung, weshalb das was zum Beispiel Lusche schildert, total gruselig klingt...Wie hält man das langfristig durch? Und Familienfreundlich ist das ja nun gar nicht. Ich vermute mal, dass Alleinerziehende in diesem Bereich kaum arbeiten, oder?
     
  15. opjutti

    opjutti Poweruser

    Registriert seit:
    24.04.2011
    Beiträge:
    1.337
    Zustimmungen:
    30
    Beruf:
    Fachkrankenschwester OP, PA, OP-Managerin (IHK)
    Ort:
    Bayern
    Akt. Einsatzbereich:
    OP-Management im Orthopädischen OP
    Funktion:
    OP-Managerin + -Leitung
    @lusche:

    Genau, nach jedem Dienst, egal ob Früh-, Spät oder Nachtdienst, Bereitschaft oder Rufdienst muss bei uns eine 11-stündige Ruhezeit eingehalten werden. Das bedeutet z. B. für unsere Rufdienstler (bei uns im OP gibt es nur Rufdienst), dass wenn sie nachts einen Einsatz hatten, dürfen sie erst 11 Stunden nach Einsatzende wieder auf der Matte stehen. Das ist bei uns von der GF ausdrücklich so gefordert und wir Leitungen müssen das so regeln, dass es funktioniert. Deshalb haben unsere Rufdienstler am Tag nach dem Rufdienst erst um 11:30 Uhr wieder Dienst. Falls sie einen Eisatz hatten, der die Ruhezeit verletzen würde, legen sie uns eine Nachricht hin, bis wann mit ihrem Erscheinen zu rechnen ist. Natürlich werden dann Minusstunden gemacht, aber das geht halt nicht anders.

    Unser Bereitschaftsdienst für die Notaufnahme unseres Hauses geht am Morgen nach dem BD nach Hause, ins Frei. Weiterarbeiten ist nicht erlaubt, auch wenn mal eine Nacht nix los war. Kommt bei uns sogar öfter vor.

    @Hypertone_Krise: Ich bin alleinerziehend und trotzdem seit 30 Jahren im OP. Allerdings bin ich in einem Haus, in dem keine Bereitschaft und kein Nachtdienst gemacht werden musste. Rufdienst haben wir auch erst seit Oktober 12! Auf diese Weise lässt sich Arbeit, Kindererziehung und Freizeit als Alleinerziehende gut miteinander vereinbaren.

    LG opjutti
     
  16. Sunny12

    Sunny12 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    13.10.2012
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheist- und Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Unfallchirurgie & Orthopädie
    Funktion:
    exam GuK
    Also zum Thema Familienfreundlichkeit:
    Meine Partnerin ist selber in der Pflege tätig, macht 3 Schichten, seitdem ich in diesem OP arbeite, sieht man sich eben nur noch Abends, außer sie hat spät, dann miest gar nicht! Wenn ich von der Arbeit komme bin ich froh etwas warmes und deftiges zu Essen, da man während des dienstes ja nicht mal dazu kommt. Am Abend schlafe ich meist ab 21 Uhr irgendwann auf der Couch ein, werde gegen 1 uhr nachts wach und krieche für die letzten 4 - 5 std ins Bett!
    Natürlich belastet das einen nicht nur Körperlich, ich meine Rufdienst nach dem normalen Dienst hat es in sich, du stehst z.b. gestern von Abends um 18 Uhr ( feierabend war um 4 ) bis Nachst um halb 4 im Op, der Blick auf die Uhr sagt dir dann ja schon das es mal wieder eine kurze Nacht gibt und du hast bis dahin vll 3 Scheiben brot einen Joghurt gegessen und vll 0,5 L Wasser zu dir genommen.

    Alleine durch die Erfahrungen hier im OP sage ich ganz bewusst und deutlich : OP NIE WIEDER! Auch wenn es in anderen nicht so zu gehen mag, mit diesem Thema resprektiv ABteilung schließe ich definitiv ab!

