Ab wann soll man OP-Dienste machen?

Dieses Thema im Forum "OP-Pflege" wurde erstellt von MeXx, 24.03.2007.

  1. MeXx

    MeXx Newbie

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    Hallo Ihr Lieben
    habe mal eine Frage
    Bin jetzt seit 1. Oktober mit der Ausbildung fertig und habe eine Stelle im OP bekommen.
    Mit mir haben 5 ebensfalls frisch examinierte Krankenschwestern angefangen.
    Wir werden jeder in einem Fachbereich z.b. Allgemein, Neuro, Gefäß, MKG, Unfall, Plastik- Chirurgie angelernt.
    Jetzt nach fast einem halben Jahr sollen die ersten von uns Dienste machen z.b. in der Gefäßchirurgie.
    Wir werden größten Teils ins kalte Wasser geschmissen, d.h.1-2 Mal wäscht sich jemand mit und das nächste Mal müssen wir allein instrumentieren. Ohne dass wir ne trockenübung machen.

    Wollte gern wissen wie das anlernen von frisch exmaninierten Krankenschwester in anderen Op´s abläuft!?!

    Lg meXx
     
  2. OPschwesterlein

    OPschwesterlein Stammgast

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    Hallo! :wavey:
    Bei mir läuft es nicht anders! Ich habe im November letzten Jahres im OP angefangen und als Springer wurde man dann schon ins "kalte Wasser" geschmisen.Als Springer kam ich damit zurecht.
    Jetzt sind wir Neue nach dem Rotieren als Springer durch die Abteilungen bestimmte Abteilungen zugewiesen worden. Ich fange mit der MKG an. Bei mir ist das Problem das einfach nicht die passenden OP's für einen Anfänger zur Auswahl stehen. Da werden öfters große Gesichtstumore etc. operiert. Naja und unsere Personalsituation lässt es kaum zu das sich mit mir noch jemand als Unterstützung am Anfang "wäscht". Ich wäre froh, wenn das überhaupt einmal passiert...Einmal habe ich eine Jochbeinfraktur instrumentiert, alleine. Immer so auf Zuruf vom Springer: "Das musst du so machen..., leg das am Besten dort hin..., ich mach das immer so...., etc.... .(Der Nächste erzählt wieder was Anderes!) :-?
    Naja und diese Jochbeinfraktur konnte ich nicht einmal zu Ende instrumentieren, da ich zum Feierabend abgelöst wurde. Und das ist jetzt auch fast 1 Monat her, als ich das letzte mal am "Tisch" stand. Mittlerweile schiebe ich schon etwas Angst vor dem Instrumentieren, da ich einfach keine Möglichkeiten habe, es langsam anzugehen. Und ein paar andere die auch neu angefangen haben (in der Gefäß) sind viel weiter als ich. Die haben ja immer die selben OP's: Carotis links, Carotis rechts, Fem - Pop.....
    Sogenannte Trockenübungen haben wir nur mit der Einmalwäsche gemacht. Wie man einen Tisch zum Beispiel bezieht, bzw. wie man eine korrekte chirurgische Händedesinfektion durchführt und wie man sich steril anzieht.
    Alles andere wird wohl so sein das man ins kalte Wasser geschmissen wird.
    Meine Chefin meinte das sie nächste Woche schauen will, das wir mal in der MKG zu dritt sind, das ich mal was instrumentieren kann. Na mal sehen ob das so kommt....Sie fragt schon immer ob ic´h was gewaschen habe, aber das sehe ich und meine Kollegen nicht ein, das man als Anfänger so ins kalte Wasser geschmissen wird. Ist ja auch für die erfahrenen Kollegen nicht so toll.
    Naja, bin mal gespannt wie sich das weiter entwickelt. Wäre interessant von dir öfters zu hören wie's bei dir voran geht bzw. Erfahrungen von anderen Anfängern bzw. von denen die anleiten zu hören.:flowerpower:
     
