Alkohol im Krankenhaus

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von Suse, 02.04.2002.

  1. Suse

    Suse Senior-Mitglied

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    Jooden daach, wie man im Rheinland sagt.
    Können die Patienten in eurem Krankenhaus Alkohol kaufen / trinken ???
    Machen Drogenkranke ( wie z. B. Hetroinsüchtige) bei euch einen sog. kalten Entzug ????
    Gruß Suse
     
  2. Babsi

    Babsi Senior-Mitglied

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    Hi Suse,
    bei uns ist es leider so, dass wenn ein Patient nach einem Glas Bier fragt wir es ihm geben müssen, vorausgesetzt er ist kein bekannter Alkoholiker und ein Privatpatient da werden leider Unterschiede gemacht! Bei einem bestehenden Alkoholabusus werden Ersatzmittel in Medikamentenform gegeben. Mit Heroin hatte ich bis jetzt noch keine Erfahrung. Aber Alkohol wird bei uns im Cafe auch verkauft. :(

    Sudja
     
  3. Gerry Raßmann

    Gerry Raßmann Senior-Mitglied

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    Patienten sollte man nicht entmündigen. Wenn also ein Patent Bier haben will, dann soll er es auch bekommen. Bezahlen kann er ja selbst. Wenn er sich volllaufen lässt, kann man ihn immer noch bitten das Krankenhaus zu verlassen.
     
  4. Tisi

    Tisi Senior-Mitglied

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    Hallo!
    Bei uns ist das auch so, kaufen kann man den Alkohol nicht, wenn aber jemand Bier haben möchte, können wir das in der Küche bestellen.
    Tisi :-)
     
  5. Suse

    Suse Senior-Mitglied

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    Huhu !
    Bei uns gibt es nirgendwo Alk zu kaufen. Alk.kranke bekommen nichts, Nichtsüchtige können sich Alk. mitbringen lassen, wenn mediz. nichts besonderes dagegenspricht. Aber wenn man tgl. 1 Glas Bier trinkt ist man ja schon als Alkoholiker, das geht ja immer ganz schnell mit der Bezeichnung.
    Suse
     
  6. dagmar

    dagmar Senior-Mitglied

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    Hallo,
    Alkoholiker bekommen bei uns Bier und zwar soviel daß sie in keinen Entzug kommen. Zur Zeit bekommt bei uns ein Patient 4 Bier pro Tag. Menge wird vermerkt und der Patient ist damit zufrieden. Finde ich auch gut so denn es wäre nicht sinnvoll den Patienten für 14 Tage den Alkohol zu entziehen. Außerdem würde er bestimmt irgendwelche Aktionen starten um an Stoff zu kommen. Vielleicht sogar Hochprozentiges. Im der Klinik selber gibt es nur alkoholfreies Bier zu kaufen.
    MfG
    Dagmar
     
  7. Ute

    Ute Poweruser

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    Moin,

    wir haben auch ein Cafe und da bekommt man Getränke !
    Einige Abteilungen haben auch Bier aus der Küche, ich weiß nicht genau ob dann für einen bstimmten Patienten eine Sonderanforderung gemacht werden muss ?!

    Wir haben auch einen sogenanten Winkelhausen für spezielle Patienten die abhängig sind. Und man kann auch ein Tonikum aus der Apotheke bestellen für Patienten die keinen Appetit haben, es ist eine Möglichkeit so vielleicht den Hunger anzuregen? !
     
  8. pffanja

    pffanja Poweruser

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    hallo...
    ich arbeite auf einer privatabteilung...
    bei uns dürfen die patienten alkohol trineken wie sie möchten...
    mit ausnahme von bekannten alkoholikern... denen wird eine bestimmte menge zugewiesen. die hotellerie darf dann nicht mehr als z.B. 1 l am tag bringen...
    zum beispiehl hatte ich mal einen patienten der einen abend vor seiner operation 2 flaschen wein trank... die op war y-prothese...
    danach war er so berunken, dass er in 3 zimmer urinierte...
    die ärzte reagierten nur mit einem müden lächeln...
    das hat mich so sauer gemacht... aber mir wurde dann gesagt, ich solle es akzeptieren, dass es hier so ist...

    naja, ich weiss auch nicht...:weissnix: ich finde das immernoch falsch... jedenfalls 2 flaschen wein zu geben...

    liebe grüsse
    anja
     
  9. sie24

    sie24 Senior-Mitglied

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    Hallo suse

    Also wo ich gelernt habe da haben die Patienten keinen Alkohol bekommen, es sei sie sind mobil gewesen und sind ins Cafe gegangen. (Habe in einer Psychiatrie gelernt) Einen trockenen Entug hatten wir nicht (Drogen) die Patienten hatten alle Methadon bekommen.

    liebe grüße sie24
     
  10. Aprilchen

    Aprilchen Newbie

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    Hi.
    Bei uns gibt es für Privat Patienten generell bier zu bestellen ( in der küche) bei regel Patienten gibt es das nur in sonderfällen (wie schon erwähnt appetit anregen)
    Wir hatten mal nen alkoholiker der sehr schlecht dran war und niht mehr essen wollte. Für diesen hätten wir bier bestellen dürfen damit er evtl wieder anfängt zu essen....nicht mal das wollte er mehr.
    Sonst bekommen alkoholiker bei uns kein alkohol. Wenn sies nicht aushalten haben wir medis um den entzug zu erleichtern....sonst mitbringen lassen...so liegt die verantwortung wieder beim pat.
    Heroinabhängige bekommen bei uns grundsätzlich polamidon...menge wird vom arzt festgelegt....also muss bei uns niemand (weder alkohol- noch heroinabhängige) nen kalten entzug durchmachen.

