Alleinerziehend und 3 Schichten?

Dieses Thema im Forum "Talk, Talk, Talk" wurde erstellt von Bea78, 26.01.2006.

  1. Bea78

    Bea78 Newbie

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    Hallo!
    Ich bin erst neu hier, aber ich muß gleich mal eine Frage loswerden....

    Gibt es jemanden hier, der alleinerziehend ist und trotzdem in 3 Schichten arbeitet? Wie kriegt ihr das geregelt mit der Kinderbetreuung?
    Mein Sohn ist 3 und ich arbeite 30 Std./Woche in 3 Schichten. Ich denke, wir kriegen das ganz gut hin mit der Betreuung, ist einfach ein riesiger Aufwand an Organisation und Fahrerei. Zum Glück habe ich eine liebe Familie und Freunde, die mich unerstützen. Aber das schlechte Gewissen meinem Sohn gegenüber ist immer da, ich komme mir oft genug wie eine Rabenmutter vor, wenn ich ihn abgeben muß, weil ich Spät- oder Nachtdienst habe. Aber ich muß dazu sagen, daß es ihm gut geht und er ganz gut versteht, warum ich arbeiten gehe.

    Vielleicht kann ich mich ja mit jemandem hier austauschen? Würde mich freuen!

    Beate
     
  2. Syl

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    Meine Freundin!

    Hallo Beate,

    nicht ich aber meine Freundin und Kollegin arbeitet auch in 3 Schichten...alleinerziehend.
    Sie macht es jetzt schon seit 1 Jahr und es läuft eigentlich ganz gut. Sie hat aber auch das Glück, dass ihre Eltern in der Nähe wohnen und den Sohn dann betreuen. Und die Wochenenden, wo der Sohn beim Papa ist, arbeitet sie immer.
    Also irgendwie geht es ...

    Ich habe auch einen 3 ( fast 4) jährigen Sohn. Bin zwar nicht alleinerziehend, aber mein Mann ist auch im Schichtdienst und er hat noch einen unregelmäßigeren Dienst, als es bei uns im Krankenhaus üblich ist...er ist Lokführer.
    Daher ist es mir nicht möglich mehr als 4 Tage im Monat zu arbeiten...auf Abruf als Springer. Im April werde ich anfangen, mal sehen, wie es läuft.
    Ich habe leider keine Eltern, die auf Lars aufpassen können:(

    LG und alles Gute
    Sylvia
     
  3. panki

    panki Senior-Mitglied

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    Ich hänge mich mal mit meinem Problem an diesen etwas älteren Thread ran, weil mein Problem genauso ist, wie die Überschrift beschreibt.
    Ich bin ziemlich traurig und wütend zugleich.
    Habe vor einigen Tagen bei einer ambulanten Kinderkrankenpflege angefangen, betreue ein behindertes Kind in der Kita und einen Säugling im häuslichen Bereich mit 20 Wochenstunden.
    Zur Zeit bin ich "alleinerziehend", da mein Mann in einer anderen Stadt arbeitet, Großeltern wohnen sehr weit weg oder arbeiten selbst. Daher kann ich nur in der Zeit arbeiten, in der mein Kind betreut wird. Die Betreuungszeiten sind natürlich tagsüber mit unserem "familienfeindlichen" Job schlecht vereinbar.
    Im Vorstellungsgespräch habe ich das erwähnt, wurde trotzdem eingestellt und fing wie gesagt an zu arbeiten.
    Nun aber sind nicht genug Patienten da, bei denen ich mit meinen Arbeitszeiten eingesetzt werden kann. Bei den meisten Pat. gibt es Stundenpflegen bis zu 24h im Drei-Schichtsystem. Hurra!
    Zuerst wurde jetzt mein Vetrag von 30 auf 20 Wochenstunden geändert, damit ich nicht so viele Minusstunden bekomme, die ich mit einem Kind ja nie wieder zeitlich nacharbeiten kann. Jetzt soll ich wieder zur PDL wegen dem Vertrag...wer weiß was kommt...böse Vorahnung habe ich schon.
    Was mich ärgert ist, dass ich eingestellt wurde, obwohl der Pflegedienst wusste wie ich arbeiten kann, ich Patienten übernommen habe, mich dort einarbeite und nun gegen die "achso supertollen flexiblen" meist sehr jungen Kollegen wahrscheinlich wieder ausgetauscht werde.
    Ich bin echt traurig und ein bißchen eifersüchtig auf die, die entweder voll ungebunden alle Schichten arbeiten können oder die mehrere Ausweichmöglichkeiten für die Betreuung ihrer Kinder haben (Väter, Großeltern, etc.). Ich habe sowas leider nicht.:cry:
    Was sagt ihr dazu?
    Gruss an alle
     
  4. Bea78

    Bea78 Newbie

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    Hallo!
    Es ist ja schon ziemlich lange her, daß ich meinen Thread geschrieben habe. Inzwischen hat sich bei mir einiges geändert. Ich bin nicht mehr allein *freu* und mein Partner hat meinen Sohn absolut akzeptiert und hat sich immer super um ihn gekümmert, wenn ich arbeiten mußte. Das war echt eine Erleichterung für uns alle. Seit knapp 3 Monaten haben wir auch ein gemeinsames Kind und ich bin erst mal für 1 Jahr zu Hause, was die Sache momentan auch erleichtert. Allerdings graut´s mir sehr davor, wie es wird, wenn ich im nächsten Jahr dann mit 2 Kindern in 3 Schichten arbeiten muß....

