Ärztliche Anordung für alles?

alesig

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Bayernland
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Krankenschwester
Akt. Einsatzbereich
Krankenhaus
Hallo
Hatte mal eine kleine diskussion mit einer lieben Mitschwester. Es ging um Lasix i.v. Es war korrekt vom Arzt angeordnet. Ich habe wie ich es gelernt habe, die Ausscheidung der betreffenden Patienten notiert. Nachtstuhl - Urinflasche etc. Schließlich will ich mich ja von dem Erfolg des Lasix überzeugen. Den ganzen Tag hat das keinen Interessiert. Als ich es bei der Übergabe anmerkte, wurde mir gesagt, für die Ausfuhrkontrolle braucht man eine ärztliche Anordnung, sonst muß man es nicht machen. Bin ich zu beniebel?
Pat. X bekommt Konakion/Kanavit Morgens und am Abend sein Marcumar. Ich hab das Kanavit dann vom Doc absetzen lassen, der hatte das total übersehen. Wurde dann von der nächsten Schicht angemault, daß ich mich nicht um die ärztlichen Sachen kümmern solle.Wenn mir ein Fehler so in die Augen springt, kann ich doch nicht den Mund halten, auch wenn Medi`s anordnen Arztsache ist. Die sind auch nur Menschen. Ich mach von mir aus auch mal einen U-Status wenn der Urin gar so stinkt, Nachts um 2 wecke ich den Doc dafür garantiert nicht. Auch Ein-und Ausfuhr mache ich auch mal von mir aus wenn ich der Meinung bin es ist Notwendig. Wenn ich für jeden Pups eine ärztliche Anordnung erwarte bzw brauche wofür habe ich dann 3 Jahre gelernt ? Ist das unter den jungen Schwestern so üblich daß nichts mehr ohne Anordnung geht ?
Alesig
 
Alesig, deine Kollegen werden ein Problem bekommen. Man erwartet von ihnen dass sie selbstständig Nebenwirkungen erkennen können und entsprechend reagieren. Kommt ein Pat. zu Schaden hält sich der Kadi nicht nur an den Doc. Die Fachkraft ist gemäß ihrem Fachwissen mit dabei.

Kann es sein, dass auf deiner Station ein kleiner Krieg läuft zwischen Pflege und Arzt?

Elisabeth
 
Hi alesig,

mich sprang beim Lesen auch gleich der Konflikt "Pflege/ Arzt" an. Zudem wäre es mir persönlich piep egal ob es nun einer ärztlichen Anordnung bedarf, bestimmte Dinge in die Wege zu leiten oder anzumerken.... ich sähe eine moralische Verpflichtung darin !! Wenn mir etwas auffällt, was offensichtlich nicht in Ordnung ist weise ich natürlich darauf hin. Gleiches würde ich auch von anderer Seite erwarten.
Jedem kann einmal etwas durchgehen, es kommt immer darauf an, in welcher Form dann darauf hingewiesen wird. Ich denke, das macht auch Teamarbeit aus.
Schließlich geht es um das Wohl der Menschen die wir gemeinsam - Pflege und Arzt - behandeln!

LG
 
Hi Alesig,
leider gibt es meiner Erfahrung nach solche vernachlässigten Verantwortungen nicht nur wenn Konflikte zwischen Arzt und Pflegekräften zugrunde liegen, sondern auch wenn Pflegekräfte mangelndes Interesse, Verantwortungsbewusstsein und Selbständigkeit haben... frei nach dem Motto "Wir denken nicht selbst", finde ich schade und auch sehr ärgerlich:wut:
ich frage mich wo wir hinkommen würden, vor allem in dem Bereich in dem ich arbeite (AP), wenn wir warten würden bis uns der Arzt alles anordnet... mitdenken und nachfragen ist meiner Meinung nach das A&O, hat mit penibel sein doch nichts zu tun....spricht für eine gute Beobachtungsgabe und
Verantwortungsgefühl für den Zu-Pflegenden :daumen:
LG Sheila
 
Interessant.
Kenn ich auch, wovon du da redest.


