Anwendungsmodus "Maske" bei EvitaXL

Dieses Thema im Forum "Intensiv- und Anästhesiepflege" wurde erstellt von Bettina1988, 09.10.2013.

  1. Bettina1988

    Bettina1988 Senior-Mitglied

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    Halli hallo!

    Ich beschäftige mich zur Zeit intensiver mit der EvitaXL...
    Was genau verändert sich, wenn ich im Standby den Masken-NIV-Modus anwähle? Ich weiß, dass Leckagen bis zu 30l/min kompensiert werden und ich kann mit Tinsp die maximale Dauer des ASB-Hubes einstellen. Verändert sich noch was? Die Handbücher geben leider auch nicht wirklich Auskunft.

    Danke schon mal, Bettina :wavey:
     
  2. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Bettina

    http://www.draeger.com/sites/assets...9051772-EvitaXL-Opt-NIV-plus-PI-DE-100513.pdf

    Gibt einen groben Überblick in Sachen Masken Modus.

    Die Leckage Kompensation gibt es übrigens auch schon bei der Evita 1 . Das dadurch ein stabiles AZV verabreicht wird funktioniert ja auch nur in einer volumenkontrollierten Beatmungsform. Wer beatmet schon CPPV mit Maske und Evita ? Bei jeder Art der druckkontrolle wird bei Leckage Volumen nachgeschoben, die Frage ist nur wann piepst es oder wann gibt die Maschine auf ?

    Alles in allen ist das werben mit stabilen AZV unter NIV meiner Meinung nach eher einer Marketing Ding !!
    Spannend ist eher wie ein NIV Gerät mit Leckage in Sachen Triggerung umgeht. Bis Evita 4 kämpft man da ja mit einem fixen Trigger bis 15 l/min. Sitzt die Maske nicht kommt es zur Fehltriggerung.

    Irgendwie zeichnet sich der NIV Modus durch weniger Überwachung, weniger Alarmierung und weniger empfindliches reagieren aus :beten:
    Man zahlt mehr für die Option und bekommt weniger :-)
     
  3. Bettina1988

    Bettina1988 Senior-Mitglied

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    Hey Dirk! Vielen Dank, das hilft mir schon mal weiter! :-) Wie die Triggerung in den unterschiedlichen NIV-Geräten funktioniert, wird mich die nächste Zeit noch beschäftigen.
    Ich tu mir schwer zu verstehen, wie genau die Triggerung bei BiPAP Vision und V60 funktioniert. Da gibts ja keinen Flow- oder Drucktrigger. Hat jemand Erfahrung mit den Geräten?
     
  4. Fleschor_Max

    Fleschor_Max Poweruser

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    Es geht nicht ohne Flow- oder Drucktriggerung. Irgendwie muss die Maschine ja etwas merken. Soweit ich das Usermanual der Vision beim kurzen Überfliegen verstehe, ist es eine Flow-/Volumentriggerung, die jedoch noch aufgrund der Analyse der Druckkurve in ihrer Empfindlichkeit und Zeitpunkt angepasst wird.

    http://www.frankshospitalworkshop.c...espironics BiPAP Vision - Clinical manual.pdf

    Seite 27 und folgende (Kapitel 3-8)
     
  5. Toolkit

    Toolkit Poweruser

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    Kennt ihr dieses Phänomen unter NIV, dass trotz einer NV Maske und geringen Leckagen (<20l/Min), dass das VT normal ist (bswp 500ml), das VTe bei 60ml liegt, das MV dementsprechend bei >1l/min liegt und außerdem der Apnoealarm trotz Atemexkursion des Patienten alarmiert?

    Das kommt wirklich regelhaft vor. Nutzen ein Zwei-Schlauchsystem + Non-Vented Masken für die XL. Ist leider ne Notlösung, da viele Patienten bei uns CPAP postoperativ machen müssen und wir nur 3 BiPAP Vision haben ><
     
  6. Frogger

    Frogger Junior-Mitglied

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  7. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Toolkit

    Wir nutzen zwar "nur" die Evita4 edition, jedoch kenne ich die von dir geschilderte Situation. Hätte gedacht die 4 xl bekommt das besser hin :(
    Auch weniger als 20 l/min sind in meinen Augen keine kleine Leckage. Entspricht ja immerhin auch weniger als 333 ml /sec. Bei deinem VT von 500 ml wahrscheinlich in etwas um eine Sekunde verabreicht geht als mehr als die hälfte für die Leckage drauf.Wenn Vt(inspiratorsich) 500 ml entspricht und Vte(xspiratorisch) 60 ml muss man pro Hub ja sogar von 440 ml Leckage ausgehen. Ausser die XL rechnet da ganz anderes bzw raffinierter !

    Unter CPAP ist das jedoch nur ein Komfort Problem und auch eine NIV klappt klinisch und Laborchemisch auch noch bis zu einem gewissen Punkt. Orientiere mich z.B. bei NIV eher am gemessenen SpO2. FiO2 so das bei wenig/fehlender Leckage SpO2 >90 ist. Indirekt wird also bei Leckage der SPo2 mir eine Abnahme der alveolären Ventilation und somit den Anstieg des pCO2`anzeigen. Korrektur nur wenn es den Patienten stört, Triggerproblemen oder tatsächlicher der SpO2 fällt. Komme dabei gerade bei akutem Atempumpversagen bei COPD häufiger mit 21% O2 zurecht. Möchte halt nicht, den dann entspannten Patienten, jedes mal wenn die Maske etwas verrutscht wecken. Evita Alarme eher unscharf bis aus.

    Für CPAP bei müden, adynamen Patienten nutze ich meist NasenCPAP. Geht ja nur bei Deaktivierung aller Alarme. Dafür braucht man dann aber die NIV Option ! Geht auf einem CPAP Niveau von 5-12 mbar. Dann kommt meist PEEP kann nicht gehalten werden.

    Das größte Problem ist bei der EVITA 4 (auch mit NIV Option) die Triggerung und gerade hier soll die XL in der Niv Option bei Leckage Fortschritte gemacht haben. Meine wird dynamische Triggerung genannt.
    Wenn die Triggerung bei Toolkit trotz Leckage funktioniert wäre das ja ein Beleg für den Fortschritt. Bei der 4èr würde es in dieser Situation zu Fehltriggerungen kommen.

    Unter NIV bei akuter Hyperkapnie bewegt sich das meiner Erfahrung nach nötige AMV übrigens eher bei 20l / min. Für Toleranz erlebe ich eher ein AZV von um 10ml/kg/KG. Begründbar durch ja deutlich erhöhten Totraum durch Maske und NRR im Vergleich zum Tubus. Bin etwas verwundert über die Angaben der Zielvolumina in der Fachliteratur. Druck und Volumen werden hier irgendwie häufig von Studien unter Beatmung mit Tubus /Narkose abgeleitet ?!
     
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