  3. Mathieu

    Mathieu Newbie

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    Hallo
    Ich bin in einem Orthopädischen OP tätig und bin auch Anleiter. Bei uns erlebe ich es eher so, dass die jungen Kollegen uns drängen das sie unbedingt an den Tisch wollen, obwohl sie noch nicht einmal "richtig" springen können. Natürlich haben wir auch Kollegen die neue Mitarbeiter relativ früh an den Tische haben möchten um nicht alles selber machen zu müssen. Aber um auf die Frage zu Antworten. Wann man OP Dienste machen soll haben wir die Regel das neue Mitarbeiter nach drei Monaten mit Diensten starten. Sie laufen die ersten 2-3 Dienste als Mitläufer und dann als normaler 2ter Dienst. Wir achten aber darauf, dass sie mit ehrfahrenen Kollegen eingeteilt sind.
    Aufgrund der unterschiedlichen Abteilungen ist das aber sehr verschieden, Angst muß davor keiner haben, wenn man den passenden Kollegen an der Seite hat.
    Schöne Grüße
    Mathieu
     
  4. MeXx

    MeXx Newbie

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    Hallo Ihr Lieben
    also erst mal vielen Danke für Eure Anwort.
    @ Opschwesterlein:
    Is ja auch mal krass was Du erzählst, dass Du an Tisch musstest ohne dass sich jemand mitgewaschen hat. Selbst wenn es nur eine kleine OP wäre, sollte dass erste Mal Dich jemand begleiten.:-?
    --> Ich werde in der Allgemein Chirurgie eingearbeitet.... und Anfangs hat sich die ersten 4 mal jemand mitgewaschen z.b. bei einer Struma.
    Danach sollte ich es allein hinbekommen, hatte ziemlich lange dran zu knabbern.... weil man auf 10 verschiedene Arten die Ligaturen angeben kann und es jeder Operateur anders macht hat! Es gibt bei uns dafür kein Standard.
    Mittlerweile hab ich den Durchblick*freu*:klatschspring:
    --> chirurgiesche Händedesinfektion und Hautdesinfektion (abwaschen am Pat.) wurde direkt in die Praxis umgesetzt d.h. zur OP
    --> Dass Du das Gefühl hast die anderen sind weiter als Du selbst
    Kenne ich auch (war bzw. ist manchmal noch so) aber lass Dich da nicht stressen.
    Die Anderen sind sicher auch unsicher und zeigen es nur nicht so! Und wenn sie in einem anderen Fachgebiet sind kannst du es auch nicht vergleichen meiner Meinung nach.

    Hoffe es hat bzw. klappt bei Dir diese Woche dass Ihr mal zu 3. im Saal seid. Dass sich mal jemand Zeit für Dich nimmt.
    Würd mich auch freuen nochmal von Dir zuhören:flowerpower:

    @mathieu
    Hi
    Bei uns ist es eine KH der max Versorgung und haben deswegen auch einen Zentral OP (Allgemein, Unfall, Gefäß, MKG, Plastisch,Neuro) und Gyn, HNO, URO, AUGEN sollen in den nächsten Jahren noch angegliedert werden.
    Der Alters durchschnitt ist bei ca. 55jahren, zudem kommt dass man im Dienst alleine in seiner Fachabteilung (als Insturmentierenden) und einen Springer von der Partnerfachabteilung hat.
    z.B. Neuro und Allgemein....
    Zum Glück sind unsere PA in Neuro und Allgemein der Meinung dass man fast 1 Jahr braucht bis man alle OPs instrumentieren kann und demnach dann auch erst Dienste in diesen Fachbereichen macht.
    Instrumentiert haben wir bei uns schon nach 3Wochen, das 1. Mal
    aber nicht allein. und Springer allein im Saal waren wir auch nach 2 Wochen aufjedenfall. (Da bei uns auch chron. Personalmangel herrscht)
    Meine Kollegin(auch seit Okt. im OP) in der Gefäß macht schon jegliche OPs allein und soll ab April jetzt Dienste machen, zwar hat Sie die erste Wocheende jemanden zur Seite aber die Woche drauf ist Sie allein. Hat nur den Springer der Partnerfachabteilung (klar kennt der sich auch gut in der Gefäß aus).
    Sie hat schon ein bischen Angst davor, hat es auch angesprochen aber irgendwie hat sie nichts erreicht.
    Finde ich ehrlich gesagt nicht so toll. Hoffe bei Ihr geht alles gut!
    Is halt doch noch ein grosser Unterschied zur Ausbildung als Krankenschwester, da ist man 30 bis....100 mal zb. beim DK legen angeleitet worden. Und hier 1-3 Mal und man steht allein da (zumindest bei uns).:weissnix:

