Angehöriger verstorben, Schuldgefühle wegen Fehleinschätzung

Dieses Thema im Forum "Leben und Tod im Krankenhaus, Umgang mit Sterbenden" wurde erstellt von Rin, 18.09.2012.

  1. Rin

    Rin Newbie

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    Gerade ist mein Opa verstorben und nun qüalen mich Schuldgefühle, das ich es hätte verhindern müssen.
    Und hätte ich anders reagiert, dann wäre er wohl noch am leben, schließlich lernen wir diese Dinge ja in der Ausbildung.
    Ich habe die Gefahr der Situation nicht erkannt, obwohl es eingentlich offensichtlich war und weiß nicht wieso.
    Mein Großvater war seit drei Jahren trocken, bevor er zehn Tage vor seinem Tod wieder mit dem Trinken angefangen hat, da er direkt nebenan wohnt wusste ich davon, aber ich habe es vermieden auch nur ein Wort mit ihm zu wechseln.
    Natürlich ging es ihm schlecht, er hatte schon Ösophagusvarizen, aber in der Akutsituation habe ich nur daran gedacht das er sich schlecht fühlt, weil er wieder trinkt. Und ich war wütend und angeekelt darüber das er betrunken und schmuddelig war.
    Dann an seinem Todestag war ich zuhause, genau wie meine Mutter. Sie sagte mir bescheid, das wir nach Opa sehen müssen. Er hatte seine Bekannte angerufen, weil es ihm nicht gut ging und er glaubte er müsse vielleicht ins Krankenhaus.
    Wir sind dann zu ihm gegangen und er saß wie immer auf seinem Sofa und der Fernsehr lief, vor ihm stand noch ein Glas Wein. Ich wollte eigentlich nicht mit und mit der Ganzen Sitation nichts zu tun haben, aber weil ich mich (vermeidlich) mit Krankheit auskenne bin ich mitgegangen.
    Er atmete schwer (war nicht zyanotisch, konnte auch sprechen und laufen und da er schon Ewigkeiten raucht (Zigarren) dachte ich zuerst an COPD) und meinte er hat Bauchschmerzen (Unterbauch), die Bekannte die in der Zwischenzeit auch dazugekommen war sagte daraufhin, das er Durchfall hatte und sich auch Erbrechen musste (ich hab das Ganze auf den Alkoholkonsum geschoben).
    Ich meinte zwar wir sollten ihn ins Krankenhaus bringen, aber ich war nicht sicher ob es notwedig ist den Notarzt zu rufen und habe auch nicht darauf bestanden, als mein Opa meinte er möchte noch eine Stundeewählt warten.
    Er wollte sich noch Waschen und ging ins Bad wo er sich mit Hilfe etwas gewaschen hat und sich saubere klamotten angezogen hat.

    Ich versuchte herauszufinden welche Medikamente er nimmt und wo seine Krankenkassenkarte ist, leider war er betrunken und wusste dadurch nicht alles. Mal sagte er das er seine Marcumar (Z.n. Insult) seit dem Trinken nicht genommen hat, dann war es nur ein paar Tage her, alles ein wenig verwirrend.
    Ich hab seinen RR gemessen und da er sein Amlodipin nicht genommen hat hat es mich (leider) nicht gewundert, das er erhöht war (160/90; Puls 70)
    Immer wieder haben wir drei (meine Mutter, die Bekannte und ich) hin und her überlegt was wir machen sollten. Notarzt rufen oder nicht, das er noch in Krankenhaus müsste war uns schon klar, aber leider wirkte die Situation nicht so bedrohlich, wie sie es war.
    Fast eine Stunde später haben wir dann doch gegen den Willen meines Opas (er wollte wieder "noch ein stündchen warten") die 112 gewählt.
    Das war leider zu spät. Kurz nachdem wir den Rettungswagen gerufen hatten, wollte er nochmal zur Toilette, was er noch alleine schaffte. Danach ging es ihm akut schlechter. Nun klagte er über starke Bauchschmerzen und mit der Luft wurde es schlechter. Ich hab nochmal seinen Blutdruck gemessen 170/100; Puls 80.

