Anatomie lernen - wie?

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Blümchen92

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Ich hab ein rießen Problem...bekomme die Anatomie einfach nicht in meinen Kopf. In der Schule verstehe ich nur Bahnhof und wenn ich es zu Hause nach lese...naja, viel besser ist es auch nicht. Das ist einfach so viel alles und so kompliziert. Hat jemand von euch einen Tip wie man sich das gut verinnerlichen kann? Bzw. verstehen kann? Danke euch schon mal!
 

aquarius2

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Hast du einen Sobotta? Da sind alle Organge, Muskeln, Sehnen und so weiter abgebildet. Wenn du generell ein Problem hast zu lernen lerne zu lernen. Bildet ihr Lerngruppen? Geht es deinen Mitschülern auch so?
 

-Claudia-

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Ich bin der optische Lerntyp und habe mit dem "Malatlas Anatomie" gute Erfahrungen gemacht. Wäre das was für Dich?
 

Elisabeth Dinse

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Wie lernst du denn sonst?

Wo liegt konkret das Problem? Benennung? Wo das Organ liegt? usw.

Elisabeth
 
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Blümchen92

Gast
Wie lernst du denn sonst?

Wo liegt konkret das Problem? Benennung? Wo das Organ liegt? usw.

Elisabeth

Normal lerne ich immer so, dass ich mir alles zusammenschreibe / zusammenfasse und dann einige Male durch lese. Das klappte bisher immer und in jedem Fach...nur in Anatomie komme ich an meine Grenzen. Wo genau das Problem liegt weiß ich nicht...ich kann mir die ganzen lateinischen Fachbegriffe nicht merken, in welchem Zusammenhang sie zueinander stehen...und dann die ganzen Einzeleiten mit Knorpeln, Sehnen, Bänder verbunden,...
 

yoyoyoyo

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* Der Sobotta ist viel zu viel. Mach dich nicht mit einem überladenen Buch verrückt. Wenn ein Atlas, dann der Prometheus. (Sobotta Herausgeber Jens ist einer nettesten Menschen die ich kenne, aber didaktisch...)
* Versuche mit Material deiner Schule zu lernen. So vermeidest du, dir verzweifelt Dinge einzuprägen, die vielleicht gar nicht relevant sind.
* Immer vom groben ins genaue Lernen. D.h. erstmal eine kurze Zusammenfassung des gesamten Stoffes lesen. Das gibt den Überblick, du kannst Dinge einordnen, und bestehst schon mal die Prüfung. Wenn dann noch Zeit ist, weiter vertiefen.
* Gerade in Anatomie besche*ßt man sich gern selbst, indem man drüberliest und nicht wirklich was mitnimmt. Daher: einen Abschnitt durchlesen, zudecken, und im Kopf alles wiederholen. Dann bleibt auch was hängen!
 

Elfriede

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Mein Problem waren - anno dazumals - die Fachbegriffe.
Wenn ich das deutsche Wort für den Bauteil des Körpers kannte, war es mir leichter möglich, ihn logisch einzuordnen. - inkl. Funktion.
 

aquarius2

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Also ich fand den Sobotta gut und bei Joker gibt es ihn ab und zu sogar zum halben Preis. Mein Tipp, für die Hirnnerven und Anatomie des Hirns, der Hirnnerven kannst du Dir bei Youtube Aufzeichnungen von M.Spitzer angucken.
 

katniss

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ich kann mich yoyo(...) nur anschliessen - der sobotta ist absolut TOO MUCH!

was da drinsteht, reicht aus, um die testate im medizinstudium zu rocken - als gukp muss man maximal 1/10 des stoffes im kopf haben...

ich hab "damals" während der ausbildung ganz hauptsächlich mit dem "biologie, anatomie, physiologie" von menche (standardwerk der schule) sowie michael schünke's "der körper des menschen - einführung in bau und funktion" gelernt. vor allem der schünke hat mir immer sehr gut gefallen, da wesentlich detaillierter - aber trotzdem verständlich (physio!).

zu sobotta/prometheus würde ich nur dann greifen, wenn man bspw. eine laufbahn im bereich op-pflege anstrebt (hier ist ein guter atlas zur vorbereitung auf den beruflichen alltag wirklich unerlässlich!).

thema lernstrategien:

ich finde es (auch jetzt im studium) - immer sehr sinnvoll, sich vom allgemeinen in's spezielle vorzutasten.

wenn ihr euch also zum ziel setzt, bewegungsapparat oder bpw. thorax zu lernen, schlagt eure bücher/skripte auf und geht ganz systematisch vor: makroskopische anatomie (die wichtigsten knochen, grosse gelenke (gelenktypen! + funktion), bänder, muskeln (funktionelle gruppen, ohne ansatz/ursprung, ggf. faszien -> kompartment-syndrom!), klinisch bedeutsame sehnen (zb. im bereich der schulter: rotatoren-manschette, lange bizeps-sehne...) - dann die leitungsbahnen: arterien/venen/lymphgefässe & nerven/innervation, zb. plexus brachialis/lumbo-sacralis...). für thorax etc. ganz ähnlich vorgehen: knöcherner thorax, muskeln (diaphragma & atemhilfsmuskulatur!), leitungsbahnen (nerven, gefässe...), pleurahöhle, mediastinum, lunge, herz, ggf. thymus in grundzügen.
weiter geht's mit makroskopischer anatomie: zellen/(funktions-)gewebe & anschliessend die physiologie = organfunktion (gaaanz wichtig!)

