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    Thema: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

    1. #1
      Newbie Avatar von Snoopy123
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      Unglücklich Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Hallo ihr lieben,

      ich hatte einen Burn-out im Endstadium. Allerdings wurde der nie als solcher diagnostiziert sondern nur die begleitenden Symptome wie: schwere Depression, Angst- und Panikzustände.....
      Ist aber nun egal. Mir geht es soweit wieder gut.

      Durch die Krankheit, bin ich von Krankengeld, ALG I in Hartz IV abgesunken. Einen Antrag bei der Rentenkasse auf Wiedereingliederung hatte ich gestellt und hoffte darauf, eine Umschulung oder Weiterbildung zu bekommen.
      Ich bekam jedoch auf den Antrag eine Ablehnung. Ich sei wieder voll arbeitsfähig.

      Es spielten noch ganz andere Faktoren mit, als ich mir eine 75% Stelle in einem Seniorenheim suchte. Dort bin ich jetzt erst die zweite Woche - allerdings weiß ich, dass ich das nicht durchstehen werde. Gestern hatte ich einen kleinen Zusammenbruch und heulte wie ein kleines Kind. Ich habe die Kraft nicht mehr! Wenn ich nach meiner Schicht nach Hause komme bin ich so gut wie tot. Ich setze mich auf die Couch und schlafe ein. Habe ich wie heute Spätdienst, dann kann ich nichts vorher machen, weil ich die Ruhe brauche. Meine Tochter (12) leidet jetzt schon darunter. Ich komme nicht zum kochen und und und.... Ich schaffe es einfach nicht mehr....
      Heute nacht konnte ich wieder nicht schlafen - ich träume von der Arbeit und schrecke auf. Weinte mich wieder in den Schlaf um kurz darauf wieder aufzuwachen. Erst als ich mir vorgenommen habe, dort aufzuhören fand ich Ruhe. Aber wie kann ich das machen? Ich habe Angst davor.....

      Den ganzen Rattenschwanz der mit der Aufnahme meiner Tätigkeit anfiel, wurde vom Arbeitsamt finanziert. Wie sieht es aus, wenn ich jetzt die Arbeitsstelle aufgebe? Muß ich das zurückzahlen?

      Wie bekomme ich eine Aus-Weiterbildung im eher administrativen Bereich? z.B. med. Dokumentationsassistentin?

      Soll ich mich an einen Arzt wenden um evtl. bei der Rentenkasse doch noch etwas zu erreichen?

      Ich fühle mich gerade wieder total überfordert und weiß nicht was ich tun soll.
      Ich schaffe es einfach nicht - ich bin nicht mehr belastungsfähig.

      Kann mir hier evtl. jemand Ratschläge geben? Adressen an die ich mich wenden kann?

      GlG
      Snoopy

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    3. #2
      Poweruser Avatar von Elisabeth Dinse
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Rente zu beantragen, wenn es einem gut geht ist eher sinnlos. Der MDK wird ja auch nur zu dem Ergebnis kommen können: dir gehts gut und damit bist du arbeitsfähig. Keine Depressionen mehr, keine Angst- und Panikattacken. Ergo- keine Rente.

      Unter Belastung ändert sich das Ganze offensichtlich gravierend. Dafür brauchts einen Nachweis. Deshalb: gehe zum Arzt. Dieser wird deine Arbeitsunfähigkeit feststellen und dann beginnt das "Spiel" von neuem: Gesund werden und neu anfangen. Bedeutet Therapie usw.- aber das kennst du ja.

      Mit dem Nachweis dürfte das AA/ der Rentenversicherer selbst daran interessiert sein, dich umzuschulen um dich aus der Bedürftigkeit rauszukriegen.

      Elisabeth

    4. #3
      Newbie Avatar von Snoopy123
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Und wie sieht es dann aus? Bekomme ich dann Krankengeld oder falle ich wieder in Hartz IV? Muß ich die Leistungen die ich jetzt bekommen habe zurück zahlen?

