12-Stunden-Schichten bei häuslicher Intensivpflege

Dieses Thema im Forum "Außerklinische Intensivpflege" wurde erstellt von Suse-Schwester, 25.11.2009.

  1. Suse-Schwester

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    Hallo Ihr Lieben,
    bei unserem Pflegedienst gibt es einige Unklarheiten zum Thema Arbeitszeiten etc. Ich hab hier viel zu 12-Stunden-Schichten gelesen, viele Fragen sind aber offen geblieben. :verwirrt:

    Übergabezeit
    Wir arbeiten von 7-19 bzw. von 19-7 Uhr. Bisher haben wir jeweils ne 1/4 Stunde Übergabezeit drangehängt und auch bezahlt bekommen. Jetzt hat die PDL angekündigt, dass die Übergabezeit gestrichen wird, weil dies vom Gesetzgeber gar nicht erlaubt sei.
    Macht es Sinn um die 15 Minuten zu zanken? Wir finden die 12-Stunden-Schichten im Grunde sehr gut und möchten sie behalten.
    Laut Arbeitszeitgesetz sind die 12-Stunden-Schichten doch sowieso irgendwie nicht rechtens, warum jetzt also um ne weitere Viertelstunde zanken? Uns geht es gegen den Strich, weil unser AG so nur ein paar Cent einspart, denn die Übergabe machen wir, so oder so. Also was tun?

    Fahrzeit
    Was ist dann mit der Heimfahrt. Einige Kollegen haben 40 km andere bis zu 130 km Heimfahrt. Gibts da ne Regelung, was man nach 12 Stunden überhaupt noch fahren darf?

    Urlaub bei 12-Stunden - wieviel Urlaubstage muss ich investieren, wenn ich von Montag bis Sonntag frei haben will? Wir haben eine 5-Tage-Woche, unser Dienstplan wird ca. 2 Wochen vor Monatsbeginn durchgegeben.

    Krankheit bei 12-Stunden - Ich bin 5 Tage krank geschrieben, Mo-Fr. lt. Dienstplan hätte ich Mo + Die arbeiten müssen, Rest wäre frei. Kriege ich 5 Tage bezahlt oder 2 ???

    kurzfristige Dienstplanänderung - einspringen
    Ich meine mich zu erinnern, dass ich im Krh. Zulage erhalten hab, wenn ich den Dienst innerhalb 24 Stunden vorher erst erfahren hab. Was ist bei euch üblich, wird für kurzfristiges Einspringen was extra gezahlt?
     
  2. Bubenmama

    Bubenmama Senior-Mitglied

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    Davon hab ich noch nie etwas gehört.Auch zu meinen Krankenhauszeiten nicht.Es wird also auch nix zusätzlich gezahlt.

    Wo arbeitest du denn, in welchen Bundesland?
     
  3. sigjun

    sigjun Gast

    Ihr müsst wissen was Ihr wollt. Sind diese Übergabezeiten wichtig, so macht Vorschläge wie sie in Eure Arbeitszeiten zu integrieren sind. Ihr könnt nicht verlangen, dass der AG deshalb gegen Gesetze verstößt.
    Privatsache, wie lang die jeweilige Heimfahrt ist. Bei einem Unfall zählt es als Wegeunfall.

    Der Urlaub wird in Tagen gerechnet, unabhängig davon wieviele Stunden man tgl. arbeitet. Bei einer 5- Tage-Woche brauchst Du eben 5 Urlaubstage.

    Wirst Du genau danach bezahlt an welchen Tagen Du arbeitest, oder hast Du ein monatliches Grundgehalt?
    [/QUOTE]
    Ja, das gibt es auch heute noch, aber persönlich kenne ich genau ein Krankenhaus, was kurzfristiges Einspringen mit 140% zahlt. Ist also eher unüblich.
     