    Würde mich freuen wenn noch mehr Leute erzählen wie es Ihnen geht als Anfänger im OP oder wie es PA in OPs anleiten

    Grüsse

    MeXx
     
  5. Christin 1984

    Christin 1984 Newbie

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    HI

    ich weiß das ihr glaub ich alle in Deutschland arbeitet. Also ich bin hier in Österreich bei der Gemeinde und da muss ich euch sagen das ihr meinen größten Respekt habt.

    Bei uns ist es nämlich um einiges Einfacher. Wir instrumentieren hier Allg., Transplant., Gefäß. und am WE sowie am Abend kommt Kinder., und Plastik dazu.

    1. Monat bist du nur hinten im Steri-Bereich Instumente kennenlernen,
    2-3 Monate läufst du mit als 3ter weil bei uns immer 2 Schwestern für einen OP
    nach 3 Monaten gibts das 1x Trockentraining und dann bei jedem unterschiedlichen Bereich einmal dazu waschen bzw. zum Abdecken.

    Dann bist du irgendwie regelmäßig am Tisch. Nach ca. 1Jahr kommst du zu WE und Nachtdiensten und nach ca 11/2 Jahren kommst du zu LeberTX dann kannst du von allg und transplant ~ alles. :-)
     
  6. RonjaR.

    RonjaR. Junior-Mitglied

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    das klingt ja wirklich gut, Christin!

    Ich war auch mal im OP und da war es so, daß ich am 3. Tag bereits die 1. OP instrumentieren mußte. Klar geht das irgentwie, es war auch was leichtes, aber die Ärzte haben sich wirklich amüsiert und ich hätte fast geheult.
    Ich glaube, es liegt auch daran, daß im OP eigentlich immer Personalmangel herrscht... deshalb wird man so reingeschmissen...

    Ist ein rauhes Pflaster, der OP. Wenn man allerdings mal länger dabei ist und seinen Stand hat, dann macht OP Spass. Ich hab nach 3 Monaten meinen ersten Bereitschaftsdienst machen müssen das war okay. Notfalls immer die Nummer von der Kollegin in der Tasche haben wegen nachfragen, ansonsten Augen zu und durch. :cheerlead: Das wird schon!!!!
     
  7. Christin 1984

    Christin 1984 Newbie

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    :hicks: Danke fürs Mut machen
     
  8. matras

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    Hallo Kollegen,

    da hat sich aber in den letzten Jahren nicht viel geändert! Ich selbst hab das von nahezu 25 Jahren auch als Anfänger so erlebt. Sollte mich für ein "Bohrloch" waschen (zur Hirndruckmessung) und "durfte" dann meine erste Craniotomie instrumentieren. Da hatte ich dann schnell statt einem Sieb fünf weitere auf dem Tisch und dafür den Überblick verloren. Der OP-Erfolg ist nur der ruhigen und besonnenen Art des Operateurs zu verdanken gewesen und das ist weis Gott in einer solchen Situation nicht selbstverständlich!
    Eigentlich dachte ich, dass solche Situationen durch Praxisanleitung nicht mehr vorkommen. War wohl Wunschdenken - ?

