Angst vor der Ausbildung

latinita

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Hallo,

ich fange im oktober meine ausbildung im st. joseph krankenhaus in berlin/tempelhof an.
ich habe gelesen,dass die ausbildung der HORROR sein soll. jetzt habe ich angst...
kann mir jemand sagen,was da auf mich zu kommt...? habe mich bis vor 5min riesig darauf gefreut...
 

Liberty

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Hallo!

Ich würde sagen laß dich nicht verrückt machen von Erzählungen die so die runde machen. Du darfst nicht schon mit Vorurteilen an die Sache rangehen. Jeder empfindet das anders, und du solltest deine eigenen Erfahrungen machen.

Was soll den daran so der Horror sein?

LG

Liberty
 

Noriko

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Hi, mach Dir dein eigenes Bild.. es wird so oft erzählt dass jemand oder etwas schlecht ist...

Packs an,so schlimm kanns nicht werden.
 

missie85

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Hallihallo
wie kommst du darauf, das die Ausbildung der reine Horror sein soll??

versuch mal von der anderen Seite ranzugehen...selbst wenn es der Horror ist, es gibt IMMER liebe Leute die Dich verstehen. und du bist ja nicht die einzige in der Ausbildung,oder?

Ich kann Dir sagen, ich bin ende zweites LJ. und ich bin immer noch begeistert. klar man hat halt auch mal ne station dabei die nicht so der hit ist, aber auch daraus kannst du positives ziehen. Und sei es auch nur der Gedanke, wie man es besser machen kann.

Es ist auch ne menge Lernerei, da will ich Dir nix vormachen. Aber bei uns ist es z.B. so, das sich die Lehrer schon Mühe geben, es halbwegs zu verteilen.

Mach keine Panik, geh erst mal hin, ohne über irgendwas nachzudenken. So wie der Sprung ins kalte Wasser.

Ich bin ziemlich sicher, das es dir spass macht, wenn nicht bist Du wahrscheinlich sowieso im falschen Beruf.

GLG
 

LilaPause85

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Also im großen und ganzen fand ich die Ausbildung echt genial...hat sehr viel Spaß gemacht und ist auch sehr abwechslungsreich.

Klar man muß seeeeeeeeeeeeehr viel lernen..und jetzt ist es bei mir nur noch 6 Wochen bsi zum schriftlichen Examen und da kommt man schonmal ein bissel mehr in die Bretagne wenn man nicht kontinuierlich gelernt hat bzw zu spät angefangen hat zu lernen.
Aber ich freu mich wenn ich fertig bin...

laß dich nicht entmutigen
 

klak-klak

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Hallo,
Ich bin jetzt Ende erstes Ausbildungsjahr und ich bin immernoch mit voller Begeisterung dabei. Es macht unheimlich Spaß. Selbst die Geriatrie, vor welcher ich am Anfang sehr bangte, hat mir Spaß gemacht. Die Mitschüler, Lehrer, Patienten und Schwestern waren/sind bei mir bis auf wenige Ausnahmen sehr sehr nett, hilfsbereit, zuvorkommend und verständnisvoll. Es war die beste Entscheidung diese Ausbildung zu machen. Und ich sag dir eins: "Hör in solchen Sachen echt nicht auf Andere!". Es ist immer eine Einstellungssache, wie man z.B. auf eine neue Station kommt und dort auf die Schwestern/Pfleger zugeht (genauso positiv wird man dann auch meist immer aufgenommen). Wenn es dein Beruf ist, wird es dir auch Spaß machen. Und ich finde es mit dem Lernen auch bis jetzt ok. Klar zu den Prüfungen wird es ganz schön vieil auf einnmal und dann reicht das pure Verstehen nicht mehr aus, aber es ist schaffbar und Freizeit bleibt auch noch genug. Außerdem geht so eine Ausbildung so schnell rum und ich glaube man sollte die Ausbildungszeit wirklich genießen, denn man hat dort genug Möglichkeiten viele Interessante und lehreiche Einbilcke zu gewinnen. Ich wünsch dir eine wunderschöne Zeit wärend deiner Ausbildung
MfG
 

latinita

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danke für eure motivationsarbeit...

habe ein pflegepraktikum im seniorenheim gemacht und da hatte ich sehr viel spaß,bloß wenn man sowas liest bekommt man erstmal panik...
ich bin wieder motiviert und kann mich wieder drauf freuen.....danke!!!!

