3-Schicht-System - Warum?! Bin genervt!

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von blueblue, 15.11.2009.

  1. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Hallo, ich grüße euch alle!
    Ich würde gern wieder in meinen alten Beruf zurückkehren ( ex.Krankenschwester), nachdem ich mich bis jetzt ausschließlich um meine Kinder gekümmert habe.
    Bei meinen Bewerbungen stelle ich fest, dass es nun überwiegend im Berufsbereich Krankenschwester oder Altenpflege das Drei-Schicht-System gibt.Zuvor kannte ich nur die Unterteilung in Tag-und Nachtdienst.
    Ich verstehe den Sinn dieser Unterteilung zwar, da der Kontakt des Pflegepersonals zu Patienten und Bewohnern so noch ausgeglichener ist.Dennoch erinnere ich mich sehr gut daran, dass ich als Krankenschwester zu Beginn meines Nachtdienstes stets beim ersten Rundgang länger mit jedem Einzlenen gesprochen habe. und sich ein guter Kontakt aufgebaut hat...Kein Bewohner oder Patient hat sich je daran gestört, alle wußten, ja, das ist unsere Nachtschwester!- und ich denke, es war auch ausreichend Kontakt zwischen Patient und Krankenschwester vorhanden!

    Ich denke, die Umstellung auf Drei-Schicht-System ist in erster Linie eine Vereinfachung für den Arbeitgeber, die Dienste zu besetzen! Der Pflegeberuf war sowieso stets prädestiniert dazu, dass der Vierdienst eher schlecht bis mäßig ist, aber die Anforderung an das Pflegepersonal , sein Privatleben als viel weniger wichtig einzuteilen, war schon immer sehr groß ( das Ideal der sich aufopfernden Krankenschwester)! Wenn ich beides miteinader vereinbaren kann ( privat und Beruf) und eine einigermaßen Bezahlung bekomme, dann arbeite ich doch doppelt so gern...ist doch normal, oder?Letztlich arbeitet man als Pflegender schon an Wochenenden und Feiertagen...was ja auch normal ist...aber ich empfinde das Drei-Schicht-System als Gängelung...zumal es gesundheitlich überhaupt nicht gut ist....
    Sorry, bin echt genervt zur Zeit...werde eine mir angebotene Stelle aus diesen Gründen nicht antreten können....ach ja, bei diesem Arbeitgeber gibt es für neue Kräfte auch rund ein Drittel weniger Gehalt im Vergleich zu den Angestellten, die schon länger dort arbeiten....Und wie bitteschön schafft Ihr es mit der Kinderbetreuung( ich habe zwei kleine Kinder, eines in der Grundschule, eines in der Kita)...bzw. hinsichtlich der Arbeitszeiten des Partners.Wenn man keine lebenden Großeltern hat ...wie bitte schafft ihr es hinschtlich der KRinderbetreuung?Darf man als Krankenschwester keine Familie haben??? Ich würde mich freuen , wenn Ihr auf dieses Thema schreibt.Danke
     
  2. alesig

    alesig Poweruser

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    Hallo
    Wenn Du in 3 Schichten arbeiten mußt, und keine Kinderbetreuung hast die vor 6:00 Uhr anfängt und gegen 22:00 endet, außerdem keine andere Betreuung die bezahlbar ist findest, dann ja dann hast Du als Mutter die A...karte. Die besten Arbeitnehmer sind 25 Jahre , flexiebel ( sprich 24 Stunden abrufbar) und haben mindestens 20 Jahre Berufserfahrung, außerdem arbeites sie freudig under den miesesten Bedingungen ohne zu klagen.
    Ironie beiseite, es gibt auch Arbeitgeber die Arbeitsplätze anbieten die von 8:00-12:00/14:00/ 17:00 Uhr gehen. Diese Plätze sind aber dünn gesäht und heiß begehrt.
    Da ich auch ein Kinderbetreuungsproblem habe , arbeite ich vorwiegend im Nachtdienst, die beste Lösung für alle.
    Alesig
     
  3. renje

    renje Poweruser

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    Liebe blueblue,

    ich weiß jetzt nicht so genau von was du eigentlich sprichtst? Das 3Schichtsystem gab und gibt es immer schon. Früh/Spät/Nacht. Anderst geht es ja auch gar nicht sonst würde ja jede Schicht 12Std. arbeiten müssen, was rein körperlich und nach Gesetz gar nicht geht.