    Greez Matras
     
  9. dieEv

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    Wir haben endlich mal zwei Neue gekriegt, juchhu! Ich war vor 6 Jahren die vorletzte neue Mitarbeiterin, die neu gekommen ist, hatte da aber schon etwas Op-Erfahrung. Mir macht es total Spaß anzuleiten, und ich glaube, die zwei sind auch zufrieden mit mir als Anleiterin. Immer, wenn es irgendwie möglich ist, nehmen wir sie mit an den Tisch. Sie werden auch als zusätzliche Assistenten an den Tisch gestellt, damit sie die Op-Abläufe kennenlernen.
    Sicher kriegen sie auch mal blöde Situationen ab, weil es nicht schnell genug geht, aber ich denke, es läuft ganz gut bei uns. Immer gut, wenn man den Mund aufmacht, fragen, fragen und auch mal "stopp!" sagen, wenn es irgendwo hakt. Auch den Operateuren mal Bescheid sagen, wenn sie unfreundlich und ungeduldig sind, sind ja keine Götter, haben auch mal angefangen!
    Andererseits kenn ich das nur zu gut, das "kalte Wasser". Zum Glück hatte ich immer gute Anleiter. Op ist eine harte Schule...
     
  10. medizin_mann

    medizin_mann Stammgast

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    hallo
    wir haben an unserer klinik ein einarbeitunsgkonzept, das darauf abzielt, eben genau diesen sprung ins kalte wasser zu ersparen.
    wir haben dazu einen pa und 5 mentoren.
    dazu muss man allerdings sagen, dass es ein zentrum ist, das ein fachgebiet abdeckt, also NICHT zu vergleichen mit einem kh mit schwerpunktversorgung.

    die neuen ma machen dienste, wenn sie alle gängigen operationen "springen" können und - das trifft meist zeitlich überein, ist aber nicht bedingung - im anfang der instrumentiertätigkeit sind.


    allein das ist für den anderen ma im dienst schon genug, denn es bedeutet, dass er alle operationen instrumentieren muss.

    wenn ich die anderen kollegen da so lese, haben es unsere neuen ma hier gut, aber das war mir schon immer bewußt.
    es ist nur sehr erschreckend, dass sich tw. an den methoden im op seit mehr als 20 jahren nichts geändert hat. :gruebel:
     
  11. RonjaR.

    RonjaR. Junior-Mitglied

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    oh so was ähnliches ist mir auch passiert, aus einem Nasenbruch ist eine Mittelgesichtsfraktur geworden, die mit Schrauben versorgt werden mußte.

    Plötzlich war aus 1 unsterilen Sieb, 3 sterile geworden und es ging drunter und drüber. Leider war die ganze OP dann auch noch kompliziert und die Operateurin hatte nicht die Geduld und die Nerven und das ganze endete ziemlich schlimm, nämlich, ich hab mich (nach 2 Stunden) ablösen lassen, weil ich gemerkt habe, daß sie keinen Nerv mehr für mich hatte. Ich war einfach zu unwissend und zu langsam. Is ja kein Wunder, ich war da vielleicht 3 Wochen dabei. Als ich den Saal verlies, mußte ich leider mithören, wie sie sich lautstark bei meiner Kollegin beschwerte, die "Neue ist ja nicht so geeignet".

    Ich bin dann heulend raus.
    Ich war einfach überfordert, is ja klar.
    Sowas sollte wirklich nicht passieren. Idealerweise sollte, wenn solch unerwartete Fälle eintreten, gleich eine Kollegin steril zur Seite stehen, als Hilfe und, wenn notwendig, zum weiter instrumentieren.
     
  12. dieEv

    dieEv Poweruser

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    @Ronja
    Sowas finde ich unmöglich! Das ist sowas von unfair, unprofessionell und unorganisiert, dass es verboten gehört!
    Zumindest gehört es sich dann, dass man einen "alten Hasen" als Springer hat, der einem souffliert. Selbst wenn wir zu wenige sind, bitten wir dann eben die Anästhesiepflegekraft zu springen und waschen uns mit ein. Es gibt immer Möglichkeiten, Anfänger einzubinden. Das Klima im Op muss natürlich stimmen, es muss miteinander geredet werden. Davor haben anscheinend gerade im Op viele Angst. Da tun die Alten so, als wären sie was Besseres und ihr Können ein großes Geheimnis. Und wie viele Chirurgen vertuschen ihre Unsicherheit oder ihre mangelnde Kenntnis mit Launenhaftigkeit.
     