greets,lati
 

Wieland

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gut das wir dich wieder aufbauen konnten. Mach dir keinen Sorgen. Man erlebt sein Tiefs und es gibt immer Situationen wo man sich sagt das kann so nicht weitergehen. Aber es kommen wieder besser Tage. Es gibt immer positive Dinge die alles wieder aufhellen. Es kommt viel auf deine persöhnliche Einstellung an. Geh mit lockeren und offen Herzen an die Ausbidlung heran und lass sie dir nicht verderben und schmeiss sie nicht hin wenn du noch davon überzeugt bist.
Viel Glück, wir stehen hinter dir.
 

missie85

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na da bin ich aber froh,
das wir dich wieder so weit motivieren konnten, das du dich drauf freust.
wäre ja auch schade drum:razz1:
 

Miss-Sunny

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Ebenfalls Angst vor der Ausbildung

Ich habe mich nun fast dazu entscheiden den Beruf der Krankenschwester zu erlernen, meine ganzen Beweggründe dazu möchte ich nun nicht nennen.

Jedenfalls steigt bei mir immer wieder die Angst vorm Spritzen geben hoch...meine Freundin die derzeit im 2. Ausbildungsjahr ist sagt zwar dass man das lernt etc. aber ist das wirklich so? Lernt man gegen diese ängstliche Hemmschwelle anzugehen?

Desweiteren habe ich Angst vor Leichen...
ich hatte zum glück bisher noch nie mit dem Tod zu tun und ich weiß nicht wie ich damit umgehen werde....aber auch da meinte sie dass das eher selten vorkommt und man da auch niemals alleine stehen gelassen wird.....
 
Zuletzt bearbeitet:

Änneken

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Hallöchen,

hm.. also ich glaub schon des man sich an Spritzen gewöhnen kann.
hmm.. also ich hatte auch noch nicht mit den Tot zu tun aber bei uns in der Schule, werden 3 Tägige Seminare angeboten, zum Thema tot.
Ich finde dies als eine gute Sache.
Es muss ja nähmlich nicht jeder schonmal mit den Tot zu tun gehabt zu haben.
Vielleicht gibt es ja bei dir auch sowas in der nähe.

Liebe Grüße
Anne
 

Miss-Sunny

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danke für deine antwort
ich muss mich heute entscheiden ob ich ein praktikum in meinem alten berufsfeld der Werbung machen möchte oder ob ich mich dagegen entscheide und dann gleichzeitig hoffe einen Ausbildungsplatz zur Krankenschwester zu finden...
 

Sonnenblume

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Ich kenne das!

Hallo ! :wavey:

Ich fange am 01.10 meine Ausbildung an und kenne ab und zu diese Ängste auch.
Bei mir ist es nicht direkt Angst, aber ich denke oft darüber nach, was ist wenn es da doch einige Dinge gibt die ich nicht sehen kann oder wo ich ein Problem mit habe. :gruebel:

Krankenschwester lernen ist ja nun mal nicht nur Patienten waschen und denen Medis geben.

Was ist dann ? Was mache ich dann ? :gruebel:

Ich bin ein eigentlich zielstrebiger Mensch und bis jetzt habe ich alles gemacht und auch geschafft, was ich mir -was meine Schule angeht- vorgenommen habe...ich hätte schon ein Problem damit in der Probezeit abzubrechen, weil das doch nicht mein Ding ist. Aber da soll ja nun mal besser sein, als sich drei jahre durch zu quälen und ohne Spaß zur Arbeit zu gehen. :wut:

Vor einer Leiche habe ich keine Angst da ich schon mit dem Tot konfrontiert worden bin und auch schon ne Leiche gesehen habe, außerdem gehört das nun mal dazu!

Dann halte uns mal auf dem Laufenden, wie du dich entschieden hast!

Liebe Grüße Sonnenblume :flowerpower:
 

Miss-Sunny

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ich werde nun ab dem 27.6. ein Praktikum im Krankenhaus machen für 2wochen
und da werde ich mich dann entscheiden ob es wirklich etwas für mich ist etc

da wo ich ein Praktikum machen könnte inner werbeagentur sage ich auch zu, aber mit dem Hintergedanken auch noch absagen zu können.....wenn es mir im Krankenhaus doch so gut gefällt...
 

Sonnenblume

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!

