Anforderung an eine sachgerechte Pflegedokumentation

Ute

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Werden bei Euch sogenannte Trinkprotokolle oder Ernährungsprotokolle eingesetzt, oder wird in der Pflegedokumentation nichts davon vermerkt, was der Patient zu sich genommen hat?

ute
 

Sinclaire

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Hallo Ute,

wir benutzen diese gerade bei schweren Depressionen, bipolaren Störungen und Essstörungen. Meist machen wir mit den Betroffenen sogar einen Vertrag darüber, was sie mindestens essen und trinken müssen.

Cheers

Ingo :wink:
 

Ute

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hi Ingo,

was macht ihr wenn die Patienten sich an diesen Vertrag nicht halten?

Tragen die Patienten selber ihre Trinkmenge/Essmenge ein oder übernimmt das Pflegepersonal diese Tätigkeit?
Ich kann mir vorstellen, dass ein Patienten mit einer schweren Depression diesen Part nicht so leicht übernehmen kann oder ist es vielleicht ein Chance für diesen Pat. eine Aufgabe zu übernhemen, Verantwortung sozusagen für sich??? Es kann aber doch auch sein, dass das Pflegepersonal zu viel verlangt? Ich kenne mich nicht so gut aus mit depressiven Patienten oder Essgestörten usw., da bist Du der Profi.

;)
ute
 
H

Hülsi

Gast
hallo Ute,
ich arbeite im Altenpflegeheim und bei uns läuft das so:
Wenn ein neuer Bewohner kommt wird in den ersten 4 Wochen die Informationen für die Pflegeplanung gesammelt (Befragung , Beobachtung...)
Wenn bei der Erstellung der PP ein "Ernährungsproblem" auftritt, also z.B. Schlechter Ehrnährungszustand, Flüsssigkeitsmangel,Austrocknung... dann wird für diesen Bewohner ein Einfuhrprotokoll erstellt (es hies früher auch Bilanzierungsbogen aber das ist schwierig ,bei denen die noch selbständig zur Toilette können, Bilanzieren geht nur bei Kathederträgern bei uns) in das Einfuhrprotokoll wird dann von allen jew. das eingetragen was angereicht wurde, bei Bewohnern mit Sondenkost oder Infusionen wird versucht auch die Ausfuhr zu dokumentieren(Einlage sehr nass, Durchfall,Erbrechen und ähnliche Angaben)
Wenn noch Fragen sind...
Hülsi antwortet gern
 

sumsebiene

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Halli Hallo.
Bei uns auf der Gastro - und Onkologie hat fast jede Patient einen Ein und Ausfuhrbogen.Eingetragen wird bei uns das Wasser meisst Flaschen weise und diese dann auch gekennzeichnet Tee und ähnliches Becher weise. Die meissten Patienten haben einen DK falls jedoch nicht und die Ausfuhr ist wichtig wird tgl. gewogen und ein WC Stuhl bereitgestellt. In der Einfuhr wird alles mit einberechnet ausser Humanalbumin oder HES Infusionen.
Die Kontrollen sind bei uns sehr wichtig da wir viele Patienten mit Aszites haben.
 

Trisha

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Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
Hallo zusammen,

im ambulanten PD ist es leider nicht möglich, eine adäquates Trink- und Ernährungsprotokoll zu erstellen, da wir, wenn überhaupt, maximal dreimal am Tag bei einem Pat. sind. Das heisst, kooperative Angehörige müssten uns unterstützen und das funktioniert häufig nicht, weil die sehr oft irgendwie was falsch machen, was vergessen usw.
Wir sind jedoch dazu verpflichtet, den Pat. oder dessen Angehörige bei der Anamnese zu fragen, was und wieviel er isst und trinkt. Die Angaben sind ja nur zum Zeitpunkt der Anamnese aktuell und können nicht auf ihre Richtigkeit kontrolliert werden.
Auch sollen wir bei jedem Pat den BMI errechnen, um ein Ernährunsdefizit festzustellen, uns ist es aber leider nicht möglich, im häuslichen Bereich einen bettlägrigen Pat. zu wiegen.

LG
Trisha
 

sumsebiene

Newbie
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Halli Hallo.
Kenn mich in de ambulanten Pflege nicht so aus war nur damals als Schülerin mal dort aber wir hatten da eine Schwester die hat es so gemacht bei Patienten die am Tag 2 mal angefahre wurden das sie dort trinken (Flaschen, Becher usw.) bereit gestellt hat und sie abends dann erkennen konnte wieviel der Patienten getrunken hat egal ob selbst oder durch Angehörige.
Bsp: 750ml hingestellt abends noch 250ml drin hat der Patient 500ml am Tag getrunken.
Ich weiss nicht genau ob es geklappt hat es war ein Versuch und mein Einsatz war dort nicht so lang aber eine Möglichkeit wäre es doch oder.
 

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