Alkoholabhängige Patientin in ambulanter Pflege

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von wolke77, 15.02.2009.

  1. wolke77

    wolke77 Newbie

    Registriert seit:
    21.12.2008
    Beiträge:
    16
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Funktion:
    Teamleiter
    Habe in meiner Tour eine Patientin,die alkoholabhängig ist.Sie trinkt ca. 1-2 Flaschen Wein am Tag,die ihr die Nachbarin bereitstellt.In letzter Zeit hat sie massive Probleme mit der Balance,so daß sie sehr oft hinfällt und dann den Hausnotrufknopf drückt,weil sie nicht mehr alleine aufstehen kann.Wir müssen dann zu ihr fahren,auch oftmals in der Nacht und sie wieder aufheben.Wie sollte ich mich verhalten?:gruebel: Kann ich ihr den bereitgestellten Wein abnehmen und in ein anderes Zimmer stellen wo sie nicht hinkommt? Sollte ich mal mit der Nachbarin reden? Sie weiß eigentlich über die Problematik bescheid.Wie macht ihr das mit euren Patienten?
     
  2. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
    Mitarbeiter

    Registriert seit:
    27.07.2005
    Beiträge:
    13.280
    Zustimmungen:
    63
    Beruf:
    FGuKP I&I, Praxisanleiterin DKG,Wundassistent WaCert DGfW, Rettungsassistentin, Diätassistentin
    Ort:
    München
    Akt. Einsatzbereich:
    HOKO
    Funktion:
    Leitung HOKO
    Hallo Wolke,

    hat die Patientin eine Betreuung? Wenn ja, dann kann diese den Alkohlkonsum verbieten. Wenn nein, könnt ihr an die Patientin appelieren ihren Weinkonsum einzustellen.
    Den Wein der Patientin einfach entziehen steht euch nicht zu.

    Der Hausnotruf ist ja für solche Notfälle gedacht, die Patientin bezahlt diese Leistung. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass ihr den Hausnotrufvertrag kündigt.

    Schönen Abend
    Narde
     
  3. Lisl

    Lisl Newbie

    Registriert seit:
    16.01.2009
    Beiträge:
    25
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Altenpflegerin
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Hallo,
    darf ich dran erinnern, das Alkoholismus eine Krankheit ist?
    Ich denke nicht daß ein Verbot oder ein Appel was nützt.
    Wenn, dann muß der Arzt informiert werden und wenn es machbar ist ein stationärer Entzug erfolgen.
    Außerdem müßte man mal schauen wieso die alte Dame soviel trinkt.
    Sie könnte z. B. einfach sich nur Einsam fühlen.
    Lisl
     
  4. MartinRdbl

    MartinRdbl Newbie

    Registriert seit:
    13.02.2009
    Beiträge:
    15
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpfleger
    Ort:
    Sachsen
    Akt. Einsatzbereich:
    Psychiatrie
    sie könnte mit ihrem hausarzt reden, die pat. oder die nachbarin und der kann ihr eine S1-Regelbehandlung empfehlen oder zumindest zu nem termin bei einer suchtberatung überreden...
     
  5. vanessa:D

    vanessa:D Newbie

    Registriert seit:
    16.02.2009
    Beiträge:
    6
    Zustimmungen:
    0
    man darf sie nicht verurteilen deswegen...man weiß nie den grund warum sie trinkt...ich würde mit der nachbarin reden das sie keinen wein mehr bereit stellt....aber wenn wirklich eine sucht besteht, wird sie sich ihren wein schon wo anderst her besorgen....verstecken ist keine gute idee....das macht euer vertrauen ganz kaputt.... sie muss aufhören wollen...mach ihr klar was sie sich damit antut... und achte drauf das wenn sie keinen alkohol mehr bekommt sie nicht ins delier rutscht...
     
