Abführproblematik bei ALS-Patientin

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Neurologie / Neurochirurgie" wurde erstellt von NurseKali, 10.07.2013.

  1. NurseKali

    NurseKali Senior-Mitglied

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    Hallo......

    Ich arbeite im Hospizbereich und wir haben bisher wenig Bewohner mit ALS gehabt, die noch halbwegs gut zuwege sind.
    Nun haben wir eine Bewohnerin, die sich stetig in ihren Funktionen verschlechtert, kann selbst nicht mehr stehen, Essen und TRinken wird auch mühsamer, lehnt bisher jedoch PEG ab ( wäre wichtig zur Flüssigkeitszufuhr, vor allem aber auch Movicol )
    Abführen ist eine Prozedur, da sie es immer noch selbst in Gang bekommen will, es aber nicht mehr schafft.
    Da ich nicht lange in Neurologie gearbeitet habe, fehlt mir die Erfahrung mit dem Klientel, meinen KOllegen geht es ebenso.
    Somit dachte ich mir, ich frag mal hier ein paar kompetente Menschen, vielleicht haben die einen Tipp was am Besten wirkt.

    Wie ist das eigentlich mit laxans Tropfen, können die überhaupt noch auf die Muskulatur einwirken oder bringt das gar nichts, weil ja die Muskulatur soweit erschlafft ist, dass da gar nischt mehr viel in Gang zu bringen ist ?

    Wäre dankbar für ein paar gute Tipps.

    Lieben GRuss
    NUrseKali
     
  2. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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  3. NurseKali

    NurseKali Senior-Mitglied

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    Danke Elisabeth, hab mich nochmal durchgelesen durch die einzelnen Abführmittelchen und merke, dass Vieles daran scheitert, dass die Patientin schlecht schlucken kann und wenn, dann zu wenig hinterher trinkt.
    Also werden wir weiterhin wohl nur mit regelmässigen Einläufen arbeiten müssen, worüber sie überhaupt nicht begeistert ist; Dulcolax und Ähnliches macht kaum was bei ihr an Reaktionen.

    Danke auch für den link mit der genauen Erklärunge über ALS.

    LG und ein guats Nächtle, der Frühdienst ruft schon ganz laut
    NurseKali
     
  4. schwäbin

    schwäbin Senior-Mitglied

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    Habt ihr es schon mit einer Bauchmassage, unterstützt von äth. Ölen versucht?
    Das wäre evtl. eine Möglichkeit das bisschen Peristaltik das sie hat zu unterstützen.
     
  5. NurseKali

    NurseKali Senior-Mitglied

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    Danke Schwäbin, wir arbeiten zuerst mit ätherischen Ölmischungen, haben da auch gute Erfolge mit.
    Die Klientin hat zur Zeit sehr wechselhafte Impulse für die Muskulatur; mal geht das Essen problemlos und dann kann sie auf einmal gar nichts mehr weitertransportieren, was sie verständlicherweise ziemlich frustriert und heftige Weinattacken auslöst.
    Ich denke auch im Bauchbereich sind diese wechselhaften Phasen spürbar.
    Auch Homöopathiegaben sind schon angedacht zur Unterstützung.

    Arbeitet ihr bei euch auch mit Bauchmassagen und ätherischen Ölmischungen ?
    Was habt ihr für Erfahrungen mit Einläufen und ACC Zusatz ?
     
  6. amezaliwa

    amezaliwa Poweruser

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    1 andere Idee - hat jmd. aus eurer Physioabteilung Erfahrung mit Akupressur(punkten), durch entsprechende Weiterbildung?
    Der Hintergrund: Der Leiter unserer Physio bietet die Behandlung (lt. seinen Angaben sehr erfolgreich) bei Obstipation an, den Punkt gibt es sogar offiziell, zum anmelden. Habe selbst aber bislang keine Erfahrung damit, weder direkt noch indirekt.
    1 Kollegin hatte schon mal eine Anwendung durch einen Therapeuten mit WB Akupressur - allerdings privat. Erfolgreich.
     
  7. NurseKali

    NurseKali Senior-Mitglied

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    Hört sich gut an, die Idee hatte ich noch gar nicht.
    Müsste also auch mit Fußreflexzonenbehandlung gehen......hab sogar vor Jahren eine Ausbildung dazu gemacht.

    Danke für den Impuls !!!

    LG NurseKali
     
  8. schwäbin

    schwäbin Senior-Mitglied

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    Hallo Nursekali,
    bei uns auf Station arbeite eigentlich nur ich mit Bauchmassagen - aber ohne Ölbeigabe, (das mach ich nur im privaten Bereich und damit Erfolg) denn ätherische Öle sind bei uns (leider) nicht eingeführt. Ich werd dann auch von den Kollegen belächelt, denn den meisten ist die Methode immer noch am liebsten: erst Laxofalk, dann Laxoberal, dann Mandelmilch (eine Mischung aus Rizinus, Laxoberal, Milch, ich meine Bifiteral und noch was) und wenn's dann immer noch nicht geht gibt's ein Zäpfchen mit Mikroklyst zusammen.
    Und die meisten unserer Patienten werfen sich auch lieber was ein als die Natur mit einer Massage zu unterstützen. Am häufigsten hab ich das bei MS Patienten durchgeführt,die sind da irgendwie am offensten. Da hat es auch schon ein paar richtig gute Erfolge gegeben, aber es braucht halt auch Zeit für die Massage die man sich nehmen muss...

    Einläufe gibt es bei uns nur im absoluten Notfall, und mit ACC zusammen kenn ich es nicht, da kann ich dir leider nicht weiterhelfen.
     
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