    Hast du vielleicht früher in einem Haus gearbeitet das Dauernachtwachen hatte und du nur Früh/Spätdienst machen musstest? Das war/ist aber trotzdem ein 3Schichtssystem.

    Verstehe deine Entrüstung nicht so ganz.

    Gruß renje
     
  4. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    Ich bin mir sicher,sie meint,dass man heute alle drei Schichten mitmachen muss....eben weil es in früheren Zeiten noch Dauernachtwachen gab(und ja auch teilweise noch gibt),muss man sich mit diesem Gedanken erst vertraut machen.Ich kann verstehen,dass es schwer fällt,denn dieses 3-Schicht-System ist auch mit ein Grund,warum ich meinen rbeitgeben nun gewechselt habe.Ich habe grosse Probleme mit den Nächten und wir haben manchmal nur eine Tag frei und dann geht es munter mit einem Frühdienst weiter...
    Ich kann auch verstehen,dass es mit kleinen Kindern nicht einfach ist,diese Situation zu meistern,ich konnte es auch nur,weil meine Eltern um die Ecke wohnen und oft eingesprungen sind.
    Ich persönlich denke,auch ,dass dieses System nicht förderlich für die Gesundheit ist,denn ich rennne ständig meinem Schlaf hnterher.Man hat einfach keinen Rythmus mehr und ich muss oft morgens überlegen,warum ich noch im Bett liege.Wir habe seit neustem auch noch drei verschiedene Frühdienste und das macht mich ganz strubbelig.Aber wie so oft,wird von den Pflegenden Flexibilität erwartet....Das darunter das Familienleben,das soziale Leben und letztlich auch man selber leidet...wen interssiert das schon noch???Durch unsere neuen Arbeitszeiten mit verkürzten Frühdiensten haben grade die Vollzeitkräfte kaum noch freie Tage..
    Ein Frühienst erfreut sich sehr grosser Beliebtheit,der geht dann von 9°°-14.30....ich für meinen Part sitze dann 3 Stunden im Auto,komme nach 1,5stündiger Fahr schon leicht genervt auf der Arbeit an ...und so geht es vielen Kollegen,die nicht unmittelbar am Arbeitsort wohnen....ganz abgesehen von der Parksituation um diese Uhrzeit...
    Unser Nachtdienst beginnt nun um 21°° mit einer 30minütigen Übergabe...danach kann der ND losspurten,um wirklich auch noch jeden Patienten mal wach zu sehen....die Patienten sind auch nicht glücklich,wenn um 23°° noch der Nachtdienst was will....
    Ich sehe viele Nachteile in diesem System,aber erdacht haben sich das schlaue Köpfe,die nicht so arbeiten müssen....
     
  5. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Hallo!
    Bitte lies mal meinen Text durch.Da steht ja ganz genau, dass ich von Tag-und Nachtdienst spreche...Du fragst mich, ob ich Früh-/ Spätdienst gemacht habe, dabei erzählte ich, dass ich als Nachtwache gearbeitet habe...?! Hmmm... Ausserdem ist meine Entrüstung wohl klar zu verstehen, wenn man sich in die Lage einer Mutter mit zwei kleinen Kindern versetzen kann..? Krankenschwester bin ich mit Herz und Seele, aber ich bin auch Mutter mit Herz und Seele und wenn ich mir die Arbeitsbedingungen ansehe, die es vorrangig gibt( meiner Erfahrung nach), so wird Herz und Verständnis wohl nur vom Arbeitnehmer erwartet, weniger vom Arbeitgeber...Oder? Arbeitnehmer im Pflegebereich haben auch eine Familie oder sollten sie zusätzlich zur mäßigen Bezahlung und den Arbeitszeiten auch noch darauf verzichten? Eine Betreuung für meine Kinder finde ich nicht morgens um 5.30 UHr und ausserdem würde ich ihr 70 Prozent meines Gehaltes für die Betreuung überweisen.Das geht finanziell schon mal gar nicht.
     
  6. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Guten Morgen, Alesig

    Genau, das denke ich auch...nur finde ich hier leider keine solche freie Stelle...ist echt schwierig!
     
  7. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Hallo Mutters-Kind,


    genau, so meinte ich es...ja, ich verstehe Deine schwierige Situation auch sehr gut....Diese Einseitigkeit im Pflegebereich hat mich schon vor Jahren gestört, hatte aber das Glück in einem tollen Altenheim zu arbeiten, wo sich neben den Bewohnern auch das Personal sehr wohl gefühlt hat.

