Arbeiten im OP bis zum Umfallen?

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von Redactrice, 08.12.2011.

  1. Redactrice

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    Hallo zusammen,

    ich würde gern wissen, wie sich Eure ganz persönliche Arbsitsbelastung im OP in den letzten Jahren entwickelt hat. Gibt es heute mehr Missstände im OP wie überfüllte Dienstpläne, häufige Überstunden und ständiger Personalmangel? Oder war das eigentlich schon immer so? Gibt es vielleicht auch Arbeitgeber, die für ihre Angestellten Verebsserungen (z.B. geregelte Pausenzeiten oder ein Dreischicht-System) eingeführt haben? Oder geht Ihr jeden Tag auf dem Zahnfleisch nach Hause?

    Eure Antworten würden wir gern in der Ausgabe 2/12 der Zeitschrift IM OP anonym veröffentlichen. Wenn Ihr damit einverstanden seid, haut in die Tasten :daumen:

    Dankeschön + viele Grüße
    Redactrice
     
  2. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich weiß nicht, wieso ein Dreischichtsystem eine Verbesserung darstellen soll.

    Noch öfter in der Klinik, weniger Geld und noch weniger Möglichkeiten, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Wieso weniger Geld?
     
  4. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Weil eine Schichtzulage weniger einbringt, als eine Bereitschaftsdienstvergütung.
    Zumindest bei uns.
    Außerdem muß man deutlich mehr Geld für die Kinderbetreuung ausgeben und da bleibt netto nicht mehr viel übrig.

    Ach, und bei uns gehe ich auch nach einer "normalen" Schicht auf dem Zahnfleisch nach Hause, weil die Arbeitsdichte so hoch geworden ist.

    Immer im Galopp, ist die Devise...:gruebel:
     
  5. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Das könnte sich durch das Drei-Schicht-System ändern. Wäre dies kein Argument für eine Einführung? Die Kolleginnen auf Station kommen ja offenbar auch damit über die Runden (obwohl sie im TVÖD ein bis zwei Entgeltgruppen unter den OPlern sind).
     
  6. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Für mich wäre das keine Alternative.

    Drei-Schicht-Systeme sind der Gau für den Biorhythmus und nicht gesundheitsfördernd.

    Es mag Leute geben, die das gut finden, ich gehöre nicht dazu, mich macht das krank.

    Abgesehen von den Schwierigkeiten eine Kinderbetreuung zu den unmöglichsten Zeiten zu finden, einem Kind zuzumuten, abends um zehn (oder noch später, denn es gibt ja inzwischen abenteuerliche Arbeitszeitmodelle) von einer Tagesmutter abgeholt zu werden oder von den paar Kröten, die man verdient, zusätzliche Nächte der Betreuungskraft zu zahlen und das Kind dann in manchen Wochen tage- und nächtelang fremdbetreuen zu lassen, weil man selber zu Zeiten zuhause ist, wenn das Kind in der Schule ist.


    Und ich habe gerne selber in der Hand, wieviel Geld ich mit Bereitschaftsdiensten verdiene und das geht den meisten meiner Kollegen ähnlich, die ihre Häuser oder Wohnungen abbezahlen müssen oder ansonsten ihren Lebensstandard gerne halten wollen.
    Denn es wird ja weder das Grundgehalt noch die Schichtzulagen in absehbarer Zeit steigen.

    Und was ändert sich, bei einem Dreischichtmodell an der Arbeitsdichte während der Schicht?
    Die Frage habe ich jetzt nicht verstanden.


    Wird dann etwa mehr Personal eingestellt???? hahahahahha
     
  7. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ich habe junge Kolleginnen, die "über die Runden" kommen.
    Manche können sich von ihrem Gehalt nicht einmal ein Auto leisten.
    Manche haben einen Zweitjob, damit sie sich mal was gönnen können.

    Ist das das Ziel?

    Ich meine, der Trend geht ja zum Zweitjob, oder? Und bei zuverlässigen Dienstplänen, kann man ja super einen annehmen.
    Wenn das der Vorteil eines Schichtmodells ist - dann - nein danke.
     
