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Suprapubischer Katheter: pro und contra

Dieses Thema im Forum "Nephrologie / Urologie" wurde erstellt von ninnchen, 23.03.2011.

  1. ninnchen

    ninnchen Junior-Mitglied

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    Hallo,
    ich bin in der Altenpflege tätig, nicht examiniert und habe einen Patienten mit einem Blasenkatheter. Patient hat Spastik in den Beinen die sich wohl auch auf die Blase auswirkt. Die Blase wurde mit Botox behandelt und seitdem hat er einen Blasenkatheter der aber inzwischen undicht ist. Bedeutet das der Patient zum Katheter noch eine INkontinenzeinlage trägt und nicht mehr aus dem Haus geht da er eben ständig nass ist. Nun hat ihn sein Urologe zum Cystofix geraten, eine zweite Meinung die sich der patient von einem anderen Urologen einholte riet ihm wiederum vom Cystofix ab. Auhc unsere Schwestern auf Station haben geteilte Meinungen dazu. Angst vom Patienten ist das ständige verbinden( muss doch evtl nur in der ersten Zeit gemacht werden?) welches wir aber übernehmen würden. Außerdem hat er die Aussage bekommen, das er trotz Cystofix noch undicht wäre und trotzdem auf Inkontinenzmaterial angewiesen ist? Wie ist den eure Meinung dazu?

    LG von Nine
     
  2. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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    Wieso undicht ? Ist der Katheter vielleicht nur zu klein ? Normalerweise läuft da nix nebenher.
     
  3. ninnchen

    ninnchen Junior-Mitglied

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    Nein er ist nicht zu klein und es kann sich keiner erklären woher das kommt...
     
  4. es kommt durchaus vor, dass die Harnröhre sich über lange Zeiträume aufdehnt - wir haben so eine Patientin, bei der wir langsam Probleme mit den üblichen DK-Größen bekommen

    eine weitere Patientin mit SPK hat nebenher weiterhin immer wieder Abgang von Spontanurin - oft ist es aber pflegerischer Ursache (Abknicken des DKs, Niveauveränderung beim Lagern usw.).

    Eine kleine Einlage würd ich trotz SPK immer anbieten - es muss ja keine komplette Inkontinenzhose sein.

    Ich persönlich finde einen SPK auf lange Sicht angenehmer, wenn die Fistel verheilt ist, benötigt man auch keinen Verband mehr - die übliche Versorgung durch tägliche Reinigung reicht danach aus. Auch gestaltet sich das Wechseln doch irgendwie schamärmer (mein Empfinden)

    transurethrale DKs sind langfristig aus meiner Sicht nicht wirklich sinnvoll - HWI und Dekubiti bei starker Aufblockung sind nicht selten.

    Am Ende entscheidet das aber der Patient, mit was er besser zurecht kommt - ist denn eine intermittierender Selbstkatheterisierung möglich? oder besteht die Inkontinenz durch die Spastik?

    Was unternehmt ihr gegen die Spastik!?

    Fragen über Fragen :)
     
  5. ninnchen

    ninnchen Junior-Mitglied

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    Er hat sich früher immer selbst Kathetert das ist aber nicht mehr möglich da eben die Spastik vohanden ist und die Inkontinenz auch davon kommt. Das Auslaufen hat er aber erst seit der Botox Behandlung. Wir selbst unternehmen nichts gegen die Spastik da wir nur der ambulante Pflegedienst sind, er eben aber auch unsere Meinung zum Thema Katheter hören möchte. ja wie du sagst, der Patient entscheidet immer am Schluss aber er ist eben ziemlich unsicher und durcheinander durch die versch. Meinungen.
     
  6. wär ich auch wenn 5 Leute mir jeweils ihr Produkt als das Beste anpreisen würden (jetzt mal übertrieben hypothetisch)

    ohne die Ursache gefunden zu haben, finde ich so eine Entscheidung nicht sinnvoll - wenns nur an der Blockung liegt (mit wieviel ist der geblockt?! - vielleicht zu wenig?!), dann müsst ihr nicht gleich mit nem SPK ran - wobei da wieder die Überlegung auf lange Sicht wäre

    warte mal noch ein paar Meinungen hier ab - hier tummeln sich bestimmt noch ein paar Urologie versierte Pflegekräfte.

    :)
     
  7. ninnchen

    ninnchen Junior-Mitglied

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    Mh mit wieviel er geblockt ist kann ich gar nicht sagen, werde ihn morgen mal fragen und ich warte mal ab welche Meinungen es hier noch gibt, vielen Dank trotzdem erst einmal ;-)

    LG von Nine
     
  8. neo57

    neo57 Stammgast

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    Mir fallen da spontan 2 weitere Alternativen ein:

    ISK > beim / durch Patienten noch möglich?

    Urinalkondome?!

    Gruß:mrgreen:
     
  9. zum Thema ISK hat sie scho gesagt, dass es nicht mehr geht :(

    Kondomurinal ist natürlich wirklich noch ne Idee (wobei ich immer fand, dass die Kleberei bei vielen Haaren echt fies ist >.< - meist erwischt man nämlich doch welche :emba: )
     
  10. neo57

    neo57 Stammgast

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    Na dafür gibts ja Einmalrasierer und moderne Produkte (Hollister, Coloplast) machen es echt einfach, Coloplast sogar mit Anziehhilfe.
     
  11. Neo, ich habe zuletzt in meiner Ausbildung damit gearbeitet :D also ähm vor 5 Jahren :P

    aber gut zu wissen, dass es Fortschritte gibt - Rasieren ist ja nun nich grad die feine Art, wenn der Patient das trotz Erklärung ablehnt :boxen: *tüdelü*
     

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