  13. Rauber

    Rauber Senior-Mitglied

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    Wer macht denn so was? :angryfire:
    In jedem anderen Beruf läuft man erstmal nur mit.

    Gerade im OP sollte es selbstverständlich sein, einen Berufsanfänger zunächst mal ein halbes Jahr mitlaufen zu lassen, und eine geeignete Praxisanleitung durchzuziehen.
     
  14. RonjaR.

    RonjaR. Junior-Mitglied

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    ganz genau so war das!!!! :motzen:

    Ich hab mich dann schon eingelebt, und es passierten noch ein paar Dinge, die nicht passieren dürfen, z.B. hab ich ne Oberärztin mit ner Nadel gestochen, weil keiner mir gezeigt hat, wie ich die zureichen soll (zum nähen). Die war vielleicht sauer. :(

    Naja, nach einem Jahr hat man mir die Weiterbildung angeboten, weil ich meine Sache "ja so gut" mache. Ich hab dennoch meine Versetzung zurück auf Station beantragt, weil OP, so finde ich, brutal stressig ist. Wir standen oft 8 Stunden an einem Tumor, ohne Pause, die Beine haben wehgetan (ich hatte Stützstrümpfe an) aber so richtig zermürbend fand ich persönlich die Bereitsschaftsdienste. Insgesamt ist dieser wirklich höchstqualifizierte Job viel zu schlecht bezahlt. *find*

    Aber trotzdem war die Zeit im Op auch schön. Niergens hab ich soviel gelernt, niergens wurde ich (nach meiner Einarbeitungszeit) von Ärzten so "wichtig" behandelt. Die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Schwester/ Pfleger ist einfach eine ganz andere, das kommt, weil das Abhängigkeitsverhältnis ein anderes ist. Doch war schön. Stressig, aber schön!
     
  15. dieEv

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    Da hast du recht: Stressig, aber schön, wenn die Zusammenarbeit harmonisch ist. Gut, dass du nicht nur schlechte Erinnerungen an die Zeit hast.
     
  16. Rauber

    Rauber Senior-Mitglied

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    Hallo RonjaR,
    so ähnlich hatte ich es kürzlich auch erlebt. Eine Kollegein, die als KP- Azubi bei uns war, und anschließend unbedingt in den OP wollte, hat nach ca. 5 Monaten die Segel gestrichen und will wieder zurück auf Station.
    Sehr schade :-(( wir hatten uns alle echt ein Bein ausgerissen, weil lange kein Neuer Mitarbeiter eingestellt wurde.

    Wir haben aber auch schon üble Erfahrungen mit KP- Azubi und OTA- Azubi gehabt, wo man wie auf einen lahmen Gaul einredete, und schlussendlich wir die Bösen waren, wegen der lächerlichsten Gründe. Dies nur, um evtl. auch die andere Seite zu beleuchten.

    Wenn es sich für Dich gezeigt hat, das du es nicht mehr schaffst dann beende es, wenn du meinst, dass du in der Stationspflege o.a. besser aufgehoben bist.

    Wenn du dir nicht sicher bist würde ich mir das Angebot mit der Weiterbildung gut überlegen.
    Vorteil: Du kannst besser und aus einem Topf an theoretischem Wissen argumentieren. Musst Dir aber auch klar sein, dass du Neuland betrittst, wenn nicht alle Deiner anderen Kollegen die Weiterbildung haben.
    Wenn du da was umsetzt, kannst du es zwar besser begründen, hast aber auch mehr Verantwortung wenn es umgesetzt, oder nicht umgesetzt wird.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen Mut machen.


    Bertram
     
  17. RonjaR.

    RonjaR. Junior-Mitglied

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    ach das ganze ist ja schon 6 Jahre her :D. Ich schwelge nur gerade in Erinnerungen, aber lieb von Dir, Bertram.

    Ich bin dann wieder zurück auf Station, hab mich anfangs gefragt, :weissnix: wann die denn hier arbeiten (war mir zu ruhig) aber nach kurzer Zeit hab ich mich dort wieder sehr sehr wohl gefühlt.