Hallo ! :wavey:

Ich kann mich Wieland und den anderen nur anschließen! :daumen:

Bei uns ist es irgendwie so, dass über jedes KH irgendwas schlechtes erzählt wird...für ein KH musste ich mich aber letztendlich entscheiden und ich hoffe natürlich das es die richtige Entscheidung ist -das werde ich dann ab 01.10 beurteilen-

Also gehe deinen Weg und höre nicht allzuviel auf andere, dass macht dich nur verrückt und du wirst ängstlich :cry1:
Lernen muss man überall! :boxen:

Liebe Grüße Sonnenblume :flowerpower:
 

Ziesie84

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Sonnenblümchen, da kann ich mich nur anschließen..ich fange ja auch an am 1.10. und Angst..und Verwirrung..ist bei mir auch ein großes Thema zur Zeit.. ist schon tol, das man hier mit so vielen diskutieren kann und mir schon so manch einer hier weiterhelfen konnte...!
:up:
 

Sonnenblume

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Hey Ziese! :wavey:

Ich kann mich da nur anschließen! :daumen:
Ich hoffe mal, dass wir uns für das richtige Krankenhaus und den richtigen Beruf entscheiden haben!? :verwirrt:

Liebe Grüße :flowerpower:
 

LuKan

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omg omg

latinita schrieb:
Hallo,

ich fange im oktober meine ausbildung im st. joseph krankenhaus in berlin/tempelhof an.
ich habe gelesen,dass die ausbildung der HORROR sein soll. jetzt habe ich angst...
kann mir jemand sagen,was da auf mich zu kommt...? habe mich bis vor 5min riesig darauf gefreut...

:megaphon: Hilfe ich mache eine Ausbildung!:megaphon:

Hi latinita... ich finde es ganz interessant das du davon gelesen und nicht gehört hast. da solche schauer geschichten eher vom erzählen her schockieren als eher vom schreiben her... aber lassen wir das mal bei seite.

Lese hier bitte:

Bist du dir eigentlich klar, dass du das privileg hast aufgenommen zu werden? - nicht alle schaffen es so weit.

Wusstest du schon, dass du in dieser ausbildung nicht alleine bist? - deine klassenkameraden, insofern diese nicht absolute idioten sind, und deine dozenten werden dir bestimmt mit rat und tat zur seite stehen.

Es wird gemunkelt, dass die ausbildung die du dir ausgesucht hast, für deine persönliche entwicklung im umgang mit anderen menschen und auch dir selber, wertvolle einsichten und erfahrungen mit sich bringt.

... ok, jetzt mal ernst. Es gibt viele gründe sich unsicher zu fühlen in dieser ausbildung und auch während der ausbildung. schwierige situation, neue erfahrungen oder erlebnisse mit denen man sich nie geglaubt hätte konfrontiert zu werden...
Tatsache ist die, das genau diese dinge deine persönliche entwicklung fördern.

" Nicht das säufzen ist das Zeichen dafür, dass du lebst... sondern die Augenblicke, in denen du die Luft anhältst!"

Merke dir eins: wenn du diese ausbildung in angriff nimmst, dann musst du sehr viel für dich arbeiten und an dir. du musst so viel wie möglich auch mit anderen und an anderen arbeiten... um eine balance zwischen erfahrung und wissendurst zu finden ... nicht routine.

bei dieser ausbildung zählt oft mehr ... was du dir selber mit anderen oder auch alleine erarbeitest ... den es ist nie möglich alles in den unterricht zu bringen.
Doch das sollte dich nicht abschrecken... , das wird dich zu einem besseren menschen machen und es wird dich mit mut und lebensfreude belohnen.:bussis:
 

SabineMarya

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Sterben & Tod gehören zum Leben

Vor der Berührung von Leichen schrecken die meisten Menschen unserer Kultur völlig zurück. Kaum jemand weiß, wie mit Gestorbenen umzugehen ist, neben der Unsicherheit und dem fehlenden Wissen bestehen große Berührungsängste. Nur sehr wenige erwachsene Menschen haben bisher Tote gesehen oder sich damit auseinander gesetzt, wie sie ihr Sterben und den Umgang mit dem eigenen Leichnam wünschen.

Bis zur Industrialisierung starben Menschen in den Großfamilien, wo die Pflege des sterbenden Menschen auf mehrere – meist weibliche – Personen verteilt wurde. 80% der Menschen starben zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu Hause. Durch die Auflösung der Großfamilien wurde das Sterben aus den Familienverbänden immer häufiger verdrängt, bis sich die Situation völlig umkehrte.

Ungefähr 80% der Menschen sterben heute in Krankenhäusern, und damit wird das Sterben an die Berufe delegiert, die sich eigentlich überwiegend für das Gesundwerden der Menschen verantwortlich fühlen und so den Tod als ihren Erzfeind bekämpfen. Für den Abtransport der Verstorbenen zu Hause und in den Krankenhäusern werden, häufig kurz nach Eintreten des Todes, Bestattungsunternehmen informiert, um die Leiche abzuholen und fachgerecht zu „entsorgen“.

