Angst vor i.m.-Injektionen

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Schwester Schnecke, 06.04.2008.

  1. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Hallo an alle!

    Wir sind in einem anderen thread drauf gekommen (Nebenwirkungen bzw. Komplikationen bei i.m.-Injektionen):

    Angst des Pflegepersonals vor i.m.-Injektionen!

    Anscheinend wird die i.m.-Injektion langsam verlernt ,weil sie, ganz im Sinne der Pat., immer seltener notwendig ist und entsprechend selten angeordnet wird.
    Pflegepersonal kommt immer seltener in den "Genuss" i.m. spritzen zu müssen und die Angst davor es zu tun steigt. Einfach weil man es noch nie gemacht hat, oder es schon mehrere Jahre her ist.
    Entsprechend wenig Schüler lernen es in ihrer Ausbildung, denn wo kein Mentor/Praxisanleiter der es vermitteln kann, da kein Schüler der es lernen kann.

    Mich würd jetzt halt mal interessieren wie Ihr das seht bzw. wie es Euch damit geht.

    Ich hab´mit i.m. spritzen kein Problem, weil ich die Ausbildung in einer Zeit gemacht habe, wo prä und post OP i.m. spritzen noch usus war.
    Desweiteren hab´ ich jetzt aber jüngere exam. Kollegen, die sich auch unter Anleitung/Hilfe davor scheuen...
    Ich fänd´s schade, wenn´s verlernt wird.


    Susanne:-)
     
  2. verenalgo6

    verenalgo6 Stammgast

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    also ich bin jetzt im 2.Lj und hab schon 3mal oder so i.m gespritzt...vorallem auf der gyn wo ich war, stand des postop immer aufm plan, also die frauen ham ihr schmerzmittel hauptsächlich i.m bekommen....angst hatte ich davor net wirklich...unwohl wars mir,klar, aber ich glaub so gings mir vor meiner ersten s.c. injektion auch...aus meinem kurs ham schon einige i.m gespritzt...und angst hatte da glaub keiner richtig...wir ham in d schule alles besprochen und mit ner orange geübt;) klar ham unsre lehrer uns über die risiken aufgeklärt und dass wir sehr vorsichtig arbeiten müssen aber sie ham auf jeden fall auch versucht uns die angst zu nehmen...und des ham sie glaub ich au ziemlich gut geschafft...danke hiermit;)
     
  3. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Hallo,
    ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich insgesamt in meiner ganzen Berufslaufbahn (die erst 8 Jahre jung ist) 4x i.m. gespritzt habe, davon 3x in der Ausbildung und einmal auf der Station. Ich fühl mich dabei überhaupt nicht sicher. Wenn ich dann eine ältere Kollegin gebeten habe, mitzugehen standen wir vor dem Problem: Wohin spritzen? Ich habs nach der von Hochstätter-Methode gelernt, die meisten der älteren Kollegen spritzen in den Oberarm...
     
  4. Ich habe keine Angst davor, eine i.m.-Spritze zu geben. Ich habe es nur praktisch nicht wirklich lernen können (2 oder 3 mal) und seit dem nie wieder i.m. gespritzt. Es wäre ein klarer Fehler, wenn ich die Delegation annehmen würde. Deshalb tue ich es nicht.

    Also: Nicht aus Angst, sondern aus Verantwortungsbewußtsein!

    Ulrich Fürst
     
  5. Maniac

    Maniac Poweruser

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    In der Ausbildung 18x, danach glaub ich 3 oder 4x (in 1,5 Jahren).
    Versuche es so einmal pro Halbjahr selbst zu machen, alle weiteren anliegenden delegiere ich an Schüler (unter Anleitung versteht sich).

    Ist aber selten...
     
  6. annawelle

    annawelle Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ich spritze auf der Gyn/Geburtshilfe ca. 1-2x im Monat Lungenreife bei Schwangeren, wenn gerade eine Schülerin da ist, die laut Schule spritzen darf leite ich auch an. Früher war es öfter wegen der Anti-D-Prophylaxe/Rhesogam, aber das wird jetzt i.v. gegeben.
    Ich finde wenn jemand mangels Erfahrung nicht Spritzen möchte hat das nichts mit Angst zu tun, sondern das ist Verantwortungsbewusst!

