Ambulante Kinderintensivpflege

Dieses Thema im Forum "Kinderintensivpflege" wurde erstellt von kleiner_enqel, 28.10.2009.

  1. kleiner_enqel

    kleiner_enqel Newbie

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    Hallo an alle :-)
    ich bin eine 21jährige gelernte krankenschwester, nun habe ich mich für den bereich ambulante kinderintensivpflege beworben und hatte gestern mein bewerbungsgespräch! Die PDL war sehr nett und ich war echt überrascht von der tollen familären atmosphäre! Sie hat mir alles genau erklärt und am schluss gemeint ich soll mir es überlegen und mich heute abend melden ob ich es mir vorstellen kann.. Nun habe ich eine nacht darüber geschlafen und mir gehen 1000fragen durch den kopf! Es war immer mein traum mit kindern zusammen zu arbeit und es wäre ein toller schritt.. vllt könnt ihr mir helfen meine entscheidung zu treffen, ich wäre euch sehr dankbar! Gerne würde ich neutral wissen ob ihr es sinnvoll findet als krankenschwester dort zu arbeiten und ob ihr meint dass dies mit 1jahr berufserfahrung möglich ist? heute abend soll ich ihr mitteilen was meine gehaltsvorstellungen sind! Momentan verdiene ich nach tarif.. und ich was nicht was ich sagen soll, da es zum ersten mal ist, dass ich meine gehaltsvorstellungen äußern soll! gerne würd ich einfach dort mal einen tag probearbeiten um mir ein besseres bild machen zu können, was haltet ihr davon? arbeitet von euch zufällig jemand dort bzw. hat dort gearbeitet? Kann mir jemand sagen wie das in vollzeit mit den arbeitszeiten ausschaut?

    ich bin um jede antwort sehr dankbar!
     
  2. Banci

    Banci Newbie

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    HI
    naja du mußt dir das schon gut überlegen, zumal du da nicht nur deinen Patienten hast sondern immer noch die ganze Familie mit dazu und du wirst sicher noch ne ganze Menge dazulernen müssen, weil bei Kindern vieles anders ist, als bei Erwachsenen. Schau doch einfach mal ob du in einer Kinderklinik in deiner Nähe mal auf einer Intensivstation hospitieren kannst. Ich denke da kannst du dir dann ein gutes Bild machen, ob das wirklcih was für dich ist.
    Lg
     
  3. LiaSiSo

    LiaSiSo Junior-Mitglied

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    Hallo,

    in unserem außerklinischen Intensivpflegedienst darf man jederzeit hospitieren, auch 2 x wenn nötig. Bei uns ist bisher auch Intensiverfahrung mind. Intermedicare ein Muss gewesen.

    Nun haben wir bei einem Nichtbeatmeten Kind eine frisch exam. Kinderkrankenschwester eingestellt bekommen. Eine ganz liebe. Die fehlende Praxiserfahrung merken wir allerdings an einer gewissen Unsicherheit. Das widerrum ist erschwerend für die Eltern Vertrauen aufzubauen zu dieser KrS. Ein Kreislauf, aus dem herauszukommen recht schwer ist.

    Insgesamt, sage ich als alter Hase, ist Intensiverfahrung sehr von Vorteil. Du bist allein verantwortlich, brauchst fundiertes Fachwissen, Sicherheit und auch psychologisches Geschick. Auch ein stabiles Selbstwertgefühl ist von großen Vorteil.

    Wir arbeiten in der Familie, die Familie hat das Sagen. Ich kann Ideen reinbringen, immer mit Absprache der Eltern und auch das wie ist sehr entscheidend.

    Und ich bin auch alleine mit dem Kind, muss entscheiden, je nach "Problem", rufe ich die Eltern an oder nicht oder schaffe ich das jetzt mit meinem fundierten fach- und Praxiswissen.

    Dann arbeite ich in einem betreuten Wohnen, wo 2 Jugendliche wohnen, ohne Eltern. 24h Betreuung und da bin ich völlig alleinverantwortlich. Beide sind beatmet und schwer mehrfach behindert.

    Mit 1 Jahr Beruferfahrung hätte mich gewissen Situationen dort völlig überfordert.

    Deswegen mein Tip. Hospitiere und bewerbe Dich in einer Kinderklinik mit Intensivstation und sammle dort erstmal die nötige Grundlagen für alleinverantwortliches Arbeiten.

