anti-embolie-strümpfe (TEDs)

squid

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Hallo.
Wegen einer Meinungsverschiedenheit mit einem Kollegen möchte ich Eure Ansicht sehr gerne mal hören!


Meine These: Anti-Embolie-Strümpfe (e.g. die TED von Kendall) sind für immobile Patienten (e.g. Frischoperierte) sehr sinvoll; bei mobilen Patienten machen sie wenig Sinn (schaden aber auch nicht).

Begründung: Bei immobilen Patienten ist die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes in den Beinvenen wegen der fehlenden "Muskelpumpe" nicht mehr gewährleistet, was die Chance für eine Thrombose erhöht (1 Faktor der Virchow-Trias).
Durch die TED kann die Strömungsgeschwindigkeit trotz Immobilität aufrecht erhalten werden, was deren Einsatz bei immobilen Patienten gerechtfertigt; bei mobilen Patienten sind die TED jedoch überflüssig, weil bei diesen Patienten die Strömungsgeschwindigkeit durch die Muskelpumpe gewährleistet ist (vorausgesetz, die mobilen Patienten verhalten sich auch mobil und gehen entsprechend viel umher).


Mein Kollege sagt, dass auch ein mobiler Patient postoperativ *unbedingt* TED-Strümpfe benötigt – selbst dann, wenn dieser Patient gerade nicht in Ruhe ist.


Dass ein mobiler Patient in Ruhe (e.g. nachts, während er schläft) TEDs anzieht, finde ich auch sinvoll; dass er sie aber ebenfalls während eines Spaziergangs im Klinikgarten tragen muss, sehe ich einfach nicht ein.


Was sagt Ihr? Macht meine Argumentation sinn oder übersehe ich grundlegend etwas?
 

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