1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Obdachlos

Dieses Thema im Forum "Leben und Tod im Krankenhaus, Umgang mit Sterbenden" wurde erstellt von katja8103, 29.05.2008.

  1. katja8103

    katja8103 Newbie

    Registriert seit:
    07.11.2007
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Hallo ihr lieben,
    habe da mal zwei Fragen an euch die mich interessieren.
    Was würde euch Schwierigkeiten bereiten , wenn ihr einen kranken Obdachlosen begleiten müsstet (nicht im KH ) ?
    Welche Ressourcen habt ihr um euch dem Lebenselend vieler Menschen zu stellen ?
    liebe Grüße:wink1:
     
  2. bussi-jaz

    bussi-jaz Stammgast

    Registriert seit:
    07.01.2007
    Beiträge:
    203
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    GuKP
    Akt. Einsatzbereich:
    interdisziplinäre Intensivstation
    was meinst du mit begleiten? privat oder in pflegerischer hinsicht? ich würde in jedem fall eine sozialarbeiterin mithinzuziehen. wie alt ist der betroffene? denke heutzutage müssen die meisten NICHT mehr obdachlos sein. versuche zuzuhören, ihn zu stützen, aber auf die beine kommen muss er/ sie selber, also pass in finanzieller sicht auf. pass auf ,dass all dies nicht zu deinem problem wird. sowas zu differenzieren fällt oft schwer, ist aber verdammt wichtig!
     
  3. Bernardo

    Bernardo Newbie

    Registriert seit:
    13.01.2008
    Beiträge:
    23
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    ich bin Krankenpfleger in einem Akutkrankenhaus und fahre nebenher ein mal die Woche mit einer Ärztin nachts mit einem "Obdachlosenmobil" durch eine deutsche Großstadt und suche solche Menschen auf, die in sozialen Schwierigkeiten stecken und vor allem solche, die auf der Straße leben und nicht Krankenversichert sind. Ich sehe dabei so manche Krankheiten, die ich in meinem Leben zuvor noch nie gesehen habe. Manche schleppten sich gerade noch zu unserem Auto und mussten teilweise sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Sie wussten einfach nicht wohin. Selbst die, die Krankenversichert sind, können teilweise die 10€ Praxisgebühr nicht bezahlen und warten so lange, bis es nicht mehr geht und kommen dann zu uns
    Wir fahren die Stellen an, wo wir Obdachlose vermuten oder ein Sozialarbeiter gibt uns einen Tipp.
    Immer, wenn ich nachts nach Hause fahre, denke ich über diese Fahrten nach. Wie dankbar sie waren. Wie sie versucht haben, uns Geschenke zu geben, die für mich kostbarer sind, als von jeden anderen.
    Stolz bin ich, das wir den ein oder anderen eine Unterkunft vermitteln konnten, der auf der Straße lebt oder so versorgen konnten, das sein Leiden abgemildert wurde. Aber auch deprimierend, wenn solche, die es eigentlich geschafft haben, wieder auf die Straße zurückkehren.
    Viele haben Träume, die vielleicht niemals in Erfüllung gehen werden, aber geben wir ihnen die Möglichkeit, daran zu glauben.

    Liebe Grüße
    Bernardo
     
  4. jean20

    jean20 Junior-Mitglied

    Registriert seit:
    12.07.2006
    Beiträge:
    37
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Gesundheits- und Krankenpflegerin, Studentin
    Ort:
    Göttingen
    Akt. Einsatzbereich:
    geschlossene psychiatrie/akutaufnahme
    hallo,
    dieses thema hier wurde zwar schon vor ewigkeiten gestartet, aber mich würden auch noch einige sachen interessieren. muss bald mit der klasse n referat halten über sozial schwach gestellte und mein teilgebiet soll die situation von obdachlosen darstellen. mich würde vor allem dabei interessieren, wer vllt schon (öfter) obdachlose im krankenhaus versorgt hat und wie sich das krankenpflegepersonal, ärzte etc gegenüber diesen personen verhalten haben und wie die versorgung aussah. falls jemand was dazu erzählen kann- ich würd mich sehr freuen :-)
     

Diese Seite empfehlen