    Ach ja Vollzeit ca. 180h. Meist 12h Dienste. Es gibt auch kürzere Arbeitszeiten bei dem ein oder anderen Kind, da dort die Eltern noch Pflegestunden übernehmen müssen, weil nicht von KK genehmigt. Im BeWo arbeite ich von 7 - 19 Uhr beim anderen Kind meist von 8:30 Uhr bis 17 Uhr oder 18:00 Uhr.
     
  4. S.Moni

    S.Moni Junior-Mitglied

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    Hallo
    Also ich würde auch sagen , um dort zu arbeiten muss man sehr viel hintergrund wissen haben , und mit 1 Jahr berufserfahrung hat man die noch nicht, wenn du noch nicht ambulant intensiv gearbeitet hat ist es schwer ! Wenn nich versuch es doch lieber erst bei Erwachsenen und sammel dort deine Intensiverfahrungen .Wenn du diese erfahrungen dann hast dann kannst du dich auch besser auf die Kinder einstellen und auf die Eltern.

    LG Moni
     
  5. Kikraintensiv

    Kikraintensiv Senior-Mitglied

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    Ich arbeite seit 3 jahren bei einem ambulanten Kinderintensivpflegedienst und kann dir auch nur raten mit der wenigen Berufserfahrung die du hast gut zu überlegen. Es ist sehr verantwortungvoll, da die Kinder oft instabil sind und es auch öfter mal zu Notfällen kommt, in denen du ruhig aber bestimmend sein mußt. Leider bist du immer allein so das du in nem notfall nicht mal eben ne Kollegin oder nen Arzt rufen kannst...

    Lg
    Kikra
     
  6. kleiner_enqel

    kleiner_enqel Newbie

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    okay.. also éure antworten haben mich aufjedenfall zum nachdenken angeregt und ich versuche genau deshalb alles so kritisch wie möglich zu betrachten! Allerdings denke ich dass ich die kompetenz dazu habe, auch selbsständig zu arbeiten! Ich arbeite momentan auf einer pfleg. station im bereich thoraxchirurgie.. dabei werden sehr große und aufwendige op's durchgeführt, bei denen es nicht selten zu schweren komplikation kommt.. dort bin ich fast immer auf mich allein gestellt.. wir haben 27Patienten, teils palliativ und ich bin im spätdienst alleine.. wenn ich nachtschicht mache, bin ich mit 56patienten alleine! Ich finde es unverantwortlich, so unterbesetzt zu sein.. von den sämtlichen überstunde einmal abgesehen! Jedenfalls denke ich dass ich zumindest im bereich selbstständigkeit und hintergrundwissen sehr weit für 1jahr berufserfahrung bin... habe mein examen mit 1,0 abgeschlossen, auf was ich sehr sehr stolz bin! Freue mich über jede weiter antwort.. :-)
     
  7. LiaSiSo

    LiaSiSo Junior-Mitglied

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    Kennst Du Dich mit Beatmung aus? Komplikationen der Beatmung? Was machst Du bei plötzlichen Sättigungseinbrüchen? Kennst Du die Ursachen dazu? Maßnahmen? Blutgasanalysen (machen wir zwar nicht, aber die zu verstehen hilft so richtig weiter, die Zusammenhänge der Beatmung zu verstehen) Beatmunsgkurven? Beatmungsgeräte? etc. pp.

    Bist Du kommunikations- und Psychologisch richtig fit?

    Es geht nicht darum 27 geschweige denn 56!Pat quantitativ (gut wird da wohl nicht mehr gehen) zu versorgen sondern um Qualität. Angehörige sind - zu Recht - sehr anspruchsvoll, besorgt, mißtrauisch etc.

    Sorry, bei vielen Dingen hilft auch ein 1,0 Examen nicht, denn das Wissen kann ich mir ins Kurzzeitgedächtnis pauken.
     
