Abrechnung Dienstzeit und Spritkosten bei Doppeldiensten?

Dieses Thema im Forum "Ambulante Pflege / Private Kranken-Altenpflege zu Hause" wurde erstellt von Kerstini, 16.02.2010.

  1. Kerstini

    Kerstini Newbie

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    Habe mal eine Frage. Wie rechnet ihr die Dienstzeit und vor allem auch Spritkosten (bei Dienstfahrten mit Privat-PKW, gibt es leider doch des öfteren, da nicht genug Autos) bei Teildiensten ab.
    Nach Monaten erzählte mir meine Chefin, das wenn weniger als 4 Std. dazwischen liegen, ich die Zeit und km aufschreiben dürfte...sonst nicht.
    Nun habe ich aber mitbekommen, das andere sich das immer aufschreiben und auch bezahlt bekommen. Also auf jeden Fall die Zeit und km zum 1. Patienten im Spätdienst, wenn sie auch Frühdienst hatten. Ich arbeite am WE oft 3 Dienste...deswegen wäre das doch nun echt interessant....Und gibt es das irgendwo schriftlich?
     
  2. Robby

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    Frühdienst sagen wir mal von 7:00-12:00 sind 5 Stunden ,gefahren bist du mit deinem Privat PKW z.b. 80kmx 30Cent= 24 Euro, nix mit pauschal Benzin Geld sondern 30 Cent pro gefahrenen km.

    Spätdienst 16:00-20:00 sind 4 Stunden, dann hast du insgeamt 9 Stunden gearbeitet und die bekommst du bezahlt, gefahren bist du im Spätdienst z.b. 50kmx30Cent= 15 Euro dann muss dir die Chefin 39 Euro bezahlen für das du mit deinem Privat PKW deinen Dienst absolviert hast. Das mit 4 Stunden weniger usw. was deine Chefin dir erzählt hat davon habe ich noch nichts gehört, lass dir da keinen Bären aufbinden. Und dann noch eine Anmerkung zu eurer Dienstfahrzeug Situation. Sicher kann man bei einem Notfall mal sein Privat PKW benutzen, das sollte aber nicht die Norm sein, vor allen Dingen ist das auch eine versicherungsrechtliche Frage sollte es mal "krachen". Und dann noch bei so einem Wetter, wenn du mit deinem PKW in ein anderes Fahrzeug reinrutschen solltest und du bist schuld, bezahlt dir dann deine Chefin die Reparaturkosten an deinem Fahrzeug ganz zu schweigen von deiner KFZ Versicherung wenn du mit deinen Prozenten "hochgehst"

     
  3. Kerstini

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    Wir bekommen auch 30c/km, nicht pauschal. Aber wie ist es mit der Zeit...
    Also ich fahrte zur Arbeit, klar fängt die Zeit dann ab Büro an und die Fahrtkosten zur Arbeit trage natürlich ich, hat ja jeder...Aber wenn ich dann um 10 Uhr nach Hause fahre und um 17 Uhr wieder los mus. Wie ist das dann? Sind das dann wieder meine Kosten, der Weg ins Büro? Und die Zeit, wohne nämlich nicht im gleichen Ort...
     
  4. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Ich schätze mal, man hat auch bei Doppeldiensten kein Anrecht auf Geld und Zeit für den Arbeitsweg. Der Abstand zwischen Arbeit und Wohnung ist ohnehin deine Privatsache.

    Aber man kann die Arbeitswege ja wieder von der Steuer absetzen. Kann man das bei Doppeldiensten dann - an den betroffenen Tagen - doppelt abrechnen? Müsste theoretisch machbar sein.
     
  5. Robby

    Robby Senior-Mitglied

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    Da du zum geteilten Dienst eingeplant bis ist der Weg von deiner Wohnung zum Büro keine Arbeitszeit, du bist ja regülär zum Dienst eingeteilt. Wir hatten solche Fälle auch, wo der Mitarbeiter Sonntags geteilt hatte und einen Fahrtweg von 20 km hatte, Dienst war um 11:00 vormittags beendet, SpätDienst fing wieder um 16:00 an, ich muss dazu sagen der Mitarbeiter durfte bei geteiltem Dienst das Dienstauto mit nach Hause nehmen, da wir dem Mitarbeiter nicht zumuten wollten das er sein Benzin verfährt wenn er geteilten Dienst hat. Aber das ist Kulanz. Aber nur bei geteiltem Dienst und nach Rücksprache. Den Anfahrtsweg ins Büro denn kannst du deiner Chefin nicht in Rechnung stellen. Die Uhr läuft wenn du das Büro dann betrittst. Oder frage doch mal deine Chefin ob du die Schlüssel von den Kunden die du nachmitags versorgst am WE mitnehmen kannst, dann kannst du direkt von zuhause den ersten Patienten ansteuern und musst nicht noch vorher ins Büro. DAs mit den geteilten Diensten haben wir mit der Zeit auch in den Griff bekommen, so das die hauptamtlichen Mitarbeiter nur noch äusserst selten geteilten Dienst machen mussten. Wir haben so nach und nach ein paar zuverlässige Aushilfen rekrutieren können, das hat dann gepasst. Weil auf Dauer ist das mit den geteilten Diensten kein Zustand, das kann man den Leuten nicht zumuten. Das muss auch das Ziel einer jeden Pflegeeinrichtung sein alle Hebel in Bewegung zu setzten damit die geteilten Dienste wegfallen oder sich auf ein Minimum reduzieren.


