Alterndes Personal in der Pflege

Dieses Thema im Forum "Der Alltag in der Altenpflege" wurde erstellt von Nachtfreak, 20.02.2007.

  1. Nachtfreak

    Nachtfreak Gesperrt

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    Guten Tag,

    neulich wurde mir zugetragen, dass in vielen Heimen das ältere Pflegepersonal, so ab 45 Jahren den Anforderungen nicht mehr gewachsen sei.

    Defizitär seien die Bereiche

    EDV :
    • zu langsam,
    • ungenügender Überblick
    • begriffstutzig bei Neuerungen, keine angemessene Lernfähigkeit mehr
    • negative Einstellung gegenüber EDV, kein Wille dies zu lernen
    • mangelnde Auffassungsgabe, und wenn, dann zu langsam.
    • mangelnde Rechtschreibkenntnisse, sowie Ausdrucksweise
    Wirtschaftlichkeit/Effektivität:
    • Arbeitstempo entspricht nicht mehr den Anforderungen
    • Durch alte Verträge zu teuer, sowie unflexibel bei Kündigung
    • Krankheitsbedingte Ausfälle häufen sich
    • Negatives Stationsbild
    • Psychische Belastung zu hoch, dadurch nicht flexibel einsetzbar.
    Also, es gab da noch weitere Einwürfe dazu.
    Ausserdem gab es einen Rentabilitätsbericht in welchem stand, dieses Haus arbeitet mit Defizit, weil noch zu viele ältere Pflegekräfte angestellt sind.

    Ein interessanter Sachverhalt. Natürlich sehe ich schon, dass bei uns im Haus einige Pflegekräfte in höherem Alter mit EDV nichts mehr anfangen können.
    Aber man kann diese ja andersweitig einsetzen.
    Es gibt ja doch sehr viel Aufgaben ausserhalb dem Schwesternzimmer.

    Ist hier jemand von solchen Massnahmen betroffen?

    NF
     
  2. Nordlicht

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    :angry:


    .............klasse, ich rufe gleich mal meine Freundin an, dass sie eine Umschulung beantragen soll..................!:boozed:

    ...............und dann wird noch über Eintritt ins Rentenalter jenseits der 65 gesprochen................?:knabber:


    so ganz ernst gemeint kann dieser Beitrag ja nicht sein... mich würde mal die Statistik interessieren, wer hier im Forum (oder in Altenpflegeforen) jenseits der 45 ist und trotzdem einen PC beherrscht und ein vernünftiges Tempo in der Pflege hinlegen kann:lamer:


    Schöne Grüße von einer, die in ein paar Tagen zum "Alten Eisen" gehört!
     
  3. flexi

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    Hallo Nachtfreak,

    das sind ja interessante Feststellungen, die das Haus da trifft !
    Sicherlich sind bei älter werdenden Mitarbeitern einige Ressourcen teilerschöpft, allerdings treffen die dargestellten Details, wie sie hier mal als ein Resumee oder Beschreibung eines momentanen Zustandes gemacht worden sind, durchaus auf einen Teil der Mitarbeiterschaft zu. Und das nicht nur im Krankenhaus, sondern durchaus übertragbar auf jedweden Betrieb!

    Du fragst nun nach Betroffenheit von solchen Maßnahmen, schreibst allerdings nichts davon, welche Maßnahmen irgendwo getroffen werden.
    Vorstellbar wären zum Beispiel Arbeitsplatzanpassungen, Schulungsmassnahmen, geeignete Hilfsmittel und besonders natürlich auch der Wille der Mitarbeiter, daran mitzuwirken und nicht in der Lethargie zu ersticken.
     
  4. Karo6

    Karo6 Poweruser

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    ich habe auch eine ältere kollegin (über 60) die das einfach nicht lernen will! man zeigt es immer wieder, z.b. arbeiten am PC und sie resegniert gleich, sagt dann: das bekomm ich eh nicht hin!

    was meinst du mit arbeitsplatzanpassung? computer raus----> stift u zettel her!?

    geeignete hilfsmittel??? hmm.. tja wo die kkh doch heute so am sparen sind, unvorstellbar!

    ich denke die jungen kollegen müssen die älteren einfach unterstützen, genauso wie die jungen viel von den älteren lernen können!!!


    lg karo
     
  5. flexi

    flexi Administrator
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    Oh wie wahre Worte!!!:daumen:
     