  8. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Um auf die Frage nach mehr oder weniger Personal kompetent antworten zu können, müsste ich mich im OP besser auskennen, als ich es tue. Aber die Arbeitsbelastung in der einzelnen Schicht ließe sich durchaus senken, wenn die OPs sich auf einen längeren Zeitraum verteilen ließen.

    Ob der Bereitschaftsdienst für die Gesundheit so viel besser ist als der Schichtdienst?
     
  9. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Ja, weil ich keine andauernd wechselnde Arbeitszeit und somit keinen wechselnden Lebensrhythmus habe, sondern, ab und zu mal einen Bereitschaftsdienst.

    Über Jahre hinweg seinen Schlafrhythmus dauernd zu wechseln ist deutlich belastender, als ab und zu eine schlaflose Nacht zu haben.

    Bei wurden vor einigen Jahren zusätzliche Spätdienste eingeführt worden, die regelmäßig ausgeweitet werden.
    Geändert hat sich dadurch nichts. Außer, das diese Spätdienste niemand machen will, weil jetzt die Überstunden abends um neun anfallen und nicht wie früher um halb vier.
    Jetzt wird eben nicht mehr in einem oder zwei Säälen länger gearbeitet, sondern in zehn.
    Somit hat sich für niemanden was an der Belastung geändert, sondern nur an den Arbeitszeiten, die unbequemer geworden sind.
    Und an den Kosten, die für Familien anfallen, bei denen eben nicht einer Zuhause bleiben kann, weil das Gehalt dafür nicht reicht.

    Für eine Zweijährigen bekommt man relativ leicht eine Betreuung (ich schreibe extra relativ) für einen Siebenjährigen nicht, und der kann auch nicht alleine zuhause bleiben.

    Kommt der Schichtdienst, müssen sich viele meiner Kollegen nach einer anderen Arbeitsstelle umsehen.
     
  10. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Kleiner Nachtrag noch, die Konsequenz der Chirurgen auf die Spätdienste war nicht, das Programm zu entzerren, sondern noch mehr Patienten einzubestellen und die Programme noch voller zu machen.

    Gerne mit ein paar Privatpatienten mehr.:D
     
  11. Redactrice

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    Hallo Bachstelze, ein Dreischicht-System trägt nicht per se dazu bei, dass in einem Haus die Arbeitsbelastung sinkt. Sie verteilt sie nur anders. Man könnte annehmen, dass sich dadurch Pausen und Freizeit besser planen lassen, weil weniger Überstunden anfallen. Wenn ich da auf dem Holzweg bin und das nicht immer stimmt, nehme ich das gern zurück. Jedenfalls ist angekommen, dass die Arbeitsbelastung bei Dir/Euch sehr hoch ist und es durch das Dreischichtsystem noch schlimmer geworden ist!
     
  12. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    In der Theorie mag es so sein.

    In der Praxis sehe ich das nicht, allerdings gibt es bei uns noch eine Mischform aus Schicht und Bereitschaftsdienst.

    Die Schichten bewirken, das man noch öfter in der Klinik ist, also weniger Tage frei hat. Dafür aber nicht so lange, wie vorher, das aber auch meistens nur auf dem Papier.
    Trotzdem muß man die Stunden erste einmal nacharbeiten, gerne dann am Wochenende, denn da gibt es keine Bereitschaftsdienste, sondern reguläre Arbeitszeit.

    Die eine Stunde weniger Arbeit, wenn man pünktlich Feierabend hat, nutzt aber abends um zehn niemandem.
    Das ganze war für den Arbeitgeber auf dem Papier besser, denn billiger - in der Praxis nutzt es keinem.
    Vor allem, weil keiner mehr Lust hat, an seinen wenigen freien Tagen einzuspringen.

    Die Belastung ist gestiegen, weil weniger freie Tage da sind und die Geldsorgen, weil das Gehalt nicht mehr stimmt oder nur durch massive Mehrarbeit auf dem gleichen Niveau gehalten werden kann.

    Fazit ist, es sind weniger freie Tage für den einzelnen Mitarbeiter und dafür weniger Geld.

    Kein guter Tausch, meiner Meinung nach.
     
  13. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Hääää? Kannst Du mir diese Logik mal erklären??? Davor bin ich scheinbar zu blöd!