    Und ich dachte nun auch das es eine gefährliche Situation ist und war froh das wir den Notruf abgesetzt hatten, er wusste vor Schmerzen nicht mehr wie er liegen/sitzen sollte. Es stellte sich heraus, das er nur nicht ins Krankenhaus gewollt hatte, weil er das Gefühl hatte noch zur Toilette zu müssen, aber es kam nichts. Aus diesem Grund hatte er immer wieder gewollt, das wir damit warten ihn ins Krankenhaus zu bringen, aber ich bin sicher wenn wir ihn ignoriert hätten und einfach angerufen hätten, dann wäre er schon mitgegangen. (Mein Opa war ziemlich Stur)
    Ein Rettungswagen kam, ohne Notarzt.
    Er bekam Sauerstoff, RR war ca.190/?? SpO2 wurde gemessen (die haben besorgt gewirkt, aber nichts über die Werte gesagt. Einer ging los, um einen Tragesitz zu holen. Als wir ihn rübersetzen wollten konnte er nicht mehr alleine aufstehen, wir haben ihm zu zweit darauf geholfen. Einer der Rettungkräfte ging zum Wagen und forderte einen Notarzt. Vor dem Haus musste er dann vom Stuhl in die Trage. Wir haben ihn fast tragen müssen.
    Es dauerte und dauerte bis der Notarztwagen kam. Vier Leute wusselten im RTW herum und versuchten meinen Opa zu stabilisieren, das dauerte unendlich lange (40 Min- 1 std ich weiß es nicht mehr).
    Bevor sie dann losfuhren kam der Notarzt zu uns, er meinte er vermutet die Aorta (aneurysma/ruptur) und das es schlecht aussieht.
    Obwohl er das gesagt hat und ich wusste das er wenn es das ist keine Chance hat, war ich fest überzeugt das wir ihn (vielleicht erst am Folgetag auf der Intensivstation) besuchen würden. Ich hab noch beim ihm geputzt als er weg war, weil ich dachte, er freut sich bestimmt wenn er wiederkommt und alles ist sauber. Das er dann seine Lehre gezogen hat und nie wieder trinkt.
    Reanimationspflichtig kam er in die Klinik und starb im Schockraum. Er ist verblutet durch die Ösophagusvarizen.

    Ich kann nicht verstehen, wieso mir die Schwere der Situation nicht bewusst war.
    Immer wieder frage ich mich, warum ich nicht richtig gehandelt habe. Ich weiß nicht was mit mir los war...
    Würde ich hören, das ein Mensch Luftnot und Bauchschmerzen hat so würde ich immer sofort darauf bestehen das ein RTW gerufen wird...
    Es ist schrecklich für mich zu wissen, das diese Stunde die wir noch gewartet haben sein tod war.
    Es wäre ein leichtes gewesen zu verhindern das er stirbt. Und immer muss ich daran denken das er für jemanden der Luftnot hat ganz ruhig und entspannt wirkte (überhaupt nicht panisch/ängstlich), wahrscheinlich hat er sich sicher gefühlt... so als hätte er gedacht: ich hab hier zwei die sich mit was medizinischem auskennen, wenn das jetzt wirklich lebensbedrohlich wäre dann würden sie einen Arzt holen bzw. dafür sorgen das nichts schlimmes passiert.

    Ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen...
    Vielleicht hat jemand einen Rat oder eine Erklärung für mich. Ich weiß nicht mit wem ich darüber reden kann.
     
  2. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Erst mal mein Beileid.

    Daß man so ein Erlebnis erst verarbeiten muß, ist klar.
    Dein Opa hat Raubbau mit seiner Gesundheit getrieben und ist an den direkten Folgen dadurch verstorben. Welche Prognose hätte ihn erwartet, wenn er dieses Mal gerettet worden wäre?

    Die messbaren Parameter...Die Vitalzeichen haben nun nicht für eine akute Blutung gesprochen und waren doch selbst für jemanden mit Schmerzen und Atemnot eher "unaufgeregt".

    Dann hat Dein Opa auch noch so etwas wie einen freien Willen. Ab wann man sich darüber hinwegsetzt und trotzdem reagiert, ist eine schwer zu beantwortende Frage.

    Es hilft Dir gar nichts, wenn Du Dir Vorwürfe machst. Verkehrt ist es aus fachlicher Sicht natürlich nicht, daß Du Dir Gedanken machst, was Du in einer vergleichbaren Situation das nächste Mal anders machen würdest... aber hier warst Du Privatmensch und es wäre viel verlangt, wenn man da so agiert, wie im Krankenhaus.

    Ich hoffe, daß Du noch jemanden zum Reden findest und die Zweifel nachlassen.