    Jetzt stehe ich vor der Situation, dass ich durch das Drei-Schichtsystem keine Arbeit finde bzw. mir angebotene Arbeit nicht annehmen kann.Finanziell benötigen wir in unserer wirtschaftlichen Situation aber sehr dringend ab Januar meinen Zusatzverdienst.
     
  8. renje

    renje Poweruser

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    Hallo,

    wo steht das denn?

    Grundsätzlich: ich habe mir die Mühe gemacht und deinen thread durchgelesen und meine Zeit aufgewendet dir meine Gedanken zu Verfügung zu stellen!!!

    Also - Wertschätze das wenigstens, auch wenn dir die Antwort nicht passt.

    Wenn du auf Krawall gebürstet bist und abweichende Meinungen von deiner mit anmache quittierst, solltest du dich nicht auf eine Diskussion einlassen.

    Zurück zur Sache:
    Nein, das Gegenteil ist der Fall. Denn mit einem 2Schichtsystem braucht der AG keine Wechselschichtzulage bezahlen, sondern nur die verminderte Schichtzulage. Ich erlebe allerdings, dass im ND häufig geringfügige Beschverhältnisse abgeschlossen werden.

    Gruß renje
     
  9. narde2003

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    Hallo Blueblue,

    es gibt ein Arbeitszeitgesetz in Deutschland, das nun mal bestimmte Dinge vorschreibt.
    In Österreich gibt es noch immer die 12 Stundenschichten, diese sind in D wiederum nur in Ausnahmefällen erlaubt.

    Es ist schon schwer es allen recht zu machen...

    Liebe Grüsse
    Narde, die in einem 5 Schichtsystem arbeitet
     
  10. karola1

    karola1 Stammgast

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    würdest du übrigens eine Teilzeit- oder eine Vollzeitstelle annehmen wollen? Bei Teilzeit sind manche Schwierigkeiten zum Glück besser auszugleichen.
     
  11. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    ähm...kann es sein,dass hier aneinander vorbei geredet wird?? Ich denke,das Ganze bezieht sich darauf,dass jeder in jeder Schicht arbeiten soll.Früher gab es Dauernachtwachen,da hatte man als Schwester des Tagdienstes nur dann was mit Nachtwachen am Hut,wenn die "Nachteulen" im Urlaub oder krank waren...
    Es gabe immer drei Schichten,aber es musste nicht jeder in jeder Schicht arbeiten.Ich denke,dass Problem war gemeint...Ich konnte damals,als meine Tochter noch klein war,ausschliesslich Nachtdienst machen,was das beste in dieser Situation war..Heute ist das für die Kollegen nicht mehr machbar...
    Ich kann sehr gut nachvollziehen,dass es organisatorische Probleme bereiten kann,wenn man in drei Schichten mitarbeitet...eben grade,wenn man Kinder hat..und dann vielleicht auch noch,wie meine Person alleinerziehend ist...mit "lammentieren" hat das nichts zu tun....und nicht jeder getrennt lebende Vater ist bereit,sich ständig und immer auf den sich oft wechselnden Dienstplan seiner Ex-Gattin einzustellen.
     
  12. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Hejhej...

    warum so aggressiv? Ich war nicht aggressiv, habe Dich nur darauf aufmerksam gemacht, dass Du meinen Text nicht gut gelesen hast, aufgrund Deiner Argumentation.Allerdings bin ich von meiner Grundstimmung tatsächlich genervt , weil die Arbeitssituation so schwierig ist.Das solltest Du nicht spüren, sorry, kommt wohl doch rüber.Lieben Gruss

    Hier:
    "Dennoch erinnere ich mich sehr gut daran, dass ich als Krankenschwester zu Beginn meines Nachtdienstes stets beim ersten Rundgang länger mit jedem Einzlenen gesprochen habe. und sich ein guter Kontakt aufgebaut hat...Kein Bewohner oder Patient hat sich je daran gestört, alle wußten, ja, das ist unsere Nachtschwester!- und ich denke, es war auch ausreichend Kontakt zwischen Patient und Krankenschwester vorhanden!"
     
  13. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Hallo Karola,
    warum antwortest Du mit so wenig Einfühlungsvermögen und oberflächlich in Beziug auf meine private Situation als Mutter?

    Wenn es Arbeitszeitgesetze gibt, sind sie nicht immer arbeitnehmerfreundlich, nicht wahr ?!

