Altenpflegeausbildung als Notreserve?

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsvoraussetzungen" wurde erstellt von Knautschnase, 13.02.2013.

  1. Knautschnase

    Knautschnase Newbie

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    Hallo Ihr Lieben, ich bin schon länger stille Mitleserin und habe mich nun aus aktuellem Anlass ebenfalls hier angemeldet, um etwas mitmischen zu dürfen. Ich bin 30 und habe eine kaufmännische Ausbildung absolviert (leider ein sehr schlechtes Abschlusszeugnis aus verschiedenen Gründen).<br>Direkt nach der kaufmännischen Ausbildung wollte ich in die Pflege, aber das war finanziell nicht machbar, außerdem wurde ich in den jungen Jahren von jedem dem ich mein Vorhaben erzählt habe, nur verunsichert (von wegen der Beruf Krankenpflegerin ist ja furchtbar).
    Jetzt möchte ich aber auf gar keinen Fall weiterhin im kaufmännischen Bereich bleiben, weil er mir einfach nicht liegt und mich das stupide Vorm-Rechner-Sitzen traurig macht. Die Arbeit mit Menschen ist etwas wonach ich mich sehne, weshalb ich mich an allen umliegenden Kliniken hier beworben habe und leider nur Absagen erhalten habe. Es stehen nur noch zwei Antworten aus, aber da gehe ich mal - nach dem so viel Zeit schon vertrichen ist - ebenfalls von Absagen aus. Für mich platzt natürlich ein Traum und ich beiße mir in den Allerwertesten, weil ich so ein beschämendes Ausbildungsabschlusszeugnis habe. Mittlere Reife nachholen ist finanziell für mich nicht machbar - zumindest fällt mir nicht ein, wie ich 300 € im Monat aufbringen soll neben all den anderen Fixkosten, die grad noch so durch einen Vollzeitjob zu decken sind. <br>Nachdem ich nur Absagen ernte, habe ich mir überlegt über die Altenpflegehilfe vielleicht bessere Einstiegsmöglichkeiten zu erhalte, und habe prompt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bei einer mobilen Altenpflege hier in der Stadt bekommen. Das Gespräch lief gut und mir wurde die Möglichkeit einer Ausbildung zur Altenpflegerin angeboten, da ich als Altenpflegehelferin kaum was verdienen würde. <br>Nun sagen mir einige im Bekanntenkreis, Altenpflege und Krankenpflege wäre fast das Gleiche und ich soll doch zuschlagen, aber wenn ich höre, dass ich bei der Altenpflege, Putzen, Bügeln und Abspülen soll, da frage ich mich schon, ob es nicht eher darum geht ein Mädchen für alles zu sein, statt wirklich Menschen zu pflegen. Ich bin nun auch schon über 30 und möchte nicht noch ein weiteres Jahr verstreichen lassen, und somit unbedingt eine neue Ausbildung starten. Nun weiß ich nicht, soll ich einfach in der Altenpflege anfangen und mich damit zufrieden geben, dass ich zu unterqualifziert bin für die Ansprüche der BFS, oder soll ich mich ironischerweise bei den BFS, bei denen ich mich bereits als GuKP beworben habe, nun aufgrund der Absagen als "nur" Gesundheits- und Krankenpflegehelferin bewerben?<br>Wenn ich in der Altenpflege anfange, möchte ich nicht, dass es eine Notlösung ist, und auf der anderen Seite habe ich Bedenken, später gar keinen Zugang mehr zu einem pflegerischen Beruf zu bekommen. Ich weiß grad wirklich nicht, was ich tun soll. <br><br>Habt Ihr so eine ähnliche Situation gehabt?
     
  2. renje

    renje Poweruser

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    Nun ja, was soll man dir Raten?

    KPH, guter bis sehr guter Abschluss und 2Jahre dran hängen, dann bist du GuK.

    Oder den Umweg über AP - vielleicht gefällt es dir ja und du bleibst doch - sonst, noch ein Jahr dran hängen und dann bist du auch GuK.

    Hast beide Abschlüsse und dann kannst du es dir aussuchen wo dein Interesse hin geht.
     
  3. Knautschnase

    Knautschnase Newbie

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    Danke erst mal für die Antwort. Wusste gar nicht, dass man nach der Ausbildung als Altenpfleger einfach nur noch ein Jahr dran hängen muss, um GuK zu werden. Das ist ja schon mal ein sehr wertvoller Hinweis für mich. Danke :P
     
  4. Nurse61

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    Hallo Knautschnase
    ich habe aufgrund mein Hauptschulabschluss 1999 auch erstmal 1 Jahr KPH gelernt
    Gleich nach meiner Prüfung einen Arbeitsplatz in der Altenpflege bekommen wirklich mit guter Bezahlung, nach 8 Jahren musste ich aus familiären Gründen kündigen(alleinerziehend geworden).
    Nach dem ich meinen kleinen KITA reif hatte habe ich einen Arbeitsplatz in der ambulanten Pflege bekommen.
    Nach 5 Jahre haben sich meine familiären Verhälnisse zum guten gewendet und durch meine lange Berufserfahrung und guten KPH.Abschluss fange ich nun zum 2.4.13 meine Ausbildung zu GUKP an :klatschspring:Also immer dran bleiben und abwaschen Mädchen für alles das stimmt schon aber auch das dient doch zum wohlbefinden deiner Pflgekunden wenn sie es selbst könnten müsstest du es nicht.Wenn du Humor und:lovelove: hast wirst du viel Spass haben
    Denk dran Deutschland braucht uns

    Viel Glück
     
  5. Angie_AC

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    Nun ja....also eine verkürzte Ausbildung zur GuK kannst du nur nach erfolgreich bestandener 3 jähriger Ausbildung zur Altenpflegefachkraft machen.... und auch dann kommst du mit 1 Jahr zusätzlicher Ausbildung nicht hin.