Für mich gehört das dazu, dass die Pflegekraft mitdenkt.
Ein Beispiel auch:
Pat./Bew reagiert allergisch auf Antibiotika "xy". Pflegekraft hat es durch die Anamnese erfahren.
Arzt verschreibt trotzdem dieses Antibiotika "xy".
Pflegekraft macht Arzt darauf aufmerksam und schwupps wird was anderes verschrieben :D

Keine Ahnung warum dein "Team" (mit Absicht in Anführungszeichen geschrieben) dich "anmault".

Ich möchte jetzt auch gern raten, wo ran es liegt.
Vielleicht wie meine Vorgänger schon gesagt haben...der Konflikt zwischen Arzt und Pflegekraft.

Vielleicht herrscht auf deiner Station Konkurrenz bezüglich der fachlichen Kompetenz und die anderen fühlen sich dadurch angegriffen.

Oder du wirkst arrogant gegenüber deinen Arbeitskolleginnen und Kollegen und deshalb "maulen" die dich an.

Fachlich hast du auf jeden Fall richtig gehandelt.:daumen:
 
Hallo,
Dein Thema kenne ich auch zur Genüge. Leider aber weil ich auch Kollegen habe, die meinen sie könnten auch mal Medikamente ansetzen auch wenn es sich dabei nur um eine regelmäßige Gabe von "Ambroxol" handelt ( Eintrag der Kollegen in der Krankenakte) Krankenbeobachtung zb. Verträglichkeit eines Medikaments (NW, Allergien) gehören da schon eher in unser Aufgabengebiet. Wir haben z.B. vor einigen Monaten die Dienstanweisung unseres Chefs bekommen, keine Urinuntersuchungen ohne Arztanordung durchzuführen. Ob das jetzt eine gute Entscheidung ist wage ich zu bezweifeln, weil bei uns ca. 80% der subfebrilen Temperaturen auf Harnwegsinfekte zurückzuführen ist.
Das Beispiel mit der Ein und Ausfuhrkontrolle, die vom Arzt anzuordnen ist.... könnte man vielleicht mit einem Pflegestandard aus der Welt räumen.
Bei uns gibt es z.B. einen Standard nach Hypophysen OP s da gehört natürlich die Ein und Ausfuhrkontrolle dazu, das muss der Arzt nicht extra anordnen.
Ich verstehe aber auch, dass je nachdem wie erfahren der behandelnde Arzt gerade ist, die Pflegekraft die eine oder andere Anregung bzgl. Therapiemaßnahmen äußern sollte. Für mich ist allerdings außer Frage, daß in diesem Fall die Zusammenarbeit mit dem Arzt noch wichtiger ist. Kollegen, die meinen man habe nichts mit dem Arzt zu besprechen liegen falsch, denn es geht um das Wohl des Patienten und die optimale Versorgung.
Wenn man diesen "Krampf" nämlich bis auf die Spitze treibt, wimmelt es in den Kurven bald von Anordnungen.
Steht in der Kurve allerdings keine einzige Anordnung ist das wiederum schlecht für die Ärzte, denn dann hat man laut dem Dokument nichts bei dem Patienten gemacht.
Ich bin immer für gute Absprachen und bei Medikamentenanordnungen zb. kommt man nunmal nicht um eine Anordnung.
Gruß
 
Vielleicht herrscht auf deiner Station Konkurrenz bezüglich der fachlichen Kompetenz und die anderen fühlen sich dadurch angegriffen.
Hallo alesig,

mich beschleicht auch eher das Gefühl, wie aceton es benennt. Es hat nicht direkt was mit dem Arzt zu tun sondern mit Konkurrenz untereinander.

Oft auch aus Scham heraus, selber nicht auf die Idee gekommen zu sein, solche Dinge zu leisten. Dann wird gerne der Hammer rausgeholt und gesagt: "Der Arzt ist für die Behandlung verantwortlich und alles was er anordnet muss so passieren".

Es zeigt ihnen ihre Defizite deutlich auf, wenn du es von Dir aus wie selbstverständlich machst und das verbündet andere schnell einen Schlag gegen Dich auszuteilen. Schlimmer noch, sie müssen eventuell diese angefangende Arbeit (bleiben wir mal bei der Einfuhr-Kontrolle von Dir aus) weiterführen.

