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#1 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 24.01.2004
Beiträge: 32
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Hallo,
mal ehrlich: Was haltet Ihr davon, dass man direkt nach der Ausbildung oder sogar ohne Pflegeausbildung ein Dipl. Pflegewirtstudium beginnen kann? Ich würde keinen Dipl. Pflegewirt ohne mehrjährige Berufserfahrung vor dem Studium einstellen! MfG guebue |
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#2 |
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Bereichs-Moderation
![]() Registriert seit: 20.07.2004
Beiträge: 2.413
Ort: Witzenhausen
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Dipl.-Berufspädagogin (FH); Krankenschwester; Kinaestheticstrainerin Stufe 2, QMB (TÜV)
Bereich: Kinaesthetics DE
Funktion: Projektmitarbeiterin
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Hallo,
tja..schwierige Frage. Die Ausbildung würde ich voraussetzen. Ich stelle mal eine Gegenfrage: was hälst Du von "PDL`s" oder deren Stellvertretungen, die zwar seit 20 jahren im Haus sind, aber weder eine Fachweiterbildung geschweige denn ein Studium haben? Ist jeder, der "am Bett was taugt" automatisch auch gut im Management? Ich sage: NEIN! Im Studium erwirbt man die Qualifikationen, den Betrieb Krankenhaus wirtschaftlich zu führen. Der Bewerber hat mind. das Fachabi oder Abi gemacht, die Ausbildung absolviert und dann noch 4 Jahre studiert. Ob man dann ( so mit 25-26 Jahren) gleich auf den "Chefsesel" solte, sei mal dahin gestellt....aber erst mal so 1-2 Jahre als Stellvertrtung finde ich es schon angebracht!
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Die Dinge, die wir wirklich wissen, sind nicht die, welche wir gehört oder gelesen haben. Vielmehr sind es Dinge, die wir gelebt, erfahren, empfunden haben. (C.M. Woodwards) |
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#3 |
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Gast
Beiträge: n/a
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Ich setze auch ein Krankenpflegeausbildung voraus. Ob es nötig ist, dass jemand eine lange Berufskarriere hat, halte ich nicht unbedingt für erforderlich. Natürlich sollte man auch im eigenen Interesse bei einer Fachklinik schon die nötigen Grundkenntnisse besitzen. Ansonsten hat man Stationsleitungen die den jeweiligen spezifischen backround haben sollten. Ist schliesslich die mittlere Führungsebene. Die PDL hat eine andere Aufgabe.
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#4 |
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Poweruser
![]() Registriert seit: 02.08.2004
Beiträge: 706
Ort: Bavaria
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Altenpfleger, Krankenpfleger für die Intensivpflege und Anästhesie (DKG)
Bereich: Operative Intensiv (anästhesiologisch geführt)
Funktion: Arbeiter und Praxisanleiter
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tja, ... was soll ich sagen.
Da ich ein fleißiger Arbeiter auf Station bin müsste ich natürlich dafür sein, dass man auf jeden Fall Berufserfahrung braucht. Auf der anderen Seite kann man natürlich sagen, dass es sicher leichter ist unrühmliche Entscheidungen zu treffen, wenn man nicht so die Ahnung hat, welche Auswirkungen es auf Station haben kann. Für mich persönlich muss ich sagen, dass ich nicht in leitende Positionen gehen wollte, wenn ich nicht weiß, wie das "Handwerk" über das ich zu entscheiden habe funktioniert. Ich denke schon, dass die Dinge, die dann für die entsprechende Position von Nöten sind, vermittelt werden. Aber für MICH wäre es halt nichts.
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Wenn Ihr etwas ändern wollt, fangt bei euch an Das "Hier" ist euer Erbe, doch wenn's Euch nicht gefällt Dann werdet bessre Menschen, und ihr kriegt ne bessre Welt (aus: B.O., Entfache dieses Feuer, Weißes Album) |
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#5 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 24.01.2004
Beiträge: 32
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Meine Meinung ist: Jeder angehende Pflegewirt sollte zumindest 2-5 Jahre voll gearbeitet haben. Die Akademisierung halte ich für unbedingt notwendig, sie darf sich nur nicht zu weit von ihrem Ursprung entfernen! Sonst brauchen wir keine Pflegewirte, sondern können gleich reine Betriebswirte einstellen. Aber die sitzen schon in der Verwaltung.
