Anerkennung von OTA

Dieses Thema im Forum "OTA-Ausbildung/ Fachweiterbildung OP-Pflege" wurde erstellt von pie, 04.09.2012.

  1. pie

    pie Newbie

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    Guten Abend,

    ich habe ein wundervolles 2-wöchiges Praktikum abgeschlossen.

    Dabei wurde mir geraten erst GuKP-Ausbildung zu machen und dann ins OP gehen. Begründung: OTA- Ausbilding ist nicht staatlich anerkannt und ich kann nicht überall arbeiten.

    Frage: Ist diese staatliche anerkännung so wichtig? Und was bedeutet es keine zuhaben?

    LG, pie
     
  2. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Es gibt tatsächlich kein bundeseinheitliches Curriculum sondern bestenfalls Landesverfahren und daher auch keine staatliche Anerkennung. Das hat aber weiter nix mit den beruflichen Changen zu tun. Da im OP immer noch und schon seit langem Personal fehlt wird sich vermutlich (da keine geeigneten Maßnahmen in Sicht) auch in naher Zukunft nix ändern!
    Die solidere und breitbasigere Ausbildung ist aber klar die Ausbildung zur GuK.
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Nicht staatliche Ausbildungen haben auch keinen Anspruch auf BAB, Bafög oder sonstige Förderungen. Wer kein Ausbildungsgehalt bekommt, muss dann von den Eltern oder von Hartz IV leben. Aber viele Ausbildungsstätten zahlen heutzutage eine Vergütung, analog zur GuKP-Ausbildung.

    Eine Anstellung im OP zu finden dürfte nicht das Problem sein - der Bedarf ist hoch und der Markt leer gefegt. Die GuKP kann halt auch raus aus dem OP - die OTA nicht. Vielleicht noch in den Funktionsbereich.
     
  4. pie

    pie Newbie

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    Danke,

    für mich kommt leider die GuK nicht in frage.
    Was passiert aber mit den OTA´s, wenn die Situation im OP sich entspannt?

    LG,
    pie
     
  5. pie

    pie Newbie

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    Andere Frage:

    Kennt jemand noch eine 4-Jährige OTA/ATA-Schule, außer der in Frankfurt?

    Danke,

    pie
     
  6. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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  7. opjutti

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    Hallo pie!

    Selbst die meisten OP-Fachschwestern haben keine staatlich anerkannte Ausbildung. Es gibt nur sehr wenige Häuser in Deutschland, die eine staatlich anerkannte OP-Fachweiterbildung anbieten. Diese Ausbildung richtet sich nach Richtlinien der DKG. Somit bist du genauso "anerkannt", wie eine Fachschwester.

    Wenn du wirklich in den OP möchtest, würde ich an deiner Stelle nach einer Ausbildungsstätte schauen, welche nach den Richtlinien der DKG ausbildet. Die haben ein sehr gutes Curriculum, eine fundierte Ausbildung, die im ersten Jahr auch einen Stationseinsatz, Einblick die Endoskopiebereiche, die Zentrale Sterilgutversorgung und sehr viel Theorie bieten. Bei uns bekommt man auch gleich die Fachkunde für Sterilisationsassistenten I + II und einen kompletten Strahlenschutzkurs mitgeliefert. Die praktischen Einsätze im OP beginnen erst im 2. Ausbildungsjahr.

    Die Ausbildungsvergütung und -dauer ist dieselbe wie bei den Azubis zur/m GuK.

    Was nützen dir die 3 Jahre Ausbildung zur Guk, wenn du die grundständige Pflege gar nicht lernen und auch nicht in der Pflege arbeiten möchtest.
    Gut ausgebildete OTA´s werden überall gesucht, du wirst also nach der Ausbildung kein Problem haben, einen Arbeitsplatz zu finden.
    Und da der Markt leergefegt ist, ist auch das Gehalt inzwischen verhandelbar und in vielen Häusern den Fachschwestern gleichgestellt.

    Überleg dir gut, was du möchtest, denn es ist deine Zukunft.

    LG opjutti
     
  8. pie

    pie Newbie

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    Hallo,

    ich danke ihnen für ihre Antworten.

    In der Klinik, in der ich main Praktikum gemacht habe, werden die Weiterbildungen für OP und Anästesie angeboten.
    Die OTA´s werden seit kurzem ausgebildet, dieses Jahr erst der 2. Azubi. Muss noch in erfahrung bringen, ob die jedes oder alle 3 Jahre ausbilden möchten. Einsätze im OP gibt es schon im ersten Jahr. Es gibt einen Einsatz im Steri., über der Fachkunde für Sterilisationsassistenten I + II und einen kompletten Strahlenschutzkurs kann ich nichts sagen.