  6. Oldtimer

    Oldtimer Gast

    Peng, dass ist ein Schlag ins Genick, ich werde dieses Jahr 55 und im ambulanten Dienst und seit 38 Jahren mit Lehrzeit im Beruf.
    Jeder weiss, dass es dort um jede Minute geht.Von wegen langsam, mir wurde schon gesagt, dass ich ruhig langsamer machen könne, da ich Zeitmäßig meistens schneller bin als viele meiner jüngeren Kolleginen.
    Das mit dem Computer ist auch kein Problem, bei Pflegeplanung usw., sollte
    mal eine Frage auftauchen kann ich jederzeit meine PDL fragen.
    Wenn mal in einer Tour Probleme sind hatte ich schon öfters den Fall, dass sie mich anriefen, was sie machen sollten!!
    Das einzige womit ich Probleme habe ist manchmal der Rücken, das wars aber auch, im Kopf bin ich noch sehr klar und aufnahmefähig auch für Neuerungen.
    Ich will ja nicht eingebildet sein, aber ich denke ich bin teilweise belastbarer wie eine junge Pflegekraft.
    War die letzten 5 Jahre nicht krank und immer bereit einzuspringen.
    So, entschuldigung musste mir etwas Luft machen, denn dieses Thema macht mich rasend.

    Liebe Grüße
    Oldtimer :angry:
     
  7. Brixxx

    Brixxx Newbie

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    Be mir auf der Station ist die Hälfte vom Personalstand schon etwas älter!
    Das sie langsamer arbeiten oder sonstiges kann ich überhaupt nicht bestätigen - im Gegenteil, die sind ganz schön auf Zack.
    Man kann irrsinnig viel von ihnen lernen. ..und obwohl sie schon die einen oder anderen körperlichen Probleme haben.. sind sie doch kaum im Krankenstand.
    Ich bin selber noch ziemlich jung und erst bald 2 Jahre in der Pflege, aber ich kann über meine gleichaltrigen Kollegen nicht soviel gutes berichten. Nach einem 12-Stunden-Dienst sind die total kaputt und brauchen erstmal eine Auszeit.. Sind immer wieder im Krankenstand oder haben täglich neue Problemen.

    Das einzige was ich sagen kann - viele sind nicht bereit neues zu lernen oder auf neue Ideen einzugehen. Sie machen dies seit Jahren so und so soll es weiter gehen.. auch wenn eine andere Lösung Erleichterung schaffen würde.

    Bei uns gibt es die Dokumentation oder anderes noch nicht am PC. Aber bei uns wurde die Dokumentation Anfang letztes Jahres komplett umgestellt. Unser älteres Personal sah dies überhaupt nicht ein zu lernen und kommt heute noch nicht gut damit zu recht - obwohl sie genug Hilfe von uns erhalten - aber leider nehmen sie diese oft nicht an.

    Ich denke mal es ist schwierig für sie etwas von jüngeren Personal gesagt zu bekommen. Was ich sehr schade finde, weil ich auch sehr viel von ihnen lernen kann und mich auch darüber freue..
     
  8. Oldtimer

    Oldtimer Gast

    Vielen Dank Brixxx,
    deine Aussage hat gut getan, ich dachte schon, ich müsste mich einbalsamieren lassen wegen des alters, aber du gibst mir etwas Hoffnung, dass ich es die Jahre bis zur Rente noch durchstehe!!
    Ich bin froh, dass es noch einige junge gibt, die nicht so Negativ auf uns ältere eingestellt sind.
    Ich denke auch, wenn man solange im Beruf ist übernimmt man automatisch die Neuerungen und wächst auch gleich hinein ( wenn man will ) aber das ist Ansichtssache.
    Auch ihr Jungen werdet mal alt, aber ich denke, dass es darunter viele gibt, die diesen Beruf gar nicht solange durchhalten, weil er wirklich stressig ist vor allem körperlich und psychisch, und deshalb nach einigen Jahren viele abspringen.

    Liebes Grüßle Oldtimer :wavey:
     
  9. sigjun

    sigjun Gast

    Ich fasse es nicht, es macht mich geradezu (fast) sprachlos.
    Das auf die Allgemeinheit angewendet würde bedeuten, dass ich dumm werde, die deutsche Sprache verlerne und nicht mehr in der Lage bin mich auszudrücken, je älter ich werde. Gute Nacht sage ich da nur, das war hoffentlich keine ernstgemeinte Studie, die diese Ergebnisse zu Tage gebracht hat.
    Ich möchte mich dadrüber gar nicht mehr weiter auslassen, weil ich sonst platze und meine Emotionen überkochen.
     
  10. Brixxx

    Brixxx Newbie

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    Hey Oldtimer!

    Na bitte schön :-) Kein Problem! Ich sage so, ich habe viel von älteren Personal gelernt - wären diese nicht da, könnte ich meinen Beruf nur halb so gut ausüben!

    Was allerdings stimmt ist, viele halten diesen Beruf gar nicht so lange aus! Wie gesagt, bin selbst jung - erst 22, habe aber schon viele junge Schwestern oder Schüler gesehen die aufgehört haben oder sofort auf eine leichtere Station gewechselt haben! Ich persönlich arbeite gerne in der Altenpflege, muss aber sagen das es wirklich anstrengend ist. Ich bewundere Leute die so lange in dem Beruf arbeiten! Ich hoffe ich schaffe es auch so lange - mal sehen...
     