      Ich habe einfach nur Angst vor dem allen - vorallem Hartz IV, die grausamste Zeit die ich erlebt habe!

      Das war u.a. auch ein Grund wieder voll einzusteigen - endlich raus aus Hartz IV, dass dermaßen extrem belastend ist....

    5. #4
      Poweruser Avatar von Elisabeth Dinse
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Leistungen zurückzahlen musst du nicht. Du bist krank und kannst deshalb nicht arbeiten.

      Was mir nicht ganz klar ist, befindet du dich in einer Wiedereingliederungsmaßnahme des Arbeitsamtes? Welche Entlohnung bekommst du im Moment?

      Krankengeld errechnet sich eigentlich anhand des letzten gezahlten Bruttolohnes.

      Ich habe selbst keine Hartz IV-Erfahrungen. Ich kenne nur Leute die mit diesem Geld auskommen müssen und ich kann dir nur beipflichten: furchtbar. Aber das nutzt dir nichts. Du weißt selbst am besten, dass man einen Bogen nicht endlos spannen kann. Es wäre nur ein Verschieben der Problematik.

      Wenn du wieder arbeitsunfähig bist, wäre eine erneuter Anlauf auf eine befristete vollständige Erwerbsminderungsrente denkbar. Dafür musst du dann aber nachweisen, dass du nicht arbeitsfähig bist. Das geht nur, wenn du eine Krankschreibung hast, entsprechende therapeutischen Maßnahmen nutzt die leider nicht von Erfolg gekrönt sind.

      Welche Aussage hat eigentlich dein Thera zur Arbeitsfähigkeit getroffen? Was kam bei der Kur raus?

      Elisabeth

    6. #5
      Gesperrt Avatar von jok5030
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Ich geb da Elisabeth Recht,zurückzahlen mußt Du nix !! Natürlich geht mit ner neuen Krankschreibung der ganze Sch*** von vorne los,nur daß ich mal denke,daß das AA Dich diesmal zum Gutachter schicken wird,wenn Du länger krank bist. Genauso geht's auch,wenn Du EU-Rente beantragst,also um die Begutachtungen kommst Du nicht drum rum,leider. Aber Kopf hoch ,das schaffst Du schon !! Beantrage die EU-Rente und bis die durch ist,fleißig weiter krankschreiben lassen !!

    7. #6
      Poweruser Avatar von Fearn
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Wie alt bist Du denn, wenn ich fragen darf?
      Käme eine Umschulung infrage ?
      Daß Du nicht mehr aktiv in der Pflege arbeiten kannst, bedeutet ja nicht, daß Du überhaupt keine Tätigkeit mehr ausüben kannst.Solange die Dir nicht bescheinigen, daß Du bei JEDER möglichen Tätigkeit nicht einmal 3 Stunden arbeiten kannst, wird Dir der Rentenversicherer sicherlich keine Erwerbsunfähigkeit bewilligen, sondern die werden Dir eher nahelegen etwas anderes zu machen. Dabei interessiert es die wenig, ob Du etwas anderes findest. ( ist unserem Freund auch so ergangen,-)
      Liebe Grüße Fearn

    8. #7
      Newbie Avatar von Snoopy123
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Ich bin 39 Jahre alt.

      Der Druck und der Stress setzt mir sehr zu - dann die körperliche Arbeit, alleine die Bewohner lagern und richten....

      Ich bin jetzt 1 1/2 Wochen dort im Dienst und habe noch keinen Tag eine Pause gemacht und bin in der Regel bisher 1/2 Stunde länger dort.

