Analgesie auf peripherer Station

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Chirurgie" wurde erstellt von Jendrik, 20.06.2006.

  1. Jendrik

    Jendrik Newbie

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    Hallo möchte mal gerne Wissen wie Ihr die Patienten analgetisch abdeckt und wie das gehandhabt wird mit Anordnung, Menge, Applikationsart , Medikament, Station -> chir/ortho. Danke im vorraus
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Jendrik,

    wir haben für die Klinik einen Schmerzstandard.

    Es wird 1 bis 2 mal pro Schicht der Schmerzzustand erfragt und je nach Schmerzgrad, laut Medkikamentenstandard verabreicht.
    Entweder als Infusion oder Tropfen und Tabletten.

    Patienten bekommen fest angesetzte Schmerzmittel und zusätzlich eine Bedarfsmedikation.

    An Medikamenten gibt es Dipidolor[r], Tramal[r], Novaminsulfon, MCP, Diclofenac, den guten alten "Würzburger Cocktail" - entweder i.v. oder als Tropfen - nur als Beispiel

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  3. Lindarina

    Lindarina Senior-Mitglied

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    Hi

    Ich arbeite auf der Ortho. Bei uns werden die Pat. "aufgeklärt" dass, wenn sie schmerzen haben bescheid sagen sollen. Nach Op wird gleich eine Bedarfsmedikation angesetzt z.b.:
    - Novalgin (Kurzinfusion/s.c./Tropfen)
    - Tramal (KI / s.c./Tropfen)
    - Dipidolor (s.c.)
    - Anemet (wenn Pat. erbrochen hat)- als KI
    - MCP (bei Übelkeit) als Tropfen oder auch KI
    - Valoron (Tab. oder Tropfen)
    bei Tumor erkr. meist Morphin10 (s.c.)
    oder Cocktail - Tropfen= 40 Novalgin/20 Tramal
     
  4. Michl

    Michl Gast

    Hab ich noch nie gehört, obwohl ich aus der Würzburger Gegend stamme Aus was besteht der? Hab beim Googeln was über ein Würzburger-Cocktail-Eis gelesen.. das ist bestimmt auch gut, hilft aber wahrscheinlich nicht :gruebel:

    Im orthopädischen Bereich gibt es bei uns zur Schmerztherapie auf Normalstation:
    1. Femoraliskatheter oder Periduralkatheter
    oder
    2. Schmerzpumpen mit Dipidolor (Patient ruft sich selbst Schmerzmittel ab)

    3. zu 1 und 2 Novalgin als Perfusor am OP-Tag, danach oral

    4. Nach Absetzen von 1 und 2 gibt´s oral: 2mal Tramal long, 4mal Novalgin, 2mal Voltaren

    5. bei Bedarf noch Perfalgam iv oder eben Paracetamol oral...


    LG
    reX

    PS.: Göttinger Infusion hab ich schon gehört.... da ist dann auch Diazepam mit drin... Ist die Würzburger so was in der Art?
     
  5. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    keine Ahnung warum er so heisst, aber er besteht aus:

    Novalgin, Tramal und MCP - entweder i.v. oder als Tropfen

    ich habe gute Erfolge gesehen in der Unfallchirurgie.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  6. uteS

    uteS Newbie

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    Hallo,

    arbeite auf einer chir.+ thoraxchir. Station. wir haben einen Schmerzstandard:
    Die Chirurgischen Patienten, z. B nach Hüft, oder Knie TEP erhalten post OP 500ml Ringer + 2 Amp Dipidolor + 2 Amp Novalgin 2,5 über 12 - 16 Std. Danach erhalten sie oral Imbun 400 1-1-1, Tramal long 0-0-0-1, Nexium 20 1-0-0 und 4* 30° Novalgin. Bei Bedarf noch zusätzich 3*20° Valoron.
    Die thoraxchir. Patienten erhalten, nachdem sie von Intensiv übernommen werden: Oxygesic 10 2-1-2, zur Nacht und bei Bedarf 1* Sevredol und Prohylaktisch 3* 1 Beutel Movicol.

    Liebe Grüße
    Ute
     
  7. Moni

    Moni Junior-Mitglied

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    Hallo,

    Ich arbeite auf einer chir./ orthop. Station, bei großen Op´s wie z.B. Hüft-TEP´s / Knie - TEP´s/ Wirbelsäulen - OP´s erhalten in den ersten 48 Stunden Schmerzmittel nur i.v. ( Novamin & Perfalgan i.W.) und sind ggf. mit einem PDK versorgt.
    Bei Schulter- TEP´s wird ein Plexus Katheter gelegt, damit haben wir sehr gute Erfahrungen, Patienten kommen meist mit diesen zurecht und benötigen keine weiteren Scherzmittel, dieser wird nach ein paar Tagen ausgeschlichen und auf orale Medi. eingestellt ---> immer Pat. individuell.
    Bei kleineren Op´s werden Patienten, gleich mit oralen Medi. versorgt. ( Novamin 500 2-0-2/ mittags Tramal TRo).
    Natürlich erhält jeder Patient bei bedarf noch Medi. ( Tilidin/ Tramal/ Novamin/Paracetamol/Ibuhexal) ----> sind die gängisten Medikamente!
    Würzburger Schmerztopf kenn ich noch aus der Ausbildung, wird aber nicht bei uns verwendet.
    Jüngere Patienten erhalten auch gleich ein PCA-Sytem, wo ich aber selbst nicht so begeistert bin! In den ersten Tagen kommen die Patienten damit gut zurecht und nach dem umstellen auf orale Medi. haben sie dann ein Schmerzeinbruch! Jedenfalls meine Erfahrungen!