    Gruß Anna
     
  7. Hi

    ich bin im MK und wir haben es auch gelernt. Zum Glück war ich zu der Zeit in der Psychiatrie und durfte mehrere Depotspritzen i.m. verabreichen. Ich muss sagen, mir macht i.m. Spritzen Spaß.=) Wurde dazu auch angeleitet (kein Mentor) und habe es immer unter Aufsicht gemacht. Alles wurde kontrolliert und nochmal vorher durchgesprochen. Ich denke in der Psych kommt das einfach noch öfter vor...

    LG
     
  8. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Was ich nur nicht verstehe ist, dass jemand, der es schon lange nicht mehr gemacht und deshalb Angst davor hat, nicht darauf brennt es unter Anleitung nochmal zu machen um es nicht endgültig zu verlernen.
    Manche Kollegen drücken sich drum und überlassen es lieber anderen und damit ist das Thema erledigt - anstatt es sich nochmal zeigen zu lassen (also einfach nochmal zuzuschauen) oder es unter vorheriger theoretischer und anschl. praktischer Anleitung zu machen.
    Ich verstehe es einfach nicht. Ich bin doch froh um jede Tätigkeit die ich beherrsche (der Arzt muss ja nicht gleich wissen, dass ich Blut abnehmen kann...:mrgreen:). Versteht ihr, was ich meine!?
    Natürlich, wenn ich unsicher bin und es deshalb anderen überlasse, spricht das auch für Verantwortungsbewusstsein. Aber damit kann das Thema doch nicht erledigt sein...:gruebel:
     
  9. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Wozu denn eigentlich auch?

    Wenn man es im beruflichen Leben so gut wie nie braucht? Bald ists vielleicht ganz weg und man kann alles iv machen.
    Was bringt es etwas zu können was man nie machen muss.

    Es wird kein Notfall kommen wo man es können muss, (Und wenn, dann nur in den Oberschenkel und da brauchts keine große Übung) also ist es für viele PK überflüssig.
     
  10. Tante Doll

    Tante Doll Gast


    Sollte das ein Witz sein???
     
  11. Sonnenschein-07

    Sonnenschein-07 Junior-Mitglied

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    Hallo zusammen, ich habe wohl mal in der Ausbildung vor über zwanzig Jahren das i.m. spritzen gelernt und dann nie wieder gemacht. Ich arbeite z. Zt in einem kleinen ambulanten Pflegedienst als ich eines Tages bei der Dienstübergabe erfuhr das wir einen neuen Patienten haben der 2 x wöchentlich eine i. m Spritze bekommt.:gruebel:
    Auf meinen Einwand das ich das schon Jahre nicht mehr gemacht hätte meine meine PDL nur "das müssen alle machen das schaffen Sie schon":knockin:.
    Also hab ich mir alles was es zum nachlesen gab angeschaut und nach einer schlaflosen Nacht stand ich am nächsten Morgen mit zitterneden Knien vor meinem Patienenten. Inzwischen spritze ich regelmässig i. m aber mir ist trotzdem jedesmal ein bischen übel und ich bin froh wenn ich fertig bin und mein Patient dankbar lächelt. Bis zum nächsten mal........
     
  12. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Nein, ich hab wohl nur nicht genau ausgeschrieben wie ich es meinte.

    Ich meinte das es keinen Notfall für i.m. gibt, es sei denn eine renitente desorientierte Person die nur so ruhig zu stellen wäre.
    Die einzige Option für einen halbwegs Notfall wo man evt auf i.m. zurückgreifen müsste.
    Und in dieser Situation gilt halt einfach nur möglichst mittig in den vastus lateralis...
     
  13. snowbird

    snowbird Junior-Mitglied

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    Ich habe es während der Ausbildung in der Schule gelernt und einmal praktisch gesehen - auf genau der Station, auf der ich jetzt arbeite. Ich hätte vor zwei Wochen i.m. spritzen können, habe es aber vorgezogen, erst noch mal zuzugucken, mir zu Hause die Theorie noch mal durchzulesen, und bei der nächsten Möglichkeit werde ich es dann unter Anleitung machen. Und irgendwo ängstlich bin ich schon, muss ich ganz ehrlich sagen. Bin ich aber bei neuen Sachen immer, bin einfach nicht der "Hallo, hier komme ich und ich kann das"-Typ. Am meisten Angst habe ich, dass es mit i. m. schief geht, weil ich zu zaghaft zusteche. Die beiden Male, wo ich zugeguckt habe, sah es schon recht brutal aus, fand ich.