    Nein, ich suche eine Teilzeitstelle, aber selbst dabei ist es schwierig.
    Über einen Tellerrand habe ich schon gesehen, so meine ich.Habe etliche Jahre in der Orthopädie gearbeitet, dann in einer Psychiatrie ( geschlossenen Frauenstation) und zuletzt in einem Pflegeheim.Das waren Einsatzorte in Kiel, Bad Wurzach und Hamburg.Ich habe hier noch nie ein Drei-Schichtsystem erlebt, in welchem die Mtarbeiter drei Schichten arbeiten müssen.
    Und zu Deiner Frage, ob es Erkenntnisse gibt, ob ein Arbeiten im Rotationssystem weniger zuträglich ist , als eine Einteilung in Tages-und Nachtschicht.Ja, da gibt es gesicherte Erkenntnisse, nur müßte ich diese raussuchen.Es gibt sogar wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass ein Rotationssystem im Uhrzeigersinn "besser" zu vertragen ist als gegen den Uhrzeigersinn, also zuerst Nachwache, dann Spät- dann Früh.
    Ausserdem ist das ohne wissenschaftliche Untersuchung meines Erachtens sehr gut zu verstehen, dass es besser erträglich ist, sich für einen Dienst entweder nur nachts oder nur nur tags zu entscheiden.Für die Schlaf-und Erholungsgewohnheiten, als auch für die möglich oder unmögliche Organisation des Familienlebens oder der partnerschaftlichen Beziehung !
     
  14. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Blueblue,

    in der ambulanten Intensivpflege gibt es meines Wissens nach 12 Stundenschichten.

    Ich kenne es nur so, dass man alle Schichten arbeitet, Ausnahme: Die Mütterschichten.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  15. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Zum Beispiel den Gatten und/oder Vater eindeutig in die Planung miteinbeziehen mit Urlaubstagen, Wochenendzuständigkeiten und selbstverständlich auch der Möglichkeit einer Änderung SEINER Arbeitsbedingungen. Auch er wollte doch (hoffentlich) die Kinder. Kinder machen bekanntlich Arbeit, Organisation gehört dazu. Warum laden sich so viele Mütter diesen Kraftakt alleine auf ihre eigenen Schultern?
    Darf man als Krankenschwester keine Familie haben???
    Na klar, ist auch wunderbar! Nur dieses Lamentieren hinterher, wenn sich altbekannte Dinge nun mal ändern, davon in ich genervt

    Also. liebe Karola, das nervit mich nun auch, dass Du so wenig Verständnis hast.Woher wiollst DU wissen, ob mein Partner nicht schon genug eingebunden ist?!! Er ist angestellter Geschäftsführer und arbeitet von 6 Uhr bis 20.30....wenn er das einschränken würde, könnte es sein, dass er seine Arbeit nicht mehr lange hat, da die Situation des Geschäftes nicht gut ist und Arbeitsplätze abgebaut werden....so viel dazu!!Er kann mal nicht so eben 25 km um 12.30 nach HAuse fahren, unseren Sohn von Schule abholen etc...das funktioniert organisatgorisch leider nicht! Also sind Früh-und Spätdienst nicht möglich für mich!

    Was meinst Du mit "Lamentieren hinterher, wenn sich altbekannte Dinge nun mal ändern?" ...Sorry, hier zeigst Du null Verständnis für meine private Situation.Als ich mir den Beruf ausgesucht habe, gab es in sämtlichen Kliniken etc ( und ich war in 7 verschiedenen Kliniken als Schülerin) nur die Unterteilung in Tag- und Nachtdienst.
    Hellsehen konnte ich damals noch nicht in Bezug auf die Veränderung hin zum Drei-Schicht-System :razz1:
     
  16. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Ich kann sehr gut nachvollziehen,dass es organisatorische Probleme bereiten kann,wenn man in drei Schichten mitarbeitet...eben grade,wenn man Kinder hat..und dann vielleicht auch noch,wie meine Person alleinerziehend ist...mit "lammentieren" hat das nichts zu tun....und nicht jeder getrennt lebende Vater ist bereit,sich ständig und immer auf den sich oft wechselnden Dienstplan seiner Ex-Gattin einzustellen.[/quote]

    So ist es .Danke für Dein Verständnis!
     
  17. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Und nun Butter bei die Fische: was stellst du dir denn konkret vor: Dienstzeiten? Anzahl der Dienste? Vollzeit? Teilzeit? Verdienst? Welche sozialen Netzwerke sind nutzbar für dich (Leihoma, Tagesmutter, Hort, Kindergarten, usw.)