Ihr müsst eine gemeinsame Sprache finden, denn ich glaube kaum, dass es nicht um diese Dinge geht, sondern um jeden einzelnen im Team der seine Anerkennung braucht.

Die Überlegung wäre noch mal über eure Teamarbeit zu sprechen, was sie bedeutet und wie wichtig jeder einzelne dabei ist, auch um seinen Platz dort zu findet. Es gibt immer Mitarbeiter, der eine hat diese Stärke, der andere jene.

Vielleicht müsstest du ihnen auch als alter Hase mal erklären, von deiner Seite aus, wie es dir dabei geht und was du dir dabei denkst. Auch dass du keinem anderen dadurch versuchst schlechter dastehen zu lassen. Bleibe bei dir und auch keine Vorwürfe bringen. Denn ich denke, es müsste eigentlich allen pflegerisch klar sein was du meinst.

Ansonsten bekommen wir demnächst eine ärztliche Anordnung, abends zu schauen, ob alle Patienten auch zugedeckt sind*gg*

Oder noch besser, die Ärzte entwerfen Anordnungsstandardblätter. Wir schaden uns nur selber durch sowas.

Liebe Grüße Brady
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Stimme zu, ABER man muss auch nicht übertreiben.

Bilanz bei jedem der Lasix bekommt? Das gibt aber Arbeit. Ne Bilanz muss nicht gleich bei Jedem sein, evt halt nichts, es reicht ne klinische Besserung, evt reicht Gewichtskontrolle.

Solche Sachen wie Konakion/Marcumar, oder eine Überschreitung der maximalen Höchstdosis von best. Medis (seh ich teilweise häufig), oder Kalium bei Hyperkaliämie und dergleichen, da sollte man natürlich was machen. Dafür sind wir ausgebildet.

Sprich deine Kollegen doch mal an was im Vordergrund steht: Die Befriediung das der Arzt nen Fehler gemacht hat oder das viel zitierte Wohl des Patienten?

Btw kann man die Befriedigung ja auch auskosten indem man dem Arzt aufzeigt was man tolles korrigiert hat ;)
 
Bilanz bei jedem der Lasix bekommt? Das gibt aber Arbeit. Ne Bilanz muss nicht gleich bei Jedem sein, evt halt nichts, es reicht ne klinische Besserung, evt reicht Gewichtskontrolle.

Schönes Beispiel für Krankenbeobachtung! Man muss nicht immer den direkten Weg gehen. Bilanzkontrolle kann viele Gesichter haben.

Elisabeth
 
Hallo
Gottseidank sind bei uns nicht alle so lässig im Umgang mit den Patienten.
Konkurenz Arzt - Schwester gibt es so gut wie nicht. Wir haben so 2-3 **** auf Station, wenn die Dienst haben(und Gott möge verhüten gleichzeitig) würde ich mir ernstliche Sorgen machen wenn ein Angehörige von mir in deren Bereich liegen müsste und es ginge ihm schlecht. Meiner Meinung nach ist diese laxe Haltung dieser Pflegepersonen ,Faulheit gepaart mit Dummheit. Es sind auch genau diese Leute die bei der Patientengrundversorgung sehr nachlässig sind und immer eine lange Liste für noch zu erledigende Arbeiten für die nachfolgende Schicht haben. Was mich zunehmend frustriert ist, daß diese Leute andere mit runter ziehen.
Da bei uns zur Zeit akuter Personalmagel herrscht (Ärzte und Schwestern) ist jeder darauf angewiesen daß der andere korrekt arbeitet. Da gibt es dann die Arbeiter die gut und vorrausschauend arbeiten und die die auf die Uhr schauend arbeiten.Wer lang genug mit einem Uhrschauer gearbeitet hat, verliert irgendwann die Motivation.Das merken auch die Ärzte. Letzthin stand bei einem frischen Apoplex (unter anderem) in der Anordnung -regelmäßig nach dem Patient schauen-.
Der Doc ist ein alter Hase und kennt seine Schwestern.
Reden hilft nichts, das versuche ich schon seit Jahren.
An Brady:Mit dem gemaule kann ich leben, auch ist mir inzwischen völlig wurscht ob und wie die sich ihre Anerkennung holen und wo sie ihren Platz sehen,(höchstwahrscheinlich im Raucherzimmer).
Alesig
 
Mach dir nichts draus, solche Diskussionen gab es schon und wird es immer geben.
Jeder hat da so seine Meinung, aber ich lebe nach dem Motto der Aufklärung Wage zu denken Mitdenken ist erlaubt und wahrscheinlich würde das Gesundheitswesen den Bach runtergehen, wenn jeder nur Dienst nach Vorschrift machen würde. Frag den Kollegen/die Kollegin mal, ob die das auchso sehen würde, wenn der Patient ein Angehöriger oder Freund ist...
 