Kaum jemand bahrt noch einen Verstorbenen in den eigenen Räumen auf und hält Totenwachen, und nur wenige schauen sich die verstorbenen Menschen vor der Beerdigung noch einmal an. Unsere Kultur ist eine Kultur ohne Sterbebeistands- und Totenrituale. Tod und Sterben werden verdrängt oder delegiert an Menschen, die diese Arbeit beruflich machen.

Kaum jemand weiß noch, wie Sterbende in die andere Welt geleitet werden können, wie Angehörige dabei unterstützt und ermutigt werden, sich mit dem Sterben und dem nahenden Tod auseinander zu setzen, wie sie Abschied nehmen können. Kaum jemand weiß noch, wie Toten die Augen zugedrückt werden, wie sie gewaschen und angekleidet werden. Leichen sind tabuisiert, und gleichzeitig sind die Menschen von ihnen sonderbar fasziniert, solange sie nicht aus nächster Nähe mit ihnen konfrontiert werden, sondern auf dem Fernsehbildschirm oder hinter Glas im Museum bleiben. Die Menschen gruseln sich vor den Toten, und sie machen Witze über sie. Leichen tauchen in Horrorgeschichten auf und in der Komödie.

Unsere gesellschaftlichen Normen verlangen den respektvollen Umgang mit Leichen. Aber kaum jemand weiß tatsächlich, welches Verhalten das Richtige ist und wie die Gefühle der Betroffenen und die eigenen zu regulieren sind, damit es allen Beteiligten besser gehen könnte.

Aus dieser Notlage heraus sind inzwischen in vielen Orten ehrenamtlich arbeitende Hospiz- und Trauergruppen entstanden.

Literaturtipp: Bücher von Elisabeth Kübler- Ross, besonders: "Interviews mit Sterbenden" & "Leben, bis wir Abschied nehmen"
 

LuKan

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wow

Das hast schön gesagt. Ein sehr guter Buchtip übrigens ... habe ich gelesen.

Schon seit Jahrhunderten wenn nicht schon Jahrtausenden strebt der Mensch nach dem ewigen Leben. Viel eher könnte man dies bezeichnen als, ein Streben dem Tod zu entkommen.
Biologisch gesehen sind Zellen dazu im Stande ewig zu leben, sie teilen sich und teilen sich in einer endlos schleife. Jedoch gibt es ein Prozess von unmengen and chemischen Kreisläufen die dies stopen.
Als würde der Körper schon fast ganz von selbst wissen wann es genug sein wird...

Nur sehr wenige Menschen haben eine Angstfrei Beziehung zum Tod.
Sehr gerne wird in der heutigen Gesellschaft der Tod belustigt mit Filmen und Geschichten, als ob diese den Tod sympathischer machen würden, so ganz nach dem Normalisierungs Prinzip.

Ich habe als 4 jähriger den ersten kontakt mit einer Leiche. Was es aber noch mehr verstärkte, zu verstehen wie natürlich und unüberwindbar der Tod ist... es war jemand aus der Familie.

Eine Geburt, und das kann jede Mutter bezeugen... ist eine harte Sache. Die Schmerzen wären ohne der Technik von heute, kaum vorstellbar. Jedoch entsteht bei einer Geburt " neues " Leben.

Der Tod, und das kann jeder Herz Patient bezeugen... ist eine harte Sache. Die Schmerzen sind trotz der Technik von heute, kaum vorstellbar. Jedoch ist es so das beim Tod etwas verloren geht...
so ist es aber nicht. Bleiben wir wissenschaftlich und versuchen es rein aus der Sichtweise der Physik zu sehen... Energie geht nie verloren. Sie kann von einem Körper auf dem anderen übertragen werden, selbst in den Raum freigesetzt werden.

... ein erster Schritt um sich von Ängsten im Umgang mit Leichen frei zu setzen ist, mit allen Gruselfilmen und schauer Geschichten über böse Geister ein für alle mal abzuschliessen und diese als die wohl mit abstand albernste illusion die man jemals hatte abzuschreiben.

... ein weiterer Schritt ist, sich mit eine/m Psycholog(in)e über dieses Thema und den ganz persönlichen tief verborgenen Ängsten auseinander Stellen.
Das kann sehr befreiend wirken. Es bedeuted nicht das man dan sofort mit Leichen arbeiten will oder kann. Jedoch hilft es, einem eine nüchterne und natürlichere Weise ,,, der eigenen Betrachtungsweise zu bekommen.

:rocken: ... ups, ... habe schon wieder romane geschrieben.
 

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