    Vielleicht fällt es dann leichter, dich zu verstehen und die Realitätsnähe deiner Wünsche zu verstehen? Ich befürchte nämlich, dass manche Wünsche in der heutigen Zeit nicht mehr realisierbar sind.

    Der konstante Personalmangel auf der einen Seite und das Überangebot an Fachkräften auf dem Markt auf der anderen Seite machen bestimmte Entscheidungen nötig und auch möglich. Der AG muss die Versorgung seiner Pat./ Bew. garantieren. Das wird er stets zum geringsten finanziellen Aufwand seinerseit anstreben. Und da geht es oft noch nicht mal um einen maximalen Profit.

    Willkommen in unserer kinderfeindlichen Gesellschaft.

    Elisabeth
     
  18. mutters-kind

    mutters-kind Poweruser

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    na,so wie es aussieht möchte sie gern Nachtdienste machen....und das ausschliesslich...In manchen Häusern ist das ja auch noch möglich,da muss man eben suchen und sich informieren..
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Nachtdienst- von wann bis wann? Wochenenddienste? Zeiten am Wochenende?
    ... und:
    Anzahl der Dienste? Vollzeit? Teilzeit? Verdienst? Welche sozialen Netzwerke sind nutzbar für dich (Leihoma, Tagesmutter, Hort, Kindergarten, usw.)

    Elisabeth
     
  20. blueblue

    blueblue Junior-Mitglied

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    Der konstante Personalmangel auf der einen Seite und das Überangebot an Fachkräften auf dem Markt auf der anderen Seite machen bestimmte Entscheidungen nötig und auch möglich. Der AG muss die Versorgung seiner Pat./ Bew. garantieren

    Hallo Elisabeth,
    vielen Dank für Deine Antwort.Ich suche eine Teilzeitstelle in der Nacht und wäre auch bereit am Wochenende in den Tagdienst zu gehen.Aber selbst hier werden lieber 400.- Euro-Kräfte gesucht( wurde mir auch angeboten).Ich hoffe immer noch so eine Stelle zu finden.Wir wohnen erst seit kurzem hier , eine Betreuung durch Familienmitglieder kommt nicht in Frage, da sie entweder in anderen Städten wohnen , selbst arbeiten oder verstorben sind oder schlicht keine Lust oder Möglichkeit hätten.Die Schule meines Sohznes bietet keinen Hort an, der Kindergarten geht bis 16.30.Also...ein Frühdienst beginnt um 6 Uhr oder 7 Uhr....mein Mann ist dann schon unterwegs.Welche Tagensmutter möchte auf Kinder um diese Uhrzeit aufpassen und sie auch noch zur Schule bringen? Ich muss ausserdem wirklich Vertrauen haben in eine Betreuungsperson bevor ich meine Kinder in deren Obhut gebe.Eine Leihoma hat morgens sicher dieselben Probleme.Ausserdem ist mein Sohn nicht der Einfachste und sehr unruhig...also mir bleibt nur die Nacht als Arbeitszeitund das Wochenende im Tagdienst.
    Was ich in Deinen Ausführungen nicht ganz verstehe ist der folgende SatzDer konstante Personalmangel auf der einen Seite und das Überangebot an Fachkräften auf dem Markt auf der anderen Seite machen bestimmte Entscheidungen nötig und auch möglich. Der AG muss die Versorgung seiner Pat./ Bew. garantieren.
    Mit Mitarbeitern, die ihr Privatleben überhaupt oder besser organisieren können, weil sie nicht ständig in den Arbgeitszeiten zwischen drei bis fünf Schichten springen müssen ( hier schrieb jemand, er würde sogar fünf Schichten arbeiten!!), die dadurch ausgeruhter , gesünder ( psychisch und physisch) sind, wird eher eine gute Betreuung garantiert.Es ist doch wohl nur logisch, dass der PErsonalmangel verschiedeneUrsachen hat.Eine ist die kinderfeindliche( Du hast das gut ausgedrückt) Arbeitszeit.Weiterhin sind es vorwiegend Frauen, die im Pflegebereich arbeiten.Sehr viele wünschen sich Kinder.Ein Arbeitgeber kann gerade bei einer Mutter sicher sein, die bereits ihre Wunschkinder hat, dass die Arbeitnehmerin nicht demnächst wieder wegen Kinderwunsches ausfällt. So wird doch gerade die Betreuung der Bewohner auch wieder garantiert, wenn man die Arbeitszeiten auch für Mütter attraktiver macht.
     
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