  6. BettinaMobil

    BettinaMobil Stammgast

    Registriert seit:
    17.03.2008
    Beiträge:
    269
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Krankenschwester Arzthelferin Wundexpertin ICW e.V
    Akt. Einsatzbereich:
    ambulante Pflege
    Das Problem in der amb. Pflege ist ja auch die Zeit, die wir beim Kunden verbringen. Je nach Pflegeart.
    Wenn vorhanden würde ich versuchen Angehörige ins Boot zu holen. Am besten durch die Chefin selbst. Den Hausarzt zu informieren ist auch ok.
    Von solchen Sachen wie verstecken , oder versuchen Pat. zu "bekehren" rate ich ab. Kann böse nach hinten losgehen.
    Ansonsten bleibt euch nicht viel mehr, als hinzufahren und ihr aufzuhelfen.
    Schlimmstenfalls landet sie irgendwann in der Klinik.
     
  7. Trisha

    Trisha Poweruser

    Registriert seit:
    04.03.2004
    Beiträge:
    1.431
    Zustimmungen:
    4
    Beruf:
    Krankenschwester, Pflegerische Fachexpertin für chronische Wunden
    Ort:
    Göttingen
    Akt. Einsatzbereich:
    Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
    Das Hauptproblem liegt sicher darin, dass die Pat. recht oft stürzt und deswegen entsprechend oft den Hausnotruf aktiviert.

    Wenn die Häufigkeit inakzeptabel wird, eine klare Grenze gibt es da nicht, muss evtl. ein Amtsrichter eine Entscheidung über die weitere Betreuung treffen. Z.B. Psychiatrie-Zwangseinweisung, sonstige stationäre Betreuung.

    Vor dem Hintergrund, dass die Pat. stark gefährdet ist und sich Frakturen oder ein SHT zuziehen könnte.
    Wichtig dabei ist natürlich, jeden Sturz gut zu dokumentieren.

    Das Alkoholproblem kann nur die Pat. selbst unter professioneller Betreuung lösen. Das ist nicht Aufgabe des Pflegepersonals.

    LG
    Trisha
     
  8. SrMelli

    SrMelli Newbie

    Registriert seit:
    02.03.2007
    Beiträge:
    22
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Göttingen
    TSTS... wir ahben auch so ähnliche Fälle...
    Irgendwann sind die meinsten mal so gestürzt, dass sie reif für die Klinik waren....einen haben wir über das Gesundheitsamt einweisen lassen, wir sollten Behandlungspflege (VW) durchführen, dies war aber nciht mgl. von daher bestand eine Eigengefährdung, Gesundheitsamt info und ab die Post....
     
Die Seite wird geladen...
Ähnliche Themen - Alkoholabhängige Patientin ambulanter Forum Datum
Alkoholabhängige Patienten - Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson Pflegebereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik/Sucht/Forensik 25.01.2012
Trachealkanülenwechsel bei beatmeter Patientin ohne Spontanatmung Außerklinische Intensivpflege 11.03.2016
demente Patientin spuckt Der Alltag in der Altenpflege 11.11.2014
Instillagel bei BDK-Anlage bei einer Patientin? Fachliches zu Pflegetätigkeiten 20.10.2014
Frage zur Pflege bei Patientin mit Nierenteilresektion Nephrologie / Urologie 22.09.2014

Diese Seite empfehlen

  • Über uns

    Unsere Online Community für Pflegeberufe ist eine der ältesten und mitgliederstärksten im deutschsprachigen Raum (D/A/CH) und wir sind stolz darauf, dass wir allen an der Pflege Interessierten seit dem Jahr 2000 eine Plattform für unvoreingenommene, kritische Diskussionen unter Benutzern unterschiedlicher Herkunft und Ansichten anbieten können. Wir arbeiten jeden Tag mit Euch gemeinsam daran, um diesen Austausch auch weiterhin in einer hohen Qualität sicherzustellen. Mach mit!

    ©2000-2016 - www.krankenschwester.de - Die Online Community für Pflegeberufe

  • Schnellnavigation

    Öffne die Schnellnavigation

  • Unterstützt uns!

    Unser Team von www.krankenschwester.de arbeitet jeden Tag daran, dass einerseits die Qualität sichergestellt wird, um kritische und informative Diskussionen zuzulassen, andererseits die technische Basis (optimale Software, intuitive Designs) anwenderorientiert zur Verfügung gestellt wird. Das alles kostet viel Zeit und Geld, deshalb freuen wir uns über jede kleine Spende!

Ich stimme zu Weitere Information

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.