  11. Karo6

    Karo6 Poweruser

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    12 stunden dienst? also, versteh ich das richtig.. 12 stunden an einem tag arbeiten oder wie? oder meinst du 12 tage durch arbeiten? weil 12 stunden durch arbeiten... dann wär ich aber auch kaputt, sorry...:-?
     
  12. flexi

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    Hallo zusammen,

    ich versteh sehr gut eure Erregung!

    Nachtfreak fragt jedoch:
    Dabei werden in dem Beitrag gar keine Maßnahmen genannt, die als Konsequenz aufgrund des beschriebenen Verhaltens getroffen werden.
    Wer macht überhaupt die Aussage wem gegenüber?

    Ist es vielleicht auch aus einem Appell an die Arbeitgeber, sich entsprechend zu engagieren?
    Oder ein Appell an die Arbeitnehmer, sich den Gegebenheiten des Arbeitslebens zu stellen und sich nicht dauernd zu verweigern ("das kann (will) ich nicht...").
    Solange an Fortbildungen (mit dem Argument "will ich mal meine Fortbildungspunkte absitzen") teilgenommen wird, müssen wir uns auch nicht wundern, wenn man uns das eines Tages vorhält.

    Und ich möchte nochmal betonen, daß die Argumente, die Nachtfreak zitiert hat, auf jeden Betrieb mehr oder weniger zutreffen. In der Wirtschaft und im Handwerk hat das zu Konsequenzen gegenüber dem Personal geführt, welches daraus allerdings dann einen Lerneffekt mitgenommen hat. Die Arbeitgeber machen Pflichtangebote, wer nicht teilnimmt, ......

    Für mich sind unbedingt sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer gefordert, an den zitierten Problemen zu arbeiten.
     
  13. Nachtfreak

    Nachtfreak Gesperrt

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    Hallo,

    das Problem, zumindestens bei uns, stellt sich dar wie folgt:

    Diejenigen Arbeitskräfte, welche den Anforderungen gewachsen sind, sprich, EDV Kenntnisse, Dokumentation etc., verrichten immer mehr diese Aufgaben, wobei die sogenannten niederen Arbeiten von den älteren, weniger leistungsfähigen Kräften verrichtet wird.
    Dies hat sich so eingependelt und verstärkt somit die Unruhe.
    Aus dieser Unruhe resultiert dann ein weiteres Einbrechen der Leistungsfähigkeit.
    Was Gründe für Mobbing liefert, die Folgen sind bekannt.

    Somit fragt man sich, ob ältere denn wirklich noch eine reelle Chance haben.
    Denn die Praxis sieht nun mal anders aus wie die Theorie.
    Man kann vieles schönreden, und spekulieren wie schön es sein könnte.

    Aber auch für mich ist die Realität: Arbeite ich mit jemandem 12 Stunden durch, der fix ist, die EDV beherrscht und den kompletten Überblick hat: Das Endergebnis entspricht dem, was man von mir erwartet.
    Das lehrt einem die Erfahrung, und entspricht der aktuellen Praxis.

    NF
     
  14. Oldtimer

    Oldtimer Gast

    Hallo,
    also ich muss wirklich sagen, wir Äteren beschweren uns nicht, wenn wir jemand den Po abwischen müssen oder das Vollgebochene Bett frisch beziehen und auch sonst alles was den Patienten betrifft, wo die jüngeren zum Teil als Sklavenarbeit ansehen, weil sie ja lieber am Computer sitzen oder Spritzen machen!! Wir Alten machen vieles was die Jungen nicht machen wollen ohne zu murren da wir gelernt haben, dass das zur normalen Arbeit gehört.
    Viele langjährige gehen auch ohne Probleme an den Computer, aber mir geht es so, dass mir die Dreckarbeit (wie viele meinen ) oft mehr Spass macht als EDV, obwohl das für mich auch kein Problem ist.Ich sehe das aber nicht als weniger Leistungsfähig an.
    Der Kontakt zum Patienten ist mir wichtiger als Schreibarbeit oder anderes.
    :besserwisser:
     
  15. Brixxx

    Brixxx Newbie

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    Hey...

    Ja also mit 12-Stunden-Dienst ist 1 Tag gemeint! Natürlich arbeitet man nicht 12 Stunden durch, man hat schon Pausen! ..und natürlich bin ich auch müde nach so einem Dienst! Ich wollte damit einfach nur sagen, dass ich z.B. Kollegen haben die nur herumjammern - jeder sucht sich seinen Beruf selber aus und weiss auf was er sich einlässt!
    ..und dann einfach immer in Krankenstand gehen - das ist dem anderen Personal gegenüber nicht fair!

