Anwendung homöopathischer Mittel im Krankenhaus?

Kps2001

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Hallo!

Mich würde mal interessieren, ob in anderen Krankenhäusern homöopathische Mittel eingesetzt werden? Bei uns hab ich bis jetzt zwei Medikamente entdeckt, das war´s aber dann auch schon wieder! Eigentlich ist es ja ne prima Sache...

Cya!
 

Babsi

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Hi Kps2001,
das hab ich mich auch schon gefragt. Da hab ich mal unseren Stationsarzt gefragt und dieser meinte, homöopathische Mittel wären unsinn und zu teuer :roll:
Kann ich mir aber nicht vorstellen. Schade, einigen Patienten wäre damit sicherlich besser geholfen, als die ständigen Gifte, die wir verabreichen :!:

Gruß, Sudja
 

Suse

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Huhu!
Bei uns im Haus wird z.B. Pfefferminzöl bei Kopfschmerzen gegeben um damit die Schläfen zu massieren. Auch nutzen wir die verschiedensten Öle zur Körperpflege ( bei Verbrennungen durch Defi kann ich Lavendelöl empfehlen !!!)
Tschüss...Suse
 

Gaby

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Hallo,

bei uns werden Patienten immer belächelt wenn sie behaupten Erfolge mit Homöopathie Erfolge zu erziehlen und ihre homöopathischen Medikamente, die sie auch zu Hause nehmen oder von einem Homoöpathen verordnet bekommen haben nehmen möchten. Meist von den Ärtzten mehr als von den Schwestern. Als großer Homoöpahiefan ermuntere ich die Eltern unserer kleinen Patienten immer hartnäckig zu sein. Einen Versuch ist es doch einfach wert. Vielleicht schon alleine deshalb weil die Eltern etwas für ihr Kind tun können.

Grüße Gaby
 

Kps2001

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Habe gestern noch eine Sendung von "Hart aber fair" gesehen, diese handelte von der Akzeptanz und Kostenerstattung der Naturheilkunde im medizinischen Alltag! War schon der Hammer.... Schulmediziner haben das alles als überflüssig und auch gefährlich dargestellt, Vertreter der Krankenkassen waren auch abgeneigt, aber schon mal offener als die Ärzteschaft! Nach dieser Diskussion denke ich, wird es noch einige Jahre dauern bis die Kosten für Naturheilverfahren von den Krankenkassen übernommen werden... :? Wenn überhaupt (bis auf einige Ausnahmen, die schon gezahlt werden)
 

dagmar

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Hallo Kps2001,
das stimmt, es dauert sicher noch ein Weilchen. Das sich seitens der Schulmediziner teilweise gewehrt wird ist klar, weil der "Kuchen" muß ja dann geteilt werden!! Aber ich habe hier mal einen Link der zeigt eine Tabelle von Kliniken an die sich mit Naturheilkunde befassen. Das ist doch schon ein guter Anfang.
www.naturundmedizin.de/aktuell/tabelle_kliniken.pdf
VG
Dagmar
 
T

thinkpink

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Bei uns auf Station, einer Onkologie, gibt es eine Schwester, die aus EIGENER Tasche ätherische Öle kauft. Es werden Mundwasser gegen Mucositis und zur Vorbeugung bei Chemotherapie gegeben. Es wir mit dem Ärzten immer davor abgesprochen und deren OK gebraucht. Es wurden auch schon Wunden damit behandelt.
Was ich aber auch in dem Krankenhaus in dem ich gelernt habe viel gemacht wurde waren Pfefferminzteewaschungen, bei Fieber oder Mandarinen- oder Zitronenöl mit Kaffeesahne ins Waschwasser zur aktivierenden Waschung....
Ich finde das alles sehr toll....! :klatschspring::klatschspring:
 

fabijasmin

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Hi
wir haben eine kleine Homöopathische Apotheke mit Zustimmung der Klinikleitung angelegt mit Globuli und Tropfen und auch Salben zum Schlafen, unruhigen Beinen, Verstopfung, Hautirritationen ect. und kommt bei den Patienten sehr gut an......da es leider vorwiegend vom Nachtdienst eingestetzt wird, nicht voll ausgenutzt da es immer noch sehr viele Ansichten dagegen gibt.
 

Elisabeth Dinse

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Worum handelt es sich hier bei den Beispielen? Um Homöopathie, Aroamtherapie, Phythotherapie oder Aromapflege?

Roche Lexikon schrieb:
Homöo|pathie
homeopathy
die 1796 entdeckte u. 1810 von Samuel Hahnemann (1755–1843) eingeführte, von der Allopathie abweichende Heilmethode mit vier wesentlichen Prinzipien: 1) Simileprinzip: Arzneiwahl nach der Ähnlichkeit der subjektiven u. objektiven Symptome des Krankheitsbildes mit dem Wirkungsbild der Arznei (Ähnlichkeitsregel; s.a. Similia similibus curentur); 2) Arzneimittelbild: Arzneimittelprüfungen an gesunden, reaktionsfähigen Versuchspersonen; 3) Krankheitsbild: Individualisierung an Kranken; 4) homöopathische Pharmazie: Die Arzneimittel (Tropfen, Tabletten, Globuli) werden nach den Vorschriften des Dtsch. Homöopathischen Arzneibuches (HAB) durch stufenweises Potenzieren (Verdünnen: z.B. D1 = 1:10, D2 = 1:100 usw.; s.a. Potenz) bereitet aus Urtinkturen (aus Pflanzen, tier. Stoffen; Symbol: Ø) oder Mineralien u. Chemikalien (Symbol O) u. aus indifferenten Verdünnungsmitteln wie Weingeist, destilliertes Wasser, Glycerin (Dilution) bzw. Milchzucker (für Triturationen). Daneben gibt es zahlreiche fabrikmäßig hergestellte Fertigpräparate. – Auch wenn die theoretischen Grundlagen der H. nach wie vor umstritten sind, ist sie inzwischen in der ärztlichen Weiterbildungsordnung (als besondere Form der arzneilichen Regulationstherapie zur Steuerung der individuellen körpereigenen Regulation) verankert und als kurrikulare, qualifizierte Weiterbildung mit einer Zusatzbezeichnung geschützt (gilt nicht für Heilpraktiker).