  4. Suse-Schwester

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    Wir verlangen ja nicht, dass der AG gegen Gesetze verstößt. Wir finden es nur blöd, dass nun von uns verlangt wird "dann kommt der eine mal ein bisschen früher und dann passt das schon" - also doch weiterhin Übergabezeiten, nur jetzt eben ohne Bezahlung. Es wird also dem Gesetzgeber Rechnung getragen, indem die Zeiten einfach nicht mehr auf der Abrechnung auftauchen. Sind immerhin um die 40 Euro im Monat pro MA, die der AG damit einspart.
    Was für Vorschläge könnten das denn sein? Bin für jeden Tipp dankbar. :thinker:


    Ich bekomme das ausgezahlt, was ich arbeite. Bin mit 75% angestellt, mache aber wegen Personalknappheit meist 2-3 Dienste mehr. Meine PDL sagte mir, sie könne das frei entscheiden, ob sie mir jetzt die zwei Tage bezahlt, die ich gearbeitet hätte oder die 5 Tage die ich krank war. Das ist es, was mich wundert. Wieso kann sie das frei entscheiden? Wovon hängt das ab?:(


    Ich hab bei Verdi gelesen, dass das mit 35% zusätzlich vergütet wird und hatte auch so was im Hinterkopf.
    Unsere Firma ist noch sehr neu und wir sind derzeit in der Position "Forderungen" zu stellen. Wir wollen die halbwegs realisierbar halten, lassen uns aber auch nicht gern über den Tisch ziehen (wer macht das schon). :wink1:
     
  5. sigjun

    sigjun Gast

    Es wird wohl nicht anders gehen als andere Dienstzeiten einzuführen bei denen Übergabezeiten berücksichtigt werden. Wie geht das überhaupt 12 Std. am Tag zu arbeiten wo die zulässige Höchstgrenze doch bei 10 Stunden liegt?



    Es wird das bezahlt, was Du gearbeitet hättest, wenn Du nicht krank gewesen wärst. Für mich sind das die eingetragenen Dienste laut Dienstplan.
    Wenn Dein AG bereit ist Dir auch noch 3 weitere Tage zu bezahlen wundert mich das sehr. Macht das einen finanziellen Unterschied oder wo ist der Haken, den ich jetzt einfach mal vermute?
    Wie wäre es denn, sofern Ihr keinem Tarifvertrag angehört, wenn Ihr das mit dem AG vertraglich regelt?
     
  6. redlady41

    redlady41 Newbie

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    Also ich arbeite in der 24 Stunden Intensivpflege zuhause.
    Bei uns sind die dienste immer von 8 bis 20 oder von 20 bis 8 Uhr
    Rechtens sind diese 12 stunden dienste in der Pflege da dort die Gesetzeslage anders definiert ist.
    Ich habe zum beispiel eine 36 stunden - 5 Tage arbeitswoche.(Montag bis Freitag) Das heißt wenn der Monat 20 Arbeitstage hat muß ich 144 Stunden Arbeiten. Also 12 Schichten a 12 Stunden.
    Berechnet auf den stunden lohn und diesen 36 Stunden. Das heißt ich müßte pro Tag 7,2 Stunden Arbeiten. Bin ich jetzt krank bekomme ich diese 7,2 Stunden pro tag von Montags bis Freitags bezahlt, egal ob ich Dienst gehabt hätte oder nicht.
    Wir haben einen Grundlohn den wir immer bekommen egal wieviel wir arbeiten. Und das was über diese Sollstunden sind also zum Beispiel ich mache 16 Dienste a 12 Stunden sind die Überstunden und werden voll bezahlt.
    Wenn es nicht rechtens wäre würden sich viele Intensivpflege Firmen strafbar machen. Auch wir unterliegen der Kontrolle vom MDK und die Auflagen sind nicht grade ohne.

    Außerdem sehe ich das so. wo ich bei einem 8 Stunden Tag ca 5 Tage los müßte. Fahre ich nur 3 mal macht weniger sprit und weniger Verschleiss an meinem Auto . Ich Arbeite zwar länger aber auf dem Monat gerechnet weniger Tage.
     
  7. picturefight

    picturefight Junior-Mitglied

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    Ich arbeite auch in 12 Stundenschichten.
    Bei uns gehen die Schichten von 7:30-19:45 und 19:30-7:45. Somit haben wir 15 Min Zeit für die Übergaben. Unsere Pause geht 45 Min.. Da wir diese im Sinne des Gesetzes nicht nehmen können, bekommen wir diese auch bezahlt.
    Und auch die Übergabezeit.
    Allerdings hat mein Arbeitgeber eine Genehmigung dieser 12 Stundenschichten. Haben die wenigsten scheint mir. Da die Genehmigung für jeden Mitarbeiter am Arbeitsplatz aushängen muss.
    Ich arbeite 138 Stunden. Bei mir gilt ein Krankheitstag 4,54 Stunden (32Stunden/ 7 Tage). Egal ob ich jetzt zum Dienst eingeteilt war oder nicht.
     
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