    Alles Gute
    hype
     
  3. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    Liebe/r Rin,
    auch von mir herzliches Beileid.
    Du hast Alles richtig gemacht!
    Du bist bei Deinem Großvater geblieben, Du hast Verantwortung übernommen und den RTW gerufen. Von zu spät kann keine Rede sein. Was Du erlebt hast,war eine extreme Situauion-bei schwerkranken Verwanten spielen Emotionen mit,die uns unbewusst beeinflussen.Wir können die Situation nicht rationell betrachten, wie wenn Du Dir dieselbe Situation mit einem Dir zB unbekannten Nachbarn vorstellst.Stell Dir vor man hätte Dich zum Nachbarn gerufen,Dun hättest dieses Tragische Ende ganz anders erlebt.Als verwandte fällt es uns viel schwerer bei einem Familienmitglied"die Führung zu übernehmen",als Enkelkind bist Du zu Gehorsam erzogen und wenn Opa sagt"ich will nicht ins Krankenhaus" hört man auf Opa.
    Jahrelanger Alkoholmissbrauch, Leberzirrhose,Osöphargusvarizen...Du weist doch wie schmal der Grad zwischen Rettung und versterben an solch einer Blutung ist.Selbst im Krankenhaus geht ein solches Geschehen selten gut aus.
    Dein Opa hat die letzten Minuten seines Lebens erlebt,daß seine Familie bei ihm war,ihm geholfen hat und das ist das Wichtige.
    Jederzeit hätte er Alleine verbluten können. Einige Tage später,3 Gläser mehr, hätte es anders ausgehen können,
    Ich hoffe,Du verstehst wie ich das meine NICHTS hast Du falsch gemacht.
    Wie geht ihr als Familie damit um? REDET ihr darüber??
     
    #3 Teilzeitschwester, 18.09.2012
    Zuletzt bearbeitet: 18.09.2012
  4. squaw

    squaw Poweruser

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    Liebe Rin,
    es tut mir sehr leid, daß Dein Opa gestorben ist! Das mit den Gefühlen ist so eine Sache: man kann halt nicht wissen, was gewesen wäre, wenn der NA eher gerufen worden wäre. ich vermute, daß Dein Opa trotzdem gestorben wäre. Ich kann ihn auch nicht verurteilen, weil er getrunken hat. Für so etwas gibt es immer Gründe... Und wenn er 10 Jahre lang trocken war, muß es jetzt für ihn auch wieder einen gegeben haben, den er ohne Alkohol nur schwer ertragen konnte. Und Dein Opa hat vieles an diesem Abend selbst entschieden. Das ist richtig und sein gutes Recht. In ihn hineinschauen kann kein Mensch. Was Du anfangs schilderst, sah eigentlich nicht nach einem lebensgefährlichen Zustand aus.
    Denk an die guten Tage mit ihm und verurteile ihn bitte nicht. Jeder lebt sein eigenes Leben und hat so seine Probleme, die ein Anderer nicht unbedingt kennen muß...
    ich umarme Dich!
     
  5. Rin

    Rin Newbie

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    Erstmal möchte ich mich bei euch beiden für euren Zuspruch und das Beileid bedanken!
    Es ist mir schon ein wenig leichter ums Herz.


    In meiner Familie reden wir schon darüber das er tot ist und das wir ihn vermissen, wie er sich seine Beerdigung vorgestellt hat und das wir im Garten einen schönen Baum oder Strauch in seinem Andenken pflanzen.
    Aber leider hat mir das nicht mit meinen Schuldgefühlen geholfen.
    Für mich habe ich das Gefühl, das meine Situation nicht vergleichbar ist mit der meiner Familie einfach dadurch, das ich über mehr Hintergrundwissen verfüge. Die Bekannte meines Opas, sowie auch meine Mutter hätten gar nicht die Möglichkeit gehabt die Situation anders einzuschätzen, weil sie die "Fachkenntnis" nicht haben. Meine Mutter hat zwar Altenpflegerin gelernt, sie ist aber schon seit ca.10 Jahren nicht mehr im Beruf, ich hingegen stehe kurz vorm Examen und es ist nicht lange her, das ich das Thema Leberzirrhose (mit allen Folgeerkrankungen) gelernt habe.
    Natürlich habe ich nicht besonders viel Erfahrung, aber das Thema ist wie gesagt gerade frisch wiederholt. Und nachdem der Arzt aus der Klinik angerufen hatte um uns über den Tod aufzuklären, da fügte sich alles zusammen...
    Ich habe schlichtweg das Gefühl, das ich in der Situation mehr Verantwortung hatte und weil ich der Verantwortung nicht gewachsen war ist er gestorben. Dadurch fällt es mir schwer mit meiner Familie darüber zu reden. Es gibt mir keiner die Schuld, andereseits sagen sie auch immer wieder "wie hätten wir das ahnen können" und ich denke dann bei mir, das ich doch gelernt habe, das Luftnot immer ein Notfall ist. Nur habe ich das Symptom bei meinem Opa nicht ernst genug genommen.
    Es hilft mir (wie ihr beide auch geschrieben habt) daran zu denken, das er schon sehr krank war (ohne das er so gewirkt hat) und sein Zustand sich jederzeit hätte verschlimmern können.