     
  6. Kerstini

    Kerstini Newbie

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    Hmm, habe jetzt das gefunden:
    Geteilter Dienst - Schichtplanfibel für Betroffene
    Trifft das auch auch in der ambulanten Pflege zu?
    Es gibt da noch so einige Sachen...
    Zwangspausen zwischen Patienten, die nur zu bestimmten Zeiten angefahren dürfen/wollen...ich stand schon so oft auf Parkplätzen rum und musste bis zu einer 3/4 Std. überbrücken...Alle anderen, die das auch betrifft, wohnen in der Nähe vom Arbeitsplatz, finden das nicht so tragisch...Wie ist das da, ist das rechtens, die nicht zu bezahlen?
    Oder Rufbereitschaft über das freie Wochenende? Bei mir ist das nicht einmal vertraglich festgelegt...bezahlt bekommen wir es, oft haben wir dann nicht einmal den Dienstwagen da...
    Ich arbeite nur 15 Std. die Woche, habe aber jedes 2. WE regelmässig 3 geteilte Dienste und somit natürlich Überstunden ohne Ende. Auf Beschwerden wurde mir von der PDL mirgeteilt, das Mehrarbeit bis zu 20 Std. vom Betriebsrat abgesegnet sind. Mein Mann hatte schon mehrfach Ärger, da er wegen mir zuwenig Stunden hatte (Doppeldienste in der Woche).
    Ich würde gerne einen Abend in der Woche keinen Spätdienst machen, da ich Sport machen möchte. geht nicht, da würde dann ja jeder kommen....:|
    Dienstplan bekommt man nie pünktlich, wenn man ihn am 1. des Monats hat ist das früh...oft gibt es nur vorläufige mit der Hand geschriebene für ein paar Tage...
    Es ist einiges blöd, anderes wiederum nicht zu verachten (beste Bezahlung hier im Umkreis).
    Möchte halt einfach wissen, wie manche Sachen gesetzlich geregelt sind...was ich hinnehmen muss und was eben nicht.
     
  7. Robby

    Robby Senior-Mitglied

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    Also ich muss sagen Bezahlung in diesem Fall hin oder her, bei euch scheint nichts so richtig geregelt zu sein. Rufbereitschaft über das freie Wochenende, das ist doch kein richtiges frei wenn man ständig auf der Lauer liegen muss. Individuelle Wünsche werden offensichtlich ignoriert ( einmal in der Woche keinen Spätdienst machen wegen Sport). Zwangspausen müssen dir vergütet werden, das liegt nicht in deinem Verantwortungsbereich, das unternehmerische Risiko auf den Mitarbeiter abzuwälzen. Oder eure PDL muss die Touren eben so planen das Zwangsgspausen nicht oder nur sehr selten vorkommen. Ich weiss ,es nicht so einfach aber mit etwas Kreativität lassen sich so manche Probleme lösen. ( Tourenplanung). Bei einer Tourenplanung hat man schon einen gewissen Spielraum , da es sicher auch Pateinten gibt die zeitlich sehr flexibel sind. So eine Mischung ermöglicht es das Zwangspausen wirklich nur in absoluten Ausnahmefällen vorkommen dütften. Eine Tourenplanung ist ein sehr wichtiges Instrument, das dem Verantwortlichen einiges an Fachwissen abverlangt wenn man alle Wünsche , die der Patienten ,als auch die Wünsche der Mitarbeiter in Einklang bringen möchte. Dienstplan sollte spätestens am 20 eines Monats für den Folgemonat fertig gestellt sein. Ich denke das eure Führungsetage nach deinen Schilderungen zu urteilen etwas mit der Situation überfordert ist.

    Hier noch ein informativer Link bezüglich Dienstplan:

    Ãnderung von Dienstplänen Arbeitsrecht frag-einen-anwalt.de

    Einspringen im Schichtdienst/Änderung Dienstplan Arbeitsrecht frag-einen-anwalt.de
     
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