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#1 | |
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Poweruser
![]() Registriert seit: 29.05.2002
Beiträge: 10.239
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenschwester, Fachkrankenschwester A/I, Praxisbegleiter Basale Stimulation
Bereich: Krankschreibung
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Zitat:
Elisabeth |
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#2 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 19.12.2005
Beiträge: 40
Ort: Gelsenkirchen
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Gesundheits- und Krankenpflegerin
Bereich: Urologie
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das kann ich auch nur bestätigen, also natürlich nicht bei allen, aber viele denken, man müsste nicht selbst was zur eingenen genesung dazutun. das ist sehr manchmal sehr frustrierend, wenn die ärzte oder auch pflegepersonen verantwortlich gemacht werden, wenns mal nicht 'berg auf' geht.
zum glück gibt es aber noch einige, die die aufgaben des krankenhauspersonals verstehen und auch aktiv an der genesung mitarbeiten, oder zumindest wissen, das gewisse erkrankungen immer wieder kommen, wenn man nicht sein ess-/trink-/rauch-verhalten ändert. |
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#3 |
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Stammgast
![]() Registriert seit: 18.08.2009
Beiträge: 261
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Gesundheits- und Krankenpflegerin
Bereich: interdisziplinäre Intensivstation
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Oh ja, das fiel mir schon zu Beginn meiner Ausbildung auf: Pat. geben die Eigenverantwortung zusammen mit den Wertsachen an der Pforte ab. Viele halten Krankenhaus - Personal für faul, wenn man ihnen Motivation und aktives Gesundheitsbewusstsein abfordert...
Aber über die Hotelleistungen in KH`s wissen sie dann ziemlich gut Bescheid... Das ist natürlich eine Verallgemeinerung. Zum Glück sind Pat. individuelle Wesen und nicht alle über einen Kamm zu scheren...
__________________
Wir gehen nur zurück, um Anlauf zu nehmen! |
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#4 |
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Newbie
![]() Registriert seit: 19.05.2010
Beiträge: 2
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Fachschwester
Bereich: Psychiatrie
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Ich hatte mal einen Chef,der bei seinen Visiten immer unsere
psychiatrischen Pat. verunsichert hat.Er fragte immer "was können wir für sie tun?" Er verglich die Klinik mit einen Lebensmittelladen - aus unserem Angebot sollten sie sich das aussuchen was für sie gut sei.Die wenigsten konnten damit was anfangen - schließlich ist der Arzt doch dafür verantwortlich,das es ihnen wieder gut geht. Als Therapieauftrag war ihm das aber zu wenig und viele Pat.fanden die Chefvisite nicht so toll. Für uns war es sehr interessant,da wir gemerkt habe das Pat. sehr schnell die Verantwortung für ihre Gesundheit abgeben und dann unzufrieden sind wenn es ihnen nicht schnell wieder gut geht. Therapie soll nix kosten und keine Mühe machen. LG Chalotta |
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#5 |
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Senior-Mitglied
![]() Registriert seit: 02.04.2006
Beiträge: 136
Ort: Iserlohn
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenpfleger, Student Pflegemanagement, Bereichsleitung
Bereich: Innere, Chirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Kreissaal
Funktion: Bereichsleitung
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Wir sollten nicht darüber jammern, wie unmündig Patienten sind, sondern uns darum kümmern, dass Patienten sich verantwortlich für sich selber fühlen!
Das kann nämlich auch Aufgabe der Pflege sein. Wen es interessiert, sollte mal nach Gesundheitsförderung, Empowerment usw. suchen. Und außerdem: wieviele Patienten, die selbstbewusst auftreten und klare Forderungen stellen (eben mündig und selbstverantwortlich handeln), werden im Stationsalltag als unbequem und Nörgler empfunden? Gruß Philipp |
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#6 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 24.02.2010
Beiträge: 91
Aufenthaltsland:
![]() Bereich: ortho, surgical
Funktion: Registered Nurse Div.2
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HI
Ich sehe es taeglich auf unserer ortho station: pt. sollten am ersten tag raus aus bett und duschen etc. sitzen. und dann in der zweiten woche geht die reha los.viele patienten liegen den ganzen tag wie pfloecke im bett und stehen nur zur toilette auf oder wenn der physio um die ecke biegt. Und dann, wenn das knie geschwollen ist oder die musklen schwach sind, hatt entweder der physio keine ahnung, der doktor schuld oder das KPP nicht genug motivationshilfen gestellt. ABER zum glueck haben wir auch den ein und andren superpatienten die unsere vorschlaege ernst nehmen und uns sogar zuhoeren und eigeniniative ergreifen also laufen trainieren und muskeln kraeftigen und so weiter. leider sind das nicht soooo viele. mentalitaet ist so etwa wie: "ich bin hier privatpatient ich bewege mich nur wenn ich auch was geboten bekomme-sprich physio ect. ausserhalb dieses "entertainments" kann mich das pflegepersonal bedienen"
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#7 |
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Bereichs-Moderation
![]() Registriert seit: 20.10.2004
Beiträge: 1.280
Ort: Bayern
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Gesundheits- und Krankenpflegerin
Bereich: Intermediate Care
Funktion: Praxisanleiterin
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Hallo Flogging,
ich finde es ja interessant, dass es in Down Under ähnlich ist. Woher kommt diese Einstellung?
