200kg Patient - Erfahrungen?

Dieses Thema im Forum "Fachliches zu Pflegetätigkeiten" wurde erstellt von cercarien, 14.11.2005.

  1. cercarien

    cercarien Gast

    Hallo zusammen

    Wir habe seit heute einen ca 200kg schweren, immobilen, somnolenten und tracheotomiert beatmeten Patienten auf Station. Dieser hat schon aus der Klinik zuvor diverse Dekubiti mitgebracht und leidet ansich auch unter trocken, schuppiger und gespannter Haut.
    Wir, bzw auch das andere Krankenhaus, haben ein Spezialbett von HillRom bekommen um den Patienten zumindet in halbsitzender Position lagern zu können. Das Bett ist auch mit einer Wechseldruckmatratze ausgestattet.
    Um dem Patienten heute morgen waschen zu können und die Hautläsionen zu dokumentieren und zu fotografieren zu können, brauchten wir drei PP zum halten und einer der gewaschen hat.

    Meine Fragen :

    Was habt ihr für Erfahrungen mit schwergewichtigen immobielen Patienten gemacht ?

    Trotz Wechseldruckmatratze hat er ja Dekubiti; Was kann man noch tun ? Ich mein Seitenlagerung ect sind nicht wirklich möglich. ( Auch weil das Bett nicht wirklich Platz dafür bietet.

    Eure antworten würden mich echt interessieren.
     
  2. Tobias

    Tobias Poweruser

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    Moin,
    ich habe es zwar noch nie machen müssen, aber ich habe schon mal gesehen, daß 2 Betten zusammen gekettet waren, um den Pat. adäquat zu lagern!
    Bietet das Menü der Wechseldruckmadr. keine Lagungshilfe an?

    Haltet durch!:rocken:
    LG Tobias
     
  3. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Leitung HOKO
    Hallo,
    wir haben in letzter Zeit desöfteren solche Patienten gehabt.
    Ich fühle mit dir.

    Sehr gute Erfahrungen habe ich mit einem Bett, der Konkurenzfirma gemacht.

    Dieses Bett ist breiter als das "normale" Krankenhausbett.
    Bietet Pulsation, Wechseldruck, Lagerungshilfe, Herzbett und noch vieles mehr.
    Dieses Bett schafft Patienten bis 360 kg wenn ich mich nicht irre.
    gelagert werden muss selbstverständlich trotzdem, nur ist es halt leichter, da man aus dem Bett sogar einen Stuhl machen kann.


    Wir hatten mal bei einem 300 kg Patienten zwei Betten zusammengeschweisst, was aber eigentlich gar nicht erlaubt ist, da dies unter das MPG fällt, nur war dies vor der Erfindung des Bettes.

    Schönen Abend
    Narde
     
  4. cercarien

    cercarien Gast

    Hab mich noch nicht richtig mit dem Bett beschäftigt, aber meine dass es auch sitzende Position ermöglicht. Was es noch genau alles kann, muss ich morgen mal schauen.

    Scheinbar kann es aber nicht so viel um Dekubiti zu verhindern, weil wie gesagt, er hat das Bett aus dem anderen Krankenahaus "mitgebracht".

    Somit müssen, denke ich mal, auch noch andere Prophylaktische Mittel greifen, nur die Frage ist welche ??? Weil die Langerung auf Seite ist wie gesagt platztechnisch nicht möglich. Und zwei Betten, auch nicht !
     
  5. Trisha

    Trisha Poweruser

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    Krankenschwester, Pflegerische Fachexpertin für chronische Wunden
    Ort:
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    Akt. Einsatzbereich:
    Bildungsmanagement Bereich chronische Wunden
    Hallo,

    ich kann mich nur narde anschliessen, der Patient braucht unbedingt ein Spezialbett (erkundige Dich bei KCI®, die haben das Bett das bis 360 kg zugelassen ist). Ich möchte hier natürlich andere Firmen nicht ausschliessen, da muss man sich mal erkundigen.

    Eine Wechseldruckmatratze ist oftmals nicht für einen 200 kg schweren Patienten konzipiert!!! Also falscher Einsatz.

    Dieses o.g. Bett bietet entsprechenden Komfort an, dass die Arbeit der Pflegekräfte erleichtert und der Patient nicht unachtsam und unnötig hin- und hergezerrt werden muss.

    Als Lagerung bietet sich die Mikrolagerung an, also abwechselndes Unterlagern mit kleinen Kissen unter Trochanter und Schulter, dies muss aber wesentlich öfter als eine normale Lagerung durchgeführt werden.

    LG
    Trisha
     
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