AIDS-Test-Verweigerung - Ausbildung trotzdem möglich?

Lucyana

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Hallo alle zusammen,
was passiert eigentlich mit Leuten,die sich weigern den Aids-Test zu machen?
Können die dann nicht ihre Ausbildung beginnen?
 
Hallo Lucyana,
nach allgemeiner Auffassung hat der Arbeitgeber kein Recht, einen solchen Test zu verlangen.
Im Rahmen von Einstellungsuntersuchungen wird er allerdings oft mit angeboten, bei Ablehnung dieses Testes darf dir also daraus kein Nachteil entstehen.
Einzelne Untersuchungsergebnisse unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht, eine Aussage gegenüber dem Arbeitgeber lauten also nur: für die geplante Tätigkeit geeignet oder nicht.
 
Wie siehtves denn beim Betriebsarzt aus macht der standardmäßig keinen Aids test oder nur die Hepatitis Titer ?
 
Er wird wahrscheinlich standardmäßig angeboten (kenne ich jedenfalls nicht anders). Ebenso nach einer Nadelstichverletzung.

Ohne Zustimmung der Betroffenen darf der Betriebsarzt keine Untersuchungen durchführen. Dann fehlt mir allerdings bei einer solchen Verletzung auch der Nachweis, dass ich zuvor nicht HIV-positiv war.
 
Er wird wahrscheinlich standardmäßig angeboten (kenne ich jedenfalls nicht anders). Ebenso nach einer Nadelstichverletzung.
Ich weiß ja nicht, um welchen Fall es hier geht; aber nach einer Nadelstichverletzung würde ich schleunigst zum D-Arzt gehen, um festzustellen, ob zum Zeitpunkt des Nadelstichs (bzw. halt unmittelbar kurz danach) bereits eine Infektion mit HIV oder Hep C vorgelegen hat oder nicht. Habe ich damals auch gemacht, nachdem irgendsoein Vollidiot beim Insulin-PEN eines Pat. die Schutzkappe drauf hat (Recapping macht man eh nicht - aber er hatte es so blöd gemacht, daß die Nadel verbogen wurde und seitlich durch die Kappe stach - Resultat: Ich hab reingelangt :x ).
Diese Untersuchung (sprich Blutentnahme) hat damals der diensthabende Arzt in der Unfallambulanz während der Schicht durchgeführt, nicht der Betriebsarzt.
 
ch weiß ja nicht, um welchen Fall es hier geht; aber nach einer Nadelstichverletzung würde ich schleunigst zum D-Arzt gehen, um festzustellen, ob zum Zeitpunkt des Nadelstichs (bzw. halt unmittelbar kurz danach) bereits eine Infektion mit HIV oder Hep C vorgelegen hat oder nicht.
Ich auch, schon mehrmals. Aber es könnte mich niemand zu diesen Tests zwingen. Natürlich bekäme ich dann im Falle des Falles auch keine Unterstützung von der Berufsgenossenschaft.

Blutentnahmen und andere Eingriffe sind ausschließlich mit Einwilligung der Betroffenen gestattet. Sie muss nicht unbedingt schriftlich erfolgen, aber gegen meinen Willen darf mir niemand eine Nadel in meinen Arm rammen. Das wäre Körperverletzung.
 
Wie siehtves denn beim Betriebsarzt aus macht der standardmäßig keinen Aids test oder nur die Hepatitis Titer ?
HIV-Test meinst du.
Ich weiß ja nicht, um welchen Fall es hier geht; aber nach einer Nadelstichverletzung würde ich schleunigst zum D-Arzt gehen, um festzustellen, ob zum Zeitpunkt des Nadelstichs (bzw. halt unmittelbar kurz danach) bereits eine Infektion mit HIV oder Hep C vorgelegen hat oder nicht. Habe ich damals auch gemacht, nachdem irgendsoein Vollidiot beim Insulin-PEN eines Pat. die Schutzkappe drauf hat (Recapping macht man eh nicht - aber er hatte es so blöd gemacht, daß die Nadel verbogen wurde und seitlich durch die Kappe stach - Resultat: Ich hab reingelangt :x ).
Hep B und C ist da wohl die größere Gefahr.

Bei HIV-Übertragung durch Nadelstichverletzung muss zu viel zusammenlaufen. Das Blut muss frisch (nicht angetrocknet) sein, es muss genügend Blut in der Nadel stecken (= PEN eher unwahrscheinlich), die Virenlast des/der Erkrankten muss entsprechend hoch sein, und dann muss das auch noch richtig gut in die Blutbahn eingearbeitet werden.

Ein HIV-Berater meinte mal, es gäbe keinen einzigen bewiesenen Fall einer HIV-Übertragung durch Nadelstichverletzung bei einer herumliegenden Spritze im öffentlichen Raum.

Das heißt jetzt aber nicht, dass ich hier Nachlässigkeit beim Umgang mit Spritzen propagiere.
 
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Hep B und C ist da wohl die größere Gefahr.

Bei HIV-Übertragung durch Nadelstichverletzung muss zu viel zusammenlaufen. Das Blut muss frisch (nicht angetrocknet) sein, es muss genügend Blut in der Nadel stecken (= PEN eher unwahrscheinlich), die Virenlast des/der Erkrankten muss entsprechend hoch sein, und dann muss das auch noch richtig gut in die Blutbahn eingearbeitet werden.

Ein HIV-Berater meinte mal, es gäbe keinen einzigen bewiesenen Fall einer HIV-Übertragung durch Nadelstichverletzung bei einer herumliegenden Spritze im öffentlichen Raum.

Das heißt jetzt aber nicht, dass ich hier Nachlässigkeit beim Umgang mit Spritzen propagiere.
Stimmt, da hast Du völlig recht.


Ich wollte nur kein Risiko eingehen.

Trotzdem wissen wir nach wie vor nicht, um welchen Fall es hier geht und was mit „standardmäßig keinen Aids test“ gemeint ist.
 
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