Aroma|therapie
Behandlung von Erkrankungen durch pflanzliche Duftstoffe. Komplexe chemische Verbindungen in ätherischen Ölen enthalten Duftmoleküle, die nach ihrer Aufnahme in der Nase auf die Stimmungslage wirken sollen. Verabreichung in Form von Bädern, Massageölen, Wickeln u. Inhalationen sowie durch Aufträufeln auf die Zunge; Einsatz v.a. bei psychosomatischen Erkrankungen. Cave: bei Schwangeren, Kleinkindern, Allergie, Epilepsie.

Phyto|therapie
phytotherapy
Heilkräutermedizin; therapeutische Anwendung von Heilpflanzen (Phytopharmakon), deren Teilen (z.B. Blätter, Wurzeln), Wirkstoffen (z. B. ätherische Öle) oder deren Zubereitungen (z.B. Tinktur, Presssaft). Nicht zur Phytotherapie zählt die Anwendung isolierter Inhaltsstoffe (z.B. Atropin, Digitoxin) u. dem Wirkstoff nachgeahmter synthetischer Stoffe. Die rationale Ph. ist naturwissenschaftlich orientierte Medizin, die anstelle einer synthetisierten Substanz ein Phytopharmakon einsetzt. Die Pflanzen sind von der Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgearbeitet u. zugelassen („positiv verabschiedet“ im Sinne der Kommission). Für die Fertigarzneimittel ist die Arzneimittelzubereitung standarisiert, ihre wirksamkeitsbestimmenden bzw. wirksamkeitsmitbestimmenden Inhaltsstoffe sind bekannt, u. zu phytochemischen Kontrollzwecken sind Leitsubstanzen bestimmt. Die traditionelle Ph. beruht auf langer Erfahrung mit traditionell gebräuchlichen Heilkräutern u. Indikationen; auch die chinesische, die ayurvedische u. die tibetische Medizin etc. zählen dazu.

Aroma|pflege
Syn.: Aromatologie
Einsatz von natürlichen Duftstoffen (Aromatherapie) in der Krankenpflege.

Elisabeth
 

Sonnenblume

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Gesundheits- und Krankenpflegerin
Hallo Zusammen ! :wavey:

Welche Vor- und Nachteile seht ihr denn in diesen Dingen gegenüber zu den klinischen Medikamenten ?

Liebe Grüße Sonnenblume :flowerpower:
 

pflegus

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In BRD wird evidenzbasierte Medizin betrieben, und zur Anwendung der homöopathischen Mitteln gibt es keine Studie m.M.n., die den Nutzen eindeutig belegt. Außerdem hat die homöopathische Medizin noch etwas " unwissentschaftliches" an sich, so dass viele Ärzte, die im Studium u.a. wissenschaftlich ausgebildet werden, bei diesem Thema zurückhaltend sind.
 

fabijasmin

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wenn die Patienten dem ganzen aufgeschlossen gegenüberstehen haben wir zwar kleine aber gute Erfolge
gerade im Nachtdienst minimiert sich die Schlaftabletten und Baldriangabe und es gibt homöopathische Tropfen zum schlafen
auch Globuli bei Verstopfung abends gegeben führen oft zum Erfolg.

wir haben auch Ärzte die sich, gerade bei einer anbahnenden Erkältung schnell mal ein paar Globuli holen,

aber ich benutze auch privat einige homöopathische Mittel gerade für meine Kinder und bin zufrieden.
 

beatnik

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ich selbst wende bei meinem sohn oft homöopathische mittel an, z.b. chamomilla bei den schlimmen 3 monatskoliken oder beim zahnen, calendula tinktur bei wundem po und sonstigen oberflächlichen hautdefekten, belladonna bei fieber, arnica bei stößen, usw. bisher habe ich nur gute erfahrungen damit gemacht.
ich muss allerdings dazu sagen, dass ich bei "schlimmeren" beschwerden bzw. wenn ich das gefühl habe es hilft nicht, zur schulmedizin zurückgreifen würde. ich denke als geschultes personal kann man unterscheiden, ob medikamente notwendig sind oder ob man es auf natürlichem wege versucht.

in der klinik, in der ich ausgebildet wurde, wurden patienten vor und nach OPs arnica globuli gegeben, ab und an wurde auch mit bachblüten (z.b. rescue tropfen) gearbeitet, aber auch mit aromatherapie.
 

Monika M.

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:wavey: hallo,
ja, wir wenden homöopathische Mittel in einer psychosomatischen Klinik an.
Auch auf der Entbindungsstation, wo ich vor 4 Jahren gearbeitet habe kamen homöopathische Mittel zum Einsatz.
Viele Grüßevon Monika.
 

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