Als Frischexaminierte im Nachtdienst?

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von espoir, 23.02.2009.

  1. espoir

    espoir Stammgast

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    Hallo,

    mich würde interessieren, ob es sich lohnt, sich für einen Dauernachtdienst-Job zu bewerben, wenn man frisch examiniert ist ?
    Ich würde gerne mein Abitur nebenbei nachholen, bräuchte folglich bissel Zeit am Tag. Würd mir vorstellen: im Nachtdienst zu 75 % Stelle. (müssten ohne Zulagen doch knapp 1000,- netto sein nach TVÖD ?)
    Oder hättet Ihr noch andere Ideen, um parallel das Abitur zeitlich hinzubekommen und nicht am Hungertuch zu nagen ?

    Frage ist wohl, ob man als Frischexaminierte genommen wird für den Dauernachtdienst ?
    Bin 26 und kinderlos
     
  2. mostbirne

    mostbirne Gast

    mach halt 50-70% oder sowas je nachdem wie du kohle brauchst.. such dir ne stelle in nem haus die nur tags besetzt ist (diverse ambulanzen, psych tageseinrichtung, etc.) und abi dann via abendschule nebenher, ist sicherlich gesünder als dauernachtwächter..

    viel erfolg :mrgreen:
     
  3. Lin

    Lin Poweruser

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    Ich hab auch nebenbei die Matura gemacht. Ist aber auch mit 100% kein Problem, gerade wenn man nebenbei keine Verpflichtungen hat (z.B. Kinder). Ich habe aber bereits 2 Jahre auf der Station gearbeitet und musste von daher nicht noch lernen. Ich würde es nicht empfehlen, als Berufsanfänger sofort mit Teilzeit anzufangen, da die Einarbeitungszeit sich schon schwieriger dadurch gestaltet.

    Gruß,
    Lin
     
  4. Kratkey

    Kratkey Gast

    Also ich würde dir auch nicht raten ganz in den Nachtdienst zu gehen. Gerade frisch von der Schule ist es wichtig auf einer Station zu arbeiten um das gelernte erstmal zu vertiefen . Ich selbst bin damals gleich nach der Ausbildung in die Ambulante Pflege und danach ins Heim gegangen. Ich glaube heute bräuchte ich ne komplett neue Ausbildung um im Akuthaus zu arbeiten. Mitlerweile mache ich Dauernachtwache auf einer Neurologischen Station aber auch nur weil ich 2 Kinder in der Grundschule hab und ich das besser organisiert bekomme.
    Gruß Kratkey
     
  5. Paula Puschel

    Paula Puschel Poweruser

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    Ich habs bei uns im Haus so mitbekommen dass man auf einer neuen Station erst nach ca einem halben Jahr überhaupt anfängt Nachtwachen zu machen. Kann mir vorstellen dass es schwer werden kann direkt nach dem Examen ne Stelle als Dauernachtwache zu finden.
     
  6. espoir

    espoir Stammgast

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    Hm, also eher schwierig, am Anfang...
    Nur ich verstehe das nicht so recht: wenn ich ein paar Monate auf Normalstation im *Tagbetrieb* gearbeitet hab, dann weiß ich, was da so alles anfällt, was da zu machen ist etc..aber dann noch lange nicht, was nachts so ist.
    Nun gut, ich möchte ehrlich gesagt auch nicht mehr im Krankenhaus arbeiten. Nach dem abitur möchte ich studieren, spätestens ab dann, müsste ich in den Nachtdienst, da ich das Studium nicht als Fernstudium machen kann: Psychologie. Geht zwar mittlerweile an der Hagener Fernuni, aber die haben nicht die klinische Psychologie etc
    Nun gut, vllt die *Abinachholzeit* in einem Wohnheim ? Wie sieht es da aus mit eventuell dann nach 2 Jahren in Dauernachtwache ?
    Muss meinen kompletten Unterhalt verdienen, also nix mit Bafög. (die gründe möcht ich aber nicht zu sagen , ist auch nicht das Thema :-))
     
