Allgemeine Fragen zu OP-Lampen

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von Design_Folkwang, 06.11.2008.

  1. Design_Folkwang

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    Hallo zusammen,
    ich studiere an der Folkwang in Essen Industrial Design und gestalte gerade eine Op-Lampe für mobile Einsätze in Krisengebieten.
    Hierzu mache ich gerade eine Umfrage bzw. Analyse, würde mich freuen wenn ihr mir auf folgende Fragen antworten könntet, bin über jede Anregung bzw. Information dankbar!!!

    1.Wer benutz die Op-Lampe?
    2.Wie wird die Lampe eingesetzt, ausgerichtet?
    3.Warum braucht der Nutzer eine Op-Lampe?
    4.Wann wird die Op-Lampe benutzt?
    5.Wo kommt die Lampe zum Einsatz?
    6.Wird die Lampe von vielen Personen benutzt?
    7.Muss die Lampe rund sein?
    8.Welche Zusatzfunktionen erfüllt die Lampe?
    9.Lässt sich die Lampe multifunktional in mehreren Bereichen einsetzen?
    10.Wie werden mobile Op-Lampen bei Ihnen eingesetzt?
    11.Was halten Sie für verbesserungswürdig?
    12. Wie sollte das Licht reflektieren?

    Es wäre nett wenn ihr vor jede Antwort die Zahl der zughörigen Frage schreiben würden! Vorab vielen Dank!
     
  2. Design_Folkwang

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    ich bins nochmal ; )
    leider antwortet mir keiner von euch, ich weiß das die fragen etwas trivial gestellt sind könntet ihr mir trotzdem irgendwelche Antworten bzw. Anregungen geben büdde büdde!
     
  3. Langenbeck

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    Hallo, ich versuch mal dir ein bisschen zu helfen.
    zu Frage 1) die OP- Lampe benutzt das komplette OP Team meistens natürlich der Operateur da er die Sicht am besten beurteilen kann, die OP Pflege oder die Assistenten stellen je nach Situation das Licht schon mal nach

    zu Frage 2) bei uns wird das Licht prä OP schon mal vom Springer in Position gebracht wen die sterilen Lampengriffe aufgesetzt sind können die "Lichtstrahlen" nochn feinjustiert werden

    zu Frage 3)weil das normale Saal licht nicht ausreichend ist um den Situs gut auszuleuchten

    zu Frage 4) während der gesamten Operation

    zu Frage 5)s.o.

    zu Frage 6) siehe Antwort 1
     
  4. Langenbeck

    Langenbeck Newbie

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    zu Frage 7) nein nicht das ich wüßte das wichtigste ist das man einen sterilen Lampengriff ansetzten kann

    zu Frage 8) ich glaube es gibt lampen mit einer eingebauten Kamera

    zu Frage 9) bei uns sind die Lampen fest an der Decke befestigt

    zu Frage 10) bei uns im OP gar nicht

    zu Frage 11) wir haben oft das Problem da es ja zwei OP Lampen pro Saal gibt das sich die Arme der Lampen verdrehen und man dann die lampen nur schwer korrekt einstellen kann und wenn man sie dann wieder richtig machen möchte kommt man oft bedrohlich nah an die sterile Abdeckung

    zu Frage 12)???

    hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.:mrgreen:
     
  5. medizin_mann

    medizin_mann Stammgast

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    Hallo

    Ich denke es liegt an der Zielsetzung deiner Frage, denn wenn du eine OP-Leuchte für Krisengebiete entwickeln willst, so ist es schwierig aus dem deutschen Klinikalltag Rückschlüsse für eine solche Entwicklung zu ziehen.
    Die Bedingungen in Krisengebieten sind extrem unterschiedlich zu den geordneten und hygienischen Verhältnissen in Deutschland.

    Hast du Erfahrungen mit der Arbeit von Chirurgen in Krisengebieten ? Mir fallen viele Anforderungen ein, die ein solches Produkt erfüllen sollte, die eine OP-Leuchte für eine deutsche Klinik nicht erfüllen muss.