    Liebe Grüße :flowerpower:
     
  8. Toa

    Toa Junior-Mitglied

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    Hallo,

    "bei uns" gibt es ein Schmerzmanagement. Täglich werden Patienten, anhand der VAS (visuelle Analogskala), nach Schmerzen befragt. Danach gibt es verschiedene Stufen der Schmerztherapie. Eine Kombination aus zentral wirkenden (Dipidolor, Oxygesic), sowie peripher wirkenden (Novalgin, Ibuprofen, Perfalgan) Analgetika. Wenn der Patient nüchtern bleiben muß, wird es venös verabreicht. Im Extremfall kann das bedeuten, dass wir bis zu acht Kurzinfusionen pro Tag/Patient verabreichen müssen. Sollte auch dies nicht ausreichen, so bekommen die Patienten eine Schmerzpumpe.

    gruß fabsah
     
  9. Sr.Katja

    Sr.Katja Senior-Mitglied

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    Hallo alle zusammen !!!

    Also ich arbeite auf einer chirurgischen Station. Wir geben nach op Novaminsulfon bei kleinen ops 4x 1 Tablette und am Op Tag Novaminsulfon i.v. reicht das nicht aus dürfen Patienten am op Tag auch 1/2 Amp Temgesic haben. Große ops z.B.Amp. Temgesic i.v. Darm ops die 3 Liter Infusionen bekommen erhalten regelmäßig 4 x 1/2 Temgesic i.v. KOmmen sie damit nicht aus gibt es zeitversetzt noch Novaminsulfon. Mit dem Schmerzschema kommen wir immer gut hin. Und wir können mit Schmerzmittel sehr flexibel sein. Ab und zu haben wir auch mal Patienten mit einem PDK die mit einer Schmerzpumpe und Naropin bestückt ist. Die Patienten können sich so das Schmerzmittel selbst verabreichen.

    Gruß Katja
     
  10. candy78

    candy78 Newbie

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    Hi,
    ich arbeite nun schon eine Weile auf einer orthopädischen Abteilung, immer wieder gibt es große Diskussionen über das Thema Schmerztherapie, momentan finde ich unser system eigentlich recht gut und auch die meisten Patienten kommen damit gut aus:
    also so wird es bei uns gemacht:

    Bei H-Tep und K-Tep:

    die meisten Pat. haben einen Epiduralkatheter über den ein Gemisch aus Narpoin/ Fentanyl kontinuierlich läuft( ab und an auch noch mit zusätzlichem Bolus den sich der Pat selber steuern kann)

    die Pat die nicht für diese Methode geeignet sind, haben meistens eine Dipidolor PCA, was auch recht gut funktioniert vorrausgesetzt der Pat reagiert nicht mit Übelkeit oder anderen nicht erwünschenswerten Zuständen.

    Wenn diese 2 Methoden aus welchen Gründen auch immer nicht geeignet sind... gibt es eine Vorschreibung vom Anästhesisten, meistens 1g Perfalgan alle 6h und alle 12h 250ml Neodolpasse NetDoktor.at - Medikament: ZZZNeodolpasse-Infusionslösung
    Bei bekannten Allergien dementsprechend andere Präparate.


    Schulter-Tep

    Die meisten Pat haben bei uns ein Scalenuskatheter über den kontinuierlich Naropin/Fentanyl läuft

    oder eine Bolustherapie(ad Scalenuskath.) mit 3 x tgl. Bucain


    Wirbelsäulen OP

    die Pat erhalten bist incl. 2 postop tag 2x tgl. 250 Nacl0,9%+1 Amp. Voltaren +2 Amp.Multivit B und zusätzlich 4 x 2 Tbl.Mexalen 500mg per os.



    generell gilt bei uns, alle großen OP (Hüfte, Knie, Schulter..) erhalten bei uns vom1 bis incl.3 postop. Tag 2x 250 Neodolpasse und vom 4. bis incl. 6. postop. Tag 1 x tgl. 250 Neodolpasse

    Natürlich sind nicht alle Pat gleich, der eine braucht mehr und der andere weniger… deshalb wird auch die Schmerztherapie individuell auf den Pat. Abgestimmt mit zusätzlicher per os Therapie, wen die Schmerzen größer sind oder dementsprechend weniger wen der Pat. keine Schmerzen angibt. Bei uns wir 3 x tgl. nach den Schmerzen gefragt und dann dementsprechend gehandelt.

    Lg :D
     
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