    Liebe Grüße
     
  11. Nachtschwester Dirk

    Nachtschwester Dirk Senior-Mitglied

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    Hallöchen,

    bei uns darf Alc. in Form von Bier getrunken werden oder auch Wein. Als Privatpat. sowieso, da bekommt man es sogar von der Küche geliefert.
    Bei Pat. mit chron. Alkoholabusus, auf Anordung, da es unsinnig ist die Pat. für einen Zeitraum von xTagen entziehen zulassen und die Ersatzpräparate zu teuer sind.

    Gruß
    Dirk
     
  12. Was ich mich da frage ist, ob Privatpatienten ungesünder leben dürfen? Oder ob die Klinikleitung meint Privatpatienten hätten eine Leber die mehr verkraftet? Oder weniger Wechselwirkungen mit Medikamenten?

    *kopfschüttelnd*

    Ulrich (der diese bescheuerte Aufteilung noch nie verstanden hat)
     
  13. Nachtschwester Dirk

    Nachtschwester Dirk Senior-Mitglied

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    Hallo,
    so ganz verstehe ich es auch nicht, aber um einen höheren Pflegesatz zu erlangen muss man wohl mehr bieten.

    Gruß
    Dirk
     
  14. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Private bekommen mehr Service.
    Was da mit drin ist, ist nunmal unterschiedlich.

    Ob die Leute jetzt ihre Leber damit belasten wollen, oder Wechselwirkungen in Kauf nehmen wollen bleibt ihnen ja selbst überlassen - sind ja volljährig.
    Somit hat das Eine mit dem Anderen nichts zu tun...
     
  15. War mir neu. Ich kenne das bisher nur als Ausgleich für Zimmer die diesen Namen nicht verdient haben. Da gibt's dann als Trostpflaster ein Zeitschriftenabo o.ä.

    Ulrich
     
  16. pflege richi

    pflege richi Junior-Mitglied

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    hallo alle zusammen,

    es wurde soviel über das thema alkohol geschrieben, möchte jetzt mal auf die frage wegen dem kalten entzug eingehen.

    ich hoffe das das bei euch in der klinik nicht gemacht wird(kalter entzug). denn wenn man einen heroinabhängigen auf "turkey" setzt kann dies sehr schlimme folgen haben. denn der körper braucht die droge. und man kann sie nicht von hundert auf null reduzieren. wenn das ärzte machen, sollten sie sich mal in diese lage versetzen, wenn sie schreiend vor schmerzen im bett liegen und alles schmerzt und man kennt keine ausweg mehr. jeder sollte sich das mal ansehen,diese schreie gehen durch mark und bein.
    man kann ja medikamente geben um den entzug zu unterdrücken (polamidon und so).

    ciao pflege richi
     
  17. Christina25

    Christina25 Newbie

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    zum thema heroin kann ich nichts sagen..was den alkohol betrifft, so bekommen alkoholkranke eine menge zugewiesen. Ansonsten herscht bei uns Alkoholverbot.

    ein erlebnis hatte ich mal mit einem tracheotomierten patienten mit PEG sonde, alkoholkrank. der hat sich den wein immer oben in den sondenbeutel gekippt u aufgedreht....war schon gewöhnungsbedürftig........
     
  18. minilux

    minilux Poweruser

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    naja, die Privatpatienten subventionieren Allgemeinpatienten. Solange kaine Unterschiede in der Behandlung gemacht werden, sondern "nur" in Hotelleistungen hab ich da kein Problem
     
  19. Werner Rathgeber

    Werner Rathgeber Stammgast

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    Hallo @all!

    Bei uns (Haus der Maximalversorgung) gibt es kein Bier, weder für die einen noch für die anderen.

    Aber jeder darf sich sin Bier natürlich mitbringen lassen.

    Wir sind in der glücklichen Lage, eine Alkoholentzugstation des Bezirkes auf unserem Geländen zu haben.

    Dort werden entzugswillige Alkoholiker auch bereits im alkoholisierten Zustand aufgenommen und mit Diazepam entzogen. Auch bei Versuch Nr. 4 und 5, wenn die Doc`s der Meinung sind, das sich ein Versuch lohnt.

    Die stationären Alkoholiker bekommen ebenfalls Diazepam oder Distraneurin [r].
     
  20. Saaby88

    Saaby88 Newbie

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    hallo,
    bei uns ist es auch so, dass sie die Patienten Alkohol kaufen können! Viele sind schon sozusagen "Stammkunden"!!! Wenn ein Alkoholiker auf Sation ist und der Arzt eine Bescheinigung ausfüllt, dann bekommt der Patient sein Bierchen auch umsonst von der Küche....
    LG Saaby
     
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