    Außerdem mal ganz ketzerisch gefragt, wie hoch ist denn bei Euch die Belastung im Bereitschaftdienst? Ist sie mehr als 50%? Wenn ja wird es verdammt interessant!

    Nochwas, wenn man Deine Postings so liest, müsste ja der Großteil der Pflegekräfte echt Überlebenskünstler, ohne Freizeit sein? Kann es vieleicht sein, dass Du den Blick für die normale Krankenpflege ein wenig verloren hast. Das geht übrigens einigen langjährigen OP-Mitarbeitern so. Noch mal ketzerisch ausgedrückt - Das klingt nach jammern auf hohem Niveau!!
     
  14. anästhesieschwester

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    Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit Drei-Schicht-System im Wochenrhythmus. Also z.B. 1 Woche Früh, ggf. mit Bereitschafts-Diensten drin oder Rufdienst. Dann vielleicht 5 Nächte im AWR und dann 1 Woche Spätdienst. Viel angenehmer als tägliche Wechsel der Schichten!


    Gruß
    Die Anästhesieschwester
     
  15. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Das sollte so ja auch nicht sein! Zum 3-Schicht-System gibt es ja auch diverseste Studien von verschiedensten Instituten.
     
  16. lusche

    lusche Poweruser

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    Hallo Joerg,
    Möglicherweise sind dort die Schichten nicht gleichmässig auf jeweils 8 Std verteilt, sondern FD und SD jeweils 7 Std und der ND läuft mit 10 Std. So würde das Sinn geben, denn Bachstelze schreibt ja auch:
    VG lusche
     
  17. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Als ich 1989 in diesem OP anfing hatten wir 4 Säle, waren oft gegen 14-15 Uhr mit dem Programm fertig, sind anschließend noch eine Stunde in den Steri gegangen und haben unsere Spezialsiebe selber gepackt. Wir hatten einen MA im Spätdienst, dieser dauerte bis 17:30 Uhr. Allerdings gab es keine Ablösung, d.h. bleiben bis Ende. Das kam aber zum Glück sehr selten vor und wurde auf vielen Schultern getragen. Freitag war um 13:00 Uhr für alle MA Schluß, es gab noch nicht mal einen Spätdienst. Rufdienst, Bereitschafts-oder Wochenenddienst oder gar Nachtdienst==Never!!
    Dafür gab es aber auch keine Schichtzulage und da keine Bereitschaft, auch kein Geld. Trotzdem hat keiner finanziell gelitten, jeder war froh, geregelte Dienstzeiten zu haben. Besonders Alleinerziehende und Mütter.

    Im Jahr 2000 wurden wir zertifiziert. 2001 bekamen wir einen neuen Steri und auch das Personal dafür.
    Unsere Arbeitszeiten wurden verändert, Spätdienst bis 19:00 Uhr mit 2-4 MA.
    1 Saal durften bis 18:00 Uhr laufen. Freitag 1 MA Spätdienst bis 16:00 Uhr. Wochenende und Nächte immer noch frei.

    2005 haben wir einen 5. und 2006 einen 6. Saal bekommen. Daraufhin und aufgrund vieler Überstunden wurde unser Personalstand angepasst. Wir haben unsere GF unter Druck gesetzt. Haben gesagt, wir machen die OP, die in unserem Frühdienst angefangen hat, noch zuende. Dann ging der Frühdienst heim und der nächste Patient konnte erst bestellt werden, als das Team der OP-Pflege zur Verfügung stand. Das hieß auch für die Ärzte warten und "Arbeiten bis zum Umfallen".
    Nach kürzester Zeit stimmte unsere GF einer Personalmehrung zu.
    Wir bekamen dann 4 neue MA auf einmal.

    Inzwischen haben 3-5 MA Spätdienst bis 19:00 Uhr und 1-2 MA bis 20:00 Uhr, allerdings nur 1x pro Woche. Schichtzulage inbegriffen. Freitag 3-4 MA Spätdienst bis 15:30 Uhr, anschließend kommt, falls notwendig, der Wochenendrufdienst. 2 Säle dürfen Montag - Donnerstag bis 18:00 Uhr laufen. Freitag ist immer noch, mit kleinen "Ausreißern", um 13:00 Uhr Schluß. Rufdienst nur am Wochenende. Wenn unter der Woche nachts gearbeitet werden muss, dann nur mit großzügiger Prämie von 250€ pro Einsatz.