Aus Sicht der Verwaltung ist es natürlich einfach, einen Manager von ausserhalb einzustellen, der nur Zahlen in rot oder schwarz unterscheidet. Vor allem wenn es um seine Provision geht, die selten aus roten Zahlen besteht! Eine PDL die schon 20 Jahre ihren Job macht mag vielleicht ihre Macken haben, aber sie ist meist in dem Krankenhaus groß geworden. Diese "Art" der Karriere war bis vor wenigen Jahren der normale Weg und ist meiner Meinung nach wie vor der gesündere. Vielleicht sollten die Krankenhäuser altgediente Mitarbeiter mit solchen Studiengängen fördern und somit in Menschen investieren die ihre Qualitäten schon bewiesen haben. MfG guebue |
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#6 |
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 04.06.2005
Beiträge: 50
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Fachkrankenschwester
Bereich: Anästhesie
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Moin Moin!
Mir fällt dabei auf das in der ambulanten Pflege ein PDL nicht nur einen Leitungskurs absolvieren muß sondern auch über 3Jahre Berufserfahrung in Vollzeit verfügen muß um überhaupt als PDL arbeiten zu dürfen! Sinn oder Unsinn sei mal dahingestellt, es wundert mich nur das für den Ambulanten Bereich immer andere Gesetze gelten als für den Stationären. Lg Misse |
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#7 |
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Bereichs-Moderation
![]() Registriert seit: 20.07.2004
Beiträge: 2.413
Ort: Witzenhausen
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Dipl.-Berufspädagogin (FH); Krankenschwester; Kinaestheticstrainerin Stufe 2, QMB (TÜV)
Bereich: Kinaesthetics DE
Funktion: Projektmitarbeiterin
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Hallo guebue,
das ist eben die Frage, ob jemand, der "unten" 20 Jahre lang gearbeitet hat auch "oben" funktionieren kann..... Die PDL muss auf die Finanzen schauen, um das Haus vor der Schliessung zu bewahren....innerhalb der nächsten Jahre werden noch ca. 10 % der Krankenhäuser zu machen! Dieses ist mit der Einführung der DRGs beabsichtigt: die Häuser müssen wirtschaftlich arbeiten oder eben die Konsequenzen tragen. Der Abbau von Betten ist ja eh schon von langer Hand geplant gewesen....der Markt regelt es jetzt. Ich denke, dass dieser Job andere Qualifikationen erfordet als die direkte Pflege am Bett und finde es erstaunlich, dass man es "den alten Hasen von Station", die vielleicht aus gesundheitlichen Gründen dort nicht mehr arbeiten können, automatisch zutraut........ Ich finde es nicht "gesund", wenn solche verantwortungsvollen Leitungsposten im Sinne der "Vetternwirtschaft" in einer Organisation weiter gereicht werden.... Eine außenstehende Person mit diesem Job zu betrauen, die keinen der Mitarbeiter persönlich kennt, halte ich für angemessen. Viel wichtiger finde ich den Lebenslauf des Bewerbers....ich würde Abitur, die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, eventuell 1-2 Jahre Tätigkeit IN EINEM ANDEREN HAUS (um einfach keinen Tunnelblick zu bekommen) und natürlich ein fundiertes Studium Management voraus setzen. Gut wäre auch ein Auslandssemester, um einfach mal was anderes zu sehen....