    Ich bin selber examinierte Altenpflegerin und mache nun die Ausbildung zur GuK.... mir wurden 1,5 Jahre erlassen... hab mich aber sinnigerweise dazu entschieden nur 1 Jahr zu verkürzen... also 2 weitere Jahre Ausbildung zu machen.... und selbst damit muss ich noch sehr viel Theorie nachholen.... denn auch wenn alle meinen, dass die Ausbildungen sehr ähnlich sind, .... unterscheiden sie sich dennoch im Anspruch um einiges.

    Altenpflege sollte niemals eine Notlösung sein.... ich habe mir die GuK Ausbildung auch nicht zugetraut und ging zuerst in die Altenpflege.....aber die alten Menschen haben es verdient, dass dort jemand arbeitet, der sich aus ganzem Herzen für sie einsetzen möchte...

    Ich habe es aufgegeben, weil ich mich schon immer sehr für das medizinische interessiert habe ( was in der Altenpflege immer noch viel zu kurz kommt ) und weil ich nach bestandenem Examen endlich den Mut gefasst habe, nochmal eine neue Ausbildung zu starten.
     
  6. Lillebrit

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    So "einfach" geht das auch tatsächlich nicht! Du musst nach erfolgreich bestandener Ausbildung zum einen die Genehmigung der zuständigen Behörde haben, zum anderen eine Schule finden, welche Dich verkürzen lässt ...
    Da jede Schule einen eigenen Stoffverteilungsplan der theoretischen Inhalte hat und sich diese auch nochmal von den Inhalten der AP-Ausbildung unterscheiden, ist eine Verkürzung nicht in jedem Fall machbar und sinnvoll.
     
  7. Schwarzer Sonnenstrahl

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    immer mehr krankenhäuser steigen darauf ein das sie AP's einstellen.
    selbst mit gutem APH-abschluss wirst du an vielen schulen für GuK genommen,weil du ja schon vorerfahrung hast und somit trotz vll schlechtem schulzeugnis zur GuK-ausbildung eher genommen wirst als ein frischling von der schule oder jemand der nur ein kleines praktikum gemacht hat.

    versuch es doch erstmal so ;)

    PS: nimm wenn möglich nicht jede stelle gleich an,die meisten heime bei denen was schiefes am laufen ist nehmen jeden!aus welcher region kommst du?
     
  8. Knautschnase

    Knautschnase Newbie

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    Komme aus dem Raum Nürnberg. Das Problem ist, dass ich nicht bis September 2014 auf eine neue Chance hoffen will, sondern aktiv was tun will. sehe nicht so viele Möglichkeiten mehr, außer in den sauren Apfel zu beißen und ein Jahr KPH zu lernen, um dann aufeine Möglichkeit zur Ausbildung zur GuK zu hoffen. Kann und will mich nicht mit Gelegenheitheitsjobs über Wasser halten, die dann noch mehr den Eindruck vermitteln, ich würde es nicht ernst genug nehmen mit meinem Berufswunsch.
     
  9. Schwarzer Sonnenstrahl

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    schade. wärest du bissle weiter im norden gewesen hätt ich dir gern geholfen.

    tipp : frag mal bei den einzelnen schulen nach wann sie die ausbildungen anfangen und ob du noch als nachzügler reinrutschen darfst. ich hab damals 3 leute gehabt die verspätet angefangen haben um diese zeit.

    sonst ersuch dich doch (auch wenn bissle älter) dich um eine FSJ stelle zu kümmern. es gibt mitlerweile viele FSJ-stellen die nicht besetzt sind,weil es einfach zu wenige nachzügler gibt. vll wäre das ne chance für dich ;)
     
  10. -Claudia-

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    FSJ ist nur bis zum 26. Lebensjahr möglich, fällt in dem Fall also flach. Bufdi hätte keine Altersbegrenzung.

    Aber ich würde eine Ausbildung der Überbrückung vorziehen, es ist unnötig, noch mehr Zeit zu vertrödeln. Altenpfleger arbeiten vielerorts auch in den Krankenhäusern (und die GuKPs zum Teil in den Altenheimen).

    Wenn man ortsgebunden ist, muss man halt manchmal Kompromisse eingehen. Könntest du Dich bundesweit bewerben, sollte es nicht so schwierig sein, einen Ausbildungsplatz als GuKP zu finden - dafür sind die geeigneten Bewerber inzwischen zu rar gesät.
     
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