    Es scheint zudem, dass wir für dich die Grundlagen ausarbeiten sollen, dazu bin ich nicht bereit. Informationen findest du bei den Herstellern der OP-Leuchten.
     
  6. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo,

    ich bin zwar nicht im OP-Bereich, aber dann eher für Krisen zuständig.

    Wo willst du deine Lampen einsetzen? In Containern, Zelten? Je nachdem müssen sie unterschiedliche Anforderungen erfüllen.

    In Containern können sie fest installiert sein, in Zelten sollten sie eher mobil sein.

    Ein häufiges Problem ist die Stromversorgung, wobei dich das vom Design nicht stört, vermutlich.

    Sie sollten robust sein, leicht zu montieren und "handlich" zu verpacken, da sie ja transportiert werden müssen.

    Hilft dir das?

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  7. matras

    matras Bereichsmoderator
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    Hallo,

    als ehemaliger OP-Fuzzi kann ich vielleicht auch was sinnvolles beisteuern....

    die Form der Lampen ist wurscht, mittlerweile gibt es auch dreieckige die Ihren Dinst sehr gut verrichten, wichtig ist die möglichst schattenfreie Ausleuchtung auch eines tiefen OP-Situs (gute focusiereigenschaft) und die Farbechte widergabe der Gewebsstrukturen. In Krisengebieten stelle ich mir vor, dass die Energiehungrigkeit von Verbrauchern nicht übermäßig sein soll und die Mobilität maximal sein muss, dazu kommt gute Standfestigkeit und die Möglichkeit dass sowohl ein "Springer" als auch der Operateur selbst die Lampe sicher (steriler Lampengriff) und genau justieren kann.

    Gruß Matras
     
  8. dieEv

    dieEv Poweruser

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    Sie sollten außerdem gut zu reinigen sein, Desinfektionsmittel vertragen! Bei unseren alten Lampen blätterte zum Schluß die Farbe ab!!!
     
  9. Design_Folkwang

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    Hallo nochmal,
    wollte mich schon mal bei euch bedanken, für eure Antworten, das bringt mich um einiges weiter!!!

    @medizin_mann:

    1. muss ich allgemeine Informationen aus dem deutschen Klinikalltag sammel, da es mir unmöglich ist in Krisengebiete zu reisen um dort Menschen zu befragen.

    2.hab ich natürlich keine Erfahrungen mit der Arbeit von Chirurgen in Krisengebieten, siehe Punkt 1
    Wenn du Anforderungen weißt, die in Krisengebieten anders sind als in Deutschland, warum schreibst du sie nicht hier rein um mir weiter zu helfen???

    3.Lasse ich mir hier nicht die Grundlagen ausarbeiten, sondern diese Fragen dienen mir, um meine bereits fertigen Konzepte zu verbessern und Details wie Griffmöglichkeiten etc. genauer auszuarbeiten. Und ich weiß auch dass ich Informationen bei den Herstellern von Op-lampen finde, aber die Medica in Düsseldorf ist erst nächste Woche und zudem arbeiten die Hersteller oft wenig realistisch im OP

    @narde3003

    Ich habe drei unterschiedliche Konzepte erstellt bis jetzt:
    1. eine Lampe die quasi als Kofferverpackt an einem Stativ auf gehangen wird und sich dort "entpackt"
    2. eine Lampe die in ein Zeltintegriert ist und somit ein Teil eines Zeltes ist.
    3. Eine Lampe die quasi multifunktional auch eine zweite Funktion erfüllen kann z.B. als Op-tisch
    bei diesen drei Konzepten ist das erste mein Favourit, da es sich flexibel einsetzten lässt, platzsparend verstaut werden kann und leicht transportabel ist.
    Auch die Sromversorung hab ich bei den entwürfen bedacht und denke, dass
    die LED-technologie am sinnvollsten wäre von der Haltbarkeit, Belastbarkeit, Ausleuchtung und dem Verbrauch.
    Fällt dir vl noch ein Problem ein, was ich explizit bei solchen Lampen bedenken sollte?

