Ärger mit den Krankenkassen

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von M!aren, 18.07.2016.

  1. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Macht Ihr auch solche Erfahrungen mit den Krankenkassen ?
    Der Arzt schreibt eine Verordnung raus, wir gehen ins Haus und versorgen den Patienten dementsprechend... und dann genehmigt die Krankenkasse (nach Aktenlage) zB nur 3x wöchentlich Verbandswechsel statt wie wir und der Arzt es für nötig befunden hatten - täglich.
    Pech ?!
    Ewige Telefonate und Rumgeärgere ? (Wenn man die Zeit rechnet, ist es da sinnvoller gleich klein bei zu geben ?)
    Arzt belästigen, bis er die VO so formuliert wie die Dame von der Krankenkasse das lesen will um großzügig den VW zu genehmigen ?
    Ich frage mich manchmal, wozu wir noch den Arzt brauchen. Wäre doch praktischer, wenn die von den Krankenkassen das direkt machen würden, oder ?
     
  2. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Ein ebenso leidiges wie tägliches Problem.
    Meist passen Verordnung und Diagnose nicht zusammen.
    - Überspitzt : VO Schuheinlage - Dg Glaukom. -

    Die übliche Praxis die VO´s "mal eben" vom Apothekenboten mitbringen zu lassen, haben wir aufgegeben. Eine PFK holt die ab und lässt die gröbsten Fehler gleich - vor Ort - korrigieren.

    Für QM : Checkliste erstellen : "Kontrolle einer AVO - häusliche Krankenpflege"

    Denen "von den Krankenkassen" würde ich nicht unbedingt etwas überlassen / sie machen lassen. Die Begründungen mancher Ablehnungen (und auch Zusagen) zeugen oft von der Fachlichkeit eines Liter Holzes.

    Arzt nerven ist der einzig gangbare Weg.

    Ein zusätzliches Problem sind codierte Diagnosen :
    Wenn man keine App hat, um das zu entschlüsseln, hat man keine Möglichkeit dem Blödsinn der Arztpraxen entgegenzutreten. - Ein "must have" !
     
  3. Akhran

    Akhran Stammgast

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    Hallo

    Das ausfüllen ist nicht so einfach selbst wie oft tgl./wtl. stellt für manche Praxen ein arges Hindernis dar.
    Die Krankenkassen haben nunmal bestimmte Vorgaben aber manche stellen sich auch mit Absicht stur weil es ja Geld spart.
    Es gibt durch den MDK eine sehr gute Anleitung wie VOs auszufüllen sind leider habe ich nur diese gefunden siehe Link
    https://www.kvno.de/downloads/verordnungen/ausfuellhilfe_hauskrank.pdf
    Bei manche Praxen hat das überreichen so einer Anleitung das ausfüllen der VOs verbessert bei vielen leider nicht.

    Mittlerweile regen wir uns mehr über die VOs von Krankenhäuser auf weil die noch schlechter ausgefüllt und schwieriger zu besorgen sind.

    mfg Akhran
     
  4. M!aren

    M!aren Stammgast

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    Meine Schwiegermutter ist privat versichert. Diabetikerin. Der Arzt stellt ein Rezept für Medizinische Fußpflege wegen Diabetischem Fußsyndrom aus. Die Kasse zahlt nur die Hälfte der Rechnung der Podologin. Die Sachbearbeiterin war am Telefon nicht davon zu überzeugen, dass sich das Diabetischem Fußsyndrom uaf b e i d e Füße bezieht !!!
     
  5. Resigniert

    Resigniert Stammgast

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    nun ja, auch bei uns wird ein DFS mit re oder li diagnostiziert. Selbstverständlich haben beide Füße die Durchblutungsstörung, aber nicht immer haben beide Füße eine Wunde.
    Diabetisches Fußsyndrom – Wikipedia

    Da sollte der HA dann halt 2 Rezepte ausstellen oder das Rezept als für beide Füße bezeichnen.
    Ich kenne die Schluderigkeit unserer Krankenhausärzte bezüglich so mancher schriftlicher Aussagen.
    Die Kasse ist halt nicht immer Schuld,auch wenn es natürlich einfach ist, einer nicht zahlenden Kasse die Schuld zu geben, als sich mit mehreren Stellen auseinandersetzen zu müssen
     
  6. Dragstarblack

    Dragstarblack Newbie

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    Um die Krankenkassen in Schutz zunehmen,muss man aber auch sagen, dass Wechselintervallen nicht mit den teuren Wundauflagen harmonieren. Oft wird ja beides gewollt ..moderne Wundbehandlung mit teuren Auflagen bei täglichem Wechsel.Das darf der Kostenträger auch mal ganz zart nachfragen...ob evt. die Intervalle verlängert wird oder ob die teure Wundauflagen überhaupt bei täglichem Wechsel ihren Zweck erfüllen....weil zur Zeit schreit ja jeder nach modernen Wundauflagen, die Wirtschaftlichkeit wird ja oft damit begrünet,dass weniger Wechsel erforderlich ist. So lernen es ja die Wundexperten oder nicht? Sollte aufrund der Lokalisation der Wund z.b. Steiß (bei Stuhlinkontinez)ein täglicher Wechsel nötig sein,ist es natürlich was andres.Dann brauch man evt.aber keine teure Wundauflagen...und kann sich mit anderen Materialien helfen.Das ist mir in der Praxis oft aufgefallen,dass sich exam.Personal in der Praxis da keine Gedanken macht.Natürlich wird ein täglicher Wechsel gerne mitgenommen wenn man eh schon wegen einer anderen Leistung im Haus ist,ohne jetzt jemanden beschuldigen zu wollen.Was das ,,falsch``austellen der Verordnungen angeht liegt ganz alleine bei den Praxen.Die haben alle die Möglichkeit sich beim MDK weiterbilden zu lassen. Da bleibt dem Sachbearbeiter gar nix anderes übrig ,ie abzulehnen. ( VO Pflegebett Diagnose: Diabetes)...letztendlich ist es für die Krankenkassen ja auch eine Mehrarbeit,weil die VO ja letztendlich 2x bearbeitet wird.
     
    #6 Dragstarblack, 06.08.2016
    Zuletzt bearbeitet: 06.08.2016
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