      Es ist so unstrukturiert und viele Dinge gehen einfach unter... gestern z.B. sah ich bei einer Bewohnerin stark ödimatöse Beine - als ich dann endlich vor dem PC gesessen bin wußte ich nicht mehr bei wem. So etwas ist mir vorher noch niemals passiert. Diese wichtigen Dinge waren immer eingespeichert bei mir - bis auf gestern.
      Ich bin (momentan noch nicht - Einarbeitungsphase) später mit einer Pflegehelferin für ca. 36 Bewohnern zuständig und trage die ganze Verantwortung. Ich kenne die Bewohner teilweise nicht, da sie auch auf einen anderen Stockwerk sind. Bei der Übergabe gehen viele Dinge verloren bzw. werden nicht korrekt wieder gegeben.
      Z.B. auch gestern, eine Bewohnerin kam ins Krankenhaus. Meine Kollegin kam und sagte mir, dass Frau X. gleich von den Sanis abgeholt wird.
      Als ich dann abends die Übergabe las, stand nur: "Fr. X ist im Krankenhaus - Angehörige sind verständigt." Ich blätterte und fand keinen Eintrag der letzten Tage über Beschwerden. Früh wurde noch eingetragen: "Fr. X unterhält sich sehr gerne mit Fr. Y. " Auf meine Bemerkung hin, warum sie denn im KH sei bekam ich zur Antwort, dass dies nicht einmal der Arzt wisse, deswegen käme sie ja dorthin. Ich bemerkte noch, aber soeinfach kommt man auch nicht ins KH was hatte sie denn. "Unklare Bauchbeschwerden - aber wenn der Arzt schon nichts weiß dann werde ich nichts eintragen". Ich merkte noch an, dass es schon wichtig ist die Symptome zumindest einzutragen, da im Verlauf in keinster Weise etwas dokumentiert worden ist - daraufhin bekam ich nur einen bösen Blick und die Kollegin verschwand. Dann machte sie mit dem Nachtdienst Übergabe - weder wurde ich gefragt ob ich irgendetwas zu sagen hätte noch war ich dabei.
      Nein - das ist nicht die Pflege die ich mir vorstelle.....

      Nächste Woche soll ich die Schichtleitung machen - ich bin nicht im Stande sie zu machen, da ich die Hälfte der Bewohner erstens nicht kenne im Sinne von: Was gibt es besonderes zu beachten und zweitens ich sie nicht betreue, da sie in einem anderen Stockwerk sind.

      Abends, sind wir zuständig (Fachkraft und 1 Helferin) für das Abendessend. Abholen aus der Küche, dann ggf. noch kochen: Suppe, gestern gab es Hawaitoast. Zeitgleich fast muß ich Insuline spritzen, Tabletten verteilen. Nach dem Essen ist die Helferin nur in der Küche beschäftigt mit abräumen, sauber machen, abspülen und ich muß mich darum kümmern die Bewohner zu versorgen: Bett gehen, kl. Intimwäsche, lagern, Strümpfe ausziehen, Heparine spritzen, Nachtmedikation verteilen, Port-Nahrung anhängen. Dann noch die ganze Dokumentation und Übergabe. Dafür habe ich ca. 1 1/2 Stunden Zeit. Oft kommen zu der Zeit auch noch Ärzte die Visiten machen - wenn dann noch Mediänderungen sind geht ein Albtraum los - eine so komplizierte Weise der Dokumentation und Ausführung habe ich mein Leben noch nicht erlebt! Ich versuche es zu erläutern:
      Arzt ändert ein Medikament in der Dosierung. Es wird das Medikamentenblatt benötigt und ein Blatt mit Verordnungen. Dort trägt der Arzt die Änderung ein und unterschreibt. Ich gebe es im PC ein, aber nein nicht mit Medikament bearbeiten sondern ich muß zuerst die bisherige Medikamentation absetzen und die neue Medikamentation neu anlegen. Habe ich das, lasse ich mir dies ausdrucken damit der Arzt dies nocheinmal unterzeichnen kann. Danach gehe ich her, nehme einen Vordruck für die Apotheke und trage es ein und faxe es. Danach nehme ich die gerichtete Medikamentenbox und versuche festzustellen, welche Tablette es denn ist und fummel sie heraus, richte die richtige Dosis her.
      Jeder Zettel ist woanders zu finden und gehört sich woanders hin.
      Gestern abend kamen 3 Ärzte und machten insgesamt bei 5 Bewohnern Medikamentenänderung - ich wurde halbwegs verrückt!