    Snowbird
     
  14. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    So ist es ja auch richtig.
    Ich hab´ mir das auch erst ein paar mal angeschaut, bevor ich mich selber getraut habe. Wichtig ist, dass man wenigstens den Willen hat es zu lernen.
    Und mit dem zu zaghaft zustechen ist es so ein Ding; wie bei der s.c.-Injektion z.B. - je langsamer es vorsich geht, desto nervöser werden die Patienten. Die mögen´s ja echt "kurz und schmerzlos". Da schmerzlos nicht geht, versucht man´s zumindest kurz zu machen, oder?! Deshalb fuchtel ich auch nicht lange mit der i.m.-Spritze vor derer Nasen rum...und versuch dabei einfach einen routinierten Eindruck zu machen. Das beruhigt die Pat...

    Schwester Schnecke:nurse:
     
  15. dieEv

    dieEv Poweruser

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    Da während meiner Ausbildung die Hochstätter-Methode favorisiert wurde, würde mich mal interessieren, ob es Studien darüber gibt, wo die Medikamenten-Resorption am besten ist (Gluteus max., Oberarm, Oberschenkel...)?
     
  16. Schwester Sonja

    Schwester Sonja Senior-Mitglied

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    Da ich in der Notaufnahme arbeite, spritze ich fast täglich mindestens einmal i.m. -> meistens TetanolTetagam und Diclo.
    Natürlich spritzen wir andere Medis i.v., die auch dafür "gedacht" sind!

    Vor 20 Jahren wurde es uns rechts simpel beigebracht:

    z.B. Muskulus maximus oberer, äußerer Quadrant...
     
  17. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Nur um ganz sicher zu gehen, jetzt spritzt du aber anders, ja?!
     
  18. marionpbu

    marionpbu Newbie

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    Ich glaube, dass viele die i.m. Injektion ablehnen, weil ihnen
    1. die Routine fehlt
    2. Angst haben, einen Spritzenabzeß zu verursachen
    3. PK immer häufiger sagen, dass sie bei vielen Tätigkeiten per se mit einem Bein im Gefängnis sind.
    Im Pflegeheim ist eine i.m. Injektion eher selten. Im Krankenhaus kann ich es nicht beurteilen.
    Ich bein der Meinung, dass ich als PK immer die Pflicht habe, mein Wissen und Können wenigstens zu erhalten. Ich muss nicht in jeder Beziehung routiniert sein, aber jederzeit reagieren können. Wenn ich immer mal wieder nachlese wie eine Injektion gemacht wird, bin in informiert. Wenn ich eine setzen muss, kann ich mein Wissen abrufen. Im Heim muss sich der verordnende Arzt sowieso überzeugen, dass die PK i.m. spritzen kann. Also zeige ich ihm das, dabei hat er die Möglichkeit mich zu korrigieren oder mir zu sagen, dass es i.O. war
     
  19. paracelsus

    paracelsus Newbie

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    Finde es schon etwas komisch, daß du als Praxisanleiter nicht i.m.Spritzen kannst. Wie erklärst du das deinen Schülern, wenn du ihnen diese Tätigkeit erklären und natürlich auch zeigen mußt. Solltest du nicht alleine aus diesem Grund etwas mehr Interesse daran haben, es zu erlernen. Mir wäre das schon ein bischen peinlich.

    Ich für meinen Teil fühle mich schon noch sicher beim i.m.spritzen, auch wenn ich es länger nicht gemacht habe. Bis vor einem Jahr habe ich regelmäßig Tetanusimpfungen verabreichen müssen.
     
  20. tanja79

    tanja79 Newbie

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    Ich habe während der Ausbildung auch das i.m.-Spritzen gelernt und während meiner Tätigkeit im Krankenhaus musste ich auch regelmäßig Depotmedikamente i.m. injizieren. Aber jetzt im Altenheim kommt es überhaupt nicht mehr vor, da machen es immer die Hausärzte, was ich sehr schade finde.
     
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