Angst vor zu wenig Zeit für Patienten

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Yumi, 19.02.2013.

  1. Yumi

    Yumi Junior-Mitglied

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    Hallo,

    ich bin ganz neu hier im Forum, lese aber schon seit längerer Zeit mit. Ich interessiere mich für Pflegeberufe, nur wusste ich nie genau, ob ich dafür geeignet sein könnte. Nun habe ich beschlossen ein längeres Praktikum bzw. vielleicht sogar ein FSJ im Krankenhaus zu absolvieren, da mich die Ausbildungsinhalte sehr interessieren (ich mag das Medizinische) und ich mir nichts erfüllenderes (und sinnvolleres) vorstellen könnte, als Menschen zu helfen (ich wollte schon immer im sozialen Bereich arbeiten).
    Nun sehe ich sehr viele positive Aspekte im Berufsbild der Gesundheits - und Krankenpfleger/in und es gibt nur eine einzige Sache, vor der ich sehr große Angst habe: Ich weiß, dass Pfleger und Pflegerinnen seit der Gesundheitsreform noch mehr Stress haben bzw. sich kaum Zeit für die Patienten nehmen können. Ich kann mit Stress umgehen, allerdings was ich schon von anderen gehört und im Internet gelesen habe...das hört sich für mich so an, als ob man Fließbandarbeit mit Menschen betreiben muss, damit alle versorgt sind. Das gefällt mir ganz und gar nicht :( . Ich hatte deswegen schon oft Zweifel an meinem Berufswunsch, irgendwann Mal in der Pflege zu arbeiten.

    Könnt ihr das bestätigen? Natürlich gibt's immer Mal wieder Stress, aber, dass es wirklich so heftig ist? Oder ist das auch von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich?
    Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr eure Erfahrung mit mir teilen würdet und meine Angst mindern könntet.

    Tut mir Leid, falls es dieses Thema schon gibt (hab allerdings nichts gefunden, auch über die Suchfunktion nicht) und falls ich es im falschen Unterforum gepostet habe, war mir nicht ganz sicher, wo sowas rein gehört.

    Liebe Grüße,

    Yumi
     
  2. Schwester Rabiata 2

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    Es kommt auch immer drauf an, wo man arbeitet. Aber es gibt überall mal ruhigere und dann wieder stressigere Tage. Deine Idee mit dem Praktikum ist schon sehr gut um Eindrücke zu bekommen.
     
  3. Bachstelze

    Bachstelze Poweruser

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    Unsere Eindrücke werden Dir nicht weiterhelfen.
    Mach das Praktikum und Dir damit ein eigenes Bild.
     
  4. Yumi

    Yumi Junior-Mitglied

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    Okay, danke für eure Antworten. Ich habe schon meine Bewerbung für einen Praktikumsplatz los geschickt. Bin sehr gespannt.
     
  5. Corv

    Corv Senior-Mitglied

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    Wie gesagt, es ist unterschiedlich.
    Es gibt durchaus Stationen wo das so ist, das man zu wenig Zeit für die Patienten hat. Vor einiger Zeit war die Station wo ich arbeite so eine, jetzt ist es manchmal so, aber nicht mehr täglich.
    Das ist schon nicht schön, wenn man nicht alles tun kann was man tun könnte und die Patienten vielleicht lange warten lassen muss.
    Aber das ist eigentlich kein "Normalzustand", sondern zustand mit totaler unterbesetzung, dagegen kann man zumindest versuchen sich zu wehren, manchmal bringt es was.

    Oder aber man geht von Anfang an in einen anderen Bereich.
    Z.B. Palliativstationen oder Hospize, da ist oft so eine Besetzung, dass man sich die Zeit für einen Patient nehmen kann die man braucht, bzw. die der Patient braucht.
    Und da gibt es sicher mehr Bereiche.

    Aber ich denke ein FSJ ist oder Praktikum ist schon mal gut einen Einblick zu erhalten.
    In der Ausbildung wirst du verschiedene Bereiche durchlaufen, da gibt es welche wo weniger Zeit ist und welche wo mehr Zeit ist.
     
  6. Yumi

    Yumi Junior-Mitglied

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    Dankeschön für deine Antwort, Corv! Deine Worte lassen mich zuversichtlich sein :-) . Ich finds sehr gut, dass man in der Ausbildung Einblick in verschiedene Bereiche bekommt.
    Ich werde jetzt erstmal entspannt ins Praktikum gehen und alles auf mich zu kommen lassen. Freue mich schon sehr und das ist, denke ich mal, eine gute Voraussetzung :nurse:.

    Ich wünsche euch noch einen wundervollen Tag :hicks:.
     
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