      Am Donnerstag kommen die komplett geblisterten Medikamente aus der Apotheke, bisher habe ich nur mitbekommen, dass ich sie dann ab 19 Uhr alle kontrollieren muß mit dem PC! Hallo - wie soll ich das machen? Ich weiß doch nicht ob es die kleine weiße oder die kleine gelbe ist! Die Verantwortung trage ich dafür - und den regulären Ablauf soll neben bei auch noch laufen!

      Nein - das ist Stress in Hochkultur und das verkrafte ich nicht.

      Dann kam es zu Problemen mit BTM´s. Die Entnahmezettel stimmten nicht mit dem PC überein. Ganz klar und logisch - es gibt die Option der zentralen Durchführung. Da wird auf einmal alle Medikamentengabe der Bewohner auf einmal durchgezeichnet. Ganz praktisch, denn so muß ich nicht jedes einzelne Medikament abzeichnen. Man kann hier einzelne Medikamente für die Zentrale durchführung ausnehmen und als ich vorschlug die BTM´s extra einzelnd abzuzeichnen bekam ich nur ein müdes lächeln. Nun gut, dann dürfen sie sich wirklich nicht wundern, dass es zu Problematiken kommt.

      Ich weiß nicht wieso - aber auf eher unwichtige Dinge wird rießen Wert gelegt aber mit wirklich wichtigen Dingen geht man lasch um.

      Ich bin die, die dann die Verantwortung trägt und ich weigere mich sie in diesem Sinne zu übernehmen. In dem Punkt BTM´s habe ich jetzt einfach gestern bei der Änderung eine Eigenhandlung gemacht und sie aus der zentralen Durchführung herausgenommen. Bin gespannt wann ich eine Rückmeldung bekomme....

      So und nun habe ich einen Termin beim Arzt - ich will es jetzt zumindest erstmal aktenkundig machen. Auch heute nacht wurde ich wieder zweimal wach und es ging mir die Arbeit durch den Kopf....

      GlG
      Snoopy

    9. #8
      Poweruser Avatar von Sr. S.
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Leider höre ich immer wieder von Kollegen, die in Pflegeheimen ähnliche Erfahrungen machen wie Du. Und das bei Deinem angeschlagenen Gesundheitszustand. Ganz klar, Du musst da raus. Sprich mit Deinem Arzt, sprich mit der Arbeitsagentur, such Dir ggf. eine andere Anstellung. Es gibt Heime, Krankenhäuser und Sozialstationen in denen vernünftig und verantwurtungsbewusst gearbeitete wird. Schau Dich um, sprich mit Mitarbeitern und Kunden und wenn Du ein gutes Gefühl hast, bewirb Dich. Denke daran, Du hast immer eine Probezeit in der Du ohne Angabe von Gründen gehen kannst.
      Liebe Grüße, Sr. S.
      "Was für ein Gefühl muss der Tropfen haben,
      der das Fass zum Überlaufen bringt?" Nikolaus Cybinski

