"Anerkennung" Fernstudium bei Arbeitgebern

CR7

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Hallo zusammen,

kurze Frage zu dem Thema Fernstudium, hab gelesen dass man an der Apollon und Hamburger Fernhochschule Pflegemanagement studieren kann.

Diese Studiengänge umfassen allerdings "nur" einen Umfang von 180 Credit Points, an den "normalen" Hochschulen mit Präsenzvorlesungen etc. sind es allerdings immer 220 CP.

Jetzt ist meine Frage, wenn man sich für ein Fernstudium entscheiden sollte, hat das "Nachteile" bei Potentiellen Arbeitgebern gegenüber Bewerbern mit dem 220 CP Studienabschluss?
Es müssen im Fernstudium ja irgendwelche Inhalte "fehlen", oder?

Hat irgendjemand Erfahrung, wie Studienabgänger an Fernhochschulen in der Praxis angesehen sind?

Danke für eure Antworten :-)
 

-Claudia-

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Die Workload eines Vollzeitsemester umfasst 30 ECTS. Ein Bachelor-Studiengang hat zwischen 180 und 240 credit points, ein Master immer insgesamt 300. Studieren: Leistungspunkte (ECTS-Punkte)

Dir fehlt also im Vergleich zu einigen (nicht: allen!) Studiengängen ein Semester. Wie sich die Studiengänge inhaltlich unterscheiden, lässt sich anhand der Modulhandbücher herausfinden; diese sind meist auf der entsprechenden Homepage zu finden.

Sowohl die Apollon als auch die HFH haben meines Erachtens einen guten Ruf; viele Krankenhäuser und Pflegeschulen kooperieren im Rahmen dualer Studiengänge mit ihnen. Ein Fernstudium ist per se nicht besser oder schlechter als ein Präsenzstudium; beides hat Vor- und Nachteile.
 
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Youghbou77

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Hey CR7,

ich würde auch einfach mal in den Modulhandbüchern lesen wo dann der Unterschied zwischen den Studiengängen an den Hochschulen besteht. Da hat ja jede Hochschule so ihre eigenen Schwerpunkte und dann kannst du dich entscheiden. Vielleicht ist das an der Fernhochschule auch einfach alles komprimierter. Es sind halt quasi zwei verschiedene Bildungswege, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben. Vielleicht kannst du dich da noch ein bisschen genauer informieren.

Viel Glück und liebe Grüße,
Youghbou77
 

Maniac

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Dito und ergänzend zu Claudia.
Du hast in der Praxis vermutlich (vermutlich, weil eben jeder persönlich das wieder anders sehen kann) keinen Nachteil. Jedoch besteht der Nachteil wenn du anschließend den Master anhängen willst.
Wie Claudia sagte, benötigst du hier 300Credits insgesamt, zumindest rein formal. Das bedeutet konkret, dass du dann eben noch 120 Credits aufbringen müsstest.
Tatsächlich ist es aber so, dass es durchaus auch Masterangebote gibt, wo eben keine Aufsummierung auf 300 erforderlich ist.
Den Abschluss hast du dann ebenfalls; Probleme wiederum kann das später machen, wenn du im Ausland arbeiten oder weiter machen willst, oder ggf. bei einer Promotion.

Zu guter Letzt: Der Umfang der Credits lässt nicht auf die vermittelten Inhalte schließen.
 

CR7

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Super, vielen dank für eure Antworten :-)

Hab auf der HP von der HFH nochmal etwas rumgestöbert und die bieten auch einen Masterstudiengang an, welcher 120 Credits umfasst, somit wären formal auch die 300 CP erreichbar.
Aber ich deke für einen beruflichen Einstieg wäre sicher auch erstmal der Bachelor ausreichend, oder? Sicher ist der Master nice to have, aber ich glaube dass man den dann immer noch machen kann.
 

-Ben-

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Maniac

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Die Frage ist, was dein Ziel ist.
120Credits- master gibts zu hauf. Das ist kein Problem.
 

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Ich habe selbst an der HFH neben einer Vollzeitanstellung studiert ... kenne auch ein paar Bachelor Abgänger. Bin also sozusagen Erfahrungsgeschädigt :-)

Direkt nach dem Studium wurde ich von meinen Träger als Heimleitung eingetragen und habe auch mein Wunschgehalt bekommen (das nicht mal ansatzweise bei den komischen Durchschnittsgehältern liegt wie in den Gehaltsechnern wenn man Diplom-Pflegewirt(FH) googelt ... verkauft euch nicht unter Wert!).

Denke die Anerkennung liegt nicht nur am Abschluss. Ich kann zwar nur für den Altenheimbereich sprechen ... aber Berufserfahrung mit entsprechender Personalführung (oder je nach angestrebter Position) wirkt in Kombination Wunder.

Einer der Bachelor Absolventen wo ich kenne hat ebenfalls eine Heimleitung erhalten ...

Mir wurde eher mitgeteilt, dass man mittels eines Fernstudiums doch eher Berufserfahrung (wie gesagt ... kommt darauf an was man machen will) sammelt und diese dann auch bei Abschluss gut an den Arbeitgeber bringen kann.

Denke für wissenschaftliches Arbeiten ist es ein Thema ... aber im Altenheimbereich (kann leider nicht für den KH Sektor sprechen ... interessiert mich nicht) ist es völlig egal ob Fernstudium oder nicht. Berufserfahrung erhöht den Wert drastisch .. und mit dem Akademischen Grad hat man die Berechtigung viel zu machen.

Das einzige wirklich negative ist wenn man Vollzeit arbeiten muss und nebenher ein Fernstudium machen will ... habs durchgezogen aber viele sind aus meinen Kurs dabei abgesprungen. Macht halt keinen großen Spass.

CP wurden mir niemals vorgehalten ... hab von so was auch nicht gehört in diesem Bereich.
 

-Claudia-

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CP wurden mir niemals vorgehalten ... hab von so was auch nicht gehört in diesem Bereich.
Während der Diplomstudiengänge, also vorm Bologna-Prozess, hat man in Deutschland auch noch nicht mit dem ECTS gerechnet. Das System wurde eingeführt, um die Studiengänge untereinander leichter vergleichbar zu machen und auch die Anrechnung von Auslandssemestern (oder dem kompletten Studium im Ausland) zu vereinfachen. Heute gibt jeder Pflegestudiengang die Anzahl der credits an. Ist letzen Ende nur ein Beleg für die zu erbringenden Arbeitsstunden.
 
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Nagashin

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Ist mir bewusst. Danach wurde ich trotzdem noch nie gefragt. Wobei ich selten Dozentenarbeit nachgehe und eher im operativen Geschäft tätig bin.

In anderen Bereichen sind entsprechende Werte sicher als wichtig zu erachten.



Während der Diplomstudiengänge, also vorm Bologna-Prozess, hat man in Deutschland auch noch nicht mit dem ECTS gerechnet. Das System wurde eingeführt, um die Studiengänge untereinander leichter vergleichbar zu machen und auch die Anrechnung von Auslandssemestern (oder dem kompletten Studium im Ausland) zu vereinfachen. Heute gibt jeder Pflegestudiengang die Anzahl der credits an. Ist letzen Ende nur ein Beleg für die zu erbringenden Arbeitsstunden.
 

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