1. Praktikumstag im Altenpflegeheim: Wollte euch mal berichten...

Destiny585

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1. Praktikumstag im Altenpflegeheim XY.

- Meine Praxisanleiterin (ich glaube zumindest, dass sie das ist), hat mich heute am ersten Tag ganz schön
oft im Regen stehen lassen. :cry:
Ich assistierte ihr bei der Ganzwaschung am Bett, bei der Bewohnerin Fr. H., inklusive Intimwaschung und Vorlagenwechsel.
Da die Vorlage der Bedürfnisse von Frau H. nicht ausreichte, habe ich zum ersten Mal in der Praxis beim Bett beziehen mit liegendem
Patienten assistiert. Das habe ich auch gut gemacht, meine Praxisanleiterin G**** hat mich dafür gelobt.
Was mir schwer viel war der Anblick und die Gerüche beim Vorlagenwechsel.
Da ist mir ganz schön schummerig geworden, aber ich habe durchgehalten.
Ich habe heute drei Bewohnern das Essen anreichen dürfen.
Bei Herr A. war das ganz schön schwierig, da er Schluckstörungen aufgrund eines Schlaganfalls hatte.
Bei den anderen beiden Bewohnern ging das ganz gut, allerdings habe ich mich ein wenig überfordert mit
der Situation gefühlt, da ich ganz allein mit ihnen war. Meine Praxisanleiterin hat mich dabei weder unterstützt, noch
mir dabei zugesehen.
Die Patientenkommunikation ist mir ebenfalls ein wenig schwer gefallen, da ich viele Bewohner leider nicht verstehen konnte.
Meine Praxisanleiterin G**** hat sich heute leider nicht viel um mich gekümmert. Somit bin ich dann mit der Altenpflegeschülerin S****
mitgegangen. Ich war sehr beeindruckt mit welcher Leichtigkeit und Freude sie sich um die Bewohner kümmerte und ihre Aufgaben
verrichtete. Ich hoffe das kann ich auch bald.
Es war ein sehr schwerer erster Arbeitstag, psychisch, sowie körperlich und zwischendurch überkam mich ein Gefühl von:
"Das kann ich nicht" oder "Wie soll ich das blos durchhalten?"
Doch nun bin ich etwas ausgeruter und freue mich auf meinen zweiten Arbeitstag morgen. :-)
 
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akli

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Hallo,

leider geht es vielen so, wie Dir.. Normalerweise (so sollte es zumindest sein) führst Du mit Deiner Praxisanleiterin ein Erstgespräch, wo sie Dich fragt, wie Du Dir die Arbeit im Pflegeheim vorstellst, was Du z.B. nicht machen würdest usw. Außerdem läufst Du erst mal mit und schaust Dir alles an. Ich halte auch nichts davon, wenn ein Praktikant zum Aufräumen, Bettenmachen etc. verdonnert wird. Das Nahrungreichen bei einem Bew. mit Schlaganfall halte ich auch für zu leichtsinnig, eben, weil diese Menschen mit Schluckproblemen zu tun haben. Du musst sie sehr gut kennen,solltest sowiso erst einmal "angeleitet" werden. Ja, ich kann mir vorstellen, dass Du ziemlich ängstlich bist und das zurecht..
Leider werden die Praktikanten und Schüler immer noch (wie vor 30 Jahren) ausgenutzt. Du solltest erst mal schnuppern, mit den Bew. spazieren gehen, Spiele machen, Vorlesen, Dich mit deren Biographie beschäftigen. Und wie gesagt, erst mal mit einer Pflegekraft mitlaufen, Fragen stellen usw. Ich glaube schon, dass Du im ersten Moment mit all den Sachen (IKM-Wechsel) überfordert warst. Aber warte erst mal ab. Und sag einfach, wenn es Dir zu schnell geht.

Viel Glück!
 

Destiny585

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Huhu
Danke für deine Antwort. Und für die Anonymisierungen, da hatte ich gar nicht dran gedacht:wut:
Heute war mein dritter Arbeitstag.
Gestern habe ich bereits bei einer Bewohnerin bei der Haarwäsche am Bett assistiert, ebenso bei der Ganzwaschung, sowie Nachmittags beim IKM-Wechsel.
Das war dann schon ein wenig leichter "wegzustecken" als am Vortag.
Dann habe ich gestern erfahren, dass G*** wohl doch nicht meine Anleiterin ist.
Die ist nämlich noch krankgeschrieben und ich lerne sie vorraussichtlich Montag erst kennen... :gruebel:
Gestern ging es wohl, ich habe wieder Essen angereicht und Tabletts eingesammelt usw.
Dafür sollte ich heute mit Bew G. zum nahegelegenen Zahnarzt gehen.
Ich sagte der Fachkraft, dass ich nicht wüsste, wo sich diese Praxis befindet, und sie hat es mir auch nicht vernünftig erklärt, was ich feststellte, als ich so ging wie sie es mich angewiesen hatte, da aber keine Praxis war!
Ich bin also mit Bew. G. bestimmt 15 min im Rollstuhl durch die Gegend gegurkt, während Bew. die ganze Zeit weinte und jammerte, dass ihr kalt sei. (Sie war auf jeden Fall dick genug angezogen, überhaubt weint die gute Frau bei jeder Kleinigkeit.)
Als ich dann endlich die Praxis gefunden hatte, wurde mir gesagt ich sei zu spät und Bew. würde nicht mehr behandelt werden. Also lies ich einen neuen Termin machen und ging mit Bew. wieder zurück :cry:
Die wusste gar nicht was das sollte, und weinte schon wieder. Ich versuchte vergebens sie zu beruhigen und meine Nerven lagen total blank.
Ich hatte wirklich Angst, die Praktikumsstelle dewegen zu verlieren, aber zum Glück war die Fachkraft G. nicht sooo sauer deswegen.
Alles in einem war das ein nicht so schöner Tag, denn seid dem ist mir ständig was runtergefallen, der Essenswagen wär mir bald umgekippt und ich bin froh, dass der Tag vorbei ist :cry:

Liebe Grüße
 

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