    10. #9
      Poweruser Avatar von Hypertone_Krise
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Hallo Snoopy, zuerst möchte ich Dir zu Deinem Schritt gratulieren, Dich hier im Forum mitzuteilen. Auch wenn sich dies anonym gestaltet, fällt es schwer, seine Schwäche und Überforderung zu fomulieren.
      Mir geht es ähnlich wie Dir. Ich bin derzeit in der ambulanten Pflege und letzte Woche während meiner Tour hinterm Steuer kollabiert. Im Grunde genommen war das abzusehen, aber ich habe mich bis zuletzt von einem Patienten zum nächsten gequält - vollkommen erschöpft, angespannt, unkonzentriert und mit wachsender Angst...- am Montag wurde ich von meiner Ärztin krankgeschrieben . Ich mache derzeit meinen meinem Namen alle Ehre und muss jetzt Betablocker und für die Nacht Psychopharmaka nehmen, damit ich mich zumindest halbwegs runterfahren kann. So sehr ich mir auch eine berufliche ( für mich gesunde ) Alternative wünsche, bin ich momentan nicht in der Verfassung dahingehend irgendwas in Angriff zu nehmen.
      Ich war zuletzt so kaputt, dass mir ein Unfall , der mich arbeitsunfähig macht, lieber gewesen wäre, als die Arbeit fortzusetzen. Den Chef dann letztendlich anzurufen und zu sagen, dass ich nicht mehr kann, hat mich, obwohl es mir so schlecht ging, so viel Überwindung gekostet und seine Reaktion war alles andere als verständnisvoll. Das hat mir aber auch nochmal verdeutlicht, dass ich bei ihm alles andere als gut aufgehoben bin...
      Wie gesagt: Ich bin jetzt offiziell arbeitsunfähig und so langsam komme ich zu mir, stelle fest, dass bald Weihnachten ist und versuche mich auf diese eigentlich so besinnliche Zeit einzulassen.

      All das, was Du geschildert hast, kommt mir so erschreckend vertraut vor - nicht zuletzt aus dem Altenheim, in dem ich auch mal gearbeitet habe. Wer nicht entsprechend robust und ein Stück weit gleichgültig ist, brennt unter diesen Arbeitsbedingungen kontinuierlich aus.
      Ich hoffe wie Du, dass es in unserer Branche noch realistische Alternativen gibt, aber sich mit diesen zu beschäftigen, setzt einen Antrieb und eine Konzentration voraus, die ich zur Zeit noch nicht habe.
      Umso mehr wünsche ich Dir, dass Du Dich rettest bevor es zu Deinem endgültigen Zusammenbruch kommt.
      Ich wünsche Dir Zuversicht, Mut und eine gesegnete Weihnachtszeit.
      Nimm dir Zeit, freundlich zu sein-
      es ist der Weg zum Glück.

      AUSZUG AUS EINEM IRISCHEN GEBET

    11. #10
      Poweruser Avatar von Elisabeth Dinse
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      Standard AW: Ich muß raus aus der aktiven Pflege

      Zitat Zitat von Snoopy123 Beitrag anzeigen
      ...ich hatte einen Burn-out im Endstadium. ...
      Wie entsteht ein Burnout?

      Wenn ich dein Posting lese, snoopy, dann sehe ich, es geht dir wie mir und vielen anderen ausgebrannten Kollegen. Wir schaffen es offensichtlich nicht unsere (überhöhten) Ideale der Realität anzupassen.

      Und wenn die Realität uns überrollt sind wir enttäscht und vollzieht einen kompletten Rückzug. Das hat nichts mit unwillig sein zu zun (wurde mir unterstellt). Es ist einfach ein Ausdruck von Hilflosigkeit.
      Man erkennt, die Ideale sind nicht mit der Realität vereinbar und weiß keinen Weg die Ideale anzupassen.

      Wer jetzt nicht die Notbremse zieht rutscht weiter in die Depression gefolgt von Apathie und einer nicht enden wollenden Verzweifelung über die sinnlos verbrauchte Kraft und den Verlust aller sozialen Kontakte.

      @Snoopy- Ich wünsche dir, dass du gute professionelle Hilfe findest und sie auch annehmen kannst und das es dir gelingt, deine Ideale der Realität anzupassen. Und wenn das nicht geht (ich weiß wovon ich spreche), dann wünsche ich dir, dass du eine Umschulung findest, die dich ausfüllt aber nicht ausbrennt.

      Elisabeth

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