Hi,

ich finde mitdenken gehört einfach dazu und ich bin da immer ganz "stolz" wenn i rgendeinen Fehler entdecke bzw. die Docs drauf hinweisen kann. Nein, ich mach es nicht um meinen Beruf aufzuwerten @Elisabeth:-)
 
Nein, ich mach es nicht um meinen Beruf aufzuwerten @Elisabeth:-)

Warum darf man auf diese besondere Leistung nicht stolz sein? Es unterscheidet dich vom Laien. So ein bischen Selbstbewußtsein im Berufsbild würde uns gut stehen. *g*

Elisabeth
 
Hallo!
Ich glaube es geht hier ein wenig um die Grundeinstellung einzelner Kolleginnen/Kollegen. Der eine ist Pfleger, weil ihm die Arbeit Spaß macht, er sich auch persönlich an seinen beruflichen Erfolgen freut, Interesse am Patienten, der Pflege und der Medizin hat. Dieser Pfleger sieht evtl. ein Team in Pflege und Ärzten, die zusammen einen "guten Job" machen können.
Der andere ist Pfleger geworden weil er einen Job lernen musste und Geld verdienen muss. Seine Intention ist: Maximal mögliches Einkommen für minimal möglichen Arbeitsaufwand!
Sicher, es ist im Endeffekt für beide ein Beruf und es geht um den Erwerb des Lebensunterhalts, aber während es für einen nur "ein Beruf" ist, ist es für den anderen "der Beruf" und vielleicht sogar ein Stückchen "Berufung..."

Ich glaube jeder kennt unmotivierte Kollegen... und am Besten macht man es wie "alesig" schon meinte und kümmert sich nicht darum wo sie sich ihre Anerkennung holen und ihren Platz sehen...
 
"Berufung..."

Aua.

Die Berufung ist die Einladung Gottes, sich entsprechend diesem Bild zu verwirklichen, und sie ist einzig, einmalig und unwiederholbar, weil dieses Bild unerschöpflich ist.
...
Unter Berufung versteht man im allgemeinen
eine innere Gnade
- sie ist ein reines Geschenk Gottes,
- sie geht aus der Freiheit Gottes hervor,
- sie hat einen übernatürlichen Charakter.
Geistliche Berufung


Berụfung, die; -, -en
2. /Pl. ungebräuchl./ geh. durch Fähigkeit und Neigung vorgezeichnete Bestimmung, Lebensaufgabe:...
DWDS

Die Einstellung Berufung zwingt mich in eine Position des Ertragens: wer helfen will muss selbst leidensfähig sein denn es ist sein Schicksal diesen Beruf auszuüben- vom Schöpfer vorgegeben, da mit entsprechenden Talenten gesegnet.
Diese Einstellung halte ich für weit überholt.

Elisabeth
 
@ Elisabeth: Um mal Deine eigene Quelle DWDS zu zitieren:

-> "Angebot zur Übernahme eines hohen, verantwortungsvollen Amtes: eine B. annehmen"


Also findest Du unsere Arbeit weder hoch noch verantwortungsvoll? Du findest es sogar weit überholt in seiner Arbeit "Berufung" zu empfinden? Da stelle ich mir doch die Frage warum Du eine so "niedere und verantwortungslose" Tätigkeit wie die Pflege gelernt hast? Nur zum Broterwerb?
 
