Alzheimer im Endstadium

Dieses Thema im Forum "Der Alltag in der Altenpflege" wurde erstellt von Julius, 17.10.2006.

  1. Julius

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    Hallo!

    Ich soll einen Bericht über die Pflege eines Alzheimererkrankten im Endstadium schreiben.
    Was ist bei der Pflege wichtig?

    Mir fällt bisher folgendes ein:
    -Kommunikation über Berührung (da Sprache fehlt und nicht immer verarbeitet werden kann)

    -Essen anbieten und bei völliger Reaktionslosigkeit ES legen

    - Hautpflege sorgfältig ausführen (Inkontinenz ,vllt dk)

    - Lagerung

    - Vitale Funktionen regelmäßig prüfen + unterstützen

    - Patient regelmäßig bewegen, um Steifheit vorzubeugen

    -Pneumonie-, Dekubitus-, Thromboseprophylaxen


    Ich bin noch im Unterkurs und wir hatten noch nichts zu dem Thema. Ich wäre also dankbar, wenn Jemand noch Ergänzungen hat, denn im Netz steht kaum was zum Endstadium.

    Dankeschön :-)

    Julius
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Intensivüberwachung

    Probleme:
    Verlust Orientierung in Raum und Zeit
    Verlust Orientierung Person und Situation
    Risiko Sturz
    Verlust der Fähigkeit zur verbalen Kommunikation
    Immobilität und Verlust des eigenen Körpergefühls (nachfolgend häufig Entwicklung spast. Muster- Kontrakturgefahr)
    Verstärkung von Schmerzen infolge Bewegungseinschränkung
    Schluckstörungen, Ernährungsstörung, Aspirationsgefahr
    Inkontinenz
    Risiko Dekubitus
    Risiko Pneumonie
    Risiko Thrombose
    usw.

    Ressourcen:
    Fähigkeit zur nonverbalen Kommunikation
    Wahrnehmen und Ausdrücken von Gefühlen

    Ziele:
    Zentrale Ziele des Basalen Stimulation
    Verhinderung Dekubitus, Pneumonie, Thrombose, Sturz
    adäquate Flpssigkeits- und Nahrungszufuhr
    Verringerung von Schmerzen
    Vermeidung von Kontrakturen
    Vermeidung Aspiration
    usw.

    Maßnahmen:
    Körper- und Umweltinformationen bei jeder Pflegehandlung anbieten
    Pflegemaßnahmen stets strukturiert und in gleichbleibender Kontinuität anbieten
    Pflegemaßnahmen so gestalten, dass sie einen Sinn ergeben und für den Betroffenen nachvollziehbar sind
    somatischen Dialog anbieten (Berührung: Begrüßung, Kontakt halten)
    Konkrete Maßnahmebeispiele:
    körperformgebendes waschen/ eincremen in Haarwuchsrichtung
    Körperformgebendes Lagern (umgrenzende Lagerungen- nicht nur im Liegen lagern)
    Angebote von Geschmackskomponenten als orale Stimulation
    Bewegung mit Hilfe der Kinästhetik (Erfahrung Körper und Raum)
    auditives Angebot beim Pflegen: singen, Radio u.ä.
    Mundpflege (bei Schluckstörungen besonders wichtig)
    usw.

    Evaluation:
    nonverbale Reaktionen beachten: Mimik, Schwitzen, Herzfrequenz, Atemfrequenz, Blutdruck
    Atemgeräsche
    Inspektion Haut, Mund
    Beobachtung Ausscheidungen
    usw.


    Elisabeth
     
  3. Julius

    Julius Junior-Mitglied

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    Akt. Einsatzbereich:
    OP
    Danke, das ist echt sehr hilfreich!

    :-)

    Julius
     
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