    Im Nachhinein betrachtet war es wirklich richtig, obwohl ich auf Station keine Fachweiterbildung gekriegt hab. Aber ich denke immer noch gerne zurück an die aufregende Zeit im OP, und manche Handgriffe, wie z.B. eine Schere anreichen, die verlernt man nie und macht man auch zuhause.
     
  18. Instrumentiermelli

    Instrumentiermelli Junior-Mitglied

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    Guten Morgen!

    Da habe ich ja jetzt eine Menge Schauergeschichten gelesen...!:evil1:
    Ich habe eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht. Vor 3 Jahren fing ich nach der Ausbildung im OP an. Also null Ahnung. Zuerst war ich ein gutes dreiviertel Jahr in der Allgemeinchirurgie. Leider nie oder selten als dritter, was auch oft anstrengend war, aber ich lernte dadurch schneller. War auch schnell am Tisch.
    Allerdings finde ich es absolut wichtig, dass man zuerst das Springen lernt und zwar richtig!!!
    Ohne guten Springer ist man am Tisch nur halb so gut.

    Deshalb kann es auch manchmal besser sein, man stellt den vielleicht unerfahrenen Kollegen an den Tisch, und springt dann selbst. Den Instrumentierenden kriegt man schon durch.
    Trotzdem muss man seine Grenzen kennen. Zur Not muss man sich halt weigern, einige Dinge zu tun, schließlich hat man auch Verantwortung.
    Und es bringt keinem was, wenn alle nach einer OP schlecht gelaunt und gestresst rausgehen.

    Dienste habe ich nach einem Jahr gemacht, nachdem ich durch alle Fachabteilungen gegangen bin.Allerdings kann man sich in einem Jahr (finde ich) höchstens etwas Grundwissen aneignen, im OP spielt Erfahrung eine sehr große Rolle. Haben übrigens 5 Fachabt. Hatte aber am Anfang natürlich ausschließlich mit den Erfahrensten Dienst.
    Denkt also immer daran, auf euch selber zuhören, was IHR euch zutraut und was nicht.
    Viele Grüße und viel Spaß weiterhin.
     
  19. tiffy.82

    tiffy.82 Newbie

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    Hallo.
    ich habe im September 2005 in op angefangen.
    war eigentlich zufall und ich hatte überhaupt keinen plan. während der ausbildung war ich 6 wochen im op eingesetzt. in den 6 wochen binich 6 mal zusammen geklappt :-(
    toller schnitt...
    naja, im op angekommen hab ich erstmal (2 wochen) als 2. springer im saal gestanden. danach war ich alleine.
    am ende des 1 monats wurden immer mehr leute krank und ich musste instrumentieren.
    am ende des 1 monats hab ich dann auch dienste gemacht.
    war schon sehr prickelnt:weissnix:

    bin aber jetzt nicht mehr im op. ich hab es mehr mit WACHEN leuten.
    arbeite jetzt in einer seniorenwohnanlage und bin wohnbereichsleitung.
    aber rgelmäßig muß ich meinen bewohnern vom op erzählen.
    die erfahrung war jedenfalls ziemlich toll. nur ich bin leider ins zuuuu kalte wasser geworfen worden.
    rde auf jedenfall mit deiner leitung damit du einen "erfahrenen" hinter dir stehen hast...
    lg sonja
     
  20. dieEv

    dieEv Poweruser

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    OP
    Bei den Schauergeschichten, die man hier lesen muss, haben es unsere Neuen echt gut! Heute habe ich sie vor den "bösen" Ärzten beschützt, ha! Im Moment kämpfen sie nämlich noch damit, dass man so viele Dinge gleichzeitg tun muss - Pat. vorbereiten, dann schreit der Instrumenteur, weil er noch was braucht, und als nächstes der Chirurg, der sich auch noch beschwert, dass ja alles so lange dauert, phh!
    Trotzdem haben wir unseren Spaß dabei.:D
     
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