    Und was z.B. "Po abwischen" oder Erbrochenes aufwischen betrifft, sehe ich nicht als Sklavenarbeit! Das ist bei mir tägliche Arbeit! Da würde ich mich nie davor drücken! Ich finde überhaupt, die Zeit die wir für Dokumentation benötigen - würde ich viel lieber mit den Bewohnern verbringen, denen können wir sowieso viel zu wenig Zeit widmen.


    LG
    Brixxx
     
  16. rudi09

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    Hallo Oldtimer,
    wer hat dir das Forum gezeigt?:D
    Man kann sich über EDV-unkundige PP aufregen, muss man aber nicht!
    Ich glaube, dass man mit älteren PP durchaus vereinbaren kann, dass man sich Arbeiten teilt. Ich halte es auch für legitim, dass diese nach Neigungen und Fähigkeiten organisiert werden. Und: Ich werde niemand kurz vor der Rente dazu zwingen, noch EDV- Wissen zu büffeln oder sich anderweitig damit zu beschäftigen, wenn es Alternativen gibt.
    Nur die Jüngeren haben dann ein Problem: Wer macht die ungeliebte Grundpflege, wenn die Älteren weg sind?
    Und Fakt ist auch eins: Jüngere sind stressanfälliger und häufiger krank.
    Das kann ich belegen.
    Wobei - jünger heißt bei uns unter 45, bei 30 ist nach unten nämlich Schluß.
    MfG
    rudi09
     
  17. Brixxx

    Brixxx Newbie

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    Hey..

    Ich verstehe nicht warum jetzt schon das zweite mal gemeint wird - Wer macht die Grundpflege wenn kein älteres Personal vorhanden ist?!?

    Ich weiss ja nicht wie das bei euch ist - aber bei uns ist es egal wie alt jemand ist, sowas muss jeder machen!!
     
  18. rudi09

    rudi09 Stammgast

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    Hallo Brixxx,
    ganz so ist es eben nicht. Ich kenne genügend ältere Schwestern, die lassen die Apo-Bestellung von jüngeren machen und bieten dafür im Tausch eine Arbeit an, von der sie weiss, dass die jüngere die nur ungern macht.
    Umgekehrt geht das natürlich genauso.
    Ein weiterer älterer Pfleger hat erst kürzlich gesagt, dass er aufhören wird, wenn der Stress noch mehr zunimmt, ein weiterer bittet heimlich eine Schwester für ihn die Pflegevisite zu machen. Er habe keine Ahnung und keine Lust für sowas. (Ich weiss, er ist damit überfordert, Schulungen zum Thema nimmt er nur widerwillig war und ist >60)
    Viele ältere sagen sich auch, dass sie die paar Monate bis zur Rente schon noch irgendwie rumkriegen bzw. sich durchmogeln können. Wobei ich bei meiner Grundaussage bleibe: Der muss dann auch nicht mehr alles, bestimmte Sachen allerdings schon.
    Aber Überforderung (gerade in der Psychiatrie) kommt auch von verändertem Patientenklientel. Z.B. Borderlinestörungen und erst recht Drogen waren bis 1990 fast unbekannt. Und davor kapitulieren jetzt viele, weil das nicht mehr das ist, was sie über Jahre sicher beherrschten.
    MfG
    rudi09
     
  19. Brixxx

    Brixxx Newbie

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    Hey Rudi!

    Naja, ich finde trotzdem das man sich die Arbeit nicht einfach so "aussuchen" kann. Was macht man wenn gerade niemand hier ist der diese oder diese Arbeit gerne macht!

    Ich habe z. B. eine neue Kollegin, die meinte - "Ich teile heute Medikamente aus, für Essenshilfe hab ich keine Nerven - und außerdem mag ich das überhaupt nicht gern"
    Mich interessieren solche Aussagen nicht - wenn sie hier ist, und diesen Job machen will - dann muss sie alles machen - und kann sich nicht die Bereiche heraus suchen die sie nicht machen will.

    Etwas anderes ist es allerdings, wenn jemand sich nicht auskennt oder sich unsicher ist - da kann man natürlich Rat holen.
     
  20. Oldtimer

    Oldtimer Gast

    Hallo Rudi,
    angeeignet habe ich es mir selbst, mein Mann hatte einen Betrieb und da ging Rechnung u. Angebot über Computer. Nach Aufgabe des Geschäftes wurde es für mich zur Spielerei so das es auch kein Problem war das Forum zu finden .
    Auch im Beruf als Krankenschwester kam die EDV auch nicht von heute auf morgen und man konnte sich einarbeiten, es war nur eine Willenssache.
    Im Notfall habe ich immer noch meine Söhne die mir weiterhelfen.
    Findest du nicht auch, dass wir Alten noch ganz schön lernfähig sind??

    Viele Grüße Oldtimer:lol: :lol: :lol:
     
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