    Eure Antworten haben mir einen neuen Blickwinkel auf die Situation ermöglicht!
    Vielen Dank dafür und für die Unterstützung!
     
  6. Dirk Jahnke

    Dirk Jahnke Poweruser

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    Moin Rin

    Zunächst auch mein Beileid.

    Ich kann alle deine Gedanken persönlich und auch fachlich nachvollziehen. Im Nachhinein sieht vieles anders aus. Aber einen Fehler in deinem / eurem Verhalten kann auch ich beim besten Willen nicht entdecken. Man könnte auch spekulieren, dass die Ö-Varizen erst durch den Blutdruck zum Problem wurden. Hätte er einfach weiter getrunken und wäre eingeschlafen wäre am nächsten Tag vielleicht alles besser gewesen ?
    Aber auch das wäre nur Spekulation, wie der Gedanke ob eine Stunde wirklich die Situation entschärft hätte!

    Du musst dir wirklich klarmachen, dass die Situation sich zunehmend zum schlechteren verändert hat. Das habt ihr ja auch erkannt. Scheinbar war es ja auch dem Notarzt aufgrund der Situation bei Abfahrt nicht möglich die richtige Verdachtsdiagnose zu stellen. Behaupte mal beim Transport in den RTW hatten die prof. Retter auch nicht gerade den drohenden Blutungsschock vor Augen.
     
  7. Eisenbarth

    Eisenbarth Poweruser

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    mein beileid! - und im übrigen würde ich gerne insbesondere squaw's posting dick unterstreichen.
     
  8. Rin

    Rin Newbie

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    Vielen Dank an euch alle!
    Es ist sehr lieb von euch allen, das ihr euch die Zeit genommen habt meinen langen Bericht zu lesen und mir eure Sicht zu schreiben.

    Heute waren noch einige Bekannte von meinem Opa da und wir haben über ihn geredet. Das hat mir auch geholfen, denn einiges wusste ich noch nicht. Mein Opa hat nicht mit mir über seine Probleme geredet, aber ich verstehe ihn jetzt etwas besser und kann langsam auch etwas anderes als nur das negative an seinem Tod erkennen. Es war bestimmt kein schöner Tod, aber schlimmer wäre es für ihn gewesen seine Selbstständigkeit zu verlieren. Das war ihm immer sehr wichtig.
    Sicher ging es ihm nicht gut, sonst hätte er nach so langer Abstinenz nicht wieder angefangen zu trinken.
    Er wäre wohl auch ohne Wiederstand ins Krankenhaus gegangen wenn er das Gefühl gehabt hätte in Lebensgefahr zu schweben, oder vielleicht wollte er auch nicht.
    Wie es wirklich in ihm ausgesehen hat, kann ich nicht Wissen.
    Ich werde versuchen ihn so in Erinnerung behalten wie er war, die schönen Erlebnisse treten mit der Zeit glücklicherweise in den Vordergrund.
    Bei der Beerdigung kann ich nochmal Abschied nehmen und ich denke dann wird es auch leichter für mich.
    Mir hat schon sehr geholfen zu hören das ich anscheinend nicht allzu falsch gehandelt habe und an seine Vorerkrankungen hatte ich vorher die ganze Zeit nicht gedacht. Es hätte so gesehen wirklich jeder Tag der letzte sein können.

    Ihr habt mir sehr geholfen! Herzlichen Dank und liebe Grüße,
    Rin
     
  9. squaw

    squaw Poweruser

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    Nochmal kurz zum Thema "Sucht": Manfred Lütz, Psychiater und Theologe in "Irre, wir behandeln die Falschen!":
    "... kann jeder Mensch in eine tragische Situation geraten, in der er mit süchtigem Verhalten reagiert. Es sind dann gerade die besonders sensiblem Menschen, die von Suchtmitteln abhängig werden. Wer hemmungslos über Leichen gehen kann, der wird kaum süchtig. So repräsentieren die Süchtigen den Schatten einer Gesellschaft von Normalen, die die Menschen im Licht zu immer unerreichbareren Zielen treibt und für die Scheiternden nur noch das Dunkel und die Nischen am Rande übrig bleibt. Für die Dünnhäutigen und Einfühlsamen ist hier kein Platz mehr. Es wird kälter und die coolen aalglatten Typen sind die privilegierten Überlebenskünstler in einer reibungslos funktionierenden Welt, in der die humanistische Temperatur sinkt. Süchtige strahlen oft mehr menschliche Wärme aus. Nicht selten sind sie feinfühliger als Normale und es sind andererseits die hemmungslos Normalen, die mit ihrer rücksichtslosen Aggressivität Menschen in die Sucht treiben können."

    Lütz muß es wissen... Also Vorsicht mit mancher Äußerung...
     
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