    Vielen Lieben Dank nochmal
    und Liebe Grüße
    der Holger
     
  10. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Moin Designer! Ich bin bei der Bundeswehr im sogenannten Luftlanderettungszentrum, leicht im OP eingesetzt. Das LLRZ, le ist eine hochmobile zeltgestützte Sanitätseinrichtung zur Durchführung lebensrettender und notfallchirurgischer Eingriffe zur Herstellung und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit von Patienten in Krisen-/Kriegs- und Katastrophengebieten. Wir verfügen in dieser OP-Gruppe über eine mobile OP-Lampe. Diese wird an sich nur von den Operateuren bedient, da sie aufgrund ihres Standortes und des Platzmangels in einem Zelt nicht vom Instrumenteur bedienst werden kann. Diese OP-Lampe verfügt am Fuss über Rollen, um sie an den günstigsten Standort bewegen zu können (was aber nicht heißt, das sich diese Lampe leicht bewegen lässt). Die Lampe kann zur Not auch durch den Springer bedient werden. Um unnötigen Kabelsalat am Boden zu vermeiden, verfügt die Lampe auch über Akkus, kann aber auch (natürlich zum Aufladen) ans Stromnetz angeschlossen und darüber betrieben werden. Die Lampe wiegt ca. 85 kg und kann von einem Soldaten aufgebaut werden. Die Lampe hat so ihre Vor und Nachteile, diese aber alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Der Leuchtkörper (oder wie man das auch immer nennt) ist übrigens oval geformt. Im übrigen bin ich für Verbesserungen im Bereich dieser Technik natürlich sehr offen und würde mir gerne Deine Konzepte mal näher anschauen. Vielleicht lässt ja auch eine Machbarkeitsstudie durchführen, das wäre allerdings Sache übergeordneter Stellen. Gruß Bruce
     
  11. Bruce

    Bruce Junior-Mitglied

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    Nun pass mal auf, lieber Medizin-Mann!
    Der gute Designer fragt lediglich freundlich nach. Umfragen sind für eine solche Arbeit unerlässlich. Wenn Du da nicht mitmachen willst, hättest Du Dir Deine schlauen Komentare sparen können. Was die Hygiene betrifft, so gelten (zumindest bei der Bundeswehr) die gleichen Voraussetzungen wie in einem deutschen Krankenhaus, egal ob OP-Zelt oder OP-Container (allein schon aus rechtlicher Natur). Diese werden auch eingehalten. Schönen Tag noch
     
  12. medizin_mann

    medizin_mann Stammgast

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    Hallo und aufgepaßt :mrgreen:

    nachdem mehrere Tage niemand etwas zu designers fragen geschrieben hat, wollte ich nur darstellen, warum das so sein kann. Die genannten Gründe sind die meinigen und wenn andere Leser anderes zu berichten wissen ist das gut so.
    Warum ich mich hier von Dir, Bruce, belehren lassen soll, was ich schreibe oder nicht, muss ich nicht nachvollziehen. "Das ist der Wahrheit !"

    Zurück zum Thema:
    2 Wochen Hospitation in verschiedenen Kliniken hätten die Fragen des Designers sehr gut beleuchtet...
    Dies ist ein Fachforum und die Fragen sind so trivial gestellt, dass ich davon ausgehe, dass hier wirklich Basiswissen abgefragt werden soll.

    Wenn ich die Antworten der anderen in einem KH tätigen Kollegen lese, wird meiner Meinung wiederum erkennbar, dass KH in D nicht mit Zelt in Wüste in Nirgendwo zu vergleichen ist. Die Anforderung an Hygiene und Sterilität kann die BW sicher erfüllen, wie das mit den Hilfsorganisationen und nicht so finanzstarken Hilfskräften aussieht bleibt offen.
    Nach dem Tsunami haben wir unsere Instrumente einmal am Tag in einer Schale mit Desinfektionsmittel gereinigt, weil dort einfach nichts besseres war....

    Eine Idee ist noch die Hilfsorganisationen anzusprechen (DRK, MSF, Malteser..)
     
  13. Design_Folkwang

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    huhu,
    ic bins nochma!
    Wollte mich für die ganze hilfe bedanken, hab mein Projekt letzte Woche abgeschlossen!
    Wünsch euch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!
    Viele grüße
    der Holger
     
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