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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. |
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#8 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 24.02.2010
Beiträge: 91
Aufenthaltsland:
![]() Bereich: ortho, surgical
Funktion: Registered Nurse Div.2
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hi susi sonne
nschein- lol toller name ![]() Ich weiss auch nicht, ich denke viel pt. haben eine enorme anspruchshaltung-ich bin hier topversichert also BITTE MACHT MICH MAL GESUND. Auf unserer station ists ja noch ziemlich simpel: je mehr patient sich selber bewegt und trainiert je eher kommt er/sie normalerweise auf die beine. Wir haben pat. gehabt die ihren aufenthalt wegen der versicherung rausgezoegert haben( dann kriegen sie $50 pro tag oder so) ODER sie verschweigen eine langjaehrige erkrankung und kommen dann mitten in ihrem rehaprogramm damit herraus um ihre "consultation" mit dem Kardiologist zu bekommen die dann ja von der versicherung bezahlt wird. ausserhalb,also ambulant muesste pt ja zuzahlen. also alle diese sachen spielen damit rein.... Ich denke auch das auch unerkannte depressionen da mit reinspielen koennten und patienten UNBEWUSST diese KH situation "geniessen" und gar nicht langsam genug gesunden koennen.....hier haben sie den bettnachbarn zum schwatzen,ablenkung, freie kost und logie und nette KP und physios die sich um sie kuemmern, muessen nicht arbeiten....nur so ein gedanke... bei unserer hohen rate von leuten mit Mental illness wuerde mich das auch nicht wundern.
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#9 |
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Poweruser
![]() Registriert seit: 23.02.2008
Beiträge: 443
Ort: Baden-Württemberg
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin RbP
Bereich: Neonatologie
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Kommt vielleicht auch noch aus der Zeit, als man gar nicht wollte daß der Patient ungefragt irgendwas macht? Wo er brav stillzuliegen hatte bis der Gott in Weiß oder die Oberschwester was anderes befiehlt? Manche Eltern trauen sich bei uns nicht mal, ihr Neugeborenes anzufassen ohne vorher um Erlaubnis zu fragen...
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We're all in the gutter, but some of us are looking at the stars. - Oscar Wilde |
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#10 |
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Poweruser
![]() Registriert seit: 30.03.2007
Beiträge: 538
Ort: Bonn
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Exam. Gesundheits- u. Krankenpflegerin
Bereich: Intensivstation
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Mir fallen da direkt zwei typische Vorfälle ein.
Ich werde zB häufig von den frisch operierten Patienten gefragt, ob sie denn die Arme oder den Kopf bewegen dürften. Die Leute liegen stocksteif im Bett und lassen sich teils sogar das getränk mit dem Schnabelbecher in den Mund schütten... Zum anderen haben ich mich letztens sehr geärgert, es ging um eine Langzeitbeatmete Patientin, die seit über einem Monat bei uns liegt und sich weigert, sich auf die Bettkante mobilisieren zu lassen. Manchmal kann man sie pberreden, an jenem Tag wollte sie jedoch partout nicht, hat es strikt abgelehnt. Ich mag niemanden zu etwas zwingen, also habe ich alles andere mögliche getan, Herzbett, passive und aktive Bewegungsübungen, usw. Nachmittags kommen dann die Töchter und äußern sich a la "Naja, wenn die Mutter bald in die Reha kommt dann wird sie ja vielleicht auch endlich mal raus gesetzt." Da war ich echt perplex. Die Mutter will nicht, und die Pflege ist Schuld dran... |
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