    Unser Arbeitsanfall ist zwar im Laufe der Jahre höher geworden, aber Dank unserer guten Zusammenarbeit mit PDL und GF ist trotz steigender Anforderungen der Druck für uns ungefähr gleich geblieben.

    Das ist kein Märchen, sondern bei uns Realität. Wir sind allerdings kein Haus der Maximalversorgung.

    LG opjutti
     
  18. OPschwesterlein

    OPschwesterlein Stammgast

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    In meinem Haus haben wir 3-Schichtsystem + Bereitschaftsdienste + Rufdienste. Was mich & meine Kollegen dabei ärgert, sind vor allem die Nachtdienste, die zu ca. 1/3 aus Volldienst und 2/3 aus Bereitschaftsdienst bestehen, da mittlerweile ziemlich oft bis 3, 4, 5 Uhr oder auch durch gearbeitet wird. Und das nicht immer wg. Notfällen. Also kämpfen wir um eine bessere Bereitschaftsdienststufe.

    Und abgesehen vom Arbeitszeitmodell:

    Ich bin jetzt ein paar Jahre dabei und habe in der Zeit eine nicht unbedingt positive Entwicklung erlebt. Zum einen, das kennen wir ja sicher alle: die Wechselzeiten sind gekürzt worden (Naht-Schnitt-Zeiten), es wird seitens der OP-Manager mehr auf die "Tube gedrückt". Was sicherlich am Ende an unserer Gesundheitspolitik liegt.

    Selbst die Chirurgen bleiben davon nicht verschont, werden des Öfteren gefragt, wie lang sie denn noch brauchen, klar, teilw. auch aus Einschätzung der Narkosemenge aber auch einfach nur um Druck zu machen.

    Entsprechend ist auch der Ton noch rauher geworden, man ist dünnhäutiger, schneller genervter. Das wirkt sich wiederum auf Neulinge aus, für die man leider dann kaum noch Geduld hat. Also die Einarbeitung neuer Mitarbeiter wird deshalb im laufenden Tagesprogramm immer schwieriger und aus Unzufriedenheit haben uns so einige neue Kollegen wieder verlassen.

    Seitens der OP-Pflege-Ltg. wird öfter Druck ausgeübt, auch wenn dieser von "oben" nur durchgereicht wird. Oder man wird psychisch unter Druck gesetzt wg. Einspringen.

    Wir haben auch zunehmend mehr Krankheitsausfälle, was ich teilweise auch auf die Mehrbelastung der letzten Jahre schiebe.

    Was sich bei uns positiv geändert hat ist, dass die Mütter familienfreundlichere Arbeitszeiten haben. Denn die sind uns auch mal reihenweise abhanden gekommen.
     
  19. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    opjutti - so was ähnliches kenne ich von früher auch noch, allerdings mit Bereitschaftsdiensten und ohne Steri.

    joerg, ja wir liegen deutlich über 50 % , trotzdem wollen die meisten keinen Schichtdienst. Wir haben lieber einigermaßen geregelte Zeiten, die sich mit den Aktivitäten des täglichen Lebens, wie Öffnungszeiten von Schulen und Kindergärten vereinbaren lassen.



    Und nein, ich jammere nicht auf hohem Niveau, denn ich erlebe seit Jahren, das die Bedingungen sich verschlechtern.
    Es mag Leute geben, denen das nichts aus macht, mir macht es was aus.

    @ lusche so ähnlich ist es, wir haben teilweise Dienstzeiten die gehen weniger als sieben Stunden und die sind aber so gelegt, das sie noch nicht einmal für Mütter interessant sind.
     
  20. Joerg

    Joerg Poweruser

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    Wenn die Belastung deutlich über 50% liegt, hat Euer AG normalerweise gar keine andere Möglichkeit als einen Schichtdienst einzuführen. Das schreib der Gesetzgeber vor. Ob es Euch passen würde oder nicht.
     
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