also möglichst überschaubare themenfelder "konsumieren" und erst dann weiterlernen, wenn der stoff sitzt. sich ein ganzes kapitel/themengebiet in einem "rutsch" einzuprägen, dürfte dagegen echt schwierig werden ;)

das lernen an sich ist wirklich typabhängig. was mir hilft:

langsam & konzentriert lesen (auf ne entspannte lernatmo achten!), schwierige begriffe ggf. mehrfach laut aussprechen (man kommt sich unglaublich doof vor, aber es hilft!! *musculus cricoarytaenoideus* :razz1: ), ständige lernkontrollen: zb. durch abfragen (lassen), in der physio: eigene schemata/notizen erstellen, sich komplexere zusammenhänge (zb. herzzyklus mit klappenmechanik, mechanismen der kreislaufregulation, atemmechanik, zelluläre atmung...) laut selbst bzw. dritten erklären... gerade auch in der physio nichts überstürzen, lieber in kleinen etappen lernen (also abschnitt für abschnitt)!

unübersichtlichen mindmaps, lernkarten etc. kann ich bis heute nix abgewinnen - ich schreibe lieber gezielt dinge in eigenen worten auf, wenn ich etwas nicht verstanden habe.

hmm. mehr kann ich eigentlich nicht sagen. anatomie ist auf jeden fall reines fleisslernen, das hat nix mit verständnis oder intelligenz zu tun (das hirn einschalten muss man eigentlich nur, wenn komplexere zusammenhänge abgefragt werden, also zb. ausfallerscheinungen des versorgungsgebiets von nerv xyz - ganz wichtig zu wissen im hinblick auf bspw. lagerungen/injektionen etc.!)

und physio lernt sich definitiv am besten, wenn man bereits die entsprechende anatomie drauf hat. auch das ist kein hexenwerk, man muss die themen einfach nur mit nem gewissen "plan" anpacken. grober überblick -> detailwissen.

lasst euch auf jeden fall nicht unterkriegen, ana/physio in der gukp-ausbildung ist absolut machbar, wenn man am ball bleibt! :daumen:

*edit - youtube: https://www.youtube.com/user/mednachhilfe

lg
 

Lisa67

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ich habe eine frage :

Habe meine ausbildung am 1.4.2015 zur GUK's angefangen.

Bin schon 48jahre alt

Wir haben am 2tag gleich mit anatomie angefangen 6 std lang

Und das alles nur auf latein, herz,blutkreislauf, bein und kopf venen, EKG usw.

Ich habe keinen peil wie ich die lateinwörter in meinen kopf reinbringe, verstehe nur bahnhof

Habe mir ein arbeitsbuch zum beschriften übr anatomie gekauft und versuche es jetzt alles zu beschriften.
Aber ist für mich böhmisches dorf

Kann mir jemand weiter helfen.
Liebe Grüße
Lisa
 

Cataleya

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Na das ist sicher viel gleich in den ersten Tagen, aber keine Panik.
Viele Menschen bekommen direkt eine Blockade, wenn sie sich Sorgen machen, dass es zu viel ist.
Hast du ein gutes Anatomiebuch oder Anatomieatlas?
Hast du schon rausgefunden was für ein Lerntyp du bist?

Wenn dir vor allem die Bezeichnungen Sorgen machen, kannst du es mal mit Karteikarten versuchen. Bei Wörtern die sich überhaupt nicht im Kopf halten lassen, könnte man zB noch was visuelles dazu nehmen. Muss nicht mal fachspezifisch sein, oft helfen Symbole oder Sticker mit verschiedenen Motiven.
 

sandra73

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Hallo Lisa,
ich kann dich so gut verstehen.... ich lerne inzwischen die Anatomie gekoppelt mit der Pysiologie in dem ich die Organe selbst male und beschrifte. Mit den deutschen und den lateinischen Wörtern. Dazu habe ich einen Karteikasten mit dem ich die Wöter, wie früher in der Schule bei Englischvokabeln, jeden Tag wiederhole und dann immer ein Kästchen weiter bringe. Meine Box hat fünf Fächer und irgendwann sind dann alle im Langzeitgedächtnis.
Ganz viel kommt aber mit der Zeit, da sich vieles immer wiederholt!
Nur Mut und lass Dich von der Fülle am Anfang nicht abschrecken
 

phifeha

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Ich bin ja gerade dabei für die Prüfungen zur medizinischen Fachangestellten zu lernen. Viel kam wirklich mit den Jahren und auch durch eigene eselsbrücken.....Zum Beispiel Supination = Suppenschüssel ( Handfläche nach oben zeigen. Und das Gegenteil ist Pronation gleich "nach dem "P"rotzur Suppe packen.... Handfläche nach unten.... Usw....
Nur Mut, dass kommt mit viel Zeit und durch Fleißarbeit.

LG phi
 

Lisa67

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Hallo,
Ich habe das gleich problem, verstehe nur bahnhof Liebe Grüße lisa
 

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