    Deine Situation ist natürlich ziemlich bescheiden :( Find es echt blöd, daß sie dich einstellen und genau wissen, wie es bei dir aussieht und nun alles plötzlich nicht mehr so laufen soll oder kann.
    Bei uns wurde ja auch nicht gefragt, wie man das alles schafft allein, entweder man arbeitet in 3 Schichten oder man geht eben...
    Ich hatte Glück mit meiner direkten Chefin, sie ist mir immer entgegen gekommen mit den Diensten, ich durfte etwas später anfangen, um meinen Sohn in die Kita zu bringen etc. Allerdings gab´s da wirklich viel böses Blut bei den Kollegen, so daß ich sie am Ende darum bat, mich nicht irgendwie zu bevorzugen.

    Ich drück dir die Daumen für das Gespräch. Laß doch mal hören, wie es gelaufen ist.

    Ach so, gibt es bei euch evtl. sowas wie Leih-Omas oder so? Bei uns gibt´s einen Großelterndienst, da haben wir eine tolle Ersatz-Oma gefunden, die uns auch oft geholfen hat bei Spätdiensten.

    Liebe Grüße und alles Gute!

    Beate
     
  5. panki

    panki Senior-Mitglied

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    Hallo Bea78 und alle anderen,
    danke für die nette Anteilnahme.Dem Tip mit dem Großelterndienst werde ich weiter nachgehen...
    Heute war das PDL-Gespräch...sie bieten mir an meine Stunden noch weiter zu verringern oder auf 400 € Basis zu arbeiten. Das Problem ist wohl, dass z.Zt. hauptsächlich Spät- und Nachtdienste zu machen sind, weil sich die Einsatzzeiten, bei den einzelnen Patienten geändert haben (die Kinder bekommen meist Stundenpflegen) oder viele Einsatzorte so weit weg liegen und mit so großer Wegezeit das rechtzeitige Versorgen des eigenen Kindes echt schwierig wird.
    Werde nun also erstmal die Stundenverringerung annehmen (besser als Kündigung) und dann weiter nach geeigneteren Stellen suchen.
    Mein Traum wäre es ja wieder so ein Job zu haben, wie die Schwester, die ich gerade vertrete (Krankheitsvertretung). Sie arbeitet tagsüber fest in einer Integrations-Kita und versorgt dort die behinderten Kinder mit ansprechenden Arbeitszeiten. So etwas habe ich auch 2 Jahre gemacht, leider wurde wegen Stellenabbau (Geldmangel) der AV nicht verlängert. Das ist echt eine tolle Arbeit.
    Mal schauen wie es weitergeht, darf mich nicht unterkriegen lassen. Ganz liebe Grüsse
     
  6. Anja75

    Anja75 Newbie

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    Oh je,ich bin ebenfalls alleinerziehend und vor 3 Monaten wurde mein Vertrag nicht verlängert,da ich wegender häufigen Schichtdienste oft `krank`war.
    Ich hatte das Problem,das mich meine GTeamleiterin nicht mochte,und ich immer dann Spät oder wenigstens Frühdienst hatte,wenn ein Feiertag war.Ich habe letztes Jahr alle Weihnachtstage und Silvester und Neujahr im Frühdienst gearbeitet und mein Vertrag wurde nicht verlängert,da ich mich gelegentlcu an Wochenenden krank gemeldet habe.
    Ich hasse meinen vorherigen Arbeitgeber und ärger mich das ich mich für den Verein so aufgeopfert habe
     
  7. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Praxisanleiterin, Bachelor of Nursing, M.A. Pflegewissenschaft
    Krank in Anführungszeichen? Würde ich an Deiner Stelle nicht selbst im Internet preisgeben.

    Wenn ich das richtig interpretiere, wärst Du mit dem Auslaufen des Vertrages noch glimpflich davon gekommen. Krank "spielen" ist ein Kündigungsgrund.
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Anja- und anderen alleinerziehenden Müttern, denen es ähnlich geht- die unter der Belastung einfach an ihre Grenzen stoßen und nicht selten darüber gehen müssen...

    Wie wäre es mit einem MuKi-Kur. Man bekommt Abstand zur aktuellen Belastung. Man trifft auf Mütter mit ähnlichen Problemen und erkennt, dass man nicht alleine dasteht mit seinem Problem. Auch in anderen Berufen ist die Belastung nicht geringer. In entsprechenden Angeboten in der Kur werden u.a. Streßbewältigungsstrategien erlernt. Als Mutter bekommt man Tipps, wie man seine Probleme lösen kann. usw., usw. ... und nicht vergessen werden soll- die Kinder erleben Mutti mal völlig streßfrei und können mit ihr gemeinsam eine gute Zeit genießen.

    Elisabeth
     
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