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Die Dinge, die wir wirklich wissen, sind nicht die, welche wir gehört oder gelesen haben. Vielmehr sind es Dinge, die wir gelebt, erfahren, empfunden haben. (C.M. Woodwards) |
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#8 |
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Poweruser
![]() Registriert seit: 13.04.2003
Beiträge: 494
Ort: Celle
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenpfleger, Fachpfleger in der Psychiatrie, Dipl. Pflegewirt, Master of Nursing (MN)
Bereich: Ambulante psychiatrische Pflege
Funktion: Inhaber und fachliche Leitung eines ambulanten psychiatrischen Pflegedienstes
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Hallo,
bezogen auf die Besetzung einer solchen Stellung als PDL sollte diese Person schon eine vernünftige Sozialisation durchlaufen haben, d.h. eine Ausbildung plus ein paar Jahre Berufspraxis, wenn möglich mit Leitungserfahrung. Die PDL eines Krankenhauses zu sein, bedeutet heutzutage global denken zu können - dies setzt umfassende Kenntnisse der Gesundheitsökonomie und Volkwirtschaft vorraus. Aber auch die betriebswirtschaftlichen Vorgänge müssen durchschaut werden, damit man mit den Ökonomen des Hause in einer Sprache sprechen kann. Im weiteren sollten die Verknüpfungen des Personal-, Organisations- und Qualitätsmanagements als bekannt vorausgesetzt werden, damit Prozesse effektiv geplant und umgesetzt werden können. Das kann niemand, der einfach "nur" altgedient ist. Von diesen PDL kenne ich zuviele, für die diese Position eher dem Machterhalt dient, als das sie sie tatsächlich inhaltlich ausfüllen. Ohne den Blick über den Tellerrand durch eine akademische Ausbildung im Management ist das sehr viel schwieriger. Cheers Ingo
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"Als wir das Ziel engültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen." Mark Twain |
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#9 |
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Senior-Mitglied
![]() Registriert seit: 28.02.2003
Beiträge: 105
Ort: Darmstadt
Aufenthaltsland:
![]() Beruf: Krankenpfleger, Student
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Hallo zusammen,
ich studiere momentan Pflegemanagement zusammen mit Leuten, die keine Pflegeausbildung haben. Was mich immer wieder verwundert ist, dass manche von denen denken, dass sie später auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen haben werden, als welche mit Ausbildung. Von den Profs. wird uns allen immer wieder unterbewußt vermittelt, dass wir die besten Chancen hätten. Ob das so stimmen mag, lass ich mal dahingestellt sein. Das Argument dass mir die Leute ohne Pflegeausbildung entgegen bringen ist, dass sie schließlich jünger sind, als die mit Pflegeausbildung, da die meisten ohne Pflegeausbildung direkt nach dem Abi an die Uni kommen. Die ohne Pflegeausbildung müssen zwar einige Praktika und einige Seminare über Grundlagenwissen der Medizin und der Pflege belegen, aber ich denke, dass sie bei weitem nicht so umfassend ausgebildet werden. Und wenn so welche Leute PDL werden sollten, beruht ihr kompletter medizinischer Background auf ca. 20 Wochen Pflegepraktikum und ein paar Seminare an der UNI. Wie hier schon mehrfach gesagt wurde denke ich, dass wenn es um Einstellungen immer den kürzeren gegenüber einem mit Pflegeausbildung ziehen werden. Zumindest in Bereichen wo ein gewisser Background erforderlich ist. LG Lixtig |
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#10 | ||
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Junior-Mitglied
![]() Registriert seit: 24.01.2004
Beiträge: 32
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Zitat:
Die Zeiten der Vetternwirtschaft wird hoffentlich dem Ende zugehen, glaube nicht, dass man wie früher nur lange genug dabei sein musste, um die Karriereleiter hinaufzufallen. Bin der Meinung, dass man heutzutage sehr wohl Leistung bringen muss um "Karriere" zu machen. Die gute Arbeit "am Bett" sollte in Zeiten der Stellenknappheit eine Grundleistung sein, zusätzlich Arbeiten z.B. organisatorischer Art qualifizieren Mitarbeiter für "höherwertige" Aufgaben. Ausserdem glaube ich, dass jemand der schon Jahre mit einem Betrieb verbunden ist, sich noch mehr reinhängt um sein Krankenhaus vor der Schließung zu retten. Die meisten hohen Posten werden doch heute nur noch mit Zeitverträgen versehen. Wenn es dann ein 5- Jahresvertrag ist, gehen doch locker 2 Jahre drauf um sich ordentlich einzuarbeiten. Wieviel Geld kann in 2 Jahren wohl in den Sand gesetzt werden? Zitat:
guebue |
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