    Also ich würde gerne eine 4-jährige OP- und Anästhesietechnische Assistenz lernen.

    Der zweite Hintergrund mit dem Rat zur GuK- Ausbildung, denke ich, wäre die möglichkeit nach der Ausbildung in beiden Fachrichtungen zu arbeiten und nicht nur in der OP-Pflege.
    Meiner Kenntnis nach gibt es keine möglichkeit die Anästhesieassistenz an die OTA- Ausbildung anzuschließen.

    LG, pie
     
  9. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Doch. Die GuKP-Ausbildung ist staatlich anerkannt, nur die Fachweiterbildung nicht.
     
  10. matras

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    Ergänze: nicht immer. Wir hatten seinerzeit einen Vetreter des Gesundheitamtes bei der Prüfung anwesend und anschließend über das Regierungspräsidium von BW eine saatliche Anerkennungsurkunde erhalten!
     
  11. Herzenswunsch

    Herzenswunsch Junior-Mitglied

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    Hallo :-)

    Doch, gibt es. Geht ein halbes Jahr, aber soweit ich weiß ist das eher außergewöhnlich.


    Wozu? Dann bist du zwar super ausgebildet, weißt viel, aber es wird "keine" Klinik geben, die dich in beiden Bereichen einsetzen wird. Entweder wirst du als OTA oder als ATA angestellt werden. Den Gedanken, dass du heute als OTA am Tisch stehst und morgen die Anästhesie machst, kannst du wohl eher vergessen. Dafür gibt es auf beiden Seiten genug Mangel und keine Flexibilität der Kliniken, leider. Entweder du stehst vor oder hinter dem Tuch...

    Und die Geschichte mit der GuK-Ausbildung, damit du dann in beide Richtungen gehen kannst, ist eh ewiges Streitthema, zumindest bei uns. Wenn du weißt, dass du in den OP willst - warum 3 Jahre auf Station "quälen"? Und ob du in den OP oder in die Anästhesie gehen möchtest, solltest du vorher wissen. Ich denke, da wird dir die Ausbildung auf Station auch nicht helfen. Du machst 3 Jahre die Ausbildung, bist GuK und fängst danach wieder von vorne an zu lernen im OP? Ziemlich umständlich.
    Und um die fehlende staatliche Anerkennung bei OTAs würde ich mir auch keine Sorgen machen. OTAs sind als Beruf um Krankenhaus etabliert und gesucht. Schau dir mal Stellenbeschreibungen an; da stehen auch immer die OTAs mit bei ;) Als OTA findet man Arbeit und auch ohne Ausbeutung.

    Alles Gute,
    Herzenswunsch
     
  12. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Was anerkannt wird, ist Sache der (zweit-)ausbildenden Schule.
    Eine breite Basis ist nie ein Fehler, auch wenn sich der Vorteil nicht gleich oder jedem erschließt!
     
  13. Teilzeitschwester

    Teilzeitschwester Poweruser

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    für @pie:
    :wavey: Schau mal auf die jeweiligen Internetseiten der "Städtischen Kliniken Köln" und der "Uni-klinik Köln" dort sind es aber je 3J.
     
  14. pie

    pie Newbie

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    Hallo :D

    ich danke euch fr eure Beiträge. Ich finde die interessant.

    An sowas denke ich nicht. Mich interessieren beide Berufe und ich finde ( Nein, ich kenne die nur aus den Beschreibungen), die können sich gut ergänzen. Mein Hauptfach wäre OTA.
    Habe eine Stellenanzeige gelesen: ´gesucht OP-Schwester mit Anästhesieerfahrung`

    Kannst du mir den Tip geben, wo ich suchen sollte?

    LG, pie



    Danke, besonders die Erste beschreibt es gut.

    Während des Praktikums habe ich gemerkt, dass ich Probleme mit Patientenlagerung habe.Wird es während der Theorie geübt oder nur in der Klinik, an den Patienten?
     
  15. einer

    einer Stammgast

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    Hallo,
    Ich bin sehr überrascht, dass hier immer wieder behauptet wird, die OP-Fachweiterbildung sei meist nicht staatlich anerkannt. Dann lebe ich im Südwesten wohl in einer "Luxusregion". Denn sowohl die Fachweiterbildung in Trier (Rheinland-Pfalz) als auch Homburg (Saarland) sind staatlich anerkannt. In dieser Region arbeiten also fast nur "staatlich anerkannte Fachkräfte" :flowerpower:
    Zumindest steht das so auf meiner Urkunde aus dem Innenministerium (mit Wappen und Stempel)

    LG Einer

    P.S. Die neuen Stellen werden aber immer mehr mit OTAs besetzt. KuKpfl haben kaum noch ne Chance in den OP zu kommen.
     
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