Wenn schon dann weiter zitieren:

eine B. annehmen, ablehnen; an den jungen Gelehrten erging eine B. als Professor an die Universität; der Künstler erhielt eine B. nach L

Ich glaube kaum, dass das mit der Berufung in unserem Beruf gemeint ist. Sinngemäß geht es bei Berufung darum, dass eine höhere Institution eine Berufung ergehen lässt.
Also ich wurde nicht durch den Pflegedirektor berufen meine pflegerische Tätigkeit auszuüben. Ich biete meine Arbeitskraft an.

Und ja, ich denke mittlerweile, der Hauptaspekt unserer Arbeit ist auch der Broterwerb. Wie gesagt: ich biete eine Dienstleistung an, die man käuflich erwerben kann. Und ich bin eigentlich der meinung, dass meine Dienste zu gering entlohnt werden. Die Gesellschaft ist aber wohl eher der Meinung, dass ich berufen wurde und aus Nächstenliebe zu handeln habe. Eine sehr bequeme Einstellung, die es langsam mal zu hinterfragen gilt.

Und deswegen: keine Berufung- sondern ein Beruf, wie jeder andere auch.

Elisabeth
 
Und ja, ich denke mittlerweile, der Hauptaspekt unserer Arbeit ist auch der Broterwerb. Wie gesagt: ich biete eine Dienstleistung an, die man käuflich erwerben kann. Und ich bin eigentlich der meinung, dass meine Dienste zu gering entlohnt werden. Die Gesellschaft ist aber wohl eher der Meinung, dass ich berufen wurde und aus Nächstenliebe zu handeln habe. Eine sehr bequeme Einstellung, die es langsam mal zu hinterfragen gilt.

Und deswegen: keine Berufung- sondern ein Beruf, wie jeder andere auch.

Genau meine Meinung! :daumen:
 
Es sind auch genau diese Leute die bei der Patientengrundversorgung sehr nachlässig sind und immer eine lange Liste für noch zu erledigende Arbeiten für die nachfolgende Schicht haben. Was mich zunehmend frustriert ist, daß diese Leute andere mit runter ziehen.
Hallo alesig,

wenn mich sowas runterzieht, dann unternehme ich was dagegen. Es gibt Teamgespräche, Supervisionen, Regelgespräche mit der Stationsleitung, dann auch mit der Pflegedienstleitung, dann Reflektionsgespräche, dann Abmahnungen, usw..

Für mich ist es mittlerweile klar, dass man solche Kollegen nicht mehr mit durchziehen kann, ansonsten hat man immer noch zuviel an Personal.

Wer nichts dagegen unternimmt, der darf meiner Meinung auch nicht meckern. Ansonsten macht er mit und unterstützt das System.

Wir können uns sowas nicht mehr erlauben, es gibt leider keine Nischenarbeitsplätze mehr. Jeder muss seine Leistung erbringen.

Wenn Du sie auch als faul mit Dummheit gepaart beschreibst, auch dann muss man geeignete Wege finden. Denn wenn man diese Einstellung zu Kollegen hat, läuft eine ganze Menge falsch.

Die Arbeit ist schon so anstrengend genug, wenn ich auch noch Psychohygiene wegen Kollegen betreiben muss, dann ist Schluss. Kleine Unstimmigkeiten sind dies meiner Meinung nicht mehr. Es muss was geschehen.

Liebe Grüße Brady
 
Hi,
also wenn ich mich kurz einmischen darf: ASF schreibt

aber während es für einen nur "ein Beruf" ist, ist es für den anderen "der Beruf" und vielleicht sogar ein Stückchen "Berufung..."

ich würde nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen wollen. Gemeint ist doch, dass es in Bezug auf die Motivation der Kollegen durchaus Unterschiede gibt, die auch Auswirkungen auf die Arbeitsweise und Denkweise haben (die natürlich keine Auswirkungen auf die Versorgung der Patienten haben dürften!)

Aber wenn wir schon dabei sind, sollte man doch eher dies hier wiegen ;-) alesig schreibt:

Der Doc ist ein alter Hase und kennt seine Schwestern.

.... seine Schwestern???

Dass es traurig ist, dass seitens der Gesellschaft mehr Idealismus erwartet wird, als vergütet wird, steht auf einem anderen Blatt... und verdient wohl einen eigenen Thread - ist ja auch schon an diversen Stellen hier im Forum Thema.

... also jetzt nur mal so zum Nachdenken ;-)

LG
 

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