  7. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Espior,

    mein Kollege hat auch Psychologie studiert.
    Zuerst hat er 75% gearbeitet, aber in allen drei Schichten, dann auf 50% reduziert und zum Schluss auf 25% um seine Diplomarbeit und Prüfungen zu absolvieren.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  8. ruby20

    ruby20 Junior-Mitglied

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    Ich würde dir auch abraten nur Nachtdienste zu machen, dein ganzer Biorhythmus gerät durcheinander und du bekommst vom Leben um dich rum garnichtsmehr mit.
    Denk dir das mal durch:
    Ca. 20:00 Arbeitsbeginn
    Arbeiten, nur nicht einschlafen, müde sein, bis
    ca. 6:00 Puh, endlich Ablösung
    zwischen 7:00 und 8:00 endlich schlafen können.
    Schlafen bis - sagen wir mal 14:00, aufstehen, essen, lernen
    totmüde um 20:00 wieder zur Arbeit gehen.
    Und wenn du dann mal frei hast, brauchst du auch ein paar Tage um dich wieder umzustellen.
    Und ob du im Nachtdienst Zeit und vorallem Nerven zum Lernen hast, wer weiß?!
    Also mir reichen die ca. 4 Nächte im Monat schon (Hab auch erst ausgelernt).
    Hoffe, ich konnt helfen.
    Liebe Grüße
     
  9. espoir

    espoir Stammgast

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    Hallo,

    muss nochmal nachfragen: welche Gründe gibt es nun genau, die dagegen sprechen, als frisch Examinierte in den Dauernachtdienst zu gehen ? Also jetzt von Arbeitgeberseite aus ?
    Habe gelernt in einem Akutkrankenhaus, bewerbe mich aber nun in Pflegeheimen auf ausgeschriebene Nachtdienststellen.
    Ist meinem Biorhythmus gerechter der ND und auch gut händelbar für Abi und Studium danach.
     
  10. Sittichfreundin

    Sittichfreundin Poweruser

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    Ich habe viele Jahre im Nachtdienst gearbeitet, früher zu 100 %, jetzt etwas weniger und seit diesem Jahr auch wieder etwas Tagdienst. Als ich so jung war wie Du, habe ich es sehr gut gepackt mit 100 % Nachtdienst. Wenn Du zu den sogenannten "Nachteulen" zählst, warum nicht? Für so manchen sind 3 Schichten viel anstrengender als nur nachts zu arbeiten. Ich würde mir die Stelle aber gut anschauen. Denn gerade in Altenheimen haben die Nachtwachen oft 2 Stationen oder mehr zu versorgen. Ich weiß das von meiner Schwägerin. Aber generell abraten vom Nachtdienst würde ich Dir nicht.
     
  11. petite

    petite Senior-Mitglied

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    Auch wenn du in einem Akuthaus gelernt hast, ist es trotzdem schwierig als frisch Examinierte Nachtdienst zu machen.
    Na klar, als Schüler hat man auch Nachtdienst, aber da ist immer jemand für dich da und nicht du sondern die ex. Schwester trägt die Verantwortung. Jetzt bist du ausgelernt und musst alleine Verantwortung für deine Patienten übernehmen!

    Ich hab erstmal zwei Monate im Tagdienst gearbeitet, als ich ausgelernt war und dann wurde ich drei Nächte eingewacht.
    Es ist vtl einfacher, seinen Tag zu organisieren, wenn man Nächte macht, damit man am Tag noch lernen und zur Uni gehen kann, aber auf die Dauer ist es anstrengend.
    Und ich hatte schon nach zwei aufeinanderfolgenden Nachtdiensten einen Jetlag :(

    Überlegs dir gut! Und wie wäre es, wenn du nur als Nachtwachenspringer oder nur am Wochenende im Tagdienst arbeiten würdest?
     
  12. Marty

    Marty Poweruser

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    unavailable...
    Hi,
    habe auch neben einer 100Prozent-Fastnachtwachenstelle studiert. Aber, ich hatte in der ambulanten Pflege einen Job gefunden, bei dem ich in der Wohnung eines heimbeatmeten Patienten die Nacht ( 12h Dienste) abgesessen habe. Schlafen durfte man ja nicht.:mrgreen:
    Das ging sehr gut, weil ich eigentlich immer morgens ausgeruht war. Aber so eine Stelle zu ergattern ist wie die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.
    Wenn man sich nachts allerdings die Hacken abrennt, was eher wahrscheinlich ist, dann wirds bitter.
    Aber ich wünsch dir Glück bei deiner Stellensuche und auf deinem Weg,
    Marty
     
  13. F13R

    F13R Newbie

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    Und da liegt meiner Meinung nach der wirkliche Knackpunkt... In der Regel ist man im Nachtdienst auf sich allein gestellt und für eine ganze Station zuständig. D.h. wenn man noch nicht lange auf einer Station ist, seinen Arbeitsbereich noch nicht so gut kennt dann kann man eventuell auftretende Komplikationen nicht sicher erkennen und angemessen reagieren.
     
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