  8. piatiba

    piatiba Junior-Mitglied

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    Hallo kleiner Engel,
    auch ich bin keine Kinderkrankenschwester und arbeite nun schon seit fast 2 Jahren im ambulanten Intensivpflegedienst mit einem Kind.
    Hatte auch null Ahnung von Kinderkrankenpflege, aber die Leute vergessen gerne, dass auch wir nen Examen abgelegt haben!!
    Meine jetzige Arbeit und die Verantwortung die ich trage ist ein Scherz gegenüber dem, was ich vorher im Klinikum hatte, also trau dich ruhig, wenn du im richtigen Unternehmen anfängst, wirst du bestimmt super eingearbeitet und dann seh ich da kein Problem.
    Wichtig finde ich, dass du es dir vorstellen kannst und zutraust, wenn nicht wird es schwer werden, sich auf diese Art Krankenpflege einzulassen, egal ob bei einem Kind, oder einem Erwachsenen.
    Ich hoffe du triffst die richtige Entscheidung, ich kann nur sagen, das ich dies vor 2 Jahren getan habe und bis auf die schlechte Führung dieser Heimbeatmungsdienste(habe nicht nur einen kennengelernt), es keinen Schritt bereue, aus dem Klinikalltag geflüchtet zu sein.
    Und lass dich nicht verunsichern, wegen deiner "nur" 1-jährigen Berufserfahrung, immerhin bringst du damit mehr mit, als ne frisch examinierte Kinderkrankenschwester:roll:
     
  9. Kikraintensiv

    Kikraintensiv Senior-Mitglied

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    Die Note im Examen hat rein gar nichts damit zu tun was man kann oder weiß. Die Praktische Prüfung ist nur ne Momentaufnahme der Prüfer.
    Manche bekommen nen ehemaliges Frühgerborenes was kurz vor der Entlassung steht, manche auch nur nen Kind mit ner Magen Darm Infektion, und manche haben das Pech das sie frisch operierte beatmete Kinder in der Prüfung pflegen müssen. Desswegen kann man doch nicht sagen, ich kann so kranke Kinder allein versorgen, weil ich nen gutes examen habe....Das sind doch alles Erfahrungswerte und nichts was man allein durch nachlesen rausbekommt...
     
  10. Kueken2006

    Kueken2006 Newbie

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    ambulante Kinderintensivpflege
    hallo!
    möchte jetzt auch mal was dazu sagen.
    habe letztes jahr direkt nach meinem examen bei einem ambulaten kinderintensivpflegedienst angefangen, wurde super eingearbeitet und hatte gleich fortbildungen zum thema beatmung und reanimation. aber trotzdem ist es etwas komplett anderes als in der klinik. notfälle gibts immer, aber wir wissen alle das wir im notfall instinktiv das richtige tun ohne viel nachzudenken.
    würde dir empfehlen zu hospitieren um zu sehen ob diese art der arbeit was für dich ist. du musst immer auch die eltern sehen und dich danach richten und viele eltern sind sehr sehr anstrengend :-)

    lg
     
  11. Bubenmama

    Bubenmama Senior-Mitglied

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    Heimbeatmung
    Ein klasse Examen hast du da hingelegt.:mrgreen:

    Teste es doch einfach. Ich arbeite auch in dem amb. Intensivpflege, bringe aber viel Intensiverfahrung mit.

    Wenn Du es wirklich willst schaffst du es schon udn Fortbildungen gibt es ja immer.

    Ich bin auch froh, da sich nicht mehr im Klinikalltag bin.
     
  12. din86HEL

    din86HEL Newbie

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    das war bei mir auch so... habe auch direkt nach dem Examen im ambulanten intensivkinderpflegebereich angefangen! Ich hatte mein Examen gerade erst in der Tasche, trotzdem gab man mir die chance! Ich muss sagen: Meine Kollegen haben mich super an die Hand genommen, mir alles gezeigt von Grund auf! Ich war direkt auf Fortbildungen zu Beatmung und allem was dazu gehört! Auch die Mütter der Kinder hatten keine Sorge mich allein zu lassen... Nach den Fortbildungen wurde ich quasi abgefragt wie in einem Test, was auch mir mehr Sicherheit gab! Es war eine gute Zeit für mich und ich habe sehr viel gelernt! Dazu muss ich sagen, trotz meines frischen Examens: viel über Beatmung etc. haben wir in der Ausbildung gar nicht gemacht bzw. durchgenommen! Sprich man muss einem eine chance geben egal wann und man muss es ausprobieren. Auf normalen Stationen, kann man die Notfallsituationen auch nicht üben...
     
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