    Zum Thema des Gefühles und etwas gutes getan zu haben : Mir reicht es dabei völlig aus, zu sehen das man Patienten im Rahmen der Pflegerischen Tätigkeiten oder im Zwischenmenschlichen, ein lächeln auf die Lippen zaubern kann, Ihnen etwas ermöglichen was andere Kollegen vllt nicht machen ( z.b. einer sterbenden Pat ermöglichen bei offenem Fenster in meiner Anwesenheit nochmal Ihre letzte Zigarette zu rauchen ... Ja ich weiß Brandschutz... hin oder her, wenn ich aufpasse passiert da nichts, meiner Meinung nach eben.. ) Alleine sowas fehlt mir und genau deshalb werde ich auch auf keine Intensiv oder OP Abteilung mehr wechseln!

    Kinder haben die meisten Schwestern dort nicht, laut Kollegen sind auch viele Geschieden oder leben gänzlich allein, ob das nur mit der Arbeit zusammenhängt ist dann die andere Frage, aber natürlich dürfte das eine große Rolle spielen.

    Ich werde ende November definitiv die neuen Bewerbungen rausschicken!

    Wen informiere ich zuerst falls ich eine neue STelle haben sollte? Erst PDL oder erst Stationsleitung? Wie äußere ich sowas am besten? Ohne dann groß in den letzten Tagen verhunzt zu werden?

    Lg
     
  17. hypurg

    hypurg Poweruser

    Registriert seit:
    21.07.2009
    Beiträge:
    688
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Krankenpfleger
    Funktion:
    PDL
    Warum den nicht gleich? - Ich meine, eine Kündigung zum 31.12. wäre in diesem Jahr mit den Feiertagen ideal... da nimmt man seine paar Resturlaubstage und muß nach der Kündigung nicht mehr so lange dort auftauchen (wenn der AG mitspielt).
     
  18. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.443
    Zustimmungen:
    212
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Eben. Warum denn nicht sofort Bewerbungen schreiben? Du musst ja auch noch die Zeit für die Vorstellungsgespräche einplanen.
     
  19. Sunny12

    Sunny12 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    13.10.2012
    Beiträge:
    38
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheist- und Krankenpfleger
    Akt. Einsatzbereich:
    Unfallchirurgie & Orthopädie
    Funktion:
    exam GuK
    erstmal schreibe ich neue bewerbungen, das war so gemeint das ich damit die nächste woche beginne, passfotos machen lassen etc! sobald ich da etwas habe fliegt die kündigung sofort in die pdl! in der probezeit habe ich eine 4 wochen kündigungsfrist oder? kann ja nicht montags kündigung schicken und freotags nicht mehr kommen oder etwa doch?

    Soll ich das mit dem frühen AG wechsel in der schriftichen irgenwie erwähnen oder ganz raus lassen und in einem persönlichen Gespräch erklären?
     
  20. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    04.09.2004
    Beiträge:
    10.443
    Zustimmungen:
    212
    Beruf:
    Krankenschwester, M.A. Pflegewissenschaft, Dozentin
    Akt. Einsatzbereich:
    Palliativstation, Bildungszentrum
    Funktion:
    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Wenn im Arbeitsvertrag was von vier Wochen Kündigungsfrist in der Probezeit steht, dann ja. Wenn da nichts steht, sind's laut Gesetz zwei Wochen. Montag kündigen und Freitag nicht mehr kommen geht natürlich nicht einfach so - da möglicherweise noch Resturlaubstage und / oder Überstunden abgefackelt werden müssen könnte es aber schon darauf hinauslaufen. Nur muss das bei der Kündigung mit Deinem AG geklärt werden.

    Begründe den frühen Wechsel doch damit, dass die Arbeit im OP nichts für Dich ist - das ist nachvollziehbar und Du hast Dich nicht negativ über Deinen jetzigen Arbeitgeber geäußert.
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Arbeitgeber wechseln bereits Forum Datum
News Arbeitgeberverband Pflege betont : Pflegeberuf ist attraktivster Ausbildungsberuf Pressebereich 12.08.2016
News DBfK: Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht! Pressebereich 02.05.2016
"Anerkennung" Fernstudium bei Arbeitgebern Studium Pflegemanagement 12.02.2016
Arbeitgeber mit Unterkunft in Berlin gesucht Talk, Talk, Talk 19.11.2015
News Arbeitgeberverband will bundeseinheitlichen Tarifvertrag Pressebereich 11.11.2015

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.