Angstpatienten

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von feuerengel1983, 11.08.2009.

  1. feuerengel1983

    feuerengel1983 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    09.07.2009
    Beiträge:
    79
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits und Krankenpflegeassistentin ab dem 1.10.10 Azubi gesundheite und krankenpflegerin
    Ort:
    Essen
    Da man ja viel mit bekommt, in Krankenhäuser wollte ich euch einmal fragen, wie geht ihr mit extremen Angstpatienten um, die schon schreien und heulen bevor etwas geschieht?
    Nervt euch das, lässt es euch kalt, habt ihr Mitleid überspielt ihr das oder geht ihr voll drauf ein? Mögt ihr diese Patienten weniger als (normale) :mrgreen:
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Hast du schon mal richtig Angst gehabt, weil du eine Situation als exsitentiell bedrohend empfandest und nicht fliehen konntest?

    **Hier stand ein Link... diese Verlinkung war defekt und wurde vorübergehend entfernt**

    Elisabeth
     
  3. feuerengel1983

    feuerengel1983 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    09.07.2009
    Beiträge:
    79
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits und Krankenpflegeassistentin ab dem 1.10.10 Azubi gesundheite und krankenpflegerin
    Ort:
    Essen
    also ich habe immer Angst wenn ich zum Arzt muss. Habe gestern den Weißheitszahn gezogen bekommen, deshalb komme ich auf diesem Thema irgendwie war der Arzt mega unfreundlich obwohl es eine Zahnklinik für Angstpatienten ist, deshalb wollte ich wissen wie das Pflegepersonal mit Angstpatienten um geht, also beim Zahn ziehen war ich am heulen und der hat mit angefaucht und angemeckert wollte wissen ob das normal ist.
     
  4. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

    Registriert seit:
    29.05.2002
    Beiträge:
    19.812
    Zustimmungen:
    167
    Beruf:
    Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
    Akt. Einsatzbereich:
    Intensivüberwachung
    Nein, das Verhalten ist eigentlich nicht normal. Aber wie überall gibt es Menschen die können gut mit Emotionen von pat. umgehen und andere ebnd schlechter und leider auch wenige gar nicht. Bei letzteren denke ich manchmal: man begegnet sich immer zweimal im Leben. Das hilft mir in so ner Situation obwohl ich weiß, dass ich selbst im falle eines falles nicht gleiches mit Gleichem vergelten könnte.

    Elisabeth
     
  5. sommerwolke

    sommerwolke Stammgast

    Registriert seit:
    28.09.2008
    Beiträge:
    203
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Gesundheits,-u.Krankenpflegerin
    Ort:
    NRW
    Akt. Einsatzbereich:
    Interdisziplinäre Fachrichtung
    Funktion:
    JAV-Mitglied
    hi!
    ja haben wir SEHR viele auf station!->akutgeri

    viele entwickeln dazu auch psychosomatische symptome,zB einen hypertonus,bauchschmerzen,übelkeit. ich bin mir zwar nciht sicher, ob es immer nur angst ist, aber die patienten verfallen richtig in panik, hyperventilieren fast, hören kaum noch zu/hin-sind eher wie weggetreten und nur noch mit ihren "schmerzen" beschäftigt und zeien ihre angst auch, indem sie nach meine hand greifen,weinen,den kopf senken,ihre arme verschrenken,die bettdecke höher ziehen,zittern!

    sowas habe ich noch nie erlebt. was kollegen dazu sagen, ist "die ist was irre" oder " ein bisschen psychisch auffällig die frau", oder " depressionen sind das,ist normal hier."

    leider hab ich auch da noch nciht verstanden,was es eigentlich ist! eine pat zB hat jeden abend(!) vor allem immer um die gleiche zeit erst einen RR von 220/100, aber jeden abend um die gleiche zeit,wird dann dyspnoeisch und reagiert kaum noch sofort auf ansprache, so ser steigert sie sich darein(so scheint es mir). ich versuche sie dann zu beruhigen,aber kaum möglich,nur durch 20°gtt atosil,selbst auf nitro alleine reagiert sie nciht...
    ich war total baff als ich das das erste mal mitbekommen habe bei ihr,seitdem geht das immer so!

    ich persönlich versuche immer so beruhigend und enfühlsam wie möglich darauf zu reagieren,dabei leise zu sprechen, ignorieren bringt überhaupt ncihts und ich fänds auch cniht toll,wenn ich angst hätte und die schwester so tut als sei nix. ich frage dann wovor sie angst hat,was der grund ist fürs weinen (zb),wie ich ihr in dem moment am besten helfen kann und erkläre ihr was ich wie tue und sage ihr das so schnell nichts schlimmes passieren kann,da ich/ wir ja da sind.. vor allem suche ich den körperkontakt,nehme mal die hand oder lege meine auf die schulter,das beruhigt die meisten sehr!!!!
     
  6. Julien

    Julien Poweruser
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    23.02.2008
    Beiträge:
    745
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin RbP
    Ort:
    Baden-Württemberg
    Akt. Einsatzbereich:
    Neonatologie
    Funktion:
    NIDCAP-Professional
    Ich habe selbst panische Angst vor Spritzen oder beim Zahnarzt. Einer der Gründe, warum ich gut verstehen kann, wenn meine (meist minderjährigen) Patienten sich fürchten... Ich käme z.B. nie auf die Idee, ein Kind über Schmerzen bei einer bevorstehenden Maßnahme anzulügen. Was hab ich denn davon, außer daß es mir nie wieder über den Weg traut? Und sauer sein, weil es mich gekratzt, getreten oder gebissen hat kommt bei einem Kleinkind auch nicht vor. Ich war ja auch nicht besser damals, und ich könnte mir denken, daß die eine oder andere fiese Schwester/Ärztin schuld dran ist. Ich hoffe also, daß ich es besser mache - vielleicht.
     
  7. feuerengel1983

    feuerengel1983 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    09.07.2009
    Beiträge:
    79
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits und Krankenpflegeassistentin ab dem 1.10.10 Azubi gesundheite und krankenpflegerin
    Ort:
    Essen
    Wenn ich an spritzen, Blutabnahme denke, bekomme ich einen Anfall. Bei anderen macht es mir nichts aus, aber sie tun mir dann schon ein wenig leid wenn ich weiß das sie Angst haben. Wüsste auch bei mir persönlich nicht wie ich diese Angst ablegen kann, glaub so das liegt daran als die damals eine Liquor Untersuchung bei mir gemacht haben und mich mit mehreren Leuten nach unten gedrückt haben. :knockin:Wenn ich beim Arzt sitze läuft immer alles wie ein Film an mir vorbei .
    Kann die Leute die Angst haben voll und ganz verstehen. Nur selbst weiß ich nicht wie ich damit ungehen soll wenn ich jetzt bald wieder im Krankenhaus arbeite.
     
  8. angie85

    angie85 Stammgast

    Registriert seit:
    21.03.2006
    Beiträge:
    346
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kinderkrankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    Neonatologie
    ich denke das wichtigste ist, dass der patient immer altersentsprechend (bzw. angepasst an seinen kognitiven entwicklungsstand) aufgeklärt wird. und zwar ganz ehrlich. ich hasse nichts mehr als manche ärzte, die einem kind (und das gibt es sicher auch bei erwachsenen) vor dem legen eines venflons erklären, dass das nicht weh tut. das ist schlicht gelogen.

    allerdings gibt es auch immer wieder patienten, die sich durch nichts beruhigen lassen. da hilft die beste aufklärung und die größt mögliche enfühlsamkeit nichts (oder nicht viel). auch damit muss man umgehen können. gleichzeitig darf das aber nicht bedeuten, dass man damit aufhört alles was man tut zu erklären und rechtzeitig (!) anzukündigen. denn wenn man den patienten mit all den dingen, vor denen er panische angst hat, ständig überrumpelt und ihm keine zeit gibt sich darauf vorzubereiten, dann wird man sehr schnell sein vertrauen